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TikTok: Nun ist auch Oracle interessiert

Seit einigen Wochen gibt es viel Aufruhr um das US-Geschäft der erfolgreichen App TikTok. US-Präsident Trump setzte dem Entwickler ByteDance die Pistole auf die Brust. Entweder sie verkaufen den englischsprachigen Ableger von TikTok oder es droht ein Verbot. Bislang schien es so als sei nur der US-Konzern Microsoft am Kauf der App interessiert. Doch nun schaltet sich auch Oracle als Interessent ein.

Verhandlungen zwischen Oracle und TikTok

Microsoft hat nun Konkurrenz beim Kauf der App TikTok erhalten. Und diesen Konkurrenten sollte das Unternehmen durchaus ernst nehmen. Wie die Financial Times berichtet, sollen zwischen dem Software-Giganten Oracle und dem App-Entwickler bereits Gespräche stattgefunden haben. Der Gründer von Oracle, Larry Ellison, soll dabei im Sinne gehabt haben, das TikTok-Geschäft für die USA, Australien, Kanada und Neuseeland zu kaufen.

Trump gefällt die Idee

Doch wie kommt Oracle plötzlich auf die Idee auch im Geschäft um TikTok mitzumischen? Hierfür muss man wissen, dass der Software-Hersteller mit einer Reihe Investoren zusammenarbeitet, die bereits an ByteDance beteiligt sind. Das Interesse von CEO Larry Ellison ist wohl endgültig entstanden als US-Präsident Trump ankündigte, dass TikTok abgeschaltet werden soll, wenn sich bis Mitte November kein Käufer findet. Da es sich hierbei nach Vorgabe Trumps um ein US-amerikanisches Unternehmen handeln muss, fühlte sich wohl auch Oracle angesprochen. Auf die Pläne Oracles angesprochen spricht Trump von einem „großartigen Unternehmen“.

Microsoft noch immer interessiert

Das Unternehmen aus Redmond wird sich nicht gefreut haben, als bekannt wurde, dass auch Oracle beim buhlen um TikTok mitspielen möchte. Nichtsdestotrotz wird Microsoft noch immer interessiert sein. Schließlich hat der Tech-Gigant bereits Anfang August öffentlich bekanntgegeben, dass es Gespräche mit ByteDance geben wird. Allerdings geht das Interesse von Microsoft noch weiter. Neben den Geschäften in Kanada, USA, Australien und Neuseeland würde das Unternehmen auch gerne die TikTok-Sparte in Europa und Indien übernehmen wollen. Wie mittlerweile jedoch bekannt geworden ist, ist ByteDance nur an einem Verkauf der ursprünglichen Zweige des Unternehmens interessiert.

TikTok ist auch in den USA überaus beliebt. Ein Kauf dürfte sich also als lukratives Geschäft herausstellen.

Was ist mit Twitter?

Verwunderlich ist, dass kein einziges Soziales Netzwerk am Kauf von TikTok interessiert ist. Wie jedoch bekannt geworden ist, hat wohl doch ein Unternehmen aus dieser Sparte Interesse an TikTok bekundet. So führte Twitter bereits frühzeitig Verhandlungsgespräche mit dem Unternehmen. Doch anscheinend verlor der Kurznachrichtendienst das Interesse an einem Kauf, weil die finanziellen Dimensionen zu hoch waren. Da nun neben Microsoft ein weiterer Interessent von TikTok im Raum steht, wäre Twitter wahrscheinlich spätestens jetzt ein Kauf zu teuer gewesen.

Welche Rolle spielt Trump?

Der „Krieg“ zwischen Trump und TikTok kommt nicht von ungefähr. Schließlich wirft der amtierende Präsident dem Unternehmen vor, eine beunruhigende Nähe zur Chinesischen Regierung zu haben. Trump befürchtet eine Bedrohung der nationalen Sicherheit. Schließlich könnte die App zur Spionage genutzt werden. Dementsprechend erließ er Anfang August gleich zwei Verfügungen. Im Zuge dessen soll es Bürgern und Firmen der USA verboten werden, nach einem Ablauf von 45 Tagen noch weitere Transaktionen mit dem Unternehmen ByteDance durchzuführen. Außerdem wies er in einer weiteren Verfügung an, dass das Unternehmen alle gesammelten User-Daten von TikTok löschen müsse. Zu guter letzt untersagte Trump es ByteDance in den USA Eigentum zu besitzen, welches dem Nutzen von TikTok dient.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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