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LC-Power LC-M24-FHD-165-C Test: So gut ist der neue Curved-Gaming-Monitor

Da steht er nun, der Nachfolger des äußerst beliebten LC-Power LC-M24-FHD-144-C-V2 Curved-Gaming-Monitor. Nachdem wir erst vor Kurzem das entsprechende Pendant ohne gebogenen Bildschirm getestet haben, ist nun der „krumme Bruder“ an der Reihe. Full-HD-Auflösung, 165 Hz, Adaptive Sync und ein Kontrastverhältnis von 3.000:1 versprechen einiges. Wie gut das Ergebnis in der Praxis aussieht, klärt unser LC-Power LC-M24-FHD-165-C Test.

Technische Daten

Display-Größe 23,6″ / 59,94 cm
Auflösung FHD / 1920 x 1080 Pixel
Bildschirmaktualisierungsrate 165 Hz
Panel-Typ VA
Bildschirmoberfläche Non-Glare
Bildformat 16:9
Helligkeit 300 (± 20) cd/m²
Kontrastverhältnis 3000:1
Bildschirmfarben 16,7 M
Farbraum 95 % sRGB
90 % AdobeRGB
90 % NTSC
90 % DCI-P3
Betrachtungswinkel H: 178° / V: 178°
Krümmung 1200R
Reaktionszeit MPRT 1 ms
Anschlüsse 1x DP 1.2
2x HDMI 1.4
Audio 1x Audio out (3,5mm-Klinke)
Integrierte Lautsprecher nein
Farbe Rückseite: schwarz mit roter LED-Beleuchtung
Standfuß: schwarz
Abmessung (ohne Standfuß) 539 x 323 x   62 mm
Abmessung (mit Standfuß) 539 x 413 x 185 mm
Abmessung (Verpackung) 638 x 395 x 160 mm
Neigungswinkel -5°~15°
VESA-Aufhängung 75 x 75 mm
Gewicht (Produkt/gesamt) 2,87 / 4,87 kg
Energieverbrauch 21 kWh / 1000 h
Standby-Verbrauch ≤ 0,5 W
Hersteller-Code LC-M24-FHD-165-C
Preis Preis nicht verfügbar *

LC-Power LC-M24-FHD-165-C Test: Der Lieferumfang

Wie immer bei Monitoren von LC-Power findest du im recht kompakt gehaltenen Karton alles, was du für den Betrieb benötigst und sogar noch mehr. Natürlich nimmt der LC-Power LC-M24-FHD-165-C den Großteil der Verpackung ein.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C
Gewohntes Bild: Beim Lieferumfang bleiben keine Wünsche offen.

Hinzu gesellen sich aber der zweiteilige Standfuß, der zunächst zusammengeschraubt werden möchte, samt Schrauben, Werkzeug und Abdeckung für das Loch an der Rückseite. Natürlich fehlt auch das benötigte Netzteil ebenso wenig, wie ein HDMI- und ein DisplayPort-Kabel. Vier Schrauben für eine potenzielle VESA-Wandmontage, Anleitung und ein Energielabel-Aufkleber runden den Lieferumfang ab.

Zusammenbau und Inbetriebnahme

  • Montage mithilfe von nur zwei Schrauben
  • Magnetischer Schraubendreher extrem nützlich

Vor der Nutzung möchte der LC-Power LC-M24-FHD-165-C erst einmal montiert werden. Das klappt in der Praxis auch kinderleicht. Dafür benötigst du nur zwei der drei beiliegenden Schrauben. Mit einer davon verbindest du den Ständer mit dem Fuß des Monitors, die andere wandert in den Verbund, die ihn an der Rückseite mit dem Display verbindet.

Diesmal hat sich der Hersteller einen besonderen Kniff ausgedacht, denn der beiliegende Schraubendreher ist magnetisch und hält damit die Schraube während der Montage recht gut in der benötigten Position. Das erweist sich als äußerst praktisch, wollen die kleinen Schräubchen doch in recht tiefen Löchern versenkt werden. Dank des magnetischen Schraubendrehers ist die Montage ein Klacks. Strom- und Videokabel dran und ab geht die Post.

Design und Verarbeitung

  • 1200R-Krümmung auf knapp 24 Zoll
  • Schlichtes und gut durchdachtes Design

Der LC-Power LC-M24-FHD-165-C kommt mit einer 1200R-Krümmung daher, was ihn natürlich vom M24-FHD-165 Geschwistermodell unterscheidet. Rein optisch teilen beide 24-Zöller aber einige Parallelen.

Sie beide setzen auf ein schlichtes, matt-schwarzes Design, das an der Front auf drei Seiten nahezu ohne sichtbare Ränder daherkommt. Unterschiede gibt es aber bereits an der Rückseite, denn die in diesem Fall ebenfalls rote LED-Beleuchtung erstreckt sich in ovaler Form um das Mittelteil herum.

An der Unterseite finden wir hinten eine abnehmbare Abdeckung, mit der du leichteren Zugang zu den Anschlüssen erhältst. Diese wandern nämlich im Falle des LC-M24-FHD-165-C wieder zentral an die Unterseite des Gehäuses, was ich persönlich besser finde.

Unten findest du dann auch, neben den Luftauslässen, die Bedienelemente am rechten Rand. Fünf Knöpfe an der Zahl, wobei der ganz rechte (der An- und Ausschalter) mit einer zusätzlichen Riffelung daherkommt. Damit unterscheidet er sich von allen anderen Knöpfen und du kannst bereits erfühlen, ob du den richtigen Butten gedrückt hast. Daneben sitzt eine kleine LED, die im laufenden Betrieb einen blauen Punkt auf den Schreibtisch bzw. deine Unterlage erstrahlen lässt.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C
Insgesamt fünf Knöpfe an der Unterseite sind für die Bedienung zuständig.

Der Standfuß fällt zudem erfreulich kompakt aus und ragt nach vorne lediglich rund vier Zentimeter über das Display hinaus. Damit kommt der 165-C insgesamt auf eine Tiefe von 185 mm, womit er auch gut auf kleineren Schreibtischen oder Ablageflächen platziert werden kann.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C VESA-Halterung

Ein Wort noch zur VESA-Aufhängung: Hier kommen 75 x 75 mm Bohrungen zum Einsatz an die du gelangst, wenn du die ovale Platte an der Rückseite abnimmst.

Wie gut ist die Verarbeitung?

Die Verarbeitungsqualität des Monitors können wir schnell abhandeln. Diese liegt, gemessen am Preis, auf gutem Niveau und ist minimal hochwertiger als im Falle des flachen Geschwisterchens. Spaltmaße fallen deutlich geringer aus, scharfe Kanten oder Ungereimtheiten konnten wir keine ausmachen. Das passt alles.

Ausstattung und Ergonomie

  • 2x HDMI 1.4, 1x DisplayPort 1.2, 1x 3,5-mm-Klinke
  • rote LED-Beleuchtung
  • Display nur nach oben und unten neigbar

Die Auswahl an Anschlüssen des LC-Power LC-M24-FHD-165-C gleicht weitestgehend denen des Geschwister-Modells. Heißt: Geboten werden zwei Mal HDMI 1.4, ein Mal DisplayPort 1.2 und ein 3,5-mm-Klinkenanschluss. Das war’s. Mehr braucht es aber, gerade in dieser Preisklasse, auch nicht.

Integrierte Lautsprecher gibt es keine, allerdings kannst du die Lautstärke eines verbundenen Kopfhörers oder Headsets über das On-Screen-Display feinjustieren.

Ansonsten bekommen wir es mit einem 23,6 Zoll bzw. 59,95 cm großen, matten VA-Panel zu tun, das in Full HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln auflöst. Zum Vergleich: Der flache M24-FHD-165 setzt auf die IPS-Displaytechnik.

Dennoch sollen die Betrachtungswinkel (178 Grad in alle Richtungen identisch sein). Vorteil des VA-Panels ist natürlich das Kontrastverhältnis, das mit maximal 3.000:1 deutlich höher ausfällt als die 1.000:1 bei IPS. Ob das auf Kosten des bei VA-Panels häufig auftretenden Ghostings, also auftretender „Geisterbilder“ auf dem Display geht, werden wir später klären.

Geboten wird darüber hinaus eine maximale Helligkeit von 300 cd/m², eine MPRT-Reaktionszeit von 1 ms, eine maximale Bildwiederholrate von echten 165 Hz, sowie Adaptive Sync für eine flüssige Darstellung.

Die LED-Beleuchtung erstreckt sich, wie bereits angesprochen, um den mittleren Bereich an der Rückseite des Monitors. Sie erstrahlt ausschließlich in einem roten Farbton und wird dabei nicht unangenehm hell. Zudem hast du im OSD die Wahl zwischen einer statischen Beleuchtung und einem Flacker-Effekt.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C
Eine LED-Beleuchtung darf natürlich auch nicht fehlen. Hier in roter Farbe und wahlweise statisch oder flackernd.

Die Ergonomie hat der 165-C übernommen. Du kannst das Display lediglich zwischen -5 Grad und +15 Grad nach unten bzw. oben neigen. Drehen, eine Anpassung der Höhe oder gar ein Rotieren um 90 Grad (Pivot-Funktion) wird nicht unterstützt.

Bildqualität des LC-Power LC-M24-FHD-165-C

Kann der LC-Power LC-M24-FHD-165-C denn auch hinsichtlich des Bildes überzeugen? Die wichtigsten Rahmendaten habe ich ja bereits genannt. Im direkten Vergleich zum M24-FHD-165 wird das Display also um rund 50 cd/m² heller und bietet ein drei Mal so hohes Kontrastverhältnis. Ist dafür aber auch rund einen halben Zentimeter kleiner.

Hinsichtlich den Farbraumabdeckungen hat das VA-Panel aber das Nachsehen, zumindest auf dem Papier. Maximal 95 Prozent des sRGB-Farbraums und 90 Prozent der anderen Farbräume wie AdobeRGB oder DCI-P3 werden versprochen. Aber auch gehalten? Das muss unser Labortest mithilfe des Datacolor SpyderX Elite-Messgerätes herausfinden.

Wie schlägt sich der Monitor im Labortest?

  • Überzeugender Farbumfang
  • Probleme bei der Tonwertkurve

Positive Überraschung beim Farbumfang des LC-Power LC-M24-FHD-165-C, denn mit 100 Prozent sRGB und 91 Prozent DCI-P3, sowie immerhin 85 Prozent AdobeRGB übertrifft der Monitor die Angaben des Herstellers in einigen Bereich teils deutlich. Ein Ergebnis, das recht satte und akkurate Farben verspricht.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C Farbumfang

Allerdings offenbaren sich danach recht starke Probleme bei der Tonwertdarstellung, die wir in ähnlicher Form auch beim FHD-165 gesehen haben. Während man sich im unteren Luminanz-Bereich noch recht stark an der Gamma 2.2-Kurve hält, weicht man bei zunehmender Helligkeit deutlich stark davon ab.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C Gamma-Kurve

Die maximale Helligkeit von 287,8 cd/m² erreicht dabei ebenfalls nicht ganz das versprochene Niveau, wenngleich der Hersteller in den offiziellen Produktmerkmalen auch eine Abweichung von +/- 20 cd/m² mit einberechnet – wir liegen hier also noch im normalen Bereich. Etwas schade jedoch, denn andere Monitore des Herstellers lagen meist oberhalb der Vorgaben.

Schwerer wiegt zudem der maximal gemessene Kontrast, der bei maximaler Helligkeit mit 2.170:1 deutlich unter den versprochenen 3.000:1 liegt. Das ist zwar noch immer deutlich mehr als ein handelsübliches IPS-Panel zu leisten im Stande ist, dennoch hätten wir uns mehr erhofft.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C Helligkeit und Kontrast

Bei der Farbhomogenität sieht es hingegen wieder deutlich besser aus. Während die obere linke Ecke perfekt abgestimmt ist, halten sich die Abweichungen mit maximal DeltaE 4,0 bei 83 Prozent Helligkeit in der unteren Rechen Ecke stark in Grenzen.

Auch die Luminanzhomogenität, also die gleichmäßige Ausleuchtung des Displays, weicht nicht so stark aus, wie beim flachen Geschwistermodell. Wenngleich hier bis zu 12 Prozent noch immer recht viel sind. Für einen derart günstigen Monitor gehen die Werte aber absolut in Ordnung.

Das zeigt sich auch hinsichtlich der Farbtreue, die am Ende einen Durchschnittswert von DeltaE 3,86 aufweist und damit ein wirklich gutes Ergebnis erzielt.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C Farbtreue

Office- und Gamingbetrieb: Wie gut ist das Bild

  • Scharfe Textdarstellung
  • Gefälliges Bild im Gaming-Betrieb
  • Probleme beim AdaptiveSync

Laborwerte sind das Eine, doch wie steht es um die Bildqualität des LC-Power LC-M24-FHD-165-C in der Praxis? Weitestgehend ziemlich gut, würde ich sagen. Was mir zunächst aufgefallen ist, ist, dass der Monitor im Vergleich zum flachen M24-24-FHD-165 die Schriften deutlich schärfer darstellt.

Waren dort seinerzeit noch gerade bei Office-Arbeiten oder beim Surfen Texte etwas schwer lesbar, sieht es hier schon deutlich besser aus, was den Monitor in der Praxis deutlich besser aussehen lässt.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C
Im Office-Betrieb punktet der Monitor mit scharfen Schriften und Details.

Die satten Farben und hohen Kontraste kommen im Gaming-Betrieb ebenfalls spürbar zum Vorschein. Insgesamt wirkt das Bild schön kräftig und dynamisch, während die 1200R-Krümmung natürlich ein größeres Maß an Immersion bietet.

Die Ausleuchtung liegt zudem auf gutem Niveau und die schnelle Reaktionszeit hat auch mit anspruchsvollen und schnellen Titeln keinerlei Probleme. Selbst im maximalen Overdrive-Modus. Wo es allerdings zu Problemen kam war, bei der Hinzuschaltung von AdaptiveSync, das in unserem Test zu kurzzeitigen Bildausfällen und Darstellungsfehlern führte. Schaltest du die Funktion allerdings aus, treten keinerlei Probleme mehr auf.

Trotz dieses Makels bin ich mit der gebotenen Bildqualität – natürlich immer gemessen am vergleichsweise niedrigen Preis – absolut zufrieden. Besonders die intensiven Farben und hohen Kontraste sorgen für ein gefälliges Bild und das noch dazu mit schnellen 165 Hz. Lediglich die maximale Helligkeit dürfte gerne noch etwas höher ausfallen.

Der Monitor genehmigt sich zudem 21 kWh / 1000h an Strom und verbraucht im Standby weniger als 0,5 Watt. Das passt also ebenfalls.

OSD-Einstellungen

Das On-Screen-Display ist exakt dasselbe, das dich auch im flachen Monitor erwartet. Hier kannst du Helligkeit, Kontrast, Farbtemperatur und mehr einstellen, sowie Overdrive („Übersteuerung“) und AdaptiveSync ein- und ausschalten.

Zur Wahl stehen dir zudem einige Voreinstellungen, „Eco“ genannt. Beispielsweise für Shooter, Rollenspiele, Texte oder den Konsum von Medien. Ich würde dir aber immer empfehlen, die Feineinstellung selbst vorzunehmen.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C Test: Fazit

Der LC-Power LC-M24-FHD-165-C überzeugt durch ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und positioniert sich hinsichtlich der Bildqualität über seinem flachen Geschwisterchen. Die Auswahl an Anschlüssen ist mehr als ausreichend, die Bildqualität liegt auf wirklich gutem Niveau. Lediglich die Probleme mit AdaptiveSync und die nicht ganz erreichten maximalen Kontrastwerte stoßen etwas sauer auf.

Ansonsten schnürt der Hersteller hier aber ein wirklich starkes Gesamtpaket, das dich – sofern du einen günstigen und schnellen 24-Zoll-Monitor suchst und dir die Auflösung von 1080p genügt – wirklich überzeugen wird. Für den aufgerufenen Preis kannst du jedenfalls nicht viel falsch machen und bedenkenlos zugreifen.

LC-Power LC-M24-FHD-165-C Test: Silver Award

LC-Power LC-M24-FHD-165-C

Verarbeitung
Bildqualität
Features
Preis-Leistungs-Verhältnis

86/100

Günstiger Curved-Gaming-Monitor mit schlichtem Design und guter Verarbeitung, der hinsichtlich der Bildqualität zu gefallen weiß.

LC-POWER LC-M24-FHD-165-C
Dieses Produkt ist nicht verfügbar.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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