PC-Komponenten

Endorfy / SilentiumPC Navis F240 ARGB CPU-Wasserkühler im Test

SilentiumPC wurde 2007 in Warschau ins Leben gerufen. Laut eigenen Angaben darauf spezialisiert für ihre Produkte das bestmögliche Preis-Leistungs-Verhältnis zu schaffen. Gewährleistet wird dies durch den Verzicht auf übermäßiges Marketing, auffälligen Bannern oder besonders ausgefallenen Kartons. Der Fokus liegt auf effektive Designs und die bestmögliche Leistung. Seit kurzem werden die Produkte stattdessen unter dem Marken Endorfy vermarktet.

Spezifikationen

Modell: Navis F240 ARGB
Abmessungen Radiator (L x B x H /mm): 275x120x28 mm
Sockel Kompatibilität: Intel: LGA 1700 / 2066 / 2011-3 / 2011/ 1200 / 1151 / 1150 / 1155 / 1556

AMD: AM4

Lüfter: Anzahl, Größe: 2x 120mm Fluctus
Lüftergeschwindigkeit: 300 – 1800 rpm.
Material – Radiator: Aluminium
Material – Bodenplatte Pumpe: Kupfer
Anschluss der Pumpe: PWM + SATA
Preis: € 107,90 *

Verpackung und Lieferumfang

  • Umfangreicher Zubehör im Lieferumfang
  • Nano-Reset-ARGB-Controller

Die AiO kommt mit allen Dingen, die für die Montage benötigt werden und noch ein wenig mehr. Neben der Pactum PT-3 Wärmeleitpaste und einem PWM-Verlängerungskabel liefert Endorfy einen kleinen Nano-Reset ARGB-Controller, der es einem ermöglicht, auch ohne ARGB-Anschluss am Mainboard auf die ARGB-Beleuchtung zuzugreifen – Achtung: Voraussetzung ist ein Reset-Knopf und Anschluss am Gehäuse. Eine ausreichend bebilderte Anleitung erleichtert einem den Einbau, kommt man allerdings damit nicht weiter führt einen der auf der Verpackung befindliche QR-Code zur SilentiumPC-Homepage, dort findet man eine Weiterleitung zu einer Videoanleitung.

Der Pumpenblock besteht aus schwarzem Kunststoff und wirkt gut verarbeitet, es sind keine verbogenen Lamellen zu erkennen. Einen Fillport gibt es auch, allerdings ist dieser versiegelt und sollte wohl erst nach Ablauf der Garantie angerührt werden.

Spannend sind auch die von Endorfy verbauten Fluctus ARGB-Lüfter, die laut Endorfy perfekt für den Verbau auf Radiatoren sein sollen. Die Ecken wurden zwecks Entkopplung gummiert. Die Zacken an den Lüftern geben dem ganzen ein ganz eigenes Design und dies soll vor allem dem Airflow zugutekommen.

Um Platz zu sparen ist die Verkabelung der Lüfter bereits um die Lüfter gewickelt, dennoch kommt man mit der Länge der Kabel nicht weit und muss die Lüfter abmontieren und die Kabel etwas freilegen. Gesteuert werden die Lüfter über das PWM-Signal und angegeben ist eine Geschwindigkeitsregulierung von 300 bis zu 1800 RPM, möglich sind allerdings sogar bis zu 2000 RPM. Vorteilhaft ist auch die Reihenschaltung der Lüfter, somit wird im Endeffekt nur einer der Anschlüsse benötigt.

Der Boden der Pumpe besteht aus Kupfer und wurde nicht vernickelt.

Die Pumpe bezieht ihren Strom über einen SATA-Stromstecker und bietet laut Hersteller auch die Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Pumpe über einen 4-Pin PWM-Anschluss regulieren zu können. Der Anschluss ermöglicht eine Regulierung zwischen 1600 und 2600 U/min. In der Praxis ist Regulierung der Pumpe tatsächlich möglich, allerdings gibt es keine Anzeige zur tatsächlichen Geschwindigkeit der Pumpe.

Montage Navis F240 ARGB

  • Bebilderte Anleitung
  • QR-Code führt zu einer Videoanleitung
  • Einfache Montage

Endorfy liefert alle benötigten Plates zur Anbringung an AMD- oder Intel-Systemen. In diesem Fall war die Installation in einem Intel-System kinderleicht, nicht zuletzt dank der gut bebilderten Anleitung. Zuerst kam die Backplate zum Einsatz, daraufhin folgten die Gewindebolzen. Nachdem die mitgelieferte Pactum PT-3 Wärmeleitpaste auf die CPU aufgetragen wurde, konnte der Kühlkörper angebracht und über Kreuz gleichmäßig verschraubt werden.

Laut der Anleitung soll die AiO mit den Schläuchen nach links installiert werden, im ersten Praxistest ist die Lautstärke allerdings negativ aufgefallen. Die Schläuche auf die rechte Seite in Richtung der RAM-Riegel zu verlegen hat leider auch nicht die gewünschte Soundkulisse geliefert. Der letzte Versuch, die Schläuche nach unten zu montieren, hat sich dann tatsächlich am besten auf die Lautstärke ausgewirkt.

Steuerung und Beleuchtung

  • Nano-Reset-ARGB-Controller funktioniert nur mit vorhandenem Reset-Anschluss
  • Kräftige Beleuchtung, nicht zu aufdringlich
  • Softwaresteuerung funktionierte in diesem Beispiel nicht

Die Beleuchtung der Lüfter sticht auf den ersten Blick hervor, die Farben sind kräftig, aber nicht zu aufdringlich. Der Anschluss gestaltete sich in meinem Fall im ersten Moment nicht ganz so einfach, da dass Pure Base 500DX Gehäuse nicht über einen Reset-Anschluss verfügt – daher muss beachtet werden, dass dieser benötigt wird, man ihn aber auch für wenig Geld nachrüsten kann. Einmal in Betrieb, lassen sich die Lüfter mit der Gehäusebeleuchtung und den anderen Lüftern Synchronisieren. Natürlich lassen sich die Lüfter auch stattdessen über einen entsprechenden ARGB-Mainboard-Anschluss und dann per Software steuern. Schön wäre auch eine Beleuchtung der Pumpe gewesen.

Test der Navis F240 ARGB

Testsystem

Mainboard: Asus Prime Z270-K
Prozessor: Intel i5-7600k @ 4,2GHz
Arbeitsspeicher: 2x 16GB DDR4 Kingston 3200MHz
Grafikkarte: EVGA RTX 3060TI FTW3 Ultra
SSD: 1x Sandisk 250gb,1x Samsung 500Gb
Netzteil: EVGA 750 GQ
Gehäuse: be quiet! Pure Base 500DX
Gehäuselüfter: 3x be quiet! Lightwings 140mm (2x Front, 1x Heck)
Überwachung: Arctic Fan Hub

Ablauf und Messungen

Der Prozessor wurde mit Prime95 in einer Zeitspanne von 15 Minuten auf Temperaturen gebracht. Die Temperaturen wurden mit CPUID Hardwaremonitor ausgelesen. Verglichen wurden die Temperaturen mit der 120mm Variante der LC-CC-120-Lico. Die Raumtemperatur betrug um die 22°C

Kühler Betriebsszenario RPM Temperatur
LC-Power-LC-CC-120-LICO 50% PWM 1100 rpm 62°C
LC-Power-LC-CC-120-LICO 100% PWM 2200 rpm 58°C
Endorfy / SilentiumPC Navis F240 ARGB 50% PWM 1000 rpm 57°C
Endorfy / SilentiumPC Navis F240 ARGB 100% PWM 2000 rpm 53°C

Der Temperaturunterschied der Navis F240 ARGB gegenüber der LC-CC-120-Lico liegt bei satten 5°C. Der größere Kühlkörper und der zusätzliche Lüfter bieten nicht nur einen deutlichen Vorteil bei der Temperatur, auch die Lautstärke ist bei 50% PWM sehr viel angenehmer. Bei voller Laufleistung sind die Lüfter deutlich hörbar.

Fazit

Glänzen kann die Navis F240 ARGB von Endorfy vor allem durch ihre Leistung in der Preisklasse. Eine ARGB-AiO mit vernünftiger Leistung unter 100€ findet man nicht alle Tage. Der Radiator ist sehr gut verarbeitet und auch der Pumpenblock wirkt hochwertig. Der Einbau gestaltete sich dank der beigelegten Montageanleitung sehr leicht, sodass auch ein Anfänger keine Probleme bekommen sollte. Im Stillstand sind die Fluctus Lüfter durch ihre Zacken nett anzusehen, doch die ARGB-Beleuchtung ist optisch dann doch das Highlight. Die Kühlleistung der Navis übertrifft die Leistung der im Test genutzten 120mm AiO schon sehr deutlich und man kann erwarten, dass die Navis bei einer stärkeren CPU die Kühlleistung halten kann.

Der große Regelbereich der Lüfter kommt der Lautstärke sehr zugute, das einzige Manko scheint das Fiepen der Pumpe wenn sie unter Last gerät. Ab 60% Auslastung ist das Piepen schon sehr penetrant und schwer zu überhören, allerdings kann das auch an dem Modell selbst liegen und muss nicht zwingend alle AiOs der Reihe betreffen.

Endorfy / SilentiumPC Navis F240 ARGB Test: Gold Award

Endorfy / SilentiumPC Navis F240 ARGB

Design
Verarbeitung
Montage
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

93/100

Neben einer schönen Optik überzeugt die Navis F240 ARGB mit Leistung und einer sehr guten Verarbeitungsqualität.

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