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Frankreich: Spyware „Pegasus“ bei Journalisten gefunden

Derzeit werden die französischen Medien durch einen waschechten Datenskandal aufgerüttelt. So wurde bereits seit ein paar Tagen gemutmaßt, dass eine Handvoll örtlicher Journalisten Opfer der berühmt berüchtigten Spyware namens „Pegasus“ geworden sind. Die bislang nur von einer Stelle angebrachten Befürchtungen wurden nun von einer unabhängigen Stelle bestätigt.

Behörde für Informationssicherheit wird fündig

Wie nun bekannt geworden ist, hat die französische Behörde für Informationssicherheit (ANSSI) die seit einigen Tagen kursierenden Gerüchte um von Spyware betroffene Journalisten nun bestätigen können. Insbesondere konnte die öffentliche Stelle die als „Pegasus“ bekannte Spionage-Software auf den Smartphones von insgesamt drei Journalisten ausmachen wie die britische Guardian nun berichtete. Demnach sei nicht nur ein Journalist des bekannten TV-Senders France 24 von der Spyware betroffen. Die beiden weiteren Journalisten arbeiten bei der Webseite „Mediapart“. Diese ist berühmt für ihre investigativen Artikel. Aufgrund der Brisanz arbeite die Staatsanwaltschaft der Hauptstadt Paris bereis auf Hochtouren.

Ein typisches Muster

Leider wird der Kampf gegen die Presse mithilfe von Spyware für Kriminelle immer beliebter. Insbesondere gerät dabei immer mehr der israelische Entwickler namens „NSO-Group“ negativ in die Schlagzeilen. Schließlich hat dieser sich auf die Entwicklung entsprechender Spionage-Software spezialisiert. Dieses Problem ist also keineswegs nur ein französisches, sondern schon längst ein globales. So förderte erst kürzlich ein Zusammenschluss weltweit agierender Journalisten zutage, dass auf vielen Smartphones von in der Presse tätigen Personen zugegriffen wurde. Doch nicht nur die Journalisten selbst sind zum Opfer geworden. Auch Familienangehörige wurden nachweislich ausgespäht.

Selbst Aktivisten für Menschenrechte sind in letzter Zeit zunehmend von derartiger Spyware betroffen gewesen. Dabei fällt immer wieder der Name „Pegasus“. Diese Software setzt auf eine überaus perfide Arbeitsweise. So werden ganz gezielt Sicherheitslecks des befallenen Smartphones ausgenutzt. Hat Pegasus einmal eine Schwachstelle finden können, ist der Zugriff auf persönliche und gleichsam empfindliche Daten problemlos möglich. Insgesamt wurde bei der Spyware-Attacke die Betroffenheit von über 50.000 Telefonnummern und damit 50.000 Geräten herausgearbeitet.

NSO bestreitet die Vorwürfe

Selbstverständlich möchte der isrealische Spyware-Hersteller nichts von den herumschwirrenden Vorwürfen wissen. Dementsprechend hat das Unternehmen auch direkt einen generellen Boykott von Medien angekündigt. Doch warum hat das Thema nun derart an Brisanz gewonnen? Dies hat nicht nur allein damit zu tun, dass Journalisten Frankreichs betroffen sind. Selbst Emmanuel Macron (Staatspräsident von Frankreich) soll mit seiner persönlichen Handynummer im Daten-Pool gefunden worden sein. Das betroffene französische Portal „Mediapart“ zeigt sich mittlerweile angriffslustig. So hat Lénaïg Bredoux den Smartphone ebenfalls von Spyware attackiert wurde sich wie folgt geäußert:

„Das ist der Schlussstrich unter dem Gedanken, das seien alles Lügen und Fake News. Das ist der Beweis, den wir brauchen.“

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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