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Twitch fordert keine Exklusivität mehr

Twitch hat die dort tätigen Streamer in einer E-Mail darüber informiert, dass ab sofort keine Exklusivität mehr gefordert wird. Fortan darf auch auf anderen Plattformen gestreamt werden. Zeitgleiches Live-Streaming bleibt jedoch weitgehend untersagt.

Bisher Exklusivität gefordert

Von allen Streamern, die auf Twitch den Partner- oder Affiliate-Status erreicht haben, forderte die Plattform bisher eine exklusive Bindung hinsichtlich des Live-Streamings. Andere Plattformen durften folglich nicht für Live-Übertragungen genutzt werden – womit ein großer Teil der potentiellen Zielgruppe nicht erreicht werden konnte. Aus diesem Grund stellten viele der Twitch-Streamer ihre Inhalte nach beendeter Live-Übertragung auch bei YouTube online und erweiterten so ihre Einnahmemöglichkeiten.

Fortan wird dieser Umweg zumindest in einigen Fällen nicht mehr nötig sein, da ab sofort auch auf anderen Plattformen gestreamt werden darf. Doch ein großes Manko gibt es: Gleichzeitiges Live-Streaming auf mehreren Plattformen ist nur bei sehr kurzen Inhalten erlaubt. Es wird also weiterhin vertraglich untersagt sein, einen Stream zugleich auf Twitch und auf YouTube laufen zu lassen. Nichtsdestotrotz dürfte die Lockerung der Bindung den meisten Streamern zugute kommen.

Twitch dürfte profitieren

Völlig uneigennützig ist der Schritt des zu Amazon zählenden Unternehmens dabei jedoch keineswegs. So hatten im vergangenen Jahr zwei der bekanntesten US-Streamer ihre Verträge mit Twitch gekündigt, um sich an YouTube zu binden, da sie sich dort mehr Erfolg und damit höhere Einnahmen versprachen. Twitch dürfte mit dem nun gegangenen Schritt verhindern wollen, dass weitere Streamer ihre Exklusivverträge kündigen, um fortan ausschließlich auf anderen Plattformen aktiv zu sein.

Hinzu kommt der Umstand, dass Twitch von der zusätzlich über andere Plattformen generierten Aufmerksamkeit für die eigenen Streamer profitieren könnte: Wächst die Anzahl der Fans, könnten die Zuschauendenzahlen bei Twitch steigen – was auch der Plattform mehr Einnahmen bringen würde.

Die Änderung reiht sich insgesamt ein in ein Modernisierungskonzept, mit dem Twitch für Streamer lukrativer werden und auch selbst seine Einnahmen steigern möchte. Zuletzt war etwa das Vergütungsmodell verändert worden.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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