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Telegram sperrt 64 Kanäle auf Druck der Bundesregierung

Auf der Messenger-Plattform Telegram hat es sich bald ausgeschwurbelt. Aufgrund Drucks von der Bundesregierung wurden bereits 64 Kanäle gesperrt. Das ist allerdings erst der Anfang, denn die Taskforce des Bundeskriminalamts (BKA) hat bereits weitere Kanäle gemeldet.

Telegram sperrt 64 Kanäle mit auffälligen Inhalten

Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise meldet, hat Telegram als Reaktion auf Druck von der Bundesregierung 64 Kanäle gesperrt. Darunter auch der des rechtsradikalen Verschwörungstheoretikers Attila Hildmann.

Vor allem das Innenministerium und das Bundeskriminalamts (BKA) haben den Druck in den vergangenen Wochen verschärft und Telegram zum Handeln gezwungen. Ein Ersuchen seitens des BKA sei an den Messengerdienst verschickt worden, der daraufhin bereits 64 Kanäle abgeschaltet hat.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser appellierte im Januar an Apple und Google, sich ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden und Telegramm aus ihren App-Stores verbannen. Wenige Tage später rückte man von der geplanten Telegram-Abschaltung ab und verriet, man wolle den Druck auf die Plattform erhöhen.

Anfang Februar habe Telegram einer Kooperation mit der Bundesregierung zugesagt, wobei es am 10. Februar laut des Berichts zu weiteren Gesprächen kam. Regierung und unternehmen wollen künftig „weiterhin in einem engen Austausch bleiben,“ heißt es weiter, wie Unternehmensgründer Pavel Durov zugesichert habe.

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) will auch weiterhin hart durchgreifen: „Telegram darf nicht länger ein Brandbeschleuniger für Rechtsextreme, Verschwörungsideologen und andere Hetzer sein.“ Morddrohungen und gefährliche Hasspostings müssten umgehend gelöscht werden und deutliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Die Löschaktion sieht die Innenministerin als Erfolg des wochenlangen Drucks. Allerdings seien die gesperrten Telegram-Kanäle bislang lediglich aus Deutschland beziehungsweise für Nutzerinnen und Nutzer, die sich mit einer deutschen Telefonnummer registriert haben, nicht mehr erreichbar.

Wollen diese auf einen gesperrten Kanal zugreifen, bekommen sie den Hinweis, dass er nicht mehr verfügbar ist, „weil er gegen lokale Gesetze verstößt“. Telegram wird unter anderem von radikalen Impfgegnern, Rechtsradikalen und Querdenkern genutzt. Das Bundeskriminalamt (BKA) rief erst kürzlich eine Taskforce ins Leben, die gezielt Rechtsverstöße im Internet verfolgen soll.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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