Eingabegeräte Testberichte

Azio Retro Compact Keyboard – Kompakte Bluetooth-Tastatur im Praxistest

Ergonomie und Layout

Aufgrund des namensgebenden Retro-Designs ist die Tastatur leider anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Dies liegt vor allen an den runden Tasten, deren Ränder sich deutlich näher zueinander befinden als bei Tastaturen mit einem Standard-Layout. Zu Beginn des Tests hat dies dazu geführt, dass sich Tippfehler häuften, nach einigen Tagen ging das Schreiben mit dem anfangs ungewöhnlichen Layout allerdings bereits sehr einfach von Hand.

Neben der ungewöhnlichen Form der Tasten sorgt auch die ANSI-Tastenanordnung des Retro Compact Keyboards für etwas Eingewöhnungszeit. Azio nutzt für das R.C.K. zwar ein deutsches QWERTZ-Layout, die Tastatur verfügt aber nur über eine einzeilige Enter-Taste, unter der sich direkt die Raute-Taste befindet. Nutzer, die sonst das deutsche Standardlayout und die große Enter-Taste gewöhnt sind, vertippen sich deshalb bei Nutzung der Enter-Taste zumindest anfangs häufig.

In Kombination mit der weichen Handballenauflage aus Echtleder, die genau wie die 1.600 Gramm schwere Tastatur sehr rutschfest ist, kann das R.C.K. im Punkte Ergonomie überzeugen. Ohne die Handballenauflage kommt es beim langen Tippen aufgrund der eckigen und hohen Kante der Tastatur zu Druckstellen und einem leichten Taubheitsgefühl. Meiner Meinung nach ist dies aber kein negativer Punkt, da die Handballenauflage im Lieferumfang enthalten ist.

Auch die verbauten mechanischen Switches, die Azio mit dem chinesischen Unternehmen Kaihua gemeinsam für das R.C.K. entwickelt hat, geben keinen Grund zur Klage. Um das Schreibmaschinenfeeling nicht nur im Design abzubilden, sondern auch bei der Benutzung fühlbar zu machen, verfügen die Tasten über einen taktilen Klick, der beim Schreiben merklich fühlbar ist aber aus Rücksicht auf Vielschreiber nicht so hart wie bei einer echten Schreibmaschine ist. Das Gefühl beim Schreiben ist vergleichbar mit einem Cherry MX Blue.

Bluetooth, Akku und Mobilität

Die Ausstattungsmerkmal der Tastatur, die Bluetooth und einen 5.000 mAh großer Akku besitzt, erwecken den Eindruck, dass die R.C.K. für den mobilen Gebrauch konzipiert wurde. Da die Tastatur mit 1.600 Gramm Gewicht allerdings rund 400 Gramm schwerer ist als ein DELL XPS 13, ist die R.C.K. meiner Meinung nach für Nutzer, die regelmäßig mit ihrer Hardware unterwegs sind, keine Alternative zu klassischen iPad-Tastaturen.  Auch bei Nutzung der einfarbigen weißen Hintergrundbeleuchtung hielt eine Akkuladung in unserem Test für mehrere Wochen intensiver Nutzung aus.

Außerdem ist das R.C.K. zwar im Vergleich zu Standard-Tastaturen aufgrund des fehlenden Nummernblocks kompakt, kann aber in Sachen Größe nicht mit echten Zwergen wie der ebenfalls mechanischen Vortexgear pok3r mithalten, die zugegebenermaßen allerdings weder über Bluetooth noch über einen Akku verfügt – Geschweige denn das auffällige Design.

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