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Raijintek Juno Pro RBW – RGB-Beleuchtung zum Spitzenpreis

Ersteindruck

Angesichts des niedrigen Preises des Juno Pro RBW, für den zusätzlich noch eine RGB-Beleuchtung untergebracht werden muss, ist es kaum verwunderlich, dass der Kühler einige kostensenkende Besonderheiten aufweist.

Im Gegensatz zu den Boxed-Kühlern von AMD und Intel ist der Kühler nicht im Strangpressverfahren entstanden, sondern setzt auf radial angeordnete Lamellen in schwarzer Farbe. Heatpipes gibt es dabei keine, die Wärme wird also rein über die Lamellen transportiert. Ein ähnlicher Aufbau, bei dem der Lüfter seitlich von Lamellen eingefasst wird, dürfte vielen wohl noch von älteren Zalman-Kühlern bekannt sein.

Eine Besonderheit der hier eingesetzt Fertigungsart ist, dass der Juno Pro RBW keine richtige Bodenplatte hat. Stattdessen wurden die einzelnen Lamellen am Boden verbunden und abgeschliffen. Das resultierende Ergebnis ist, wenn man es mit teureren CPU-Kühlern vergleicht, recht zierlich: Die resultierende Bodenplatte ist klein, bei schrägem Lichteinfall lassen sich noch die einzelnen Lamellen erkennen.

Auf den Lamellen sitzt der Lüfter auf, der über einen proprietären Rahmen gehalten wird und somit nicht ausgetauscht werden kann. Der Rahmen beherbergt auch die RGB-LEDs, die für die Beleuchtung sorgen.

Angeschlossen wird der Lüfter über den üblichen 4-Pin-PWM-Anschluss. Trotz der RGB-Beleuchtung entfällt ein passender Anschluss, stattdessen übernimmt der Kühler die Ansteuerung der LEDs selbst und bedient sich dafür an der Stromversorgung des Lüfters. Aus diesem Grund kann dieser auch nur an vierpoligen Anschlüssen betrieben werden, da die LEDs sonst keinen Zugriff auf eine konstante 12V-Leitung haben.

Ganz ohne Ansteuerung kommt der Kühler aber nicht aus: Es gibt einen zusätzlichen Taster, mit dem man die Beleuchtung optional deaktivieren kann. Dass dieser nicht fest verbaut ist ermöglicht theoretisch eine freie Positionierung, allerdings sind das weitere Kabel und auch der blaue Taster der Optik nicht gerade zuträglich.

Montage

Der Raijintek Juno Pro RBW nutzt auf AMD-Sockeln das Standard-Montagesystem, das auch für die Boxed-Kühler des Unternehmens verwendet wird. Dementsprechend ist das Montagesystem zu allen üblichen AMD-Sockeln kompatibel.

Zur Montage wird der Kühler schräg auf die CPU gesetzt, während man den ersten Haltering am Retention-Kit einhakt. Entgegen der komfortablen Hebel-Lösung, die AMD einsetzt, muss der zweite Haltering aber von Hand über die gegenüberliegende Haltenase gezogen werden. Das kostet viel Kraft und ist nicht gerade komfortabel. Eine etwas angenehmere Alternative ist es, die Schrauben des Retention-Kits einseitig zu lockern und so den Haken etwas weiter zu den Halteringen zu bringen. Dann kann man diese überziehen und die Schrauben wieder anziehen. Dasselbe Verfahren empfiehlt sich auch für die Demontage des Kühlers.

Auch auf Intel-Sockeln werden die besagten Halteringe verwendet. An diesen wird ein Kunststoff-Rahmen befestigt, der als Bindeglied zu den Intel-Sockelbohrungen dient. Dieser Rahmen wird wiederum mit Push-Pins befestigt.

Zwar ermöglicht die Montage eine stabile Befestigung, doch ist das Montage-Konzept dennoch nicht perfekt ausgereift. Die Installation auf dem von uns eingesetzten AMD-System war guten Gewissens nur über den beschriebenen Trick zu realisieren, da die zu biegende Metall-Haltebrücke des Kühlers sehr starr ist, um eine akzeptable Haltekraft zu ermöglichen. Eine direkte Verschraubung oder eine Hebel-Montage, wie von AMDs  Boxed-Kühlern, wäre hier die bessere Alternative gewesen.

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