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Meta klagt gegen Überwachungsfirma wegen Fake-Profilen

Meta beschuldigt das Unternehmen Voyager Labs unter Zuhilfenahme von Fake-Accounts Daten auf den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram ausspioniert zu haben. Eine entsprechende Klage hat der weltberühmte Tech-Konzern mittlerweile eingereicht.

Meta kämpft gegen Datenüberwachung

Es wirkt durchaus etwas skurril, was bald schon an einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Kalifornien verhandelt werden soll. So wirft Tech-Konzern Meta, der mit Instagram und Facebook die weltweit wohl am bekanntesten sozialen Netzwerke in sich vereint, der Überwachungsfirma „Voyager Labs“ vor, Datenspionage betrieben zu haben. Dabei soll das Unternehmen mehr als 38.000 Fake-Accounts ins Leben gerufen haben. Angesichts des ambivalenten Verhältnisses von Meta zur Datensicherheit seiner „Kunden“, mag das den einen oder anderen vielleicht verwundern. Allerdings ergibt die Aufregung spätestens dann Sinn, wenn man sich einmal vor Augen führt, womit der Tech-Konzern hauptsächlich Geld verdient – mit Werbung. Und hierbei spielen die Nutzerdaten eben eine entscheidende Rolle. Schließlich ermöglichen diese es, zielgerichtete Werbung auszuspielen, die besonders viel Geld einbringt.

Daten von mehr als 600.000 Nutzern von Meta betroffen

Voyager Labs hat bei seinem Datenklau, den man in Expertenkreisen gerne auch als „Scraping“ bezeichnet, die Daten von mehr als 600.000 Nutzern auf Facebook durchleuchtet. Angesichts des kurzen Zeitraums von drei Monaten, in denen das Unternehmen die Daten abgegriffen haben soll, ist das durchaus eine Hausnummer. Mit seinem Vorgehen hat das Unternehmen laut Meta eindeutig gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Um eine Wiederholung auch zukünftig auszuschließen, verlangt Meta deshalb, dass Voyager Labs künftig die Nutzung von Instagram und Facebook untersagt werden solle. Und hier kommt die Klage ins Spiel. Obendrein beinhaltet diese aber auch eine gehörige Strafzahlung an den Tech-Konzern. Wie hoch der Schadensersatz ausfallen soll, möchte Meta noch kalkulieren.

Unterstützung für die Polizei

Doch wofür nutzt Voyager Labs die Daten überhaupt? Werbung steht bei diesem Unternehmen mutmaßlich nicht im Vordergrund. Vielmehr hilft die Überwachungsfirma zum Teil bei der Verbrechensbekämpfung. Selbst das Los Angeles Police Department (LAPD) hat bereits in der Vergangenheit Hilfe eingefordert. In der Praxis sieht das so aus, dass Facebook, Instagram und andere soziale Netzwerke durchleuchtet werden. Mithilfe gezielten Scrapings unter Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz kann man dann potentielle Täter ausfindig machen. Meta im Allgemeinen und Facebook im Besonderen ist dieses Vorgehen natürlich ein Dorn im Auge. Schließlich sorgt es nicht nur dafür, dass wertvolle Daten abgegrast werden. Obendrein dürfte es eine massive Negativwerbung sein, da sich viele User einfach vor einer weiteren Nutzung fürchten.

Entsprechend verärgert zeigte sich auch Facebook gegenüber dem LAPD. Mithilfe von Voyager Labs und anderen Softwarehilfen ließ dieses nämlich im Herbst 2021 Daten des sozialen Netzwerks erheben. Auch damals kamen Fake-Profile zum Einsatz. Meta selbst zufolge sei aber nicht primär das Handeln der Polizeibehörde ein Problem. Vielmehr befürchtet der Tech-Konzern, dass Voyager Labs und andere Anbieter im Verborgenen empfindliche Daten für Dritte abgreifen, die es sich schlicht leisten können. Darin sieht der Mutterkonzern von Facebook einen massiven Missbrauch von Daten, aber auch der eigenen Plattform. Schließlich ist diese nicht dafür da, mithilfe von Fake-Profilen durchleuchtet zu werden. Wir sind gespannt, wie das Bundesgericht in Kalifornien urteilen wird, wenn das Problem dann vor Gericht verhandelt wird.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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