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USA: Google muss 391,5 Millionen US-Dollar Strafe zahlen

In den USA hat Google seinen Nutzern weismachen wollen, dass man die Sammlung von Standortdaten deaktivieren könne. Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, war dem nicht so, was den Tech-Konzern in den USA nun eine saftige Strafe in Höhe von 391,5 Millionen US-Dollar eingebracht hat.

Datensammlung ohne Zustimmung über Jahre hinweg

Insgesamt 40 US-Bundesstaaten haben Google verklagt. Der Internetkonzern musste auf der Anklagebank Platz nehmen, da er über viele Jahre hinweg unerlaubter Weise Standortdaten seiner Nutzer gesammelt hat. Dabei fehlte nicht nur das explizite Einverständnis der User. Obendrein informierte man diese nicht einmal nachträglich darüber, dass entsprechende Daten gesammelt wurden. Das Verfahren, welches bereits 2018 seinen Anfang nahm, hat nun zu einem Vergleich und einer satten Geldstrafe in Höhe von 391,5 Millionen US-Dollar für Google geführt. Ein Bericht der Nachrichtenagentur AP brachte damals den Stein ins Rollen. Hieraus ging hervor, dass Google Daten auch dann sammelte, wenn Nutzer die GPS-Ortung eigentlich ausschalteten. Bereits im Oktober musste Google in Indien eine Millionenstrafe für Google Payments hinnehmen.

Google gelobt Besserung

Für den Ruf des Tech-Konzerns ist die jahrelange Täuschung seiner Kunden alles andere als zuträglich. Schließlich habe man hinter den Rücken der Nutzer fleißig Standortdaten gesammelt ohne dass diese darüber informiert waren geschweige denn ihr Einverständnis dazu gaben. Da Datenschutz auch bei Nutzern in den USA immer wichtiger wird, verspricht der Tech-Konzern, dass man in Zukunft andere Wege gehen werde. Insbesondere bei der Sammlung von Standortdaten soll es zu umfangreichen Verbesserungen kommen. Die Frage ist nur, inwiefern Google sich das Vertrauen, das es bei vielen Usern verloren hat, wieder zurückgewinnen möchte. Schließlich konnte man bereits in der Vergangenheit deaktivieren, dass Standortdaten gesammelt werden sollen.

Trotzdem missachtete der Konzern aus Sicht der Generalstaatsanwältin von Oregon, Ellen Rosenblum, die einzelnen Kundenwünsche und sammelte fleißig GPS-Daten. Diese verwendete man dann auch nicht für die Personalisierung der Google-Dienste, wie es den Kunden weisgemacht wurde. Stattdessen gab man sie an Werbekunden weiter. Das Werbegeschäft ist seit jeher eines der wichtigsten des Suchmaschinengiganten. Ärger droht dem Konzern auch hierzulande. So ermittelt das Bundeskartellamt seit August gegen Google, da der Verdacht auf eine Vormachtstellung im Werbebereich besteht. Dabei steht insbesondere der Dienst Google Maps im Fokus der Behörden. Wann die Ermittlungen der Behörde enden und wie sie ausfallen werden, bleibt abzuwarten. Begründet scheinen sie zum jetzigen Stand auf alle Fälle.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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