News

Apple CarPlay: Neues Feature berechnet Ladestopps für E-Autos

Apple möchte mit dem hauseigenen Kartierungssystem E-Autofahrern das Leben leichter machen. Eine ausgeklügelte Routenplanung soll Zwischenstopps für das Aufladen des Akkus berechnen können. So soll man sich als Fahrer keine Gedanken mehr um einen plötzlich leeren Akku machen müssen. Das praktische Feature soll allerdings vorerst nur für Modelle von Ford verfügbar sein.

Navigationssysteme sind kurz vorm Aussterben

Im Zuge der Elektromobilität werden Autos immer mehr zu Computern auf Rädern. Da verwundert es auch nicht, dass sie mittlerweile selbst mit unseren Smartphones bestens vernetzt sind. Dies umfasst schon lange nicht mehr nur das Abspielen von Musik per Bluetooth. Mittlerweile ermöglichen Dienste wie Apple CarPlay oder Android Auto ein optimales Zusammenarbeiten von Smartphone und Auto. Da stellt sich manch ein Fahrer eines neuen Autos, was eigentlich mit den klassischen Navigationssystemen geschehen ist. Die Antwort ist einfach: Es gibt sie kaum noch. Google Maps und Apple Karten hat klassische Geräte, die per Saugnapf an der Windschutzscheibe hingen, aus den Autoinnenräumen vertrieben. Geld verdienen klassische Anbieter wie beispielsweise Tom Tom eigentlich nur noch mit dem Verkauf von gesammelten Satellitendaten oder ironischerweise mit eigenen Apps für Android und Apple.

Neues Feature in Apple Karten

Dass die Smartphone-Apps nicht nur den Fahrer ans Ziel bringen sollen, wird mit einem neuen Feature von Apple Karten deutlich. Hier bieten die Kalifornier nun eine ganz gezielte Routenplanung speziell für Fahrer eines Elektroautos an. Diese berechnet nicht nur den Weg zum endgültigen Ziel, sondern plant auch Zwischenstopps für das Laden des Fahrzeugs ein. Damit das funktioniert, muss das Auto das Smartphone jedoch regelmäßig mit Informationen zum aktuellen Ladestand des Akkus versorgen. Bei der Berechnung der Ladepausen soll die App auf unterschiedliche Parameter achten können. Neben der Batterieladung spielt beispielsweise auch die Beschaffenheit der Strecke und natürlich auch die entsprechende Geschwindigkeitsbegrenzung eine Rolle.

Feature erstmal nur im E-Mustang

Fahrer eines Elektroautos, die regelmäßig längere Strecken zurücklegen, wissen um den Stress, der bei plötzlichem „Batterietief“ auftreten kann. Umso praktischer klingt das Feature, welches Apple nun an den Start bringen möchte. Doch was passiert, wenn der Auto-Akku kurz vor dem Leerstand steht? Ist dies der Fall, soll man per einfachem Sprach- oder Touchbefehl eine „nächstgelegene kompatible Ladestation“ erreichen können. Wobei Kompatibilität in diesem Fall noch näher definiert werden muss. Feststeht, dass man derzeit noch keine gezielten Anbieter aus Apple Karten herausfiltern kann. Allerdings ist es denkbar, dass der Tech-Konzern eine entsprechende Möglichkeit nachliefern wird.

Eingeführt wurden die neuen Funktionen in Apple Karten mit dem Update auf iOS 15.4. Viele Fahrer eines E-Autos werden vorerst allerdings nicht von dem Feature profitieren können. Schließlich gibt es bislang nur einen Autohersteller, der diesbezüglich auf eine Zusammenarbeit mit Apple setzt – Ford. Doch auch in den Reihen des traditionsreichen US-Autobauers gibt es erst ein Modell, welches Apples neue Karten-Funktion unterstützt. Nur Fahrer des Mustang Mach-E der 2022er Baureihe können sich sicher sein, bereits jetzt auf das neue Feature zugreifen zu können. Wer einen Elektro-Mustang der 2021er Reihe hat, muss zunächst ein Softwareupdate durchführen. Für die älteren Mach-Es soll noch in diesem Jahr das passende Update kommen.

BMW bekundet ebenfalls Interesse

Angesichts des hohen Praxiswerts von Apples neuem Feature für Elektroautos, wäre es wirklich verwunderlich, wenn keine weiteren Autohersteller mit ins Boot springen würden. BMW hat seinerseits offenbar bereits Interesse bekundet. Zumindest nannte der Tech-Konzern den traditionsträchtige Automobilkonzern aus Bayern neben Ford ebenfalls als Partner. Möglicherweise mangelt es BMW gegenwärtig aber noch an der passenden Software in ihren Fahrzeugen. Eine entsprechende Überarbeitung sowie das Hinzutreten weiterer Autohersteller scheint in unseren Augen allerdings sicher.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

Ähnliche Artikel

Neue Antworten laden...

Basic Tutorials

Neues Mitglied

4,318 Beiträge 1,584 Likes

Apple möchte mit dem hauseigenen Kartierungssystem E-Autofahrern das Leben leichter machen. Eine ausgeklügelte Routenplanung soll Zwischenstopps für das Aufladen des Akkus berechnen können. So soll man sich als Fahrer keine Gedanken mehr um einen plötzlich leeren Akku machen müssen. Das praktische Feature soll allerdings vorerst nur für Modelle von Ford verfügbar sein. Navigationssysteme sind kurz … (Weiterlesen...)

Antworten Like

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"