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US-Behörde FCC verhängt 225 Millionen US-Dollar Strafe für Telefon-Spammer

In den USA wurde die bisher höchste Strafe von der US-Regulierungsbehörde FCC verhängt. Grund für die Strafzahlung sind eine Milliarde Anrufe bei Bürgern in nur fünf Monaten, jetzt sollen die Verantwortlichen 225 Millionen US-Dollar zahlen.

Eine Milliarde Anrufe

Im Jahr 2019 hatten zwei Telefon-Spammer aus Texas in weniger als fünf Monaten eine Milliarde automatisierter Spam-Anrufe durchgeführt. Damit wollten diese Krankenversicherungen an die Bürger vermitteln. Solche Anrufe sind im Prinzip erst einmal nicht illegal in den USA. Problematisch war bei der ganzen Aktion, dass die beiden Spammer falsche Absendernummer angaben. Unter diesen Telefonnummern waren sie überhaupt nicht zu erreichen und das wiederum ist illegal. Deshalb sollen die Täter nun eine Strafe in Höhe von 225 Millionen US-Dollar (ca. 189 Millionen Euro) zahlen, Az. FCC 21-35. Dies ist die bisher höchste Strafe nach Angaben der FCC.

Rausgekommen ist die Aktion der Täter durch Beschwerden der Inhaber der falschen Telefonnummern, diese erhielten plötzlich viele Anrufe von wütenden Bürgern. Abgesehen davon haben die Täter explizit Telefonnummern von der Do Not Call List verwendet. Die Do Not Call List ist wie sie schon sagt, eine Liste auf der sich ausschließlich die Telefonnummern von Personen befinden, welche keine Werbeanrufe wünschen und diesen auch widersprochen haben. Damit noch nicht genug haben die beiden Telefon-Spammer behauptet im Namen bekannter Versicherungsunternehmen anzurufen, zu welchen keinerlei Verbindung besteht bzw. bestand.

Teil eines großen Verfahrens

Die Strafe gegen die Spammer und deren Auftraggeber könnte wesentlich höher ausfallen, da die US-Regulierungsbehörde FCC je Anruf mit gefälschter Telefonnummer ein Strafe bis zu 11.766 US-Dollar verhängen kann. Dabei sind 1.000 US-Dollar üblich. In einem Ausnahmefall wo es um einen Telefonspam-Nazi ging wurden sogar 2.000 US-Dollar je Anruf verhängt. Durch die Masse an Anrufen war es der Behörde nur möglich einen kleinen Teil der Anrufe zu analysieren und die Rufnummernfälschung nachzuweisen, dies gelang der Behörde nur bei 150.000 Fällen. Mit den nachgewiesenen Fällen kommt die Behörde bereits auf 150 Millionen US-Dollar Strafe, dazu kommt noch ein Aufschlag von 50 Prozent, da die Spammer vorsätzlich Personen von der Do Not Call List angerufen haben. So kommt er zu einer derart hohen Strafe, ob diese auch eingetrieben werden kann ist noch unklar. Einer der Auftraggeber der Spammer ist die Firma Health Advisors of Amerika, welche sich in Missouri verantworten darf, da auch hier Personen von der Do Not Call List angerufen wurden.

Das Verfahren gegen die zwei Telefon-Spammer und deren Auftraggeber ist ein Teil einer US-weiten Kampagne gegen Telefon-Spam. Im Jahr 2019 haben 45 Behörden ungefähr 90 Verfahren gegen Einzelpersonen und auch Unternehmen in die Wege geleitet. Hier werden noch einige Strafzahlungen erhoben werden, solange die Nachweise möglich sind.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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