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Thermaltake Ceres 300 TG ARGB Test – Famoser Midi-Tower mit eigenwilliger Optik

Der Hersteller Thermaltake wurde im Jahre 1999 in Taiwan gegründet und entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Prozessorkühler, Netzteile sowie Computergehäuse aller Art. Vermutlich gibt es keinen Hardware-Enthusiasten, der den Namen Thermaltake nicht kennt. Seit der Gründung wird der Hersteller nicht müde immer wieder neue und optisch herausstechende Mini-, Midi-, und Big-Tower zu entwickeln. Dazu gehören unter anderem die Serien „Level“, „Core“, „The Tower“ oder „Ceres“. Als Erweiterung der letztgenannten Serie hat Thermaltake im Juni ohne große Vorankündigung das Thermaltake Ceres 300 TG ARGB vorgestellt, welches wir heute für euch im Test haben.

Bereits am Namen des Thermaltake Ceres 300 TG ARGB lässt sich erkennen, dass es sich hierbei um den kleineren Bruder des Ceres 500 TG ARGB handelt. Auf den ersten Blick hat sich tatsächlich nicht so viel verändert. Gerade das markante Design des Frontpanels ist geblieben. Insgesamt ist das Ceres 300 TG ARGB aber ein ganzes Stück kleiner und kommt ab Werk mit einer geringeren Anzahl an Lüftern. Trotzdem bietet der Midi-Tower Platz für (E)ATX-Mainboards, große CPU-Kühler sowie verhältnismäßig lange Grafikkarten. Außerdem gibt es Platz für bis zu zwei Radiatoren. Mit einem Preis von € 89,90 * schickt Thermaltake den neuen Midi-Tower ins Rennen. Die weiße Variante des Ceres 300 TG ARGB kostet, wie immer, etwas mehr.

Technische Details

Modell: Thermaltake Ceres 300 TG ARGB
Gehäuse Typ: Midi-Tower
Abmessungen: 245 mm (B) x 475mm (H) x 463 mm (T)
Gewicht: 7,8 kg
Material: Stahl, Kunststoff, Tempered Glass
Farbe: Schwarz
Front-Anschlüsse 1x USB-C 3.1 (10Gb/s), 2x USB-A 3.0, 1x Kopfhörer, 1x Mikrofon
Laufwerkschächte: 1x 3,5″ oder 2x 2,5″
Erweiterungsslots: 7x horizontal oder 7x vertikal (Backplane ist modular)
Formfaktoren: ATX, µATX, ITX
Belüftung: Front: 3x 120/ 2x 140 mm
Heck: 1x 120/ 140 mm
Deckel: 3x 120/ 2x 140 mm
Radiatoren: Front: 1x 120/ 240/ 280/ 360 mm
Heck: 1x 120/ 140 mm
Deckel: 1x 120/ 240/ 280 mm
Max. CPU-Kühlerhöhe: 185 mm
Max. Grafikkartenlänge: 370 mm (ohne Radiator), 340 mm (mit Radiator)
Max. Netzteillänge: 220 mm (mit Lüfter im Boden)
Platz für Kabelmanagement: 24 mm
Preis: € 89,90 *
Besonderheiten: Staubfilter, Kabelmanagement, 3x 140-mm vorinstallierte Lüfter (davon 2x ARGB), Tempered Glass, modulare Backplate für Erweiterungskarten

Thermaltake Ceres 300 TG ARGB Test: Der Lieferumfang

Wie üblich versendet Thermaltake das Ceres 300 in einem schlichten Karton aus brauner Pappe. In schwarzer Farbe wurden das Logo, einige Abbildungen des Gehäuses sowie eine Tabelle mit allen technischen Daten aufgedruckt. Außerdem wurde ein farbiger Aufkleber auf die Verpackung geklebt, welcher explizit darauf hinweist, dass im Ceres 300 TG ARGB zwei ARGB-Lüfter verbaut sind. Weiterhin finden wir auf der Kartonage einen Hinweis darauf, ob im Inneren die weiße oder schwarze Version des Gehäuses zu finden ist.

Im Inneren umhüllt Thermaltake den Midi-Tower mit einer Folie aus Kunststoff sowie mit zwei Blöcken aus herkömmlichen Styropor. Das Montagezubehör platziert der Hersteller in einer kleinen braunen Schachtel, die auf der Vorderseite des Mainboard-Trays mit einem Kabelbinder befestigt wurde. Inhalt der Schachtel sind eine Montageanleitung, einige Kabelbinder sowie ein Beutel mit allen notwendigen Montageschrauben. Außerdem gehören zum Lieferumfang drei vorinstallierte 140-mm-Lüfter und drei Staubfilter für Front, Deckel und Boden.

Außeneindruck

Optisch hat das Ceres 300 sehr viel Ähnlichkeit mit dem Ceres 500. Ein Unterschied ist jedoch, dass hier alle Elemente des Frontpanels aus Kunststoff gefertigt wurden. Die Gestaltung ist aufgrund vieler großer, runder Belüftungsöffnungen auf einen hohen Airflow ausgelegt. Um sich optisch etwas von der Masse abzuheben, wurden jedoch nicht alle Öffnungen ausgestanzt. Im unteren Bereich finden wir dann eine silberne, aus Kunststoff gefertigte, Ausbuchtung, die ein wenig an die Frontschürze eines Autos erinnert und nach oben hin am Korpus entlang geführt wurde. Unauffällig ist das Thermaltake Ceres 300 TG ARGB damit schon mal nicht mehr.

Hinter dem Gitter platziert Thermaltake einen feinmaschigen Staubfilter, der den Innenraum sowie die zwei vorinstallierten 140-mm-Lüfter vor Staub schützen soll und über Magnete arretiert wird. Um die entsprechenden Montageschienen sowie den Staubfilter erreichen zu können, muss das Frontpanel mit einem kräftigen Ruck abgezogen werden. Alternativ können an der Front auch drei 120-mm-Lüfter bzw. ein 360-mm-Radiator verbaut werden.

Die Deckelpartie des Ceres 300 wurde ebenfalls für einen hohen Airflow ausgelegt. So verfügt diese über ein großes Lüftergitter mit diversen Schienen für optionale 120-mm- oder 140-mm-Lüfter. Die Schienen wurden zudem nach außen verschoben um einen Radiator im Deckel befestigen zu können.
Zur Vereinheitlichung der Optik platziert Thermaltake über dem Gitter eine gelochte Kunststoffblende mit eingebauten Staubfilter, welche über dasselbe Design wie das Frontpanel verfügt. Auch hier kommen Magnete für die Befestigung zum Einsatz. Weiterhin setzt Thermaltake das I/O-Panel in den vorderen Bereich des Deckels. Es bietet ein USB-C 3.2- sowie zwei USB-A 3.0-Ports und einen HD-Audio-Comboport. Natürlich gibt es hier auch einen Power- und Reset-Button.

Das linke Seitenteil des Ceres 300 besteht aus einem 4 Millimeter starkem Hartglas, welches nur sehr leicht getönt wurde. Das Glas klebt dabei auf einem Stahlrahmen um die Montage des gesamten Panels zu vereinfachen. Befestigt werden muss es nämlich lediglich mit zwei Rändelschrauben an der Rückseite. Der untere Bereich der linken Seite besteht aus Stahl und verfügt über Belüftungsöffnungen im hinteren Bereich. Das rechte Seitenteil besteht klassisch aus Stahl und wird ebenfalls mithilfe von zwei Rändelschrauben montiert. Die Materialstärke wurde solide gewählt. Auch hier finden sich im unteren rechten Bereich Belüftungsöffnungen, die ab Werk beide mit einem kleinen magnetischen Staubfilterrahmen ausgestattet wurden.

Die Rückseite zeigt ein für Midi-Tower typisches Erscheinungsbild. Das Netzteil wird ganz unten platziert und darüber sind insgesamt sieben wiederverwendbare Slotblenden zu erkennen. Auch diese verfügen über zahlreiche Belüftungsöffnungen. Zur Befestigung kommen durchgehend Rändelschrauben zum Einsatz, die ab Werk allerdings sehr festgezogen wurden. Im oberen Bereich finden wir dann noch den Ausschnitt für das I/O-Shield des Mainboards sowie den dritten 140-mm-Lüfter. Am Heck hat Thermaltake jedoch auf eine ARGB-Beleuchtung des Lüfters verzichtet.

Besonders erwähnenswert ist an der Rückseite aber, dass sich mit der Entfernung weniger Schrauben der Slotblenden-Bereich um 90 Grad drehen lässt. Das ermöglicht die vertikale Befestigung einer Grafikkarte, wenn ein optionales Riser-Kabel vorhanden ist. Letzteres liegt dem Ceres 300 ab Werk nicht bei. Dennoch ist er sehr löblich, dass man für die vertikale Montage der Grafikkarte neben dem Riser-Kabel nicht zusätzlich noch einen entsprechenden Rahmen kaufen muss. Zudem ermöglicht die Umsetzung eine variable Platzierung der Grafikkarte.

An der Unterseite des Thermaltake Ceres 300 TG ARGB lassen sich vier stabile Füße aus Kunststoff erkennen, die zum Schutz des Untergrundes mit jeweils mit einem Streifen Moosgummi beklebt wurden. Außerdem platziert Thermaltake an der Unterseite einen feinmaschigen Staubfilter, der zur Demontage einfach nach vorne herausgezogen werden kann. Anschließend erhält man freie Sicht auf die ebenfalls stark perforierte Unterseite des Midi-Towers. Neben der Belüftungsöffnung für das Netzteil ist an der Unterseite zudem noch ein Montageplatz für einen optionalen 120-mm- oder 140-mm-Lüfter vorhanden.

Inneneindruck

Thermaltake unterteilt den Innenraum des Ceres 300 in zwei unterschiedlich große Kammern. Die obere und deutlich größere Kammer bietet Platz für ein ATX- oder EATX-Mainboard und verfügt über sechs unterschiedlich große Kabelmanagementöffnungen, von denen die zwei größten zudem mit Gummimanschetten ausgestattet wurden. Ein EATX-Mainboard würde jedoch die großen, gummierten Kabelmanagementöffnungen klar überragen bzw. verdecken.

Im vorderen Bereich des Innenraums erhält man einen ungetrübten Blick auf die Rückseite der zwei vorinstallierten Lüfter. Diese können aufgrund fehlender Festplattenschlitten oder -käfige ungehindert Luft in den Innenraum befördern. Der dritte Lüfter an der Rückseite bläst die erwärmte Luft dann wieder nach außen. Leider spart sich Thermaltake hier den Einsatz einer ARGB-Variante. Perforationen unterhalb des Lüfters sorgen zudem für eine zusätzliche Luftzirkulation.

Wie man bereits von außen vermuten konnte, erfolgt die Unterteilung der zwei Kammern mithilfe einer Netzteilabdeckung. Diese überspannt fast den gesamten unteren Bereich, verfügt aber über ein großflächiges Belüftungsgitter und drei Kabelmanagementöffnungen. Zur Front hin lässt sich zudem ein Ausschnitt erkennen, welcher die Montage eines 360-mm-Radiators ermöglichen soll.

Unter der Abdeckung gibt es uneingeschränkten Platz für das Netzteil, welches zur Reduzierung von Vibrationen auf zwei länglichen Streifen aus Moosgummi platziert werden kann. Das großzügige Raumangebot hängt vor allem damit zusammen, dass Thermaltake, anders als beim Ceres 500, auf einen vollwertigen HDD-Käfig im Netzteiltunnel verzichtet. Gut für die maximale Länge des Netzteils und zur Platzierung überflüssiger Kabel, schlecht für die Menge an verbaubaren Datenträgern.

Da das Mainboard-Tray plan gestaltet wurde, gibt es an der Rückseite logischerweise keine Ausbuchtungen oder einen speziellen Kabelkanal. Dennoch gibt es hier mit circa 26 Millimetern reichlich Platz für Kabel. Zusätzlich verbaut Thermaltake vier wiederverwendbare Kabelbinder mit Klettverschluss um alle Kabel einfach verzurren zu können. Weiterhin gibt es natürlich auch herkömmliche Stahlösen für normale Kabelbinder. Beide sollten im Zusammenspiel für eine vernünftige Bündelung der Kabel und somit für ein ordentliches Erscheinungsbild sorgen.

Leider kommt der luftige Aufbau des Ceres 300 TG ARGB mit einem gewissen Nachteil daher. Dieser Midi-Tower bietet für Datenträger nicht besonders viel Platz. Der einzig mögliche Montagepunkt ist an der Rückseite des Mainboard-Trays zu finden. Der entsprechende Stahlrahmen bietet Platz für eine einzelne 3,5″- oder zwei 2,5″-HDDs/ SSDs. Die Montage erfolgt mittels Schraubendreher und herkömmlicher Schrauben. Eine Entkopplung der Datenträger bietet der Rahmen nicht.

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Thermaltake Ceres 300 TG ARGB lässt kaum Raum für Kritik. Insgesamt ist die Materialanmutung oder Bauteile als gut bis sehr gut zu bewerten. Der Einsatz von Kunststoff hält sich in Grenzen und der eingesetzte Stahl hat größtenteils eine ordentlich Stärke. Lediglich das Belüftungsgitter im Deckel und das der Netzteilabdeckung hätten etwas stärkeren Stahl vertragen können. Außerdem wirkt der Kunststofffilter im Deckel etwas klapprig.
Dafür konnten wir keine scharfen Kanten oder Lackierungsfehler finden. Zuletzt sei noch zu erwähnen, dass es bei unserer schwarzen Version zwischen dem verwendeten Stahl- und Kunststoffelementen einen nur sehr geringen bzw. kaum sichtbaren Farbunterschied gab.

Thermaltake Ceres 300 TG ARGB Test: Einbau der Komponenten

Nun kommen wir zum Systemeinbau beim Thermaltake Ceres 300 TG ARGB Test. Als Hardware verwenden wir einen AMD Ryzen 5 1400* auf einem ASUS TUF Gaming B550M-Plus* mit 16GB Crucial Ballistix Sport LT grau DDR4-2666*. Der Ryzen wird von einem Alpenföhn Brocken 4* gekühlt und ist auf 3,8 GHz (1,175 V) übertaktet. Für die Bildausgabe ist eine Gigabyte AORUS GTX 1060 6GB zuständig. Die Stromversorgung erledigt das vollmodulare LC-Power LC550 V2.31 Platinum*.

Zusätzlich wurde uns für den Test die neue TH280 V2 ARGB AiO-Wasserkühlung von Thermaltake zur Verfügung gestellt. Diese verfügt über einen 280-mm-Radiator, beleuchtete ARGB-Lüfter (CT140 ARGB) und einen Pumpenblock mit dem beleuchteten Hersteller-Logo sowie Infinity-Spiegel-Optik. Zur Veranschaulichung wurde der Radiator im Deckel befestigt und mit den vorinstallierten ARGB-Lüftern gekoppelt. Der spätere Belastungstest wurde jedoch mit einem Luftkühler durchgeführt. Einen ausführlichen Test zur Thermaltake TH280 V2 ARGB findet ihr bald hier auf dem Blog.

Unabhängig vom Luft- oder Wasserkühler war der Einbau aller Komponenten sehr einfach und schnell erledigt. Thermaltake lässt ab Werk neun Abstandshalter für ein ATX-Mainboard vorinstallieren. Das spart sehr viel Zeit beim Zusammenbau des eigentlichen Systems. Ebenfalls durchdacht ist das Kabelmanagementsystem sowie die Platzierung der Klettstreifen auf der Rückseite des Mainboards. Zusammen mit den sinnvoll platzierten Kabelmanagementöffnungen ließ sich im Thermaltake ohne große Mühe ein optisch schickes und aufgeräumtes PC-System realisieren.

Trotz der etwas geringeren Abmessungen als beim Ceres 500 ist die Hardwarekompatibilität stellenweise sehr beachtlich. So darf z.B. der CPU-Kühler maximal 185 Millimeter hoch sein. Das sollte für alle aktuellen Luftkühler am Markt ausreichend sein. Für Grafikkarten stehen 370 Millimeter zu Verfügung, wenn in der Front kein Radiator verbaut wurde. Mit Radiator darf der Pixelbeschleuniger maximal 340 Millimeter lang sein. Keine relevante Beschränkung gibt es beim Netzteil, solange man im Boden keinen Lüfter verbaut. Mit Lüfter stehen höchstens 220 Millimeter zur Verfügung.
In Bezug auf Radiatoren können im Ceres 300 TG maximal ein 360-mm- in der Front sowie ein 280-mm-Radiator im Deckel platziert werden. Letzteres hängt aber stark von der Höhe der eingesetzten VRM- und RAM-Kühler ab.

Ab Werk kommt das Ceres 300 TG ARGB mit zwei Thermaltake CT140 ARGB sowie einem Thermaltake CT140, die vorinstalliert wurden. Alle drei Ventilatoren haben eine Rahmenbreite von 140 Millimetern und verfügen über einen schwarzen Lüfterrahmen. Die ARGB-Variante wurde zudem mit einem milchig-weißen Rotor ausgestattet, in dessen Mitte die LEDs zu erkennen sind. Der Anschluss erfolgt jeweils über ein 4-Pin-PWM-Kabel für Strom und einen 3-Pin-5V-ARGB-Stecker für die Beleuchtung. Unabhängig der Version gibt Thermaltake für die Lüfter einen Drehzahlbereich von 500 bis 1500 Umdrehungen pro Minute an.

Belastungstest

Zuletzt kommen wir noch zu den Temperaturen, die im Thermaltake Ceres 300 TG ARGB Test erreicht wurden. Während des Belastungstests wurden bei einer Raumtemperatur von 20 °C 15 Minuten lang Prime95 und FurMark ausgeführt. Außerdem wurde der Test mit drei verschiedenen Lüftergeschwindigkeiten durchgeführt.

Szenario
Temperatur
CPU: 50% PWM (950rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
Open-Air-Benchtable (keine weiteren Lüfter)
CPU: 58,3 °C
GPU: 58,2 °C
CPU: 50% PWM (950 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
3x 140 mm Minimaldrehzahl (550 rpm)
CPU: 62,1 °C
GPU: 59,3 °C
CPU: 50% PWM (950 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
3x 140 mm 50% PWM (950 rpm)
CPU: 58,9 °C
GPU: 58,3 °C
CPU: 50% PWM (950 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
3x 140 mm 100% PWM (1520 rpm)
CPU: 53,9 °C
GPU: 58,3 °C

Aufgrund des luftigen Designs der Front- und Deckelpartie gibt es beim Belastungstest der Komponenten keine großen Überraschungen. Bei voller Drehzahl werden hervorragende Temperaturwerte erreicht. Wie zu erwarten sind die Lüfter mit 1500 Umdrehungen pro Minute aber klar hörbar und für viele sicher störend. Durch den PWM-Anschluss können sich aber glücklicherweise aller Lüfter sehr einfach über das Mainboard-BIOS regeln lassen. Bei einer Minimaldrehzahl von 550 Umdrehungen pro Minute sind die Lüfter nicht mehr hörbar und selbst hier bleiben die Temperaturen des Testsystems weiterhin im unkritischen Bereich. Deshalb sind wir uns sehr sicher, dass das Ceres 300 TG ARGB auch problemlos High-End-Hardware kühl halten kann, wenn auch nicht gerade bei Minimaldrehzahl.

Thermaltake Ceres 300 TG ARGB Test: Beleuchtungsoptionen

Ab Werk kommt das Thermaltake Ceres 300 TG ARGB mit zwei vorinstallierten ARGB-Lüftern in der Front. Für den Anschluss verfügen beide Lüfter über einen 3-Pin-5V-ARGB-Stecker mit Y-Weiche, über welchen beide mit einem einzigen Anschluss am Mainboard verbunden werden können. Eine zusätzliche Steuerplatine bietet das Ceres 300 TG ARGB nicht. Das verbaute Mainboard muss also über einen passenden Anschluss verfügen, damit die ARGB-LEDs adressiert werden können. Abschließend noch ein paar Impressionen der aktivierten Beleuchtung.

Thermaltake Ceres 300 TG ARGB Test: Fazit

Kommen wir nun zum abschließenden Fazit des Tests zun Thermaltake Ceres 300 TG ARGB. Insgesamt konnte der neue Midi-Tower einen solide Performance abliefern. In Bezug auf die großzügigen Platzverhältnisse bzw. die hohe Hardwarekompatibilität gibt es keinen Raum für Kritik. Selbiges gilt größtenteils für die gebotene Verarbeitungsqualität sowie das implementierte Kabelmanagementsystem. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch drei gute 140-mm-Lüfter und der damit gebotenen Kühlleistung, einer schicken ARGB-Optik, einem modernen I/O-Panel sowie Staubfiltern an allen relevanten Öffnungen.

Viele negative Punkte konnten wir nicht finden und die, die wir gefunden haben, gehen bereits in Richtung „Meckern auf hohem Niveau“. So hätten wir uns zur Vereinheitlichung der Optik an der Rückseite einen dritten ARGB-Lüfter gewünscht. Gerade in Hinblick auf die vielen Marketing-Fotos auf denen häufig (aber nicht immer) ein ARGB-Lüfter am Heck zu sehen ist. Außerdem wirkt der Staubfilterrahmen im Deckel etwas klapprig und der verwendete Stahl hätte stellenweise etwas stärker sein können.

Preislich platziert Thermaltake das Ceres 300 TG ARGB circa 45€ unterhalb des großen Bruders Ceres 500 TG ARGB und damit im Bereich der magischen 100€-Marke (€ 89,90 *). Damit wildert es in einem Bereich, in dem bereits sehr viele andere Hersteller und erfolgreiche Gehäuse auf die Jagd nach Käufern gehen. Hervorheben kann sich das Thermaltake das Ceres 300 TG ARGB vor allem durch seine Optik, die man allerdings mögen muss. Ansonsten bietet es für den Preisbereich bzw. einen einen Midi-Tower alles, was man sich derzeit wünschen kann, ohne sich dabei große Schnitzer zu erlauben. Wem die Optik gefällt, der kann bedenkenlos zuschlagen.

Thermaltake Ceres 300 TG ARGB

Verarbeitung
Aufbau
Ausstattung
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Das Thermaltake Ceres 300 TG ARGB ist ein solider Midi-Tower mit viel Platz, schicker ARGB-Beleuchtung und einem hohen Airflow. Zudem ist die Verarbeitung größtenteils sehr gut. Leider verzichtet Thermaltake auf den Einbau eines dritten ARGB-Lüfters im Heck.

Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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