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„Conan Exiles“ im Early Access-Test – Im Exil gelten andere Regeln

Gameplay II: Barbaren kennen keine Freunde

Auch die stimmungsvoll inszenierten Schauplätze bieten immer wieder eine willkommene Abwechslung und erzeugen fast durchgängig ein unterschwelliges Gefühl der Bedrohung. So führt euch euer Weg hinab durch unterirdische Weggabelungen, durch heruntergekommene Ruinen oder durch düstere Höhlenwege. Dass eine feine Beobachtungsgabe auf eurem Weg unerlässlich ist, liegt wohl vor allem darin begründet, dass so manches heimische Monster euch zum Fressen gern hat. So begegnen euch mitunter Mutantenmonster, Krokodile, drachenartigen Ungetüme oder riesige Skorpione, die euch gerne mal aus dem Hinterhalt anspringen.

Damit ihr nach euren Abenteuern ein wenig Energie tanken könnt, bedarf es natürlich der richtigen Behausung, die ihr mit den richtigen Hilfsmitteln und etwas Fleiß im Nu aus dem Boden stampft. Hinsichtlich eurer kreativen Schaffenswerke sind hier keine Grenzen gesetzt und so ist es ganz an euch, ob ihr euch mit einer bescheidenen Holzhütte oder einem majestätischen Wüstendomizil begnügen wollt.

Dass ein Barbar nur selten Freundschaften pflegt, zeigt sich vor allem darin, dass die Keule für euch das Kommunikationsmittel schlechthin ist. So könnt ihr ab Stufe 10 fremde NPCs ganz nach eurem Gusto attackieren und diese nach einer etwas dekadenten Art zu euren Gunsten formen. Eure Vasallen werden euch anschließend keinen Wunsch mehr abschlagen und übernehmen nur zu gerne die Wache oder das Schmiedewerk, während ihr euch voll und ganz auf die Erkundung der Spielwelt fokussieren könnt. Um eure Feinde auf dem Feld zu schlagen stehen euch für das Genre typische Waffen zur Verfügung, wie beispielsweise Äxte, Armbrüste, Bögen und Schwerter, die euch im Nah- und Fernkampf treue Dienste leisten.

Update: „Frozen North“ – Wenn die Kälte dein Feind ist

Damit in der Wüste keine Langeweile aufkommt, haben Funcom am 16. August mit The Frozen North eine umfangreiche Erweiterung spendiert, welche euch in die klirrende Schneelandschaft des eisigen Nordens entführt. Wie es der Titel bereits verspricht, wird die Open-World um ein Eis-Biom ganz im Norden der Map ergänzt, in dem neue Kulturen, Dungeons und Siedlungen von euch entdeckt werden wollen. Als besonders gefährlich erweisen sich hier in erster Linie die Witterungsbedingungen. Denn sowohl Hitze als auch zu kalte Temperaturen können den Tod bedeuten und setzen die richtige Kleidung, ausreichend Wasser als auch Fackeln auf eurer Reise voraus. Eure Basis solltet ihr in diesem Areal daher so errichten, dass sie euch nicht nur ausreichend Wärme spendet, sondern auch bei großer Hitze angenehm kühl bleibt. Auch die Monster zeigen sich weitaus gefährlicher und neben zähnefletschenden Wölfen und mächtigen Mammuts machen gerne mal Frostriesen auf euch Jagd. Da ist es gut zu wissen, dass die Entwickler sich nicht nur inhaltlicher Elemente angenommen, sondern auch am Kampfsystem nachgefeilt haben und euch eine verbesserte Gegner-KI präsentieren. So verfügen nicht nur leichte und schwere Angriffe über ganz eigene Tasten, auch Sekundärangriffe und Schildblocks sind einzeln belegt und bieten euch nun den optimalen Schutz im Kampf gegen NPCs.

Balance: Hier seid ihr auf euch allein gestellt

Hinsichtlich des Schwierigkeitsgrads führt ein übersichtliches Tutorial in die Grundmechaniken des Spiels ein und macht vor allem Einsteiger mit den wichtigsten Aspekten vertraut. Doch sobald ihr der Wildnis ausgesetzt seid, schenkt euch das Spiel nichts mehr und vor allem Neulinge werden sich so manches Mal in die Tasten krallen.

Steuerung: Generisch und unflexibel

In Sachen Steuerung fühlen sich viele Befehle leider noch sehr sperrig an, was euch vor allem in brenzligen Situationen auf die Füße fallen kann. Auch das Kampfsystem fällt insgesamt noch sehr einfallslos aus und ist auf das bloße Schlagen und Blocken begrenzt. Hier bleibt zu hoffen, dass Funcom noch weitere Kniffe liefert, um das Kampfsystem weiter auszufeilen.

Grafik und Sound: Wenn du die Bedrohung förmlich fühlen kannst

Technisch fühlt sich Conan Exiles leider immer noch wie ein unfertiges Werk an, welches noch erheblich in seinen Kinderschuhen zu stecken scheint. So fallen zwar die einzelnen Texturen für Items und Ausrüstung durchaus scharf und sauber aus, spätestens bei den eingefrorenen Gegneranimationen erzeugt der Titel jedoch ein wahrhaftiges Steinzeit-Feeling. Auch Lags, Bugs und KI-Aussetzer sind keine Seltenheit und machen das Handling mit dem Server immer wieder zu einem mühsamen Unterfangen. Einzig der dynamische Tag-Nacht-Wechsel als auch der stimmungsvolle Klangteppich sind stimmungsvoll auf das Spielgeschehen zugeschnitten und könnten die bedrohliche Atmosphäre nicht besser transportieren.

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