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Lioncast LK300 Pro: Die Gaming-Tastatur im Test

Mechanische Tastaturen liegen im Trend. Immer mehr Menschen, vor allem spielebegeisterte Personen, greifen zu ihnen und treiben die verschiedensten Hersteller damit dazu, ihre Produkte immer weiter zu verfeinern. Auch Lioncast arbeitet daran, immer bessere mechanische Tastaturen zu produzieren. So überrascht es nicht, dass die beliebte LK300-Tastatur in einer leicht überarbeiteten Pro-Version neu aufgelegt wurde.

Grundsätzliche Unterschiede zwischen Standard- und Pro-Modell bestehen lediglich hinsichtlich der verwendeten Tasten. Da diese jedoch gewissermaßen den Kern einer Tastatur darstellen, können alleine durch diese Änderungen erhebliche Verbesserungen erreicht werden.

Für uns ist die Überarbeitung des Lioncast-Modells allemal Grund genug für einen ausführlichen Test. Die Ergebnisse der Inspizierung der LK300 Pro findet ihr nachfolgend.

Design und Verarbeitung: Hochwertig

Hinsichtlich des Designs handelt es sich bei der LK300 Pro um eine weitestgehend gewöhnliche Gaming-Tastatur. Sie will mit freistehenden Tasten, RGB-Beleuchtung und einem eher durchschnittlichen Aussehen überzeugen. So verzichtet Lioncast weitgehend auf extravagante Designelemente und schafft stattdessen eine im positiven Sinne zurückhaltende Tastatur. Dieser Umstand führt jedoch dazu, dass sich zum Design ansonsten recht wenig sagen lässt.

Die Verarbeitung ist indes makellos. Der Hersteller setzt beim getesteten Eingabegerät ausschließlich auf qualitativ hochwertige Materialien. So verfügt die Tastatur über eine Aluminium-Grundplatte, auf der die einzelnen Tasten zu finden sind. Die Rückseite der Tastatur ist aus Plastik gefertigt, was aber nicht weiter stört. Hier sparen viele Hersteller. Ferner verbaut Lioncast eine abnehmbare Handballenauflage, die ebenfalls hochwertig verarbeitet wirkt. Besonders gefällt uns an dieser, dass sie magnetisch gehalten wird.

Erstaunlich ist die Tatsache, dass die Tastatur trotz zahlreicher Sondertasten weder in der Breite noch in der Länge außergewöhnlich groß erscheint. Erreicht wird dieser Umstand dadurch, dass Lioncast auf eine mechanische Anbringung dieser Sonder- und Medientasten verzichtet.

Insgesamt sind sowohl Design als auch Verarbeitung der LK300 Pro überzeugend. Diesbezügliche Kritikpunkte finden sich nicht.

Tasten und Bedienung: In mehrerlei Hinsicht besonders

Wie bereits erwähnt stellen die Tasten wohl das Kern- oder Herzstück einer jeden Tastatur dar. Ohne sie wäre die Tastatur wohl keine Tastatur – oder zumindest eine fehlerhafte, die ihren Zweck nicht erfüllen könnende. Wer sich nun mehr für den technischen Aspekt der Tastatur interessiert, wird dieser kurzen Ausführung zwar zustimmen, jedoch anfügen wollen, was wirklich relevant sei, sei die Art der Tasten – schließlich bestimmt diese darüber, wie teuer, wie hochwertig und vor allem für welchen Zweck geeignet die Tastatur ist.

Lioncast LK300 Pro Gaming-Tastatur im Test
Lioncast LK300 Pro Gaming-Tastatur im Test

Für die LK300 Pro von Lioncast lässt sich dies schnell erwähnen – sie ist mit den mechanischen Schaltern „MX Brown“ von Cherry ausgestattet. Über diese Tasten sind zylindrische Kunststoffkappen gezogen. Man möchte nun meinen, es handle sich um eine ganz gewöhnliche mechanische Tastatur, die keiner näheren Betrachtung wert sei. Angesichts der Eigenheiten der Schalter und der gesamten Tastatur lässt sich sagen: Weit gefehlt!

So überrascht zunächst die Anbringung der Makro-Schalter, die sich an der Oberseite befinden, was eingangs bereits einmal erwähnt wurde. Darüber hinaus verfügt die Tastatur rechtsseitig über zahlreiche weitere Sonder- und Zusatztasten, die unter anderem für die Aktivierung der Suchfunktion sowie für das Einstellen des Spiele-Modus genutzt werden können. Auf der linken Seite finden sich weitere Zusatztasten sowie eine Taste, die zur Aufnahme weiterer Makros genutzt werden kann. Erstaunlich ist die Tatsache, dass die Tastatur zwar über diverse Medienfunktionen verfügt, diese jedoch ausschließlich über Tastenkombinationen abrufbar macht.

Weiterhin ungewöhnlich ist die Tatsache, dass ausschließlich die braune Variante der MX-Switches von Cherry zur Verfügung steht. Hierin unterscheidet die getestete Tastatur sich von ihrem Vorgängermodell.

Insgesamt lässt sich also feststellen, dass einige Eigenheiten zu finden sind, die die LK300 Pro auszeichnen und zu einer besonderen Tastatur machen, die sich von ähnlichen Geräten – unter anderem von ihrem Vorgänger – abhebt.

Nun muss sie jedoch nicht nur durch Extravaganzen in der Ausstattung, sondern auch in der Praxis überzeugen, um als wirklich empfehlenswerte Tastatur angesehen zu werden. Also haben wir uns im Test ausführlich der Funktionalität sowie der praxisrelevanten Besonderheiten der Tasten gewidmet.

Hier lässt sich sagen, dass die Tasten insgesamt sehr gut zu bedienen sind. Sowohl Haptik als auch Reaktion konnten im Test überzeugen. Besonders überzeugen kann das taktile Feedback, das im Test jederzeit deutlich spürbar wahr – der leichte Klick nach dem Durchdrücken der Taste ist bei bewusster Betrachtung gut zu bemerken. Subjektiv betrachtet scheint die Entscheidung für die braunen Switches genau richtig zu sein.

Nicht nur beim Spielen, sondern auch beim Schreiben fallen die Tasten der LK300 Pro sehr angenehm auf. Wirkliche Kritikpunkte konnten wir im Test nicht finden.

Beleuchtung und Software: Insgesamt gut

Optisch aufgewertet werden kann die Tastatur durch die einzelne Beleuchtung jeder Taste. Hierzu ist eine separate Software nötig, die auf der Webseite des Herstellers kostenlos zur Verfügung steht. In dieser Software können zahlreiche individuelle Einstellungen bezüglich der Beleuchtung der einzelnen Tasten vorgenommen werden. Nutzer können aus 16,8 Millionen Farben wählen und sind hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten dank vierzehn Farbschemata weitgehend frei.

Die vorgegebenen Beleuchtungsoptionen sind von anderen Gaming-Tastaturen bereits bekannt und stellen keinerlei Sensation oder Besonderheit dar. Für Gamer besteht zudem die interessante Möglichkeit, das Gaming-Profil zu nutzen. In diesem sind die W-A-S-D- und Pfeil-Tasten sowie die ESC-Taste beleuchtet.

Im Test wurden die Tasten weitgehend gleichmäßig ausgeleuchtet. Lediglich die Beschriftung der Zweitfunktionen erscheint bei Beleuchtung minimal dunkler, was in der Praxis jedoch nicht von Bedeutung sein dürfte. Die über den eigentlichen Tasten angebrachten Makros können nicht beleuchtet werden.

In der Software kann jedoch nicht nur die Beleuchtung eingestellt werden. Auch Makro-Einstellungen lassen sich hier vornehmen. Die Bedienung des Makro-Editors, der umfangreiche Möglichkeiten bis hin zu Aufnahmeverzögerung, Mitschneiden bestimmter Tastenfolgen und Einstellung eines eventspezifischen Makros bietet, erfordert eine intensivere Einarbeitung. Ohne Hintergrundwissen, das vor allem durch intensives Ausprobieren erworben werden kann, ist die zielführende Bedienung dieser Software-Funktion kaum möglich. Ist das System einmal verstanden, eröffnen sich jedoch beinahe ungeahnte Möglichkeiten, sodass die vergleichsweise lange Einarbeitungszeit fast wieder vergessen ist.

Fazit: Eine gelungene mechanische Tastatur

Insgesamt können wir die LK300 Pro von Lioncast durchaus empfehlen. Dem Hersteller ist es gelungen, eine nicht nur gut verarbeitete, sondern auch absolut praxistaugliche und im positiven Sinne besondere Tastatur zu schaffen, die sich unter anderem durch ihre mit taktilem Feedback versehenen Tasten auszeichnet.

Hinzu kommen zahlreiche Beleuchtungsmöglichkeiten, ein aufregend unaufgeregtes Design sowie umfangreiche Möglichkeiten, Einfluss auf die Makro-Einstellungen der Tastatur zu nehmen. Lediglich die im letzteren Punkt eher schwer zu bedienende Software stellt einen Kritikpunkt dar.

Der Preis von rund 140 Euro erscheint zwar hoch, ist für diese hochwertige Tastatur jedoch in Ordnung.

Lioncast LK300 Pro

Design und Verarbeitung
Tasten und Bedienung
Beleuchtung
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

Eine gelungene mechanische Tastatur.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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