PC-Komponenten

NZXT H9 Elite im Test – Eine Menge Glas und viel Staubschutz!

Zum Start ins neue Jahr 2023 macht der amerikanische Hardwarehersteller NZXT mit der H-Reihe weiter und bringt gleich zwei neue Gehäuse auf den Markt: H9 Flow und H9 Elite. Im Flow soll es, wie der Name bereits sagt, einen etwas besseren Airflow geben, während das Elite durch mehr Verglasung herausstechen soll, um eure hochwertigen Komponenten aus jeder Sicht gut sichtbar zu machen. Dazu kommt, dass das H9 Elite mit vier bereits vorinstallierten F-120 RGB Duo Lüftern ausgestattet wird und somit bereits von Werk aus über etwas Luftstrom und RGB verfügt. In diesem Test werden wir das Elite etwas genauer unter die Lupe nehmen und schauen, ob der Preis für den Premium-Midi-Tower den erwarteten Wert erfüllt.

Technische Daten

Abmessungen B: 290 mm H: 495 mm T: 466 mm
Material SGCC-Stahl, gehärtetes Glas
Gewicht 13,9 kg
Motherboard-Unterstützung ATX, Micro-ATX, mini-ITX
I/O-Anschlüsse 2 x USB 3.2 Gen 1 Typ-A
1 x USB 3.2 Gen 2 Typ-C
1 x Headset-Audioanschluss
Filter Alle Lufteinlässe
Enthaltenes Zubehör Montageschrauben
10 Kabelbinder
RGB- und Lüftersteuerung Lüfterkanäle: 3
NZXT RGB-Anschluss: 6 (unterstützt bis zu 120 LEDs)
Erweiterungssteckplätze 7
Laufwerksschächte 2,5″: 4+2
3,5″: 2
Lüfter- Support Oben/Unten/Seite: 360 mm
Rückseite: 120 mm
Verbaute Lüfter Seite: 3x 120 mm mit ARGB
Rückseite: 1x 120 mm
Garantie 2 Jahre
Preis € 289,90 *

NZXT H9 Elite: Außeneindruck

Die Verpackung des NZXT H9 Elite ist wie bei ihren meisten Produkten sehr auffällig mit einem sehr guten Einblick ins Innere gestaltet. Eine Seite zeigt das gesamte Gehäuse aus etwas Entfernung, um einen Gesamtbild abzugeben. Die andere Seite des Kartons bestückt NZXT mit einer Nahaufnahme, welche vor allem die Verglasung an der Front, Seite und Oben betonen soll.

Im Inneren finden wir ein durch Schaumstoff und Folie gut gesichertes Gehäuse vor. Versandbeschädigung am Case direkt sollten eine Seltenheit sein. Nun kommen wir aber zu dem, was hinter der ganzen Verpackung versteckt ist. Das NZXT H9 Elite glänzt bereits mit hoher Verarbeitungsqualität und einzigartiger Optik durch die obige Verglasung. Diese bieten eine hervorragende Möglichkeit seinen selbst gestalteten PC-Build bestmöglich zur Schau zu stellen. Auf der Hinterseite des Gehäuse finden wir Lufteinlässe vor, die die gesamte Seite einnehmen. Weitere sind im unteren Bereich, im Inneren des Cases vorzufinden, sodass wir trotz der vielen Verglasung auch guten Luftstrom reinbekommen sollten.

Auffällig ist zudem, dass sämtliche Lufteinlässe mit Staubfiltern versehen wurden. Sowohl die gesamte hintere Seite, als auch die Unterseite des H9 Elite, wollen ihr Bestes dazu geben, dass kein Staubkorn eure schönen Komponenten berührt. Dafür gibt es von uns schonmal einen großen Pluspunkt, da die meisten unter uns die Problematiken mit verstaubten Innereien wahrscheinlich kennen und so ein Filter wahre Wunder bewirken kann.

Inneneindruck des NZXT H9 Elite

  • Zubehör vorhanden
  • Insgesamt vier vorinstallierte Lüfter
  • Viel Platz für Kabelmanagement

Kommen wir nun zum Inneren Aufbau H7 Nachfolgers. Hier wird zunächst das mitgelieferte Zubehör entfernt und angesehen. Zwei Kartons haben sich im Inneren versteckt. Der größere Karton beherbergt einen Montageaufsatz für den oberen Teil des Cases für 240-mm-Kühlungsmöglichkeiten. Im kleineren Paket warten die mitgelieferten Schrauben und Kabelbinder auf uns. Nichts sonderlich spektakuläres dabei, aber schauen wir erstmal was NZXT im Case noch so für uns bereit hält.

Lange müssen wir nicht warten, denn nachdem das Zubehör entfernt ist, sehen wir gleich drei NZXT F-120 RGB Duo an der Seite vormontiert. Diese werden beim Elite immer mitgeliefert und sollen eure PC-Innereien gleich mit Luft versorgen. Die Lüfter sind von beiden Seiten ARGB-fähig und können dementsprechend sowohl im Intake als auch im Outtake für schönes Lauflicht hinter der Verglasung sorgen.

Im hinteren Teil finden wir den klassischen Outtake-Lüfter zum Luft rauslassen verbaut. Dabei handelt es sich um den F120Q von NZXT. Dieser verfügt allerdings über keine Möglichkeit der Beleuchtung, was für uns allerdings kein wirklicher Kritikpunkt an der Stelle darstellt. Zudem kann dieser natürlich für RGB-Fanatiker durch einen weiteren NZXT F-120 RGB (oder andere) ersetzt werden, um die stimmige Optik im Gehäuse beizubehalten.

Sehen wir uns als nächstes den Bereich an, wo vielen PC-Bauern die Schweißtropfen kommen – die Hinterseite für Controller und Kabelmanagement. Eine weißes Blech mit Platz für bis zu drei 2,5″-SSDs bedeckt den mittleren Punkt. Diesen kann man bequem durch lösen zweier Schrauben lösen und anschließend per Drehmechanismus zur Seite fahren. Wer es abhaben möchte kann dies auch durch bloßes nach oben heben erzielen.

Von Werk verbauter Controller

Einen RGB und Lüfter Controller finden wir hier ebenfalls vor. Dieser verfügt über drei Lüfteranschlüsse, welche bereits mit Splitterkabel versehen wurde, sodass wir hier bis zu neun Lüfter mit Strom und Steuerung versorgen können. Sechs RGB Anschlüsse müssen ggf. ebenfalls gesplittet werden, sofern mehr Lüfter beleuchtet werden sollen.
Definitiv wichtig zu erwähnen, die vielen Möglichkeiten der Kabelführung und Befestigungen. Diese erleichtern das ordentliche übersichtliche Verlegen der Kabel um einiges. Zusätzlich gibt es immer hier und da Punkte, an denen wir mit Kabelbinder anknüpfen können, sodass es auch in diesem Bereich sehr schick aussehen kann.

NZXT H9 Elite: Montage

  • Sehr übersichtlich
  • Kleine Veränderungen möglich
  • Alles enthalten

Nachdem wir uns nun den (halb)nackten Zustand des Gehäuses angesehen haben, wird es Zeit unsere Teile einzubauen. Das Montieren der Teile gestaltet sich durch die Größe und den Freiraum im Gehäuse als sehr angenehm. Kein Fingerklemmen, kein Verdrehen und kein Übersichtsverlust sind uns besonders aufgefallen. Das Netzteil bietet selbst im eingebauten Modus noch genug Platz, um z. B. bei modularen die einzelnen Kabel auch nach Einbau noch bequem rein- und rauszustecken.

Im NZXT H9 Elite können wir viele Teile auch einfach ausbauen, sofern sie uns behindern. In unserem Fall hat das durchsichtige Kunststoffteil links von den Kabeleinlässen dafür gesorgt, dass wir nur sehr wenig unseres 24-Pin-ATX-Kabel sehen konnten, was uns nicht sonderlich gefiel. In diesem Fall konnten wir das Teil allerdings bequem lösen und somit das Kabel komplett über die Abdeckung legen und das Problem war gelöst.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, die Montage verlief nahezu problemlos. Durch die Modifizierungsmöglichkeiten sollten die meisten ganz klar auf ihre Kosten kommen und ihre Komponenten so zum Vorschein bringen, wie sie es sich wünschen.

Kühlung im NZXT H9 Elite

  • Airflow durch Seiteneinlass
  • Gute Ergebnisse

Um zu schauen, wie gut das Gehäuse im Kühlungstest abschneidet, haben wir folgendes Testsetup verbaut:

Dazu haben wir je 10 Minuten Prime 95 für die CPU und FurMark für die GPU laufen lassen. Folgende Ergebnisse sind uns dabei entstanden:

Auch der horizontale Einbau der Grafikkarte stell kein Problem dar!
CPU Idle CPU 100% GPU Idle GPU 100%
28° 48° 21° 57°

Dazu erwähnt werden muss, dass wir zehn Lüfter und eine AiO verbaut haben. Trotzdem sind die Ergebnisse beeindruckend, dafür dass wir mehr Verglasung an der Oberfläche haben und dadurch weniger Lufteinlässe. Das NZXT H9 Flow wird in diesem Punkt wahrscheinlich etwas besser abschneiden, jedoch sind wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden!

NZXT CAM

  • Multitalent
  • Einfache Bedienung

Dass wir einen vom Werk verbauten Controller haben wissen wir bereits. Doch wie wird dieser bedient? Ganz einfach mit der Software NZXT Cam, welche kostenlos zum Download auf der Hersteller zur Verfügung steht. Im Programm werden sämtliche Komponenten von NZXT angesteuert, sei es AiO, Lüfter oder Beleuchtung. Durch die simple Bedienbarkeit lässt es sich ohne viel rumprobieren bereits bequem nach den eigenen Vorlieben einrichten und bieten somit ein solides Bedienfeld für eure Komponenten.

Optisch aus nahezu jeder Position ein wahrer Hingucker!

Fazit zum NZXT H9 Elite

Das NZXT H9 Elite ist eine super Möglichkeit seine Komponenten sehr zu betonen. Durch die spendable Verglasung an 3 Seiten, bietet das Case aus unterschiedlichen Positionen sehr gute Einsicht und verleiht dem ganzen auch eine hochwertige Optik. Für Luftstrom sorgen das luftdurchlässige Seitenteil und ca. die Hälfte der oberen Platte. Die Montage und Anpassungen verlaufen durch die enorme Größe und die Platzverteilung zum größten Teil ohne weitere Komplikationen und selbst Kabelmanagement ist in diesem Case angenehm zu bearbeiten.

Ebenfalls sehr positiv aufgefallen sind uns die Staubschutzmatten in allen Lufteinlässen. Diese können auch bequem ohne viel Aufwand abgenommen und gereinigt werden, sodass die Komponenten stets staubfrei kühle Luft ziehen können.

Wer also ein schickes Build hat oder sich noch aufbauen möchte und ein wenig Kleingeld über hat, ist mit dem NZXT H9 Elite definitiv auf dem richtigen Weg. Verarbeitung ist hochwertig, genügend Airflow ist vorhanden und die Optik spricht auch ganz klar für sich.

NZXT H9 Elite

Verarbeitung
Aufbau
Ausstattung
Dämmung
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

92/100

Hochwertige Verarbeitung, großzügige Verglasung und genialer Aufbau zeichnen dieses Gehäuse aus. Optimal geeignet für die Betonung hochwertiger PC-Komponenten. Kritik üben wir lediglich am Preis. Dieser ist für uns etwas hoch.

Stefan Plonke

Ich bin Stefan, 25 Jahre alt und komme aus dem Landkreis Osnabrück. Gaming, Technik und RGB faszinieren mich jeden Tag aufs neue. Nebenbei habe ich großen Spaß an der Reparatur von Motherboards allerlei Elektrogeräte.

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