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Neuralink in der Kritik: Tiere sollen gequält worden sein

Mit Neuralink möchte Tausendsassa und Multimilliardär Elon Musk die Medizinwelt revolutionieren. Dafür soll im Gehirn eingesetzter Chip sorgen. Der Weg zu einem ersten massentauglichen Produkt scheint allerdings seine Spuren zu hinterlassen. Nachdem nämlich die öffentliche Stellenausschreibung für die Leitung von ersten Versuchen an Menschen bekannt geworden ist, dringen nun unschöne Details über die bereits stattgefunden Tierversuche ans Tageslicht. So sollen die dabei eingesetzten Affen unter starken Schmerzen gelitten haben wie eine Organisation von Medizinern nun moniert.

„Ungeheuerliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz“

Im Raum stehen schwere Vorwürfe gegen Neuralink und dessen CEO Elon Musk. Beim Testen des Brain Computer Interface (BCI) sollen die tierischen Versuchskandidaten große Qualen erlitten haben. Die Vorwürfe in den Raum geworfen hat das Ganze die Organisation Physicians Committee for Responsible Medicine. Die, ihrem Namen entsprechend, auf den verantwortungsvollen Fortschritt in der Medizin bedachten Ärzte richteten ihre Kritik aber nicht nur gegen Neuralink. Auch die Universität von Davis, Kalifornien, die sich als Partner für die Durchführung der Versuche zur Verfügung stellte, wird an den Pranger gestellt.

Und das offenbar zu Recht. So sollen im Rahmen der Feldversuche laut des Ärztekomitees

„ungeheuerliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz“

stattgefunden haben. Der Zusammenschluss engagierter Mediziner möchte dabei nicht tatenlos zusehen und fordert Konsequenzen. Dementsprechend haben die Ärzte die Universität von Davis kurzerhand verklagt.

Wie aus einem Science Fiction Film

Kennst du die Filmreihe „Planet der Affen“? Manch einer scheint sich an die Dystopie erinnert haben, wenn er die ersten Bewegtbilder zu den Tierversuchen rund um Neuralink zu Gesicht bekommen hat. Hier spielte nämlich ein neun Jahre alter Affe namens „Pager“ den Videospielklassiker Pong. Und das alles ohne einen Finger zu rühren. Stattdessen bewegte er den wahlweise hoch oder runter fahrenden Block kurzerhand mit der Kraft seiner Gedanken. Pager ist einer von insgesamt 23 Makaken, denen entsprechende Gehirnimplantate eingesetzt wurden.

Affen erlitten bis zu zehn Hirn-OPs

Vor allem in der Medizin sind Tierversuche völlig normal. Allerdings werden dabei in der Regel Tiere wie Mäuse verwendet. Die gegen Neuralink und die Universität von Davis hervorgebrachten Vorwürfe dürften sicherlich auch damit zusammenhängen, dass es sich um Affen handelt, die für Versuche herhalten mussten. Geht man ins Detail der Experimente, dann wird das Ausmaß erst so richtig deutlich. So sollen nicht nur Zustände mangelhafter Tierpflege geherrscht haben. Obendrein mussten manche der Tiere zehn Hirn-OPs ertragen. Dabei beruft sich das Physicians Committee for Responsible Medicine auf den von der Universität Davis selbst herausgegebenen Bericht zu den Tierversuchen.

Offenbar hatten die Zuständigen der Universität allerdings bereits geahnt, dass das alles hohe Wellen schlagen könnte. Freiwillig gaben sie die Unterlagen nämlich nicht heraus. Stattdessen erwirkte das Physicians Committee for Responsible Medicine vor Gericht, dass die Forschungseinrichtung eben jene herausgeben solle. Dies geht aus einem Bericht der „The Daily Beast“ hervor. Über die Vorwürfe zeigen sich natürlich sowohl die Uni als auch Elon Musk alles andere als erfreut. Schließlich steht das Unternehmen gerade in den Startlöchern, um die Chips an Menschen zu testen. Dementsprechend bestritten sie die Vorwürfe.

Im wahrsten Sinne des Wortes ein „Hirngespinst“?

Als Elon Musk vor einigen Jahren sagte, dass ziemlich bald nur noch Elektroautos auf den Straßen unterwegs sein werden, reagierten viele mit Kopfschütteln. Wirft man nun einen Blick auf unseren Straßenverkehr, müssen diejenigen wohl zugeben, eines besseren belehrt worden zu sein. Doch ob man Tesla wirklich mit Neuralink vergleichen kann, ist mehr als fraglich. Schließlich klingt es teilweise schon abstrus, was der Visionär Musk mit seinen Gehirnchips plant. So sollen diese nämlich nicht nur Blinden das Augenlicht wiedergeben.

Auch Gelähmte sollen sich wieder ohne einen Rollstuhl bewegen können. Doch auch abseits der medizinischen Absichten sollen die Chips einiges bieten können. So plant das Unternehmen beispielsweise, mithilfe BCI eine Schnittstelle zum Computer oder Smartphone herzustellen. Damit ließe sich dann beispielsweise Musik ins Hirn streamen. Laut Experten ist diese Technik aber noch lange nicht ausgereift. Wir sind gespannt, welche Ergebnisse die ersten Tests am Menschen zutage fördern werden.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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