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Hyundai Ioniq 5 V2G: E-Auto testet Stromlieferung für eigenes Zuhause

Nach dem Porsche Taycan testet nun auch Hyundai die Möglichkeit, ihre Elektroautos als Stromlieferant für das eigene Zuhause einzusetzen. Der Hyundai Ioniq 5 soll die Vehicle-to-Everything Technologie (V2X) nutzen und mithilfe des Akkus Strom in verschiedene Netze einspeisen.

V2G-Tests zum Hyundai Ioniq 5 laufen

Nach Porsche testet nun auch Hyundai beim Ioniq 5 die V2X-Technologie. Sie beschreibt die Möglichkeit, bei rein akku-betriebenen Elektrofahrzeugen Strom möglichst einfach, effizient und günstig zum Einspeisen nutzen zu können.

Die Vehicle-to-Everything Technologie (V2X) setzt sich dabei aus den Kategorien Vehicle to Grid (V2G) zum Einspeisen in das öffentliche Stromnetz, Vehicle to Building (V2B) für Häuser und Vehicle to Home (V2H) für das Eigenheim, zusammen. Mit der Vehicle-to-Load-Technologie (V2L) lassen sich zudem elektrische Geräte im Innenraum mit Strom versorgen der elektrische Geräte mit bis zu 3,6 kW über die bordeigene 230-V-Steckdose aufladen.

Bei der V2G-Technologie soll so ein Energiefluss in beide Richtungen zwischen Hochvoltbatterie und öffentlichem Stromnetz ermöglicht werden, um beispielsweise bei einem abends abgestellten Hyundai Ioniq 5 überschüssige Energie direkt wieder abzugeben.

Hyundai Ionoiq 5 V2G, V2X
Bild: Hyundai

Der dadurch abgegebene Strom lässt sich an die lokalen Energieversorger abgeben und steht dann anderen Verbrauchern zur Verfügung. Damit will Hyundai der erhöhten Stromnachfrage am Morgen entgegenwirken und die erhöhte Stromlast abends abschwächen. Nötig sind dafür allerdings spezielle Ladesäulen.

Tests in Deutschland und den Niederlanden

In Deutschland und den Niederlanden laufen bereits erste V2X-Pilotprojekte mit modifizierten Versionen des Hyundai Ioniq 5. Eine fokussiert sich auf V2H, das andere auf V2G. Das V2H-Pilotprojekt in Deutschland wird von Hyundai CRADLE (Centre for Robotic-Augmented Design in Living Experiences) Berlin durchgeführt.

Innerhalb eines geschlossenen Energiesystem soll so getestet werden, ob und wie effizient sich das Elektroauto dazu eignet, Strom mit dem Haus zu teilen. Modifizierte Ioniq 5 sind dabei mit demselben bidirektionalen On-Board Charger ausgestattet, der bereits jetzt in den Serienmodellen des E-CUV zum Einsatz kommt.

Im Rahmend des Projekts „We Drive Solar“ unterstützt Hyundai in Zusammenarbeit mit einem niederländischen Mobilitätsanbieter die Stadt Utrecht. Hier sollen im rahmen des Projekts 25 Ioniq 5 für eine Carsharing-Lösung bereitgestellt werden, die Bewohnern jüngst entstandener Wohnsiedlungen angeboten wird. Im nächsten Schritt will man gemeinsam so die V2G-Technologie über speziell hierfür entwickelte öffentliche Ladesäulen testen.

Hyundai Ioniq 5 V2X
Bild: Hyundai

V2G im Hyundai-Modellen soll in Serie gehen

Die von Hyundai entwickelte Electric Global Modular Platform (E-GMP) des Ioniq 5 erlaubt es bereits jetzt, externe elektrische Geräte aufzuladen und mit Strom zu versorgen. Während der Fahrt und im Stand lassen sich so E-Bikes, E-Scooter oder Notebooks mit bis zu 230-Volt-Wechselstrom über V2L laden.

V2G setzt auf eine ähnliche Technik, jedoch auf eine andere Software-Lösung. „Für den Austausch der Energie mit dem Stromnetz im Rahmen von V2G muss zunächst ein Kommunikationsprotokoll zwischen dem BEV und dem Netz definiert werden,“ heißt es seitens Hyundai in einer Pressemitteilung.

Der für bidirektionales Laden geeigneten On-Board Charger in den Top-Modellen des Ioniq 5 soll zu einem späteren Zeitpunkt auch für die V2G-Technologie genutzt werden können. Schon in Kürze will Hyundai ein neues Elektroauto vorstellen, das bereits ab Werk über die V2G-Technologie verfügt.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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