PC- & Konsolen-Peripherie

OMEN by HP Sequencer im Test: Richtig großer Lautstärkeregler

Die Sequencer von OMEN by HP ist mitnichten eine Weltneuheit, dennoch möchten wir die Tastatur für euch testen. Opto-mechanische Tastaturen wollen im Grunde das beste von mechanischen und klassischen Tasten vereinen. Bei der Sequencer kommt dann noch ein außergewöhnliches Design mit einem Alleinstellungsmerkmal hinzu. Wenn wir die Tastatur jetzt schon grob beschreiben müsste, würden wir dies auf jeden Fall mit „auffällig“ tun.

Technische Details

Abmessungen 47,3cm (Länge) x 16,88cm (Breite) x 3,76cm (Höhe)
Gewicht 1,12 kg
Gehäuse Kunststoff
Anschluss USB
Layout QWERTZ
Beleuchtung RGB
Farben Schwarz
Switches Blaue Switches
Preis € 113,19 *

Verpackung und Inhalt

Die OMEN Sequencer kommt in einem einfachen Karton bei euch an. Es gibt ein Fenster, in dem ihr einen kleinen Ausblick auf die Tastatur erhaltet und schon vor dem Auspacken die Switches ausprobieren könnt. Ansonsten bleibt es unspektakulär. Der typische Papierkram liegt mit im Karton und natürlich die Tastatur selbst. Gut verpackt mit einer Plastikabdeckung.

Design und Material

Uns fällt direkt das Gewicht der OMEN Sequencer auf. Über ein Kilogramm bringt die opto-mechanische Tastatur auf die Waage. Das liegt auch an den verwendeten Materialien. Die Oberseite besteht aus Aluminium, für den Rest wird Kunststoff benutzt. Die größte Auffälligkeit der Sequencer finden wir oben rechts. Dort befindet sich der Lautstärkeregler. Er ist groß, rot und aus Metall, ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal, denn ansonsten ist die Tastatur komplett schwarz gehalten, ohne andere Akzente.

Ausreichend Tasten sind bei der Tastatur auch zu finden. Es gibt dedizierte Makro- und Multimedia-Tasten, und per FN-Taste lässt sich schnell die Beleuchtung aus-/einschalten oder die Windows-Taste sperren. Ebenso kann der Ton direkt stummgeschaltet werden. Zum Belegen der Makro-Tasten benötigen wir den HP OMEN Gaming Hub, dazu später aber mehr.

Eine RGB-Beleuchtung darf heutzutage bei einer guten Gaming-Tastatur natürlich auch nicht mehr fehlen. Auch die Beleuchtung lässt sich wieder über die Hersteller-Software anpassen. Wir können aber schon jetzt sagen, dass die Tastenkappen gut ausgeleuchtet sind.

Da wir bei der Tastatur zwei Anschlusskabel haben, deutet alles auf einen USB-Anschluss an der Tastatur hin. Dieser ist auch vorhanden, aber sicher an keiner Stelle die wir direkt vermutet hätten. An der angewickelten Seite oben links finden wir den eingelassenen USB-Port. Fragwürdige Positionierung, aber das Passtrough funktioniert ohne Probleme.

Für besseren Stand können die Standfüße ausgeklappt werden, um so auch den Winkel der Tastatur zu verändern. Rutschfest ist die Sequencer durch Gummis auf der Unterseite auch, das Gewicht gibt ihr nochmal mehr Halt. Wünschenswert wäre noch eine Handballenablage, da die Tastatur im Vergleich zu anderen Tastaturen doch recht hoch ist, vor allem mit ausgeklappten Standfüßen.

Switches

Eine Besonderheit der Sequencer sind die opto-mechanischen Schalter. Im Grunde funktionieren sie wie mechanische Schalter, lösen aber kein elektrisches Signal aus, sobald die Taste ihren Schaltpunkt erreicht. Bei dieser Art von den Tasten gibt es eine Lichtschranke. So soll eine schnellere Auslösung der Tasten ermöglicht werden.

Verwendet werden „blaue“ Schalter ohne nähere Angabe des Herstellers. Wie bei den „klassischen“ mechanischen Schaltern in der blauen Variante haben sie den „Klick“. Einen wirklichen Unterschied zu mechanischen Tasten in Bezug auf die Reaktionszeit haben wir nicht gemerkt, das Tippgefühl ist auf jeden Fall sehr ähnlich. Mit 50 Gramm Betätigungskraft benötigen die Schalter schon etwas Kraft, haben dadurch aber auch einen klaren Druckpunkt. Perfekt für Gamer, und auch Vielschreiber werden auf ihre Kosten kommen. Einziger Nachteil ist vermutlich das Klick-Geräusch, was nicht jedem gefallen wird.

Über die Lebensdauer brauchen wir im Grund kaum zu reden. Laut Hersteller sind bis zu 70 Millionen Klicks möglich. In der Regel halten die Tasten aber sogar noch länger, wenn diese hohe Anzahl überhaupt erreicht wird.

Software

HP OMEN Gaming Hub ist die Software unserer Wahl. Bereits im Test der Spacer Wireless TKL haben wir die Software benutzen müssen. Ja, müssen. Denn beim Starten der Software sehen wir im Grunde erstmal fast ausschließlich Werbeanzeigen und auch den Hinweis, dass wir uns registrieren sollen um alle Vorteile nutzen zu können.

Wählen wir die OMEN Sequencer aus, bekommen wir zwei Reiter zur Auswahl – Beleuchtung und Makros. Die Beleuchtung können wir in verschieden Zonen einteilen. So können verschiedene Effekte oder Farben auf unterschiedliche Tasten gelegt werden. Im Grunde ist jeder Taste individualisierbar.

Der nächste Part sind die Makros. Auf der Tastatur haben wir fünf dedizierte Tasten, und nur diese können wir einstellen. Andere Hersteller lassen es beispielweise zu jede Taste mit neuen Funktionen oder Makros zu belegen. Außerdem können wir auch nur Makros hinterlegen und keine Systemfunktionen. Gerade bei diesem Preis haben wir ehrlicherweise mehr erwartet.

Außerdem müssen wir OMEN noch einen weiteren Punkt ankreiden. Wir können zwar so viele Profile wie wir möchten erstellen, diese werden aber nicht auf der Tastatur gespeichert – kein einziges. Somit ist es für uns notwendig, dass wir einen Account erstellen, um die Profile auch auf anderen Computern zu verwenden.

Fazit

Die Bewertung der OMEN by HP Sequencer ist ein schwieriges Thema. Im Grunde ist sie eine gute Tastatur mit opto-mechanischen Schaltern, die euch eigentlich Vorteile bringen soll. Durch schnellere Reaktionszeit sollt ihr also in Spielen besser sein als andere – theoretisch.

Die Verarbeitung ist gut und auch das Design ist etwas Besonderes. Die Tastatur fällt direkt auf, ohne ein wirklich krasses Aussehen zu haben, dafür sorgt der rote Lautstärkeregler. Auch die Switches sind ein Pluspunkt für die Sequencer. Klicky Switches mit Druckpunkt und direkter Auslösung finden sicherlich Anhänger.

Negative Punkte sammelt die OMEN Sequencer aber auch. Die Software haben wir schon bei der Spacer Wireless TKL bemängelt, jetzt war es aber nicht möglich überhaupt ein Profil auf der Tastatur zu speichern. Um einen Account bei HP kommen wir also gar nicht herum. Außerdem wäre da der hohe Preis. Der UVP liegt bei 190 Euro, wirklich hoch. Opto-mechanische Schalter finden wir auch bei anderen Tastaturen, die nicht so viel Kosten und eine ähnliche Verarbeitung und Features bieten.

Uneingeschränkt können wir euch die OMEN by HP Sequencer also nicht empfehlen, vor allem in Bezug auf den hohen Preis und die gebotenen Features.

OMEN by HP Sequencer

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhähltnis

81/100

Solide Tastatur mit Schwächen. Die wohl größte davon ist ihr Preis.

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Lukas Heinrichs

Mitgründer von Basic-Tutorials.de und leidenschaftlicher Zocker und zusätzlich noch Redakteur für den Blog, hält mich meistens mein Arbeitsleben von Unmengen an Artikel ab.

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