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Datenschutz: Apple hat seine Kunden mutmaßlich belogen

Eigentlich rühmt sich Apple regelmäßig damit, in Sachen Datenschutz ein echter Vorreiter zu sein. Ein neuer Vorwurf entkräftet allerdings diese Selbsteinschätzung massiv. Dabei soll es um kein Datenleck gehen, welches Kriminelle sich zunutze machen könnten. Stattdessen soll der kalifornische Tech-Konzern höchstselbst wissentlich falsche Angaben zur Privatsphäre eines iPhones gemacht haben.

Hat Apple beim Datenschutz gelogen?

Wer ein iPhone nutzt, tut dies nicht selten auch wegen der von Apple versprochenen Privatsphäre. Anders als bei Google, wo man sich regelmäßig über Datenschutzverstöße beschwert, scheint bei den Schöpfern des iPhones alles im Lot zu sein. So muss Google derzeit in den USA eine Strafzahlung in Höhe von 391,5 Millionen US-Dollar entrichten, da unerlaubt Standortdaten gesammelt wurden. Etwas ganz ähnliches könnte nun Apple blühen. Offenbar hat der Tech-Konzern seine Kunden nämlich kurzerhand bei der Datensicherheit ihrer iPhones angelogen. Obwohl man den Kunden versprach, dass das iPhone vollkommen anonym agiere, sendet es wohl empfindliche Daten wie vollständigen Namen und Geburtsdatum.

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Das Problem haben die beiden Sicherheitsexperten Tommy Mysk und Talal Haj Bakry ans Tageslicht gebracht. Und diese sind alte Bekannte bei Apple. Schließlich haben die beiden namhaften Forscher im Bereich der Datensicherheit in der Vergangenheit bereits andere Missstände bei dem Unternehmen aufgedeckt. So soll Apple beispielsweise bei der Datensammlung gelogen haben. Der kalifornische Tech-Konzern sammelte selbst dann Daten, wenn eine explizite Verneinung der Datensammlung seitens des Nutzers vorlag.

Gefährliche Datentransparenz beim iPhone

Im Bereich der offen zugänglichen Daten muss man stets zwischen lapidaren und empfindlichen Daten unterscheiden. Bereits die Kombination aus Geburtsdatum und Namen kann zum Beispiel schwere Folgen haben. Insbesondere im Bereich des Identitätsraubs geschehen hier Tag für Tag schwere Verbrechen. Genau diese Daten überträgt das iPhone wohl, wenn etwas vom Gerät gesendet wird. Hierbei handelt es sich also gewissermaßen um eine Art Kennzeichnung, die den Absender erkennen lässt. Dies geschieht durch einen Directory Services Identifier (DSID). Wenn sich diese Vorwürfe tatsächlich bestätigen sollten, dürfte das schwere Folgen für Apple haben. Hierbei steht nicht nur eine hohe Strafzahlung im Raum. Obendrein war die Privatsphäre bislang ein Hauptargument für Käufer eines iPhones. Diesen Ruf hätte das Unternehmen dann selbst deutlich geschädigt.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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