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Aerofara Mini PC Test: Wie schlägt sich der kleine PC mit N6005 und 16 GB RAM?

Egal ob im Office-Betrieb oder Zuhause: So ein Mini PC kann schon ganz schön praktisch sein. Immerhin kombiniert das Konzept die Vorzüge eines stationären Rechners mit der Mobilität eines Notebooks. Der chinesische Hersteller Aerofara hat sich in diesem Bereich bereits einen Namen gemacht. Wir schauen uns das aktuelle Modell Aero 5 Pro des Herstellers an, das mit einem Quad-Core Intel Pentium Silver Prozessor N6005 und 16 GB DDR4-Speicher aufwartet. Alles Weitere lest ihr in unserem Aerofara Mini PC Test.

Technische Daten

Prozessor Quad-Core Intel Pentium Silver Prozessor N6005 (2,0 GHz)
Grafikleistung Integrierte UHD-Grafik
Abmessungen (L x T x H)  126 mm x 121 mm x 49 mm
Gewicht 382 Gramm
Speicherplatz 512 GB SSD M.2 2280
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4
Video HDMI und DisplayPort bis 4K-Auflösung; VGA
Betriebssystem Windows 10 Pro
Konnektivität WiFi AC 802a/b/g/n, Gigabit-Ethernet, Bluetooth 4.2
Anschlüsse 4 x USB 3.0 Port, 2 x USB 2.0-Ports, 1 x HDMI Port, 1 x VGA Port, 1 x DisplayPort, 2x  Audio Jack Port, 1 x DC Port, 1 x microSD-Kartenleser
Preis € 389,00 *

Aerofara Mini PC Test: Der Lieferumfang

Der Aerofara Mini PC kommt in einem unscheinbaren, weißen Karton, der an der Vorderseite mit einem Bild der Hardware bedruckt ist und an der Rückseite die wichtigsten technischen Spezifikationen vorweist – wenngleich zumindest bei unserem Testmodell die Bestückung hinsichtlich des Prozessors, Arbeitsspeichers und SSD-Speicherplatzes nicht angekreuzt wurde.

Im Inneren finden wir den Aero 5 Pro Mini PC in einer Plastiktüte verpackt, während ein HDMI-Kabel, das 12V-Netzteil, eine optionale VESA-Halterung, sowie zwei optionale Kabel und Schrauben gemeinsam mit einer Kurzanleitung der Lieferumfang abrunden.

Aerofara Mini PC Test: Der Lieferumfang
Im Lieferumfang des Aerofara Mini PC Test finden wir alles, was wir brauchen.

Kurzanleitung trifft es dabei sehr gut, immerhin informiert das Blättchen lediglich über die vorhandenen Anschlüsse und in nur vier Schritten über die erste Inbetriebnahme. Das allerdings immerhin in sechs verschiedenen Sprachen.

Design und Verarbeitung

Schauen wir uns den Aerofara Mini PC einmal im Detail an. Das quadratische Kästchen kommt auf eine Länge und Breite von 126 mm, ist 121 mm tief und rund 49 mm hoch. Gleichzeitig fällt das Gewicht mit 382 Gramm für das reine Gerät erstaunlich niedrig aus. In Kombination mit der VESA-Halterung lässt sich der Mini PC also problemlos an einem Monitor oder der Wand befestigen.

Was zuerst ins Auge sticht, ist die schicke Oberseite des Aero 5 Pro, die mit einem futuristischen Look samt reflektierender Vielecke und einem silber-glänzenden Aufdruck des Herstellerlogos aufwartet. Das sieht schon sehr schick aus. Gefertigt ist das Gehäuse aus matt-grauem CNC-Aluminium, was für ein robustes Auftreten und eine gute Wärmeableitung sprechen dürfte.

Ein Blick auf die beiden Seiten zeigt im unteren Viertel die Lüftungsschlitze, die mit ihrer dreieckigen Anordnung den Sci-Fi-Look gekonnt unterstreichen. Ähnlich verhält es sich mit der großzügigen Lüfteröffnung an der Unterseite, die sich fast über die volle Größe des Mini PCs erstreckt. Außen herum sorgen vier gummierte Standfüße für sicheren Halt.

Weitere Lüftungsschlitze finden sich an der Rückseite des Aerofara Mini PCs, die auch die meisten Anschlüsse beherbergt. Dort finden wir (von links nach rechts):

  • Stromanschluss
  • 1 x DisplayPort
  • 1x HDMI (2.0)
  • 1x VGA
  • 2x USB 3.0 Typ A
  • 1x Ethernet
Aerofara Mini PC Test Rückseite
An Front- und Rückseite sitzt eine überzeugende Port-Auswahl. USB-C fehlt aber leider.

Weitere Anschlüsse finden sich an der Vorderseite des Mini PC. Hier stehen je ein 3,5-mm-Klinkenanschluss für Mikrofon bzw. Kopfhörer, ein microSD-Kartenleser, zwei USB 2.0.Ports und zwei weitere USB 3.0-Ports zur Verfügung. Rechts daneben finden wir den Power-Button samt LED-Beleuchtung. Erster Wermutstropfen: Auf USB-Type-C verzichtet der Aerofara Mini PC leider komplett.

Die Verarbeitung des Aerofara Mini PC

Hinsichtlich der Verarbeitungsqualität des Aerofara Mini PC gibt es nicht viel zu beanstanden. Diese liegt, dem Preis entsprechend, auf gutem Niveau. Zwar geben die Ober- und die Unterseite unter Druck teils beträchtlich nach, wirklich störend ist das jedoch nicht. Schwere Gegenstände sollte man aber besser nicht auf den Mini PC legen.

Ansonsten wirkt die Verarbeitung sehr gut, die Ports sind sauber gefertigt, die Beschriftung ist klar und gut lesbar und die runden Kunden sorgen für eine angenehme Haptik. Das passt.

Aerofara Mini PC Test Verarbeitung
Die Verarbeitung ist insgesamt gut, nur der Deckel gibt zu sehr nach.

Ersteinrichtung, Lautstärke und Wärmeentwicklung

Verbinden wir den Mini PC mit dem Stromnetz, sowie mit einem Monitor und Maus und Tastatur, ist das Gerät auch sofort einsatzbereit. Wie immer geht die Ersteinrichtung mit der Konfiguration von Windows 10 einher, die wie bei jedem anderen PC auch vonstattengeht. Nach der Einrichtung schlägt uns das Gerät das Update auf Windows 11 vor, dem wir dann auch zustimmen.

Etwas seltsam: Während zuerst das 5-GHz-Band unseres Routers erkannt wird und ausgewählt werden kann, müssen wir im Verlauf der Windows-Einrichtung auf das langsamere 2,4-GHz-Band zurückgreifen. Sobald wir dann auf dem Desktop landen, steht allerdings die schnellere Frequenz wieder zur Verfügung.

Aerofara Mini PC Einrichtung
Der Power-Button ist im eingeschalteten Zustand blau beleuchtet.

Während im Hintergrund die Updates heruntergeladen werden, werfen wir einen Blick auf die Lautstärke des Aerofara Mini PC. Im Idle-Betrieb liegt diese bei recht leisen 40 dB im Durchschnitt, während wir bei der Installation, wenn die Lüfter Gas geben (beispielsweise im CPU-Stresstest), auf maximal 62 dB kommen. Das ist – zumindest im Vergleich zu einem starken Rechner oder Notebook – immer noch recht leise, in ruhigen Umgebungen allerdings bereits deutlich hörbar.

Positiv sticht zudem die Wärmeentwicklung heraus. Selbst unter Volllast arbeiten die verbauten Lüfter äußerst effizient und der Mini PC wird kaum spürbar warm. Lediglich bei den Lüftungsschlitzen an der Rückseite ist die warme Abluft zu bemerken, ansonsten bleibt der Mini PC aber überraschend kühl.

Aerofara Mini PC Lautstärke
Die Lautstärke liegt zwischen 40 dB und 62 dB, wenn die Lüfter Vollgas geben.

Während Windows 11 und die nötigen Windows Updates heruntergeladen werden, können wir den Mini PC problemlos nutzen und erste Programme installieren oder das System weiter einrichten und uns die Spezifikationen zu Gemüte führen. So stehen uns beispielsweise effektiv 15,8 GB der 16 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung, während die verbaute SSD 476 GB Speicherplatz offenbart.

Benchmark-Tests: System, Speicher und Grafik

Mit verschiedenen Benchmark-Tools schauen wir uns die System-, Speicher- und Grafikleistung des Aerofara Mini PC im Detail an. Natürlich sollte man sich hier im Klaren sein, was man bekommt. Denn der Mini PC richtet sich vor allem an Office-Anwenderinnen und -Anwender und markiert keine Alternative für einen Gaming-PC, weshalb wir die Benchmark-Ergebnisse nicht wirklich bewerten wollen.

SSD-Benchmark: AS SSD

Der SSD-Speicher mit der kryptischen Bezeichnung „NS512GSSD340“ stammt offenbar nicht von einem namhaften Hersteller. Im AS SSD-Benchmark kommt der Massenspeicher auf durchschnittliche Werte:

  • 493,75 MB/s beim sequenziellen Lesen
  • 400,32 MB/s beim sequenziellen Schreiben
  • 17,82 MB/s 4K Read
  • 40,88 MB/s 4K Write
  • 156,28 MB/s 4K-64 Read
  • 272,01 MB/s 4K-46 Write
  • Zugriffszeit (lesen): 0,096 ms
  • Zugriffszeit (schreiben): 0,201 ms
  • Score Read: 223 Punkte
  • Score Write: 353 Punkte
  • Score Total: 692 Punkte

Aerofara Mini PC SSD-Benchmark: AS SSD

System-Benchmark: PCMark 10 und Cinebench

Für den Benchmark der System-Leistung greifen wir auf die Tools PCMark 10, sowie Cinebench R20 zurück, um die Leistung des Systems um den Intel Pentium Silver N6005-Prozessor samt vier Kernen mit 2 GHz Taktung zu testen. Auch hier konzentrieren wir uns auf die Auflistung der Ergebnisse als Vergleichsmöglichkeit, ohne diese zu sehr werten zu wollen. Hier die Ergebnisse im Überblick.

  • Cinebench R20 (Multi Core): 501 Punkte
  • Cinebench R20 (Single Core): 227 Punkte
  • PCMark 10: 2.865 Punkte

Im CPU-Test muss sich der N6005 samt seiner vier Kerne somit dem Intel Core i5-5300U mit zwei Kernen und vier Threads, sowie einer Taktung von 2,3 GHz knapp geschlagen geben.

Gaming-Benchmark: 3DMark Fire Strike und Time Spy

Die Gaming-Leistung des Aerofara Mini PC zu bewerten, ist aufgrund der verbauten, integrierten Intel UHD Grafikeinheit zwar nicht unbedingt fair, dennoch haben wir den Rechenzwerg den 3DMark-Benchmarktools entgegengestellt.

Hierfür greifen wir auf zwei Tests zurück: Fire Strike und Time Spy, die beide auf DirectX 11 setzen. Im Gegensatz zu Fire Strike zielt Time Spy eher auf PC-Systeme der Mittelklasse ab. Vor allem Notebooks mit integrierter Grafikeinheit in der CPU können hier ihre Leistung unter Beweis stellen. Fire Strike verlangt hingegen selbst High-End-PCs alles ab. Dabei kamen zu den folgenden Ergebnissen.

  • 3D Mark Fire Strike (Grafik Score): 1.435 Punkte
  • 3D Mark Time Spy (Grafik Score): 414 Punkte
  • 3D Mark Time Spy (CPU Score): 1.716 Punkte

Mit kombinierten 2,15 Bildern pro Sekunde in Fire Strike (6,79 FPS im Grafiktest 1 und 5,77 FPS im Grafiktest 2) und jeweils unter 3 FPS in Time Spy wird schnell klar, dass sich der Aerofara Mini PC Aero 5 Pro definitiv nicht zum Gaming eignet. Ein paar weniger aufwändige Spiele und Browser-Games sollten zwar realisiert werden können, wirklich sinnvoll ist das unserer Meinung nach aber nicht. Immerhin bleibt das Gerät auch in diesem Fall angenehm kühl, während die Lüfter relativ leise zu Werke gehen.

Aerofara Mini PC Aero 5 Pro im Praxistest

In der Praxis macht das Arbeiten mit dem Mini PC definitiv Spaß. Die Hardware ist potent genug, um mehrere Anwendungen parallel zu nutzen, ohne dass es dabei zu Verzögerungen oder Problemen käme.

Aerofara Mini PC Aero 5 Pro
Den Desktop-Hintergrund gibt’s nur mit Branding. Zunächst wollen etliche Updates installiert werden.

Ein YouTube-Video in 4K schauen, eine Excel-Tabelle bearbeiten und gleichzeitig an einem Bild schrauben, stellt den Aero 5 Pro vor keine nennenswerten Probleme. Realisiert werden zudem, natürlich abhängig vom genutzten Monitor, hohe Bildwiederholraten. Via HDMI sind maximal 144 Hz möglich, über DisplayPort natürlich noch mehr.

Allerdings lässt sich der Mini PC dennoch sehr wohl an seine Grenzen treiben. Beim Video-Rendering ist dann relativ schnell Schluss, wenn wir gleichzeitig noch an einem Artikel weiterschreiben wollen. Ansonsten gefällt uns das Gerät im Praxistest jedoch gut. Sogar die Verbindung mit zwei Monitoren gleichzeitig ist problemlos möglich, während die Auswahl an Anschlüssen mit insgesamt sechs USB-Ports gefällt. Schade allerdings, dass hier kein USB-Type-C geboten wird.

Aerofara Mini PC Aero 5 Pro

Dank Bluetooth-Konnektivität wird der Mini PC zu einem praktischen Helferlein und ermöglicht beispielsweise die Bildbearbeitung über einen angeschlossenen Fernseher, ohne dass man dafür auf einen wuchtigen Tower-PC zurückgreifen müsste. Dank der kompakten Maße und des niedrigen Gewichts lässt sich der Aero 5 Pro bequem überall hin mitnehmen – zumindest, wenn ein Monitor und Stromanschluss zur Verfügung stehen.

Fazit zum Aerofara Mini PC

Das Preis-Leistungsverhältnis des Aerofara Mini PC Aero 5 Pro stimmt. Die Einrichtung ist kinderleicht und schnell erledigt, gleichzeitig punktet das Gerät mit einer überzeugenden Konnektivität und vielen Anschlüssen, die eine problemlose Verbindung mit Bluetooth- oder USB-Geräten und sogar mehreren Monitoren ermöglichen. Die WLAN- und LAN-Leistung liegt ebenfalls auf sehr gutem Niveau.

Gerade für Office-Arbeiten, Bildbearbeitung oder auch Videokonferenzen ist die verbaute Hardware mehr als ausreichend und ermöglicht stets eine zuverlässige Nutzung, ohne dass es dabei zu Hängern oder Rucklern kommt. Für den Gaming-Betrieb oder rechenintensive Video-Rendering-Aufgaben ist der Mini PC allerdings nicht geeignet, da die interne Grafikeinheit hier sehr schnell an ihre Grenzen kommt.

Punktabzug gibt es hinsichtlich der Verarbeitungsqualität und aufgrund des Verzichts auf USB-Type-C-Ports, die heutzutage eigentlich zum Standard gehören sollten. Wer einen kompakten und performanten PC für Office-Anwendungen sucht, wird hier jedenfalls sehr gut bedient.

Aerofara Mini PC Test Silber Award

Aerofara Mini PC Aero 5 Pro

Design & Verarbeitung
Ausstattung & Software
Leistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

85/100

Kompakter Mini PC mit guter Port-Auswahl und überzeugender Konnektivität, der im Office-Betrieb eine wirklich gute Figur abgibt. Für Gamer oder Video-Profis allerdings nicht geeignet.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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