PC- & Konsolen-Peripherie

Speedlink Gravity RGB Test: 2.1-Anlage mit Disco-Beleuchtung

Mit dem Speedlink Gravity RGB 2.1-Subwoofer-System bringt der für eine preisgünstige Peripherie bekannte Hersteller eine Neuauflage des Gravity Carbon-Systems an den Start, das vor über vier Jahren für einen wuchtigen Bass sorgte. Wie gut sich die Neuauflage schlägt, verrät euch unser Speedlink Gravity RGB Test.

Technische Daten

Gesamtleistung 120 Watt
Frequenzbereich 40 Hz – 20.000 Hz
Treibereinheiten 3 Zoll
Subwoofer 6,5 Zoll
Abmessungen Subwoofer (B x H x T) 261 x 259 x 263mm
Abmessungen Satelliten (B x H x T) 108 x 182 x 119mm
Gesamtgewicht 4,5 kg
Anschlussmöglichkeiten Cinch (Stereo), 3,5-mm-Klinken, Bluetooth
Besondere Funktionen Anpassbare RGB-Beleuchtung (5 Modi)
Preis € 97,98 *

Speedlink Gravity RGB Test: Der Lieferumfang

Das 2.1-Soundsystem Speedlink Gravity RGB kommt in einem wuchtigen, vorwiegend in schwarz gehaltenen Karton daher, der mit rund fünf Kilogramm ordentlich Gewicht auf die Waage bringt. Im Inneren nimmt der sicher verpackte Subwoofer entsprechend den größten Teil des Kartons ein.

Daneben platziert Speedlink die beiden Satteliten-Lautsprecher, sowie eine mit einem 1,5 Meter langen Kabel versehene Fernbedienung. Eine kurze Anleitung und ein Aufkleber mit Hersteller-Logo runden den Lieferumfang des Budget-Soundsystems ab.

Speedlink Gravity RGB Test: Lieferumfang

Design und Verarbeitung

Ein Blick auf die Produktbeschreibung des Speedlink Gravity RGB auf der Homepage des Herstellers lässt bereits vermuten, was sich nach dem Auspacken des 2.1-Soundsystems bestätigt: Die Neuauflage gleicht ihrem Vorgängermodell Gravity Carbon fast wie ein Ei dem anderen. Mit der Ausnahme, dass Speedlink diesmal nicht auf einen Carbon-Look setzt.

Subwoofer und Satteliten-Lautsprecher kommen in matt-schwarzer Farbgebung daher, die mit einer strukturierten Oberfläche durchaus edel anmutet. Der wuchtige Subwoofer kommt auf Abmessungen von 261 × 259 × 263 mm (Breite x Höhe x Tiefe) und ein Gewicht von knapp vier Kilogramm.

An der Vorderseite scheint die rote Klangmembran durch, die hinter einem Gitter fast die gesamte Front einnimmt. In der Mitte befindet sich noch einmal das Hersteller-Logo, während die Front von einem halb-transparenten Ring eingerahmt wird. Dieser ist im eingeschalteten Zustand für die RGB-Beleuchtung zuständig.

An der rechten Seite des Subwoofers positioniert Speedlink die Bedienelemente der Anlage, die wir in derselben Form bereits aus dem Carbon-Modell kennen. Links oben befinden sich drei Knöpfe, die (von oben nach unten) den Bluetooth-Modus bzw. das Pairing aktivieren, einen Eco-Modus zum Stromsparen einschalten oder die LED-Beleuchtung regeln.

Bedienelemente und Satelliten

Rechts daneben befinden sich zwei Drehregler, um die allgemeine Lautstärke einzustellen und den Bass hoch- beziehungsweise herunterzuschrauben. Darunter befinden sich die beiden Chinch-Anschlüsse, über die die Anlage direkt mit einer Audioquelle verbunden werden kann oder an der sich die beiliegende Fernbedienung anschließen lässt. Selbige erweitert das 2.1-System um zwei 3,5-mm-Klinkenanschlüsse zur Verbindung eines Kopfhörers oder einer AUX-Quelle.

Zwei USB-Anschlüsse runden die Ports ab. An diesen werden die beiden Satelliten-Lautsprecher verbunden. Es ist allerdings nicht möglich, das Speedlink Gravity RGB über die USB-A-Ports direkt mit einem PC oder anderen Geräten zu betreiben – schade. Den Abschluss bilden der Ein-/Ausschalter, sowie das fest verbundene Stromkabel mit 1,5 m Länge.

Die beiden Satelliten sind 108 × 182 × 119mm (B × H × T) groß und orientieren sich hinsichtlich des Designs am Subwoofer. Bedienelemente oder abnehmbare Kabel weisen sie hingegen nicht auf. Lediglich das fest verbaute USB-A-Kabel an der jeweiligen Rückseite ermöglicht eine Verbindung.

Verarbeitung des Speedlink Gravity RGB

Nicht vollends überzeugen konnte uns die Verarbeitungsqualität im Speedlink Gravity RGB Test. Subwoofer und Lautsprecher fühlen sich zwar durchaus wertig an und weisen dank der strukturierten Oberfläche eine angenehme Haptik auf, allerdings sind bereits nach dem Auspacken einige kleinere Kratzer und Blessuren zu erkennen.

Außerdem wurde, zumindest bei unserem Testexemplar, die Stauts-LED der Bluetooth-Verbindungsanzeige unpräzise eingebaut und liegt etwas unterhalb des dafür vorgesehenen Loches, womit die LED nur halb zu sehen ist.

Zudem fällt auf, dass das Gitter des Subwoofers vergleichsweise leicht nachgibt und die Inline-Fernbedienung etwas zu viel Spiel hat. Gemessen am Preis ist die Verarbeitung also in Ordnung, wobei hier andere Hersteller besseres bieten.

Speedlink Gravity RGB Fernbedienung

Bedienung und Inbetriebnahme des Speedlink Gravity RGB

Bedienung und Ersteinrichtung der 2.1-Anlage sind hingegen kinderleicht. Einfach die Satteliten mit dem Subwoofer verbinden, Stromkabel in die Steckdose stecken, einschalten und schon kann es losgehen. Zusätzliche Installationsschritte oder eine komplizierte Einrichtung entfallen.

Per AUX-Kabel ist das Speedlink Gravity RGB dann auch direkt einsatzbereit. Doch auch die Bluetooth-Einrichtung ist schnell erledigt. Dafür haltet ihr einfach die BT-Taste fünf Sekunden lang gedrückt, um das Sound-System in den Pairing-Modus zu versetzen. Daraufhin wird das Gravity RGB von Smartphone und Co binnen weniger Sekunden erkannt und lässt sich per Knopfdruck verbinden, sodass dem kabellosen Audiogenuss nichts mehr im Wege steht.

Speedlink Gravity RGB Betrieb

Wollt ihr die Eingangsquelle wieder wechseln, genügt zudem ein einmaliger Druck auf die BT-Taste, woraufhin das 2.1-System zwischen Kabel- und Bluetooth-Modus wechselt. Nett: Die Anlage verfügt zudem über eine „Auto-Standby-Funktion“, dank der sich das System nach einer Stunde automatisch ausschaltet, wenn kein Ton wiedergegeben wird. Per Druck auf die Eco-Taste lässt sich diese Funktion aber auch deaktivieren.

RGB-Beleuchtung

Wie es der Name bereits vermuten lässt, wartet das Speedlink Gravity RGB mit einer RGB-Beleuchtung auf. Ingesamt fünf verschiedene Modi stehen zur Wahl (Farbverlauf, Mehrfarbig statisch, Farbatmung, Einfarbig statisch und „Im Takt“), zwischen denen per Druck auf den LED-Button gewechselt werden kann.

Das funktioniert in der Praxis recht gut und kann sich durchaus sehen lassen. Etwas unglücklich gelöst ist jedoch die Bedienung, gerade im Falle beider statischen Leuchtmodi. Hier lässt sich die Farbe nur wechseln und festlegen, wenn zuvor in dem Modi Farbverlauf oder Farbatmung erneut die LED-Taste gedrückt wird.

Speedlink Gravity RGB-Beleuchtung
Animiertes GIF. Zum Abspielen Bild anklicken.

Eine Begleit-App, um zwischen den Farben zu wechseln oder die Beleuchtung anzupassen, wird seitens Speedlink leider nicht angeboten. Auch der Farbmodus „Im Takt“ ist zwar in der Theorie eine nette Idee und verändert die Farbgebung tatsächlich während der Wiedergabe, allerdings nicht wirklich im Takt der abgespielten Tracks, wie es der Name suggeriert. Ein kleiner Wermutstropfen.

Audio-Qualität

Klanglich zeichnet die Speedlink Gravity RGB 2.1-Anlage ein gutes Bild ab und überzeugt im Hinblick auf den Preis vor allem mit einem satten Bass. Mit dem Hochdrehen des Bass-Reglers sollte man also vorsichtig sein. Dreht man den Tieftöner auf Anschlag, dürfte der deutsche Rapper Das Bo in seinem Klassiker „Türlich, Türlich“ jedenfalls nicht mehr nach mehr Bass fordern.

Technisch ausgedrückt schreitet der Subwoofer mit 120W Spitzenleistung zur Tat, was für ordentlich Druck sorgt und dabei Actionsequenzen in Games oder Filmen gut in Szene setzt. Erfreulicherweise erfolgt die Bass-Wiedergabe dabei aber sehr präzise und dynamisch. Bei voller Lautstärke und maximalem Bass neigen die Subwoofer und Lautsprecher allerdings etwas zum Dröhnen.

Ansonsten deckt das 2.1-Sound-System ein Frequenzband von 40 Hz-20.000 Hz ab, was etwas weniger ist als die meisten Gaming-Headsets – ganz zu schweigen von hochwertigen Kopfhörern. Klanglich gehen Mitten und Höhen in Ordnung, allerdings wir schnell offensichtlich, dass die Gravity vor allem auf Hörspaß ausgelegt sind. Der Bass steht jedenfalls deutlich im Vordergrund, während auch die Mitten recht präzise wiedergegeben werden.

Lediglich die Instrumentalisierung in den Höhen rückt spürbar in den Hintergrund, was allerdings nur bei bestimmten Musik-Genres wie Klassik oder melodischen Metal-Arrangements sauer aufstößt. Die Brillanz und Details deutlich teurerer Anlagen kann das Gravity RGB-System jedoch zu keinem Zeitpunkt erreichen. Als Allrounder für Musik, Gaming und Filme oder Serien leistet die Anlage aber gute Dienste.

Fazit zum Speedlink Gravity RGB

Mit dem 2.1-Soundsystem Speedlink Gravity RGB hat der Hersteller ein rundes Gesamtpaket geschnürt. Das Design ist schick, die Bedienung intuitiv und die Einrichtung kinderleicht. Auch klanglich gibt das Lautsprechersystem eine durchaus gute Figur ab. Zumindest, wenn man nicht gerade ein audiophiles Klangbild voraussetzt, was in diesem Preissegment aber unrealistisch ist.

Als stationäre Anlage in Verbindung mit PC, Konsole oder Smartphone und Tablet gibt es kaum etwas zu beanstanden, wenngleich sich natürlich Kopfhörer deutlich besser für den reinen Musikgenuss eignen. Die schicke RGB-Beleuchtung sorgt zudem für Disco-Feeling, leistet sich hinsichtlich der Bedienung aber kleinere Patzer.

Den vielleicht größten Kritikpunkt markiert allerdings der Preis, denn mit rund 120 Euro ist die Speedlink Gravity RGB-Anlage zwar nicht wirklich teuer, ihr aus technischer Sicht identischer Vorgänger Speedlink Gravity Carbon RGB wird allerdings noch immer vertrieben und ist mitunter für 90 Euro zu haben.

Speedlink Gravity RGB Award

Speedlink Gravity RGB

Verarbeitung
Soundqualität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

85/100

Schicke und klanglich gute 2.1-Sound-Anlage mit gelungener RGB-Beleuchtung, Bluetooth und sattem Bass. Die Verarbeitung leistet sich jedoch Patzer, während der Preis etwas zu hoch ausfällt.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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