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NZXT H7 Flow: Luftiges Design im Test

Angefangen hat bei NZXT alles mit Gehäusen. Mittlerweile ist der Hersteller dennoch für alles an Gaming-Peripherie bekannt, mit dabei ist wirklich alles. Auch Hardware wie Motherboards oder Netzteile sind mit dabei. Diesmal beschäftigen wir uns aber mit einer neuen Gehäusereihe, genauer gesagt der H7. Ähnlichkeiten mit dem H710 sind definitiv vorhanden. Nun haben wir aber drei verschiede Modelle zur Auswahl – wir entscheiden uns für das H7 Flow in weiß.

Beim H7 Flow handelt es sich um ATX-Gehäuse mit massigen Abmessungen. Dadurch bietet es aber auch viel Platz für Hardware. NZXT hat sich zur Halterung der Glas- und Rückplatte etwas Besonderes ausgedacht. Den Namenszusatz Flow verdient sich das Gehäuse durch die gelöcherte Front. Der Luftdurchlass wird so erhöht und ein Radiator in der Front kann den kompletten Innenbereich perfekt herunterkühlen.

Technische Details

Modell: NZXT H7 Flow
Gehäuse Typ: ATX
Abmessungen: 505 mm (B) x 480mm (H) x 230 mm (T)
Gewicht: 10,05 kg
Material: Stahl, Glass
Farbe: Weiß
Front-Anschlüsse 1x USB 3.2 Gen 2 Typ-C, 2x USB 3.2 Gen 1 Typ-A, 1x Headset-Audioanschluss
Laufwerkschächte: 2x 3,5″ (intern)
4 + 2x 2,5″ (intern)
Erweiterungsslots: 7
Formfaktoren: ATX
Belüftung: Rückseite: 1x 120/140 mm
Deckel: 3x 120/  2x 140 mm
Front: 3x 140/ 120 mm
Radiatoren: Front: 1x 360mm
Deckel: 1x 360mm
Rückseite: 1x 140mm
Max. CPU-Kühlerhöhe: 185 mm
Max. Grafikkartenabmessungen: bis zu 400mm
Max. Netzteillänge: SFX, SFX-L
Preis: € 139,90 *
Besonderheiten: vorinstallierte Lüfter, werkzeuglose De-/Montage Seitenteile

Lieferumfang

NZXT liefert das H7 Flow in einem schlichten, braunen Umkarton. Neben den technischen Details finden wir noch ein großes Abbild des Gehäuses auf dem Karton. Zur Transportsicherung ist das H7 Flow in Styropor gefasst und mit einer Folie aus Plastik vor Kratzern geschützt. Papierkram suchen wir vergebens, dafür ist das Montagezubehör üppig. Allerhand Schrauben, Kabelbinder und Rahmen für 2,5-Zoll-Datenträger. Vorinstalliert sind ebenso noch zwei Lüfter sowie Staubfilter in der Front, unter dem Deckel und unter dem Netzteil.

Außeneindruck

Es ist offensichtlich, dass NZXT beim H7 Flow auf maximalen Airflow setzt. Sowohl die Front, als auch der Deckel sind komplett perforiert. Das führt sich so auf der Rückseite fort. Besonders spannend wirkt das Gehäuse auf den ersten Blick somit nicht, fügt sich durch das Design durch seine Einfachheit aber perfekt in schlichte Arbeitsplätze ein.

Ein Highlight des H7 Flow ist die Glasseite. Obwohl es wirklich viele Gehäuse mit Glasteilen gibt, sticht dieses hier heraus. Durch das Glas können wir den kompletten Innenraum betrachten und ein Rahmen ist so gut wie nicht vorhanden. Außerdem ist das Glas von so guter Qualität, dass es fast so aussieht, als sei dem Innenraum nichts im Weg. Ebenso ist eine werkzeuglose Montage möglich. Sowohl das Glas- als auch Seitenteil, werden einfach abgezogen. Dafür sorgen spezielle Haltevorrichtungen.

Das I/O-Panel sitzt im vorderen Bereich auf der Oberseite. Vorhanden sind zwei USB-3.2 Typ-A-Anschlüsse, sowie ein Typ-C. Einen kombinierten Audio-Anschluss finden wir dort auch. Zu guter Letzt finden wir auch den Power-Button mit seiner weißen Beleuchtung. Neben dem I/O-Panel finden wir auf der Oberseite aus der perforierten Fläche nichts mehr vor. Direkt dahinter finden wir die perforierte Oberfläche inklusive dem darunterliegenden Staubfilter.

Die bereits erwähnte Vorderseite des H7 Flow ist komplett perforiert, ohne Ausnahme. Das verleiht dem Ganzen Gehäuse seinen schlichten Look, der sich dennoch hervorhebt. Hinter der Front finden wir erst einen Staubfilter, dann den ersten der beiden vorinstallierten Lüfter.

Auf der Rückseite ist zweite der zwei vorinstallierten Lüfter zu sehen. Auch hier führt NZXT die perforierten Oberflächen fort, auch wenn es nur ein kleiner Teil ist. Auf der Rückseite befinden sich auch die sieben Erweiterungsslots sowie der Einschub für das Netzteil.

Inneneindruck

Im Innenraum des NZXT H7 Flow ist mehr als genügend Platz, um seine Hardware zu verbauen, und sogar Kabelmanagement wird groß geschrieben. Haben wir das Glasteil entfernt, können wir einen besseren Blick auf die zwei Lüfter werfen. Jeweils in der Front und auf der Rückseite ist einer angebracht. Im nächstgrößeren Modell sind diese beleuchtet, in unseren gewählten Farbe – weiß – fügen sie sich perfekt ein.

NZXT setzt dem Thema Kabelführung und der damit einhergehenden Ästhetik eine höhere Priorität. So finden wir bei dem H7 Flow eine Abdeckung über der Kabeldurchführung, dahinter sind die Kabel so gut wie nicht so sehen. Auf der Rückseite wird das Ganze genau so fortgeführt. Dort ist ein Kabeltray mit ausreichend Breite angebracht. Häufig können neben dem ATX-Kabel keine weiteren Kabel vernünftig verlegt werden. Hier ist das anders und die angebrachten Klettverschlüsse werten das Ganze noch weiter auf.

Weiterhin ist der Innenraum in zwei Kammern aufgeteilt, um noch mehr Ordnung zu schaffen und das Netzteil zu verstecken. In diesem Fall befindet sich die zweite Kammer direkt unter dem Mainboard-Tray. Dort finden wir auch den Festplattenkäfig für die zwei installierbaren 3,5-Zoll-Datenträger. Hinter dem Mainboard-Try verbergen sich dann noch die zwei Halter für 2,5-Zoll-Datenträger.

Wie erwähnt, bietet das H7 Flow wirklich viel Platz im Innenraum. Die Montage von Hardware wird einem sehr leicht gemacht. Ebenso bietet das H7 Flow viel Platz für zusätzliche Kühlung. Möchten wir die zwei vorhandenen Lüfter durch Radiatoren ersetzen, sind uns im Grunde keinerlei Grenzen gesetzt, es ist immer genügend Platz vorhanden.

Systembau im NZXT H7 Flow

Das genügend Platz zur Montage im NZXT H7 Flow vorhanden sein müsste, haben wir somit schon festgestellt. Wie sieht es nun aus, wenn wir tatsächlich ein System verbauen? Da wir aus einem kleineren Build kommen, wird das mATX-Board B450M von ASRock verwendet. Darauf sitzt ein AMD Ryzen 5 3600 mit 16GB HyperX Speicher. Als Grafikkarte kommt eine RX580 zum Einsatz. Kein Highend-System zum Test, die Temperaturen können wir damit jedoch gut testen.

Der Einbau der Hardware geht einfach von der Hand. Durch die werkzeuglose Demontage der Seitenteile, sparen wir uns Zeit und Arbeit. Bei kleineren Fehlern oder Komponententausch kommen wir auch schnell an alles heran. Durch die Löcher zum Verlegen der Kabel und die Abdeckung können wir den Innenraum ordentlich halten.

Dahinter geht es direkt weiter. Das Anordnen der Kabel bringt bei diesem Gehäuse Spaß. Wir haben ausreichend Platz, um alle Kabel in dem vorhandenen Kanal unterzubringen. Durch die Klettverschlüsse halten wir alles in Position, ohne das etwas anfängt zu wackeln oder sich beim Transport zu lösen.

Zum Test der Temperaturen haben wir die Lüfter der CPU und GPU auf 50% festgesetzt. Die zwei vorhanden Lüfter des Gehäuses sind nicht steuerbar. Nach Herstellerangaben laufen diese mit 1.200 RPM. Zum Test verwenden wir Prime95 und FurMark.

So kommen wir mit FurMark auf eine Temperatur von maximal 69 °C, könnten die Temperatur der GPU bei voller Lüfterdrehzahl aber noch etwas drücken. Den Ryzen 5 3600 kriegen wir auf ganze 81 °C mit Prime95, wobei wir hier den Stock-Lüfter verwenden, entsprechend ein gutes Ergebnis.

Im Vergleich gibt NZXT den Testern bereits Werte mit, die der Hersteller selbst durch Tests ermittelt hat. Verwendet wird leistungsstärkere Hardware wie ein i9-12900K und eine RTX3090 von Gigabyte, gekühlt wird die CPU mit der hauseigenen All-in-One-Wasserkühlung Kraken X73. Dort werden ähnliche Werte ermittelt. Die CPU liegt bei 87 °C und die GPU 66 °C.

Fazit zum NZXT H7 Flow Test

NZXT liefert mit dem H7 Flow eine Neuauflage des H710. Das H7 Flow bietet zwar keine Features, die es von anderen Gehäusen besonders abhebt, dafür macht NZXT aber vieles richtig. Das Flow bietet durch das Design mit der komplett perforierten Front einen super Airflow.

Auch der Einbau von Komponenten inklusive Kabelmanagement kann uns im Test überzeugen. Ihr hab ausreichend Platz und könnt die Kabel hinter dem Mainboard-Tray so verlegen wie ihr sie wollt. Im verbauten Kanal ist für viele Kabel Platz und die Kletthalter sorgen für den nötigen Halt.

Wir können dem NZXT H7 Flow somit ein sehr gutes Zeugnis ausstellen, da auch die Kühlleistung überzeugt. Für 139,99 € gibt es zwar Gehäuse, bei denen ihr mehr Features bekommt, dafür müsstet ihr aber in andere Richtungen Abstriche machen.

NZXT H7 Flow

Verarbeitung
Aufbau
Ausstattung
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

96/100

Das luftige Design des H7 Flow von NZXT macht einiges her - genau wie die Features des Gehäuses.

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Lukas Heinrichs

Mitgründer von Basic-Tutorials.de und leidenschaftlicher Zocker und zusätzlich noch Redakteur für den Blog, hält mich meistens mein Arbeitsleben von Unmengen an Artikel ab.

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