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Wärmepumpe: Preisdeckel soll für günstigeres Heizen sorgen

Die Bundesregierung möchte Anreize für den Einbau von Wärmepumpen schaffen. Dies soll Basis der Energiewende sein. Damit sich die Bürger für ein Heizsystem auf Basis der Wärmepumpentechnik entscheiden, möchte man jedoch die Stromkosten deckeln. Schließlich setzen die Heizungen zu 100 Prozent auf Strom.

Attraktivität von Wärmepumpe soll steigen

Der Aufschrei war groß, als vor einigen Tagen ein Referentenentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium an die Öffentlichkeit durchsickerte. In dem gemeinsam mit dem Bundesbauministerium entworfenen Papier sah man vor, ab 2024 nur noch den Neueinbau von Heizsystemen zu genehmigen, die zu mindestens 60 Prozent auf erneuerbare Energien setzen. In der Öffentlichkeit traf Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) mit seinem Vorhaben, das sich noch in der Entwurfsphase befindet, nur teilweise auf offene Ohren. Schließlich fürchten sich insbesondere Personen, bei denen ein baldiger Heizungsaustausch ansteht, vor hohen Kosten. Umgekehrt profitierten Besitzer einer Wärmepumpe in den letzten Monaten nicht wirklich von der Modernität und potentiellen Umweltfreundlichkeit ihres Systems.

Während nämlich die Preise für Gas gedeckelt und damit eine Kostenexplosion bei Gasheizungen deutlich entschärft wurde, kletterte der Strompreis ungehindert auf neue Rekordhöhe. Daran änderte auch die Strompreisbremse nicht wirklich viel. Mithin zahlen auch Betreiber einer Wärmepumpe derzeit deutlich mehr für das Heizen ihrer eigenen vier Wände. Der Attraktivität des Heizsystems ist das natürlich alles andere als förderlich. Dementsprechend sollen nun Anpassungen beim Strompreis stattfinden. Der Strompreis soll bei Haushalten mit einer Wärmepumpe oder anderweitigen strombasierten Heizungen auf 28 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Das gilt zumindest für den Teil des Verbrauchs, der auf das Heizsystem fällt. Entsprechende Pläne konnte man vergangene Woche in einem überarbeiteten Gesetzentwurf der Regierung lesen.

Wärmepumpe soll nicht zur Kostenexplosion führen

Aus dem aktualisierten Gesetzesentwurf gehen auch handfeste Zahlen hervor. So sollen nicht alle Besitzer von Wärmepumpen von der Preisbremse profitieren. Vielmehr kommt es darauf an, in welchem Tarif man sich befindet. Am wichtigsten dürfte die Neuerung für Personen sein, die einen speziellen Wärmepumpentarif nutzen und für ihr Gerät einen eigenen Zähler besitzen. Hier soll der Strompreis pauschal auf 28 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Doch auch mit nur einem Zähler dürfte sich die Bremse bemerkbar machen. Voraussetzung hierfür ist, dass man einen Hoch- und Niedertarif nutzt. Hierbei verlangt der Stromversorger tagsüber einen höheren Preis pro Kilowattstunde als in der Nacht. Auch hier soll der Preis auf 28 Cent gedeckelt werden – zumindest in der Nacht.

Zu Hochtarifzeiten soll die Grenze wiederum 40 Cent betragen. Da zur Zeit viele Personen aus Angst explodierender Gaspreise auf den Einbau einer Wärmepumpe warten, stellt sich bei diesen natürlich ebenfalls die Frage nach den möglichen Kosten. Hier sollen die Stromversorger eine Verbrauchsprognose anstellen. Auf Basis dieser findet dann eine entsprechende Kalkulation statt. Die Bremse selbst soll nicht dauerhaft gelten. Aus dem Gesetzt geht hervor, dass die Geltungsdauer bis April 2024 angelegt ist. Mit der Anpassung dürfte das Kabinett dafür sorgen, dass sich Besitzer einer Wärmepumpe nicht im Stich gelassen fühlen. Da die Ampelregierung der Wärmepumpentechnik im Rahmen der Energiewende eine große Rolle zuschreibt, wäre alles andere auch fatal. Die Anpassungen der neuen Regelungen soll dann der örtliche Stromversorger durchführen.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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