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Cyberangriff auf T-Mobile US – 37 Millionen Betroffene

In den USA hat es zum wiederholten Male einen Cyberangriff auf T-Mobile US, ein Tochterunternehmen der Telekom, gegeben. Diesmal waren 37 Millionen Kunden betroffen. Der Angriff ereignete sich bereits im November und wurde Anfang Januar entdeckt.

Cyberangriff auf T-Mobile am 5. Januar bemerkt

Der Cyberangriff auf T-Mobile US wurde durch das Unternehmen erst am vergangenen Donnerstag an die zuständige Aufsichtsbehörde gemeldet, obwohl er bereits am 5. Januar bemerkt worden war. Begonnen haben soll er indes bereits im November.

Eigenen Angaben zufolge hat T-Mobile die Sicherheitslücke innerhalb eines Tages nach Bekanntwerden behoben. Dennoch sollen zahlreiche Daten erbeutet worden sein. Die Rede ist von 37 Millionen Betroffenen. Ersten Erkenntnissen zufolge befinden sich unter den entwendeten Daten Telefonnummern, Geburtsdaten und Rechnungsadressen. Deutlich sensiblere Daten wie Passwörter, Kreditkarten- oder Sozialversicherungsnummern sollen sich hingegen nicht unter dem gestohlenen Material befinden.

Zahlreiche Cyberangriffe auf T-Mobile in der Vergangenheit

Nichtsdestotrotz dürfte T-Mobile durch den Cyberangriff in Schwierigkeiten geraten. Gezeigt haben das zahlreiche Angriffe aus der Vergangenheit. In Folge dieser Angriffe kam es zu juristischen Auseinandersetzungen zwischen den Betroffenen und T-Mobile, die mit hohen Vergleichszahlungen endeten. Im Jahr 2015 wurde der Server eines Dienstleisters angegriffen, woraufhin Daten von mehr als 15 Millionen T-Mobile-Kunden erbeutet werden konnten. 2021 folgte ein Angriff, im Rahmen dessen Daten von mehr als 40 Millionen Menschen gestohlen wurden. Im selben Jahr konnten Unbekannte durch eine Schwachstelle erneut in die Server von T-Mobile eindringen.

In der Folge verklagten mehrere Betroffene das Unternehmen und es kam zur bereits erwähnten Vergleichszahlung. T-Mobile einigte sich darauf, insgesamt 500 Millionen US-Dollar zu zahlen. Hierbei wurde jedoch nicht der gesamte Betrag an die Betroffenen ausgeschüttet. Beinahe ein Drittel sollte vielmehr in die Verbesserung der Cybersicherheit investiert werden. Gegenüber der zuständigen Aufsichtsbehörde erklärte T-Mobile, diesbezüglich seien bereits Fortschritte gemacht worden, das Unternehmen wolle jedoch weiterhin an der Verbesserung der Sicherheitsinfrastruktur arbeiten.

T-Mobile rechnet mit hohen Kosten

T-Mobile hat – mutmaßlich auch aufgrund dieser Erfahrungen – nicht ausgeschlossen, dass im Nachgang des neuesten Angriffs hohe Kosten entstehen könnten. Neben den direkten Kosten zur Ausbesserung der Sicherheitsinfrastruktur sowie zur Entschädigung der Betroffenen kommen dabei indirekte Kosten auf das Unternehmen zu. So sank der Aktienkurs der T-Mobile-Aktie bisher um rund 1,12 Prozent.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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