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Wichtige Tools für jeden Kleinunternehmer

Kleinunternehmer sind eine tragende Kraft der deutschen Wirtschaft, fast 5,7 Millionen Beschäftigte arbeiten in diesem Bereich. Das entspricht fast jedem fünften Beschäftigten oder Selbstständigen in Deutschland. Dabei stellen sie mit ca. 500 Milliarden Euro Umsatz einen wichtigen Anteil an der deutschen Wertschöpfung dar. Die Coronapandemie sorgte dabei für herbe Einschnitte in den Umsätzen. Fast 47 % der Kleinunternehmer und Soloselbstständigen gingen beim Start der Krise davon aus, dass sie unter den Folgen der Coronapandemie und den nötigen Einschränkungen durch die Regierung, Umsatzeinbußen in Kauf nehmen müssen. 

Die Folgen der Pandemie trafen dabei die unterschiedlichen Branchen verschieden stark, vor allem die Gastronomie und Veranstaltungsbranche, sowie Dienstleister wie das Friseurhandwerk haben dabei stark gelitten. Andere Branchen wie der Bausektor konnte dagegen sogar positive Umsätze auch in der Krisensituation verzeichnen. Dabei zeigte sich in den letzten beiden Jahren, dass die Hilfspakete der Bundesregierung die Situation der Kleinunternehmer gestärkt und stabilisiert hat, vor allem die Direktzahlungen und die Möglichkeiten auf Kurzarbeit für sozialversicherungspflichtige Beschäftigte haben den Unternehmen geholfen, die Krise zu bewältigen.

Digitalisierung bei Kleinunternehmen

Die Pandemie hat vor allem aufgezeigt, mit welchen neuen Herausforderungen auch in Zukunft gerechnet werden muss und dass sich nur eine schnelle Anpassung an aktuelle Gegebenheiten, ein Wettbewerb mit den immer stärker werdenden großen Onlinehändlern möglich macht. Vor allem die Kreativität der Selbstständigen ist dabei gefragt, um sich im Wettbewerb zu behaupten und etwa Kunden an die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu binden. Dadurch können neue Vertriebskanäle geöffnet, oder die Produktpalette um individualisierte Angebote erweitert werden. 

Ein wichtiges Element ist dabei die Digitalisierung nicht nur von Angeboten und Produkten, sondern vom gesamten Unternehmen. Egal, ob es sich dabei um Kleinunternehmer, oder größeren Wettbewerbern handelt. Dabei zeigt sich hauptsächlich bei den Kleinunternehmern ein großer Nachholbedarf: Studien zeigen, dass ca. 43 % nicht einmal über eine eigene Homepage verfügen, wobei auch dort mit den Social-Media Netzwerken neue Möglichkeiten des digitalen Vertriebs eröffnet werden.

Tools für Kleinunternehmer

1. E-Commerce Software

E-Commerce ist weltweit der treibende Sektor, um das eigene Produkt anzubieten. Dabei muss man sich nicht nur auf diesen Sektor beschränken, sondern kann den Webshop in Kombination mit dem stationären Handel anbieten. In den letzten beiden Jahren wird immer deutlicher, dass Kunden beide Lösungen präferieren: sowohl das bequeme Bestellen von zu Hause als auch das Ausprobieren, Anprobieren und Testen vor Ort. Der Aufbau eines eigenen Webshops, benötigt dabei Know-how und Zeit, die muss aber gar nicht in diesem Umfang investiert werden. Diverse Anbieter wie Shopify lassen den Kleinunternehmer einfach Komplettlösungen hosten und auf die eigenen Bedürfnisse mit einfachen Mitteln zurechtschneiden.

2. Digitalisiertes Kassensystem

Das Kassensystem ist das Herzstück des Unternehmens, egal ob für den Onlineshop oder das Ladenlokal. Dabei sind Kassensysteme nicht nur dafür da, Produkte abzurechnen und für das Finanzamt vorzubereiten. Mit modernen Zahlungslösungen für kleine Unternehmer von Paymash beispielsweise lassen sich darüber hinaus noch weitere positive Einflüsse für das Unternehmen herausarbeiten. Das System hilft den Mitarbeitern effektiv und schnell Zahlungen abzurechnen und so mehr Zeit in die Kundenbetreuung zu investieren. Weiterhin sollte die Zahlungslösung direkt mit dem Online-Handel verknüpft sein, um so alles aus einer Hand zu haben und Zahlungen rund um die Uhr, auch nach Ladenschluss zu ermöglichen, um immer für den Kunden verfügbar zu sein. Gerade in Zeiten von Social-Media und komfortablen Komplettlösungen für Onlineshops ein absolutes Muss. Zwar besteht in Deutschland noch keine Pflicht für eine digitale Registrierkasse, solche Lösungen ermöglichen es aber, dass Zahlungen direkt aufgearbeitet und wenn nötig direkt an den Steuerberater weiter geschickt werden können.

3. Projektmanagementsoftware

Eine Möglichkeit, um Aufgaben im Team sauber zu verwalten, Projekte zu betreuen und diese zu dokumentieren, bieten verschiedene Lösungen für das Projektmanagement. Trello ist ein solcher Anbieter, der es gerade kleinen Unternehmen möglich macht Aufgaben auszuschreiben, die dann von Mitarbeitern angenommen werden und verwaltet werden können. Es ermöglicht eine unkomplizierte Kommunikation über den Webbrowser, von jedem digitalen Gerät und lässt den Verlauf von angegangenen Projekten archivieren und so auch im Nachhinein noch analysieren.

4. Zeiterfassung

Die Stempeluhr, wie sie früher im Einsatz war, hat schon lange ausgedient. Moderne Unternehmen erfassen Arbeitszeiten nicht mehr mechanisch, sondern digital. Anbieter ermöglichen es damit von verschiedensten Endgeräten Arbeitszeiten zu loggen und am Ende des Monats auszuwerten. Dabei werden diese in der Regel direkt mit Rechnungs-, Buchhaltungssoftware oder dem Kassensystem verknüpft, damit die Zeiterfassung lückenlos dokumentiert werden kann. Unternehmen, wie Goodtime bieten dabei schlanke Sofort-Lösungen vor allem für Kleinunternehmer an, es gibt hier aber auch diverse andere Lösungen, die abhängig von dem Umfang und der Komplexität der Zeiterfassung ausgewählt werden können. 

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