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Acer vs. VW: Rechtsstreit wegen mutmaßlicher Patentverletzung

Wie vorangeschritten die PC-Technik in unserer heutigen Automobilindustrie ist, wird spätestens dann deutlich, wenn mögliche Patentverletzungen zwischen PC-Herstellern und Automobilkonzernen ausgefochten werden. Dies ist nun bei Acer und Volkswagen der Fall. So wirft das taiwanische Unternehmen dem deutschen Traditions-Autobauer vor, seine 4G-Patente nicht gezahlt zu haben.

Acer fordert 100 Millionen Euro

Die Schadenssumme, die Acer einfordert ist keineswegs ein Pappenstiel. Im Zuge der Missachtung seiner Gebührenpflicht soll VW stolze 100 Millionen Euro zahlen. So soll der Autobauer lediglich für 2G- und 3G-Technik bezahlt haben. Laut Acer soll der weltweit erfolgreiche Automobilkonzern in letzter Zeit allen voran auf Chip-Technik mit 4G gesetzt haben. Dies haben die Kollegen von der „Wirtschaftswoche“ berichtet.

Klageort ist indes weder Deutschland noch Europa. Acer erhob im US-Bundesstaat Virginia Klage. Selbstverständlich bestreitet VW die hervorgebrachten Vorwürfe und weist sie als unbegründet zurück. Aus der Sicht des Unternehmens sei es gar nicht die Aufgabe von Volkswagen gewesen, Lizenzgebühren zu zahlen. Dies obliege vielmehr den Zulieferern.

Halbleitermangel gefährdet Automobilbranche

Wer derzeit einen Neuwagen bestellt, muss nicht selten Wartezeiten um die 12 Monate hinnehmen. Dies liegt an dem noch immer herrschenden Chip-Mangel. Auch die Automobilbranche bleibt davon nicht verschont. Da verwundert es auch kaum, dass VW über die Chiphersteller verärgert ist. Der Automobilkonzern gibt diesen gar eine Mitschuld an der ganzen Misere. Es sei wohl eine schlechte Kalkulation und Planung seitens der Chipproduzenten gewesen, die zu den Engpässen in der Automobilbranche führte.

Wie sich aber im Nachhinein herausstellte, tragen auch viele Autobauer eine Mitschuld an den langen Wartezeiten. Schließlich wurde der Produktionsumfang von Neuwagen 2020 stark heruntergefahren. Dieser Trend hielt aber nicht lang an. Schnell häuften sich Bestellungen für moderne E-Autos, was den Rückgriff auf mehr Halbleiter wieder nötig machte. Nun gab es jedoch das Problem, dass viele Chip-Produzenten ihre Ressourcen bereits anderweitig aufteilten. Schlussendlich war nicht mehr genug für die Autobauer übrig.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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