PC- & Konsolen-Peripherie

Razer Wolverine V2 Chroma Test – Controller auf einem anderen Level?

Razer ist für seine Gaming-Peripherie auf der ganzen Welt bekannt und hat mit dem Wolverine V2 Chroma einen Controller für den kompetitiven Sektor im Sortiment. Ob Extratasten und Kabelanbindung den gewünschten Boost bringen und was die Technologie von den Razer-Mäusen damit zu tun hat, klären wir im Test.

Technische Daten

Größe 161,5 mm x 105,8 mm x 65 mm (B x T x H)
Gewicht 270 g
Farben Schwarz
Kabel USB-C auf USB-A (3 Meter)
Kompatibilität Xbox Series X/S, Xbox One, PC
Besonderheiten Front-Panel mit verschiedenen Einstellungen; 6 anpassbare Zusatztasten (4 Rückseite, 2 Schulter); Superhuman Hearing-Modus; 3,5-mm-Klinkenanmschluss; 2 Vibrationsmotoren
Lieferumfang
Schnellstartanleitung, Tauschbare Analog-Sticks
Preis € 149,99 *

Lieferumfang

Aber zuerst der Lieferumfang, der wie von Razer gewohnt schön in Szene gesetzt wird. Beim Öffnen finden wir den Controller gut geschützt in Schaumstoff verpackt vor. In zwei Einlassungen sind die beiden Wechsel-Varianten des linken Analog-Stick platziert. Das gesleevte 3 Meter USB-Kabel darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Und zu guter Letzt ist noch ein kleines Handbuch mit beigelegt. Ansonsten befindet sich in dem Karton nichts.

Design und Verarbeitung

Beim Design orientiert sich der Wolverine-Controller, wie zu erwarten, am Microsoft-Controller der Xbox Series X/S Generation. Die typische asymmetrische Anordnung der Analog-Sticks und die sonstige Tastenbelegung ist identisch aufgebaut. Aber schon beim ersten in die Hand nehmen fallen sofort einige Unterschiede auf. Die Grundform des Controllers weicht vom Microsoft-Produkt ab. Er liegt zunächst etwas klobiger in der Hand. Das fällt aber keineswegs negativ auf, sondern ist eher förderlich. Es fühlt sich griffiger an. Zusammen mit der gummierten Grifffläche ergibt das eine Kombi, die wirklich sehr gut in der Hand liegt.

Auch der 3,5-mm-Audioanschluss für Stereo-Ausgang und Mikrofoneingang an der Unterseite des Gamepads bleibt erhalten.

Weitere Besonderheiten des Controllers sind die sechs Zusatztasten. Zwei davon ergänzen die gewohnten Schultertasten. Vier weitere sind auf der Unterseite angebracht. Diese sind mit dem Mittel- und Ringfinger gut erreichbar angebracht und sind im Standard mit den Aktionstasten A, B, Y und X belegt. Neben den gewohnten zwei Schultertasten pro Seite wurde jeweils eine weitere dritte Taste ergänzt. Damit kommen wir auf insgesamt sechs zusätzliche Tasten im Vergleich zum Xbox-Original. Dabei sind sind alle sechs Tasten frei konfigurierbar.

Wenn jedoch die A-, B-, Y- und X- Tasten benutzt werden kommt auch hier ein Vorteil zu Tage. Das Klickgefühl der Aktionstasten und dem Steuerkreuz ist dank der Razer Mecha-Tactile, die schon bei Razer Mäusen eingesetzt werden, absolut präzise und haben einen leichten, aber spürbaren Wiederstand. Die Eingabe wird mit einem Klickgeräusch bestätigt, das definitiv an eine Razer-Maus erinnert.

Die schon angesprochenen austauschbaren Köpfe des linken Analog-Sticks sind aufgrund der magnetischen Verbindung schnell zu wechseln und sollen das maximale aus jeder Gaming-Session rausholen. Razer selbst wirbt damit, dass der längere Stick für defensivere Spieler geeignet ist, die mehr Präzision benötigen. Empfohlen für Scharfschützen und Rennspieler. Der Pilzkopf-förmige Stick soll dafür für offensive, schnelle Spieler geeignet sein.

Als letztes Extra sind in dem Wolverine-Controller Trigger-Stopp-Schalter verbaut. Damit ist es möglich die Trigger zu „blockieren“. Sprich der Triggerpunkt der Schultertasten wird erheblich nach vorne gezogen und löst nach rund einem Drittel des Wegs aus. Für Shooter sehr zu empfehlen. Steht aber ein Rennspiel an, können die Trigger mit einem Handgriff innerhalb einer Sekunde wieder auf den vollen Auslöseweg verlängert werden. Damit wird wieder mehr Kontrolle über Gas und Bremse gewonnen. Mittig auf der Rückseite neben den Triggern sind die Schieberegler dafür angebracht (siehe Bild der Unterseite).

Um den Wolverine V2 Controller auch im kompetitiven Bereich nutzen zu können, hat Razer sich entschieden die Verbindung nur per Kabel zu ermöglichen. Das soll eventuelle Verzögerung durch Bluetooth oder andere Wireless-Verbindungen verhindern. Praktischer Nebeneffekt ist, dass der Controller aufgrund der fehlenden Batterien angenehm leicht ist.

Die Menütasten des Controllers sind standardmäßig auf der Oberseite verteilt und der Xbox-Button prominent in der Mitte platziert. Ganz so wie wir es gewohnt sind.

Handhabung und Praxis

Durch die etwas veränderte Form liegt der Controller von Anfang an sehr gut in der Hand. Durch die riefelige Oberfläche, die die ganze Handinnenfläche ausfüllt, bleibt der Controller auch in stressigen und warmen Sessions gut in der Hand und rutscht nicht weg. Da die Standardtasten alle wie gewohnt platziert sind, kann ohne Umgewöhnung sofort gespielt werden. Die verbesserten Druckpunkte der Tasten fühlen sich sehr gut an und geben ab Sekunde eins ein besseres Klickgefühl.

Um die Zusatztasten effektiv nutzen zu können bedarf es allerdings einiger Geduld und Umgewöhnung. Das liegt einfach daran, dass es sehr ungewohnt ist die sechs neuen Tasten zu Verfügung zu haben. Aber es lohnt sich, wenn entsprechend kompetitiv gespielt wird, sich daran zu gewöhnen. Der Vorteil ist klein, aber spürbar. Und in entsprechender Drucksituation kann es entscheidende Bruchteile bringen den rechten Stick zum Beispiel nicht loslassen zu müssen. Das machte sich bei Shootern bemerkbar, da der Gegner weiter im Visier gehalten werden könnte, während ich über Hindernisse springen konnte. Beziehungsweise es macht sich überall da merkbar, wo der Daumen fest eine Aufgabe hat und es kaum Zeit gibt diesen zu entbehren.

Ein Manko fiel bei unseren Tests aber auf. Die Menütasten sind so platziert, dass über den Stick gegriffen werden muss, um sie zu erreichen. Das führt schnell, beim Versuch das Spiel zu pausieren, zu ungewollten Eingaben über den Stick. Dafür hätte es vielleicht eine bessere Lösung geben können. Vor allem da weiter in der Mitte Platz gewesen wäre. Das bleibt aber auch der einzige Minuspunkt. Dennoch wollten wir euch das nicht vorenthalten.

Fazit

Der Razer Wolverine V2 Chroma ist ein sehr guter Controller. Es gibt technisch keinen wirklichen negativen Punkt, der dagegen spricht ihn zu kaufen. Die Verarbeitung ist top. Das Handling ist gut optimiert im Vergleich zu den Standard-Microsoft-Controllern und um sinnvolle Funktionen, wie das Tauschen des linken Analogsticks und die Zusatztasten, ergänzt.

Die Razer Mecha-Tactile-Tasten heben diesen Controller auf eine andere Stufe und es fühlt sich an, als würde Razer die Controller-Spielerschaft ernst nehmen. Zeitgleich kommt die Frage auf, warum nicht alle Standardgeräte damit ausgestattet werden. Die zweifelsohne gute Technik aus den Razer-Mäusen im Controller zu verbauen, war eine großartige Idee!

Die letzte Frage ist jetzt nur, ob sich das Preis-Leistungs-Verhältnis lohnt. Leistung bringt das Gerät definitiv und wenn es nur darum geht, ist das Gerät eine absolute Empfehlung! Allerdings ist der Preis ebenfalls mächtig und kann nicht ignoriert werden. Der Controller richtet sich mit dem Preis an kompetitive Spieler, die um jede Zehntelsekunde kämpfen. Natürlich macht aber auch Casual Gaming damit absolut Spaß! Allerdings gibt es fürs entspannte Spielen zwischendurch andere Controller, die dank Wireless entspannter auf der Couch oder am PC benutzt werden können.

Razer Wolverine V2 Chroma

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Ein technisch genialer Controller mit dem kompetitiv gespielt werden kann, der allerdings auch seinen Preis hat!

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Joshua C.

Schon seit ich denken kann bin ich ein Gaming Fan. Mit der Zeit hat sich darüber hinaus meine Leidenschaft für Hardware entwickelt. Diese Leidenschaft habe ich zu meinem Beruf gemacht und verfasse Hardware-Tests und arbeite in der IT Branche.

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