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Universität Cambridge entwickelt Bildschirm aus Stoff

Ein weiter Meilenstein im Bereich der Displaytechnik scheint erreicht worden zu sein. Während man erst kürzlich bewerkstelligt hat, rollbare Bildschirme zu fertigen, hat es ein Forscherteam nun sogar geschafft, ein Display aus Stoff zu fertigen.

Samsung und LG als Schirmherren

Der Displaymarkt kennt zwei große Namen: Samsung und LG. Dass die beiden südkoreanischen Tech-Konzerne aber nicht nur konkurrieren, sondern auch zusammenarbeiten können, zeigt eine jüngst bekannt gewordene Studie. So haben die Weltmarktführer in Panel-Technologie gemeinsam mit einem Team von Wissenschaftlern akribisch daran getüftelt, neue Displayoberflächen zu finden. Herausgekommen ist ein Display aus Stoff. Dabei bildet die Grundlage des Ganzen eine Fläche aus herkömmlich gewobenem Stoff.

Dieses Stück Stoff wird dann durch LEDs mit den Farben rot, blau und grün ergänzt. Um für Stromversorgung zu sorgen, werden feinste Kupferdrähte in das Stoffteil gewoben. Ergebnisse des Experiments sind nun über das Magazin Eenewseurope bekannt geworden. Das besagte „Stoff-Display“ hat eine Bildschirmdiagonale von 46 Zoll. Sinn und Zweck des Ganzen ist allerdings nicht, den Webstoff wie eine Art Wandteppich anzubringen. Stattdessen soll man ihn um Objekte wickeln können, um diese Bilder anzeigen zu lassen.

Keine aktive Stromversorgung vonnöten

Auf dem Stoffteil mit 116 cm Durchmesser werkeln 84 x 76 LEDs, die für Bildschirminhalte sorgen sollen. In Kombination zueinander sollen nicht nur die unterschiedlichsten beweglichen Muster, sondern auch farbenfrohe Inhalte möglich sein. Die zuständigen Wissenschaftler geben an, dass das Stoffteil insgesamt 35 Watt benötigt, um funktionieren zu können. Dabei soll man keine aktive Strom benötigen. Stattdessen arbeitet der rollbare Bildschirm nach dem Prinzip des sogenannten RF Harvesting. Hierbei holt sich da betreffende Stück Technik den benötigten Strom aus einem umliegenden Magnetfeld.

Dies soll zwar nicht ganz die benötigten 35 Watt erreichen, aber immerhin einen Teil der Stromversorgung abdecken. Für die restliche Leistung sollen die verbauten Kondensatoren sorgen, welche ebenfalls Strom speichern können sollen. Damit dürfte der Stoffbildschirm über eine gewisse Zeit ohne ein Stromkabel arbeiten können. Spannend klingt weiterhin, dass man den Bildschirm per Touchbedienung steuern können soll. Hier kommen erneut die vernähten Kupferfäden zum Einsatz.

Technik noch nicht ausgereift

Allerdings befindet man sich hier noch am Anfang der Entwicklung einer vielversprechenden Technik. Was den optischen Genuss nämlich noch etwas trübt, ist die vergleichsweise limitierte Anzahl an Pixeln, die auf dem 46 Zoll Bildschirm zum Einsatz kommen. Diese sorgen derzeit noch für unscharfe Bilder. Aus diesem Grund eignet sich das gewobene Display vorerst auch nur für die Abbildung einfacher Muster. Doch es scheint auch gar nicht das Ziel der Forscher zu sein, einen gänzlich neuen Fernseher oder Monitor zu entwickeln. Vielmehr ergeben sich ganz andere spannende Anwendungsgebiete. Vor allem in der Textilindustrie könnte man ganz besondere Stücke bewerkstelligen. So sagt einer der Mitglieder des Forscherteams der Cambridge Universität, Dr. Luigi Occhipinti:

„Indem wir das Potenzial der Textilindustrie entfesseln, könnten wir bald smarte und energieautonome IoT-Geräte sehen, die sich nahtlos in Alltagsgegenstände und andere Anwendungsfälle integrieren lassen“

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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