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Peloton: Fitnessbike legt Produktionspause ein

Die Corona-Krise förderte nicht nur wirtschaftliche Verlierer zutage, sondern auch einige Gewinner. Neben Unternehmen wie Netflix und Amazon gibt es auch ein paar eher unbekannte Firmen, die von der Pandemie profitieren konnten. Aufgrund geschlossener Fitnessstudios erlebten bspw. auch Fitnessgeräte für die eigenen vier Wände einen echten Boom. Dementsprechend konnte Peloton als Hersteller von Premium-Fitness-Rädern und -Laufbändern viele Käufer für sich finden. Zuletzt ging die Nachfrage jedoch unerwartet und plötzlich zurück.

Baustopp zwischen Februar und März

Peloton hat mit seiner Kombination aus klassischem Fitnessbike und smarten Internet-Features die Welt der heimischen Fitness durchaus revolutioniert. Hier kann man wahlweise on demand oder live auf Fitnesskurse zugreifen. Dabei ist nicht nur eine Teilnahme am gemeinsamen Fahrradfahren möglich. Eine Mitgliedschaft bei Peloton erlaubt außerdem, dass man an klassischen Fitness- oder auch Yogakursen teilnehmen kann. Damit hat das Unternehmen mittlerweile eine benutzerfreundliche, aber auch teure Alternative zum klassischen Fitnessstudio geschaffen. Laut interner Dokumente des Herstellers von Fitnessgeräten, die vom Nachrichtensender CNBC veröffentlicht wurden, muss das Unternehmen seine Produktion nun aber vorübergehend pausieren. So sollen zwischen Februar und März keine weiteren Bikes gebaut werden. Grund für die Produktionspause soll in der plötzlich einbrechenden Nachfrage liegen.

Eine Berg- und Talfahrt

Das Problem, vor dem Peloton derzeit steht, macht deutlich, welche Auswirkungen schlechtes Timing haben kann. Als in der Corona-Krise Fitnessstudios schlossen und die Zahl von Arbeitnehmern im Homeoffice zunahm, stieg auch die Nachfrage nach Sportgeräten für zuhause. Doch das Unternehmen konnte aufgrund eines viel zu geringen Lagekontingents der Nachfrage schlichtweg nicht nachkommen. Mit der Zeit füllten sich die Lager und die Käuferschar konnte befriedigt werden.

Bild: Peloton

Nun hat Peloton eine Massenproduktion auf die Beine gestellt, aber die Nachfrage ist eingebrochen. Dass es so kommen könnte, ahnte der Hersteller von Fitnessgeräten bereits im November. Schließlich musste das Unternehmen bereits da einsehen, dass der ursprünglich prognostizierte Umsatz von 5,4 Milliarden US-Dollar ein wenig überambitioniert war. Stattdessen senkte Peloton diesen auf 4,8 Milliarden US-Dollar herab.

Mehrkosten für Kunden sollen kommen

Peloton selbst muss nun sehen, dass die schrumpfende Nachfrage nicht existenzbedrohend für das Unternehmen wird. Dementsprechend möchte man fortan beim Kauf eines Peloton-Bikes 250 US-Dollar mehr verlangen. Diese sollen schlussendlich als Pauschalkosten für die Lieferung sowie den Aufbau des Premium-Bikes anfallen. Bei seinem smarten Laufband „Tread“ möchte das Unternehmen ebenfalls an der Preisschraube drehen. Hier sollen die Kosten gar um 350 US-Dollar steigen. Doch die Preiserhöhungen sollen nicht die einzigen beiden Rettungsanker des Unternehmens sein. Außerdem möchte Peloton einige Stellen streichen. Mal schauen, ob der Plan aufgeht.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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