PC- & Konsolen-Peripherie

FRITZ!Repeater 6000 im Test: Endlich überall schnelles Internet?

Du wohnst in einer großen Wohnung, einer Maisonettewohnung oder einem mehrstöckigem Haus? Dann reicht ein herkömmlicher Router in der Regel nicht aus, um deine eigenen vier Wände mit einem ausreichend stabilen WLAN-Signal zu versorgen. Die Lösung dieses Problems ist ein WLAN-Repeater. Dieser empfängt das drahtlose Internet-Signal des WLAN-Routers und sendet es weiter, um die Reichweite zu verbessern. Doch wie bei den Routern ist auch bei den Repeatern keineswegs ein Gerät wie das andere. Die Netzwerk-Experten von AVM, die man vor allem von ihrer ikonischen FRITZ!Box kennt, haben mit ihrem FRITZ!Repeater 6000 ein echtes Premium-Produkt am Start, das viel Leistung verspricht. Support von modernem WiFi 6, den möglichen Aufbau eines Mesh-Netzwerks und die mögliche Schaffung eines Access-Points, erkauft man sich hier jedoch zu einem horrenden Preis. Ob der FRITZ!Repeater 6000 dies wert ist, wollen wir in unserem Test einmal unter die Lupe nehmen.

Technische Details

Maße ca. 8,7 x 18,5 x 13,5 cm
Anschlüsse und Schnittstellen WLAN Access Point: kompatibel zu allen WLAN-Routern mit den Funkstandards 802.11ax/ac/n/g/a

WLAN: 2400 MBit/s (5 GHz, 4 x 4) + 2400 MBit/s (5 GHz, 4 x 4) + 1200 MBit/s (2,4 GHz, 4 x 4)

1 x 2,5-Gigabit-LAN (10/100/1.000/2.500 MBit/s) und 1 x Gigabit-LAN (10/100/1.000 MBit/s)

Anbindung ans Stromnetz mit mitgeliefertem Netzteil 230 V, 50 Hz

Verschlüsselung WPA2 und WPA3
Router-Verbindung LAN-Brücke oder WLAN-Brücke
Durchschnittliche Leistungsaufnahme 11 Watt
Garantie 5 Jahre Herstellergarantie
Preis € 199,00*

Lieferumfang

Im Lieferkarton erwarten dich keine Überraschungen. Neben dem Repeater gibt es hier das passende Netzteil sowie ein LAN-Kabel. Eine Bedienungsanleitung darf natürlich auch nicht fehlen.

Design & Verarbeitung

Bei Routern und Repeatern wird auch die Optik immer relevanter. Insbesondere Repeater eignen sich nämlich wunderbar zur Platzierung im Wohnzimmer oder anderen zentralen Räumen der eigenen vier Wände. Grund hierfür ist, dass, anders als beim Router, lediglich eine Stromverbindung von Nöten ist. Hässlicher Kabelsalat ist hier also nicht gegeben. Schon auf den ersten Blick werden Kenner sehen, dass es sich beim AVM FRITZ!Repeater 6000 um ein Gerät aus dem Hause AVM handelt.

Der markante rote Knopf mit der Aufschrift „Connect“ mag spartanisch wirken. Mehr Buttons benötigt man aber schlichtweg nicht.

Hierfür sorgt nicht zuletzt der firmentypische Farbmix aus Rot und Weiß. Was dem einen gefällt, könnte dem anderen sauer aufstoßen. Schließlich ist diese Kombi alles andere als unauffällig. Abseits der Farbgebung punktet AVM mit einem geschwungenen lockeren Design, das sehr modern daherkommt. Auch die Verarbeitungsqualität befindet sich auf einem hohen Niveau. So fühlt sich der AVM FRITZ!Repeater 6000 hochwertig verarbeitet an. Hier knarzt es an keiner Stelle.

Die Inbetriebnahme

Der AVM FRITZ!Repeater 6000 verspricht eine unkomplizierte Einrichtung, die selbst für Laien kein Problem darstellen soll. Dies stellt der Hersteller bereits mit seiner kurzen 3-Schritte-Anleitung an der Außenseite der Verpackung klar. In der Praxis fiel mir nichts Gegenteiliges auf. So war es nicht nur einfach, den WLAN-Verstärker ins Heimnetzwerk zu integrieren. Obendrein ging es unglaublich schnell von der Hand.

Einfacher gehts kaum. Die Schritte zur Herstellung einer Verbindung passen auf die kleine Verpackungs-Seite.

Zu aller erst kommt es darauf an, den Repeater zur Einrichtung in unmittelbare Nähe zum Router zu bringen. Mein Router (SpeedPort Smart 3) befindet sich im Flur. Den Repeater von AVM steckte ich im unmittelbar angrenzenden Wohnzimmer in die Steckdose. Dementsprechend genügt es vollkommen, wenn sich während der Kopplung beide Geräte im selben Raum befinden. Ist dies geschehen, kann es mit der eigentlichen Einrichtung losgehen.

Vier Gummifüße auf der Unterseite vermeiden ärgerliches hin und her rutschen des Repeaters.

Einmal am Strom angeschlossen, drückt man beim Repeater einfach die Taste mit der Aufschrift „Connect“. Im Anschluss daran hast du zwei Minuten Zeit, um an deinem Router die WPS-Taste zu drücken. Das war es eigentlich auch schon an Eigenleistung, die du erbringen musst. Nun arbeiten beide Netzwerk-Geräte für dich und stellen eine Verbindung zueinander her. Hat das geklappt, ist der FRITZ!Repeater 6000 auch direkt einsatzbereit. Anders als bei vielen anderen Repeatern musst du hier rein gar nichts händisch eintippen. Der FRITZ!Repeater 6000 holt sich elementare Informationen wie den Netzwerknamen und das entsprechende Passwort direkt vom Router. Doch das bedeutet keineswegs, dass du selbst nichts einstellen kannst. Für Änderungen kannst du ganz einfach die FRITZ!-App oder die Web-Anwendung von FRITZ! nutzen.

Lüftungsschlitze an der Oberseite sorgen dafür, dass der Repeater einen kühlen Kopf bewahrt.

Natürlich muss der Repeater nicht an der Stelle stehen bleiben, an der du ihn eingerichtet hast. Ist der Kopplungsvorgang von statten gegangen, kannst du den FRITZ!Repeater 6000 ganz einfach vom Stromnetz trennen und ihn dort positionieren, wo du möchtest. Eine Steckdose ist aber Grundvoraussetzung, um den WLAN-Verstärker in Gang zu setzen. Beim Thema Positionierung sind wir auch schon bei einem kleinen Wermutstropfen, den du beim FRITZ!Repeater in Kauf nehmen musst. Du kommst nicht drum herum, den Repeater irgendwo aufzustellen. Eine Montage an der Wand ist schlichtweg nicht möglich. Schade eigentlich.

Mit der FRITZ!App WLAN hast du immer alles im Blick. (Bild: Apple App Store)

Ein Repeater kann natürlich nur dann zuverlässig das WLAN verstärken, wenn er selbst eine ausreichend gute Verbindung zum Router herstellt. Der kompakte Repeater von AVM unterstützt dich praktischerweise dabei, die perfekte Position zu finden. Hierbei kommt eine LED-Anzeige am FRITZ! Repeater 6000 selbst zum Einsatz. Wenn du noch mehr auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du zur optimalen Positionierung auch einfach die App zur Hand nehmen.

Umfangreiche Ausstattung

Eines der spannendsten Highlights des AVM Fritz!Repeater 6000 ist zweifelsohne der Support von WiFi 6. Doch das ist nicht das einzige Feature, das für eine schnelle Internetverbindung sorgen soll. Obendrein setzt AVM bei seinem neuesten Repeater auf eine Triband-Technologie. Das bedeutet, dass er auf drei separaten Frequenzen funkt. Hierbei handelt es sich insbesondere um eine 2,4-GHz- und zwei 5-GHz-Verbindungen.

Auf der Rückseite befinden sich zwei LAN-Ports.

Wirft man einen Blick auf die Rückseite des Repeaters wird schnell klar, dass dieser nicht nur für Drahtlosverbindungen herhalten kann. Schließlich verfügt er über zwei LAN-Ports. Während der eine für Verbindungen bis zu 1 GBits/s geeignet ist, soll der zweite bis zu 2,5 Gbit/s ermöglichen. Besonders praktisch sind diese im Zusammenspiel mit PC oder Spielekonsole. Schließlich kommt es in diesem Fall auf schnelle Internet-Verbindungen an. Außerdem ermöglichen die LAN-Ports die Einrichtung als Access-Point. Ein Access-Point benötigt zwar eine LAN-Verbindung zum Router, sorgt aber dafür, dass das WLAN-Signal viel stärker in deinen eigenen vier Wänden verteilt wird. Der FRITZ!Repeater 6000 ermöglicht es weiterhin, einen Gast-Zugang einzurichten. Für diesen müssen deine Freunde nicht dein eigentliches WLAN-Passwort eingeben, um Zugang zu erhalten.

Das WLAN-Symbol signalisiert dir durch seine Farbgebung, wie gut das Signal vom Router empfangen wird. In diesem Fall leuchtet es durchgängig grün, was für einen optimalen Empfang steht.

Auch auf Sicherheit legt AVM bei seinem neuesten Repeater großen Wert. So bietet der Fritz!WLAN Repeater 6000 Support von WPA2- und WPA3-Verschlüsselung. Der große Vorteil daran ist, dass nicht nur aktuelle Geräte mit WPA3-Support, sondern auch ältere Geräte Verbindung zum WLAN herstellen können. Wer sich auf die Suche nach USB-Ports begibt, wird beim Repeater wiederum nicht fündig werden. Andere Knöpfe als den Connect-Button sucht man hier ebenfalls vergebens. So wirklich vermisst habe ich während des Tests allerdings nichts. Schließlich lassen sich Details bequem per App oder Web-Anwendung von Fritz! vornehmen.

Wirklich viel zu meckern gibt es bei der Ausstattung also nicht. Allerdings darf man nicht außen vor lassen, was das umfangreiche Leistungspaket des AVM Fritz!Repeater 6000 kostet. Und dabei reden wir nicht vom bloßen Kaufpreis des WLAN-Verstärkers. So ist es vor allem die erstaunlich gute Funkleistung, die dafür sorgt, dass der Repeater im laufenden Betrieb jede Menge Strom verbraucht. Mit einem Verbrauch von bis zu 15 Watt ist er alles andere als ein Stromsparer. Selbst die von FRITZ! angegebenen 11 Watt sind nicht mehr wirklich zeitgemäß. Hier liefern Konkurrenz-Produkte viel bessere Ergebnisse ab.

Wow, ist das schnell!

Wer wirklich schnelles Internet haben möchte, wird die hohen Stromkosten wahrscheinlich in Kauf nehmen. Schließlich liefert der AVM Fritz!Repeater 6000 nicht zuletzt dank seiner Triband-Technik eine echt starke Performance ab. Vor allem bei Nutzung eines Fritz!-Routers sollen die drei unterschiedlichen Frequenzen dafür sorgen, dass ein höchst stabiles Netzwerk aufgebaut werden kann. Schließlich verwendet der AVM Fritz!Repeater 6000 eine Frequenz ausschließlich für die Verbindung zur FRITZ!Box.

Alternativ lässt sich mit dem FRITZ!Repeater 6000 auch eine LAN-Brücke herstellen. So wird das WLAN-Signal deines Routers verstärkt, ohne Bandbreite zu verlieren.

Doch auch mit meinem SpeedPort Smart 3 hatte ich während meiner Testphase nie Probleme mit Verbindungsabbrüchen. Die maximalen Geschwindigkeiten gibt AVM mit 2.400 MBit/s (5 GHz Frequenz) oder immer noch sehr guten 1.200 MBit/s (2,4 GHz Frequenz) an. Um mich selbst von den Geschwindigkeiten überzeugen zu können, habe ich den AVM Fritz!Repeater 6000 etwa 10 Meter von dem SpeedPort Smart 3 entfernt. Im Schnitt erhielt ich bei der Messung Download-Geschwindigkeiten von knapp 800 Mbit/s. Der Upload war mit etwa 790 Mbit/s fast genauso gut. Als ich den Abstand auf knapp 13 Meter erhöhte, waren die Ergebnisse nicht viel schlechter. Hier lagen die Ergebnisse im Mittel bei knapp 346 Mbit/s (Download) bzw. 300 Mbit/s (Upload).

Für Freunde praktischer Smart Home Lösungen hat AVM einiges in petto.

Wenn man einmal einen Blick ins Internet wirft, stellt man schnell fest, dass der AVM Fritz!Repeater 6000 vor allem von der Zusammenarbeit mit einer Fritz!Box profitiert. Insbesondere die Einrichtung eines Accesspoints kann nämlich für einen ordentlichen Geschwindigkeitsschub im WLAN sorgen. Werte von 700 Mbit/s und mehr sollen bei Entfernungen von um die 12 Metern dann kein Problem sein. Auch das Feature der Errichtung eines eigenen Mesh-Netzwerks ist überaus praktisch – erfordert jedoch ebenfalls eine FRITZ!Box.

Fazit

Natürlich ist der AVM Fritz!Repeater 6000 ein wirklich teures Stück Technik. Doch für die UVP von knapp 220 Euro bekommst du hier auch einiges an Leistung geboten. Insbesondere Besitzer einer FRITZ!Box bekommen hier die optimale Ergänzung zur Schaffung eines möglichst schnellen und stabilen drahtlosen Heimnetzwerks. Dabei punktet der Repeater im Test bereits zu Beginn mit einer sehr einfachen Einrichtung. Selbst ohne FRITZ!Box verstanden sich mein Router und AVMs Repeater bestens. Doch auch die Performance hat mich in der Praxis wirklich überzeugt. Dank WiFi 6 zählt er zweifelsohne zu einem der schnellsten Repeater, die es derzeit auf dem Markt gibt. Doch es sind nicht nur Bedienkomfort und Geschwindigkeit, die mich in der Praxis vollends überzeugten. Auch in Sachen Ausstattung geht es eigentlich kaum besser.

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So ermöglichen die beiden LAN-Anschlüsse beispielsweise den Aufbau eines Access-Points oder einer WLAN-Brücke. Am Ende des Tages bleiben also nur zwei wirkliche Kritikpunkte, die man dem neuesten Repeater von AVM ankreiden kann. Das ist zum einen die Tatsache, dass du den AVM FRITZ!Repeater 6000 nicht an der Wand anbringen kannst. Ums Aufstellen kommst du nicht herum, was vielen sicherlich nicht gefallen wird. Darüber hinaus ist da noch der hohe Preis. Ich habe selten Repeater gesehen, die mehr kosten als richtig gute WLAN-Router. Wer eine Fritz!Box sein eigen nennt und auf der Suche nach einem Repeater ist, sollte sich jedoch den AVM Fritz!Repeater 6000 ruhig einmal ansehen. Die Investition kann sich dann nämlich durchaus lohnen.

FRITZ!Repeater 6000

Ausstattung
Bedienkomfort
Geschwindigkeit
Features
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Der FRITZ!Repeater 6000 ist selbst in großen Wohnungen und Häusern ein Garant für rasend schnelles Internet. Dabei punktet er mit einer kinderleichten und vor allem fixen Einrichtung. Wäre da nur nicht der gepfefferte Preis.

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Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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