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AMD hat sattes Umsatzwachstum im ersten Quartal 2021

AMD berichtet über ein ordentliches Umsatzwachstum von 93 Prozent im ersten Quartal in allen Segmenten. Insbesondere der Umsatz von Chips für Spielkonsolen ist auf über 3,4 Milliarden US-Dollar angestiegen.

Optimismus durch „bestes Portfolio“

Durch die aktuellen Zahlen ist AMD sehr optimistisch was das restliche Jahr angeht. Das Unternehmen will die Marke von 10 Milliarden US-Dollar Umsatz deutlich überbieten. Im Gegensatz zum vierten Quartal 2020 konnte der Umsatz zwar nur um sechs Prozent gesteigert werden, doch zeigt der Vergleich zum Vorjahr im ersten Quartal eine enorme Steigerung.

Durch die Steueranpassungen Ende letzten Jahres hatte AMD in 2020 auch beim Nettogewinn ebenfalls einiges gut machen können. Diesen „Ausreißer“ konnte da Unternehmen zwar nicht wiederholen, hat aber mit 555 Millionen US-Dollar Gewinn das beste Ergebnis seit Jahren erzielt. Durch die gestiegenen Umsätze wurde das operative Ergebnis ebenfalls positiv beeinflusst, welches nun bei 662 Millionen US-Dollar stand. Als Vergleich dient hier immer das erste Quartal 2020. Zu diesem hat AMD alle Geschäftsbereiche deutlich verbessern können, sowie auch den Schuldenberg um 313 Millionen gesenkt.

Für die sehr positive Entwicklung des Unternehmens macht AMD-Chefin Dr. Lisa Su insbesondere das „beste Produktportfolio in unserer Geschichte“ und die „robuste Marktnachfrage“ verantwortlich. Dadurch konnten erfolgreich mehr Produkte verkauft werden. Gerade die Sparte rund um Ryzen und Radeon machten sich bezahlt, diese verkaufen sich besser und auch teurer. Die Ryzen-Prozessoren und die Radeon-Grafikkarten haben um 46 Prozent zugelegt und setzten insgesamt 2,1 Milliarden US-Dollar um. Dies ist im Vergleich zum Ende 2020 ein Anstieg um weitere sieben Prozent. Das Unternehmen konnte die Produkte besser verkaufen und zudem zu höheren Verkaufspreisen.

Bei den Notebook-Prozessoren gab es dazu auch nun das sechste Quartal in Folge einen weiteren Umsatzrekord. Hierzu zählt seit diesem Jahr auch Ryzen 5000 auf Basis der Cezanne-APU.

286 Prozent Wachstum bei Prozessoren für Konsolen

Das größte Wachstum konnte AMD im Bereich Enterprise, Embedded and Semi-Custom erzielt werden und zwar um unglaubliche 286 Prozent. Das Unternehmen begründet diese Zahlen durch die gestiegenen Verkäufe bei den Semi-Custom-Produkten und den gestiegenen Umsatz von Epyc-Prozessoren. Allerdings wird dieser Anstieg wohl eher an den passenden Prozessoren für die Spielkonsolen liegen. Da hier der Umsatz für die Prozessoren für die Xbox Series X/S und PlayStation 5 von 348 Millionen US-Dollar Anfang des letzten Jahres auf mittlerweile satte 1,35 Milliarden US-Dollar in die Höhe schoss.

Dies lies sich bereits im letzten Quartal 2020 ein wenig erahnen, als der Verkaufsstart der Konsolen begann. AMD begründet den weiteren Anstieg der Umsätze um fünf Prozent mit den Epyc-Prozessoren da der Absatz von Semi-Custom-Produkten nun wieder etwas nachgelassen hat. Erst kürzlich wurde eine neue Generation von Server-Prozessoren der Epyc 7003 auf den Markt gebracht.

Ambitionierte Ziele für 2021

AMD will nun im zweiten Quartal noch einmal weiter zulegen und einen Umsatz im Bereich von 3,6 Milliarden US-Dollar erzielen, dabei will das Unternehmen eine Bruttogewinnmarge von 47 Prozent erreichen. Für das komplette Jahr 2021 hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, 50 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr zu erreichen. Zum Vergleich, in 2020 lag der Umsatz bei 9,763 Milliarden US-Dollar, damit liegt das Ziel für 2021 bei ungefähr 14,6 Milliarden US-Dollar. Das wäre für AMD der höchste Umsatz in der 50-jährigen Unternehmensgeschichte.

Durch die aktuelle Entwicklung und die ambitionierten Ziele des Unternehmens hat AMD auch für Aufwind im nachbörslichen Handel gesorgt. Die Aktie von AMD legte nach Börsenschluss gleich mal um drei Prozent zu. Die Schätzungen des Unternehmen sind allerdings noch grob und können erst einmal nur als eine ungefähre Einstufung der Entwicklung angesehen werden.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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