PCs & Notebooks

Gigabyte AORUS 17 XE4 Test: Starkes Gaming-Notebook mit 360 Hz

Gigabyte stattet das 17-Zoll-Gaming-Notebook seiner AORUS-Sparte mit einigen spannenden Upgrades aus. Unter der Haube versprechen ein aktueller Intel Core i7-12700H und eine Nvidia GeForce RTX 3070 Ti satte Leistung, während die Webcam (endlich!) oberhalb des Displays Platz findet. Was das Gaming-Notebook noch zu bieten hat und wie es sich schlägt, klärt unser Gigabyte AORUS 17 XE4 Test.

Technische Daten

Prozessor Intel Core i7 12700H (14 Kerne, 20 Threads, 2.3 – 4.7 GHz)
Grafikleistung Nvidia GeForce RTX 3070 Ti (8GB GDDR6 VRAM); 130 W TDP
Display 17,3″ Full HD, 360 Hz
Speicherplatz 1TB SSD (M.2-2280 NVMe PCIe 4.0) installiert
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4-3200 (2x 8 GB); maximal: 64 GB
Tastatur Island-Style AORUS Fusion Keyboard mit Einzeltasten-RGB-Beleuchtung
Betriebssystem Windows 11 Home
Konnektivität Intel Wi-Fi 6E AX211; Bluetooth 5.2
Akku Li-Polymer; ‎99,9 Wattstunden
Abmessungen (B x H x T) 398 x 254 x 27 mm
Gewicht 2,68 kg (ohne Netzteil)
Preis € 1.799,00 *

Gigabyte Aorus 17 XE4 Test: Der Lieferumfang

Rein hinsichtlich des Lieferumfangs hat sich beim Gigabyte AORUS 17 XE4 im Vergleich zur Gaming-Notebook-Generation nichts getan. Die Ausstattung und das Design der Verpackung sind weitestgehend dieselben, die wir bereits beim Test des 15P YD im Oktober 2021 vorgefunden haben.

Bedeutet: Schwarz-orangefarbener Karton, in dem lediglich Notebook, Netzteil und Stromkabel neben einer Anleitung und Garantiekarte Platz finden.

Gigabyte Aorus 17 XE4 Lieferumfang

Design und Verarbeitung

  • Schlichtes, edles Design
  • Vergleichsweise kompakt
  • Chassis aus Kunstftoff

Auch das Design des Gigabyte AORUS 17 XE4 erinnert stark an die Vorjahres-Modellgeneration. Das Gehäuse besteht aus matt-schwarzem Kunststoff mit einem eloxierten Finish und fühlt sich dadurch nicht ganz so robust an, wie wir es von manch einem (teureren) Konkurrenten gewohnt sind.

Auffälligstes Designelement auf dem Displaydeckel ist einmal mehr das Logo des Herstellers, das zudem beleuchtet ist, wenn du das Notebook einschaltest. Das Design kommt relativ schlicht daher, was mir immer noch ausgesprochen gut gefällt.

Breite Luftauslässe an den hinteren Seiten, sowie an der Rückseite – inklusive orangefarbener Details – sorgen für eine sportlichen Look und zeugen von der potenten verbauten Hardware. Einen sehr guten Eindruck hinterlassen auch die robusten Scharniere, die das Display in Position halten und trotzdem ein einhändiges Öffnen des Notebooks bis zu einem Winkel von 130 Grad erlauben.

Gut gefällt mir zudem, dass das Gigabyte AORUS 17 XE4 für ein 17-Zoll-Notebook vergleichsweise kompakt ausfällt. 398 x 254 x 27 mm ist das Notebook groß und bringt rund 2,7 kg auf die Waage, damit ist es nicht viel größer als beispielsweise das Huawei Matebook 16s (unser Test).

Die Unterseite lässt sich zudem mithilfe von 12 Schrauben schnell und einfach öffnen, um die Hardware zu inspizieren oder gegebenenfalls nachzurüsten. Das gefällt. Genauso wie die Verarbeitung, die trotz Kunststoff-Chassis überzeugt und ohne Spaltmaße oder scharfe Kanten daherkommt. Ganz so robust wie ein Aluminium-Body ist das Ganze natürlich nicht, aber das ist alles noch im Rahmen.

Ausstattung und Anschlüsse des Gigabyte Aorus 17 XE4

  • Starke Kombination aus CPU und GPU
  • Arbeits- und Systemspeicher erweiterbar
  • Modernes Wi-Fi 6E

Als geneigte Käuferin bzw. Käufer des Gigabyte Aorus 17 XE4 bekommst du eine ganze Menge geboten. Bei der Ausstattung bleiben jedenfalls kaum Wünsche offen. So stattet der Hersteller das Gaming-Notebook mit dem aktuellen Intel Core i7-12700H aus, der mit satten 14 Kernen und 20 Threads aufwartet. Die Performance-Kerne bieten im Turbo-Modus eine Taktrate von bis zu 4,7 GHz.

Für die Grafikberechnung kommt eine GeForce RTX 3070 Ti Laptop von Nvidia mit 8 GB GDDR6-RAM und einer maximalen TGP von 130 Watt zum Einsatz. Hinzu gesellen sich 16 GB DDR4-3200-Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Betrieb und eine schnelle NVMe-SSD aus dem Hause Gigabyte mit einer Kapazität von 1 TB.

Praktischerweise lassen sich sowohl Arbeits- als auch Systemspeicher einfach aufrüsten, für den Massenspeicher steht sogar ein zweiter M.2-2280-Slot zur Verfügung.

Hinzu gesellen sich zwei passabel gut klingende 2,5-Watt-Lautsprecher, die unterhalb des Displays Platz finden. Sie unterstützen zudem DTS:X Ultra Audio. Die gehen klanglich in Ordnung, können echte Lautsprecher oder einen Kopfhörer aber nicht ersetzen.

Drahtlos kommuniziert das Gaming-Notebook in den WLAN-Standards 802.11a/b/g/n/ac/ax und unterstützt damit schnelles Wi-Fi 6E. Die Geschwindigkeiten im WLAN-Test vielen hervorragend aus und ließen uns nahezu die volle Bandbreite unseres Anschlusses nutzen. Hinzu gesellt sich schnelles Bluetooth 5.2 für die Verbindung mit kabellosen Geräten.

Die HD-Webcam löst in 720p auf (1.280 x 720 Pixel) und findet nun endlich oberhalb des Displays Platz – eine deutlich bessere Position als noch im Vorjahr unter dem Display. Dafür wird auf das Privacy Shutter verzichtet. Dabei ist die Bildschärfe ausreichend, aber keineswegs beeindruckend. Praktisch ist aber zumindest der Login per Gesichtserkennung mit Windows Hello.

Gigabyte Aorus 17 XE4
Die Webcam… nun ja. Zum Windows Hello-Login reicht’s.

Die Anschlüsse: Viel Auswahl

Auch die Auswahl an Anschlüssen gefällt. Auf der linken Seite stehen dir ein Gigabit-LAN-Port, ein Mal HDMI 2.1, ein Mal Mini DisplayPort 1.4 und ein USB 3.2 Gen 1 (USB-A) Anschluss zur Verfügung.

Rechts findest du einen kombinierten 3,5-mm-Klinkenanschluss, ein Mal USB 3.2 Gen 1 (USB A), ein Mal USB-C mit Thunderbolt 4 (inklusive DisplayPort-Funktion) und den Netzanschluss für die Verbindung mit dem Netzteil. Das Einzige was wir vermissen würden, ist ein Speicherkartenleser, in welcher Form auch immer. Den hatte das AORUS 15P YD aus dem Vorjahr noch zu bieten. Auch USB PowerDelivery wäre noch nice-to-have.

Tastatur und Trackpad

  • Full-Size-Tastatur mit gutem Feedback und RGB-Beleuchtung
  • Praktische Zusatzfunktionen

Ebenfalls aus dem vergangenen Jahr kennen wir die Chiclet-Tastatur des Gigabyte Aorus 17 XE4. Sie kommt in voller Größe, inklusive Nummern-Block daher und erstrahlt dank RGB-Beleuchtung in 16,7 Millionen Farben. N-Key Rollover und Anti-Ghosting werden ebenfalls geboten, während du mithilfe der FN-Taste weitere Funktionen aufrufen kannst.

Darunter beispielsweise die Medien-Steuerung, die Möglichkeit, die Lüftergeschwindigkeit anzupassen oder die Ai-Funktionen zu nutzen. Der Tastenhub fällt relativ niedrig aus, dafür überzeugen sämtliche Tasten mit einem angenehmen und klaren Druckpunkt, der beim Schreiben und Spielen überzeugt.

Unterhalb des überzeugenden Keyboards verbaut Gigabyte ein 12,2 cm breites und 7,6 cm hohes Trackpad, das zudem multitouch-fähig ist. Auch hier kann der Druckpunkt überzeugen, allerdings fällt auf, dass das Gehäuse beim Drücken im oberen Bereich vergleichsweise stark nachgibt – der Funktionalität tut das allerdings keinen Abbruch.

Das Display: 360 Hz in Full HD

  • 1080p-Auflösung mit 360 Hz
  • Gute Farb- und Kontrastwerte
  • Etwas enttäuschende Helligkeit

Das Gigabyte Aorus 17 XE4 setzt auf ein mattes IPS-Panel mit einer Größe von 17,3 Zoll. Es löst in Full HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf und bietet eine überragende Bildwiederholrate von 360 Hz. Bei der Displaygröße wäre natürlich ein QHD-Panel wünschenswert gewesen, aber immerhin punktet das Panel mit erfreulich niedrigen Reaktionszeit und arbeitet zudem flimmerfrei.

Im Gaming-Bereich spricht das auch bei schnellen Titeln für ein sehr gutes Spielgefühl, wenngleich die Helligkeit mit 300 cd/m² gerne höher ausfallen dürfte. Die Farbdarstellung liegt dafür auf gutem Niveau, so wird der sRGB-Farbraum zu 99 Prozent abdeckt.

Zudem zeigt sich das Panel blickwinkelstabil und kann von allen Seiten aus problemlos betrachtet werden. Die Farbtiefe und Kontraste wissen ebenfalls zu gefallen. Alles in Allem leistet sich das Display keine echten Patzer.

Praxistest: Intel Alder Lake und RTX 3070 Ti überzeugen

  • Überzeugende TGP von bis zu 130 Watt
  • Praktisches Control Center

Im Praxistest gibt das Gigabyte Aorus 17 XE4 ebenfalls eine sehr gute Figur ab. Die Kombination aus CPU und GPU sorgt in Verbindung mit der schnellen SSD für eine hervorragende Leistung und auch der Arbeitsspeicher gibt eine gute Figur ab, wenngleich manche Konkurrenten hier auf schnelleren DDR5-4800-Speicher setzen.

Aktuelle Games, wie auch rechenintensive Anwendungen wie Adobe Lightroom stellen das Gaming-Notebook vor keine ernstzunehmenden Probleme. Besonders, da die Grafikkarte im Gaming-Modus eine TGP von bis zu 130 Watt abrufen kann.

Die Leistung kannst du zudem mithilfe des Gigabyte Control Center beeinflussen oder der KI die Auswahl des Betriebsmodus überlassen. Hier stehen dir verschiedene Optionen zur Wahl. Von einem besonders leisen „Power Saving Silcende Mode“ bis hin zum „Turbo Mode“, bei dem die Lüfter dauerhaft auf Hochtouren laufen, um die maximal mögliche Leistung abzurufen.

Außerdem kannst du jeden Modus weiter anpassen und beispielsweise die Beleuchtung der Tastatur, den Weißabgleich oder die Display-Helligkeit feinjustieren. Das Dashboard informiert zudem über die Temperaturen oder Drehzahlen der Lüfter. Ein praktisches und sauber strukturiertes Tool.

Lautstärke und Wärme

  • Unter Last sehr laut (50 dB)
  • Im Gaming-Betrieb relativ warm

Stichwort Lüfter: Unter Dauerlast wird das Gigabyte Aorus 17 XE4 tatsächlich sehr laut. Im normalen Office-Betrieb habe ich rund 30 dB gemessen, bei anspruchsvollen Games drehen die Lüfter dann auf bis zu 50 dB hoch. Das ist wirklich sehr laut, wenngleich auch nicht unbedingt mehr als die aktuelle Konkurrenz im Segment der Gaming-Notebooks.

Zumal das Notebook unter Last auf Dauer auch vergleichsweise warm wird. Allerdings nicht in dem Maße, dass du es nicht mehr anfassen könntest. Auch hier liegt man auf Augenhöhe mit vielen anderen Gaming-Notebooks.

Gigabyte Aorus 17 XE4 Test der Lüfter

Als sinnvolle Option erweist sich zudem der automatische KI-Modus, mit dem das Notebook den Betriebsmodus passend zur jeweiligen Anwendung automatisch auswählt. So bekommst du im Gaming-Betrieb die maximale Leistung, während beim Surfen die Lautstärke deutlich abgesenkt wird. Diesen habe ich auch für meinen Benchmark-Test genutzt.

Benchmark: Produktivität, System, SSD und Gaming

Benchmarks sind ein gutes Stichwort. Denn um das Gigabyte Aorus 17 XE4 auf Herz und Nieren zu überprüfen, habe ich verschiedene Testprogramme zu Rate gezogen. PCMark 10 simuliert bei Durchführung des Benchmarks unterschiedliche Workflows, die Textverarbeitung, Surfen im Internet und Tabellenkalkulationen miteinbeziehen. Außerdem musste sich das Notebook im Benchmark-Test Cinebench R23 beweisen.

Auch die Geschwindigkeit der SSD habe ich in zwei verschiedenen Tests unter die Lupe genommen, während sich das Gaming-Notebook natürlich auch in den 3DMark-Tests, in F1 22 und verschiedenen anderen Spielen beweisen musste.

Dabei fallen, ganz allgemein, zunächst zwei Punkte auf: Einerseits funktioniert die automatische Auswahl des Betriebsmodus via KI tadellos, sodass ich beispielsweise im Gaming-Test keine (bzw. eben nur ganz minimale) Leistungsunterschiede zwischen Auto-KI und Gaming-Modus feststellen konnte.

Auf der anderen Seite wird die Leistung im Akkubetrieb spürbar verringert. Je nachdem wie anspruchsvoll dein aktuelles Game ist, kann das dafür sorgen, dass du mit einer deutlich niedrigeren Bildrate zurechtkommen musst. Wenn du wirklich das Maximum herausholen willst, musst du das Aorus 17 XE4 also mit Netzteil betreiben.

Weniger aufwändige Games wie GTA V, Hitman 3, oder Rainbow Six: Siege laufen aber auch im Akkubetrieb bei maximalen Details flüssig genug.

PCMark 10 und Cinebench R23

In Cinebench R23 erreicht das Gigabyte Aorus 17 XE4 in unserem Test einen sehr guten Multi-Core-Wert von 14.497 Punkten und im Single Core 1.780 Punkte. Damit liegt man auf dem Niveau, was von der verbauten Intel Core i7-12700H CPU auch erwartet werden kann. Das resultiert in einer MP Ration von 8,14.

Im anspruchsvollen PCMark 10 Test bekommt es das Notebook mit allerlei anspruchsvollen Aufgaben zu tun, die das System, die CPU und auch die Grafikeinheit auf die Probe stellen. Auch hier zeigt sich ein ähnlich überzeugendes Ergebnis.

Am Ende steht ein Gesamtwert von 7.775 Punkten zu Buche, womit sich das Notebook lediglich noch besser ausgestatten Konkurrenten geschlagen geben muss. Die essenziellen Aufgaben wie das Starten von Anwendungen oder Web-Browsing meistert das XE4 mit Bravour (10.920 Punkte), doch auch bei der Produktivität (10.090 Punkte) und der digitalen Content Creation (11.576 Punkte) gibt es Nichts zu meckern.

Benchmark Ergebnis
Cinebench R23 Multi Core 14.497 Punkte
Cinebench R23 Single Core 1.780 Punkte
PCMark 10 Gesamtwert 7.775 Punkte
PCMark 10 Essentials 10.920 Punkte
PCMark 10 Productivity 10.090 Punkte
PCMark 10 Digital Content Creation 11.576 Punkte

SSD-Benchmarks

Die verbaute PCIe 4.0-SSD aus dem Hause Gigabyte leistet im Benchmark-Test ganze Arbeit und überzeugt mit einem hervorragenden Tempo am Ende stehen im CrystalDiskMark rund 7.012 MB/s beim sequenziellen Lesen und 5.000 MB/s beim sequenziellen Schreiben zu Buche.

Auch die Werte und vor allem sehr niedrigen Zugriffszeiten von 0,017 ms lesend und 0,013 ms schreibend fallen hervorragend aus und resultierten im AS SSD Benchmark in einem Gesamtwert von 6.820 Punkten. Insgesamt stehen übrigens rund 936 GB der 1-TB-SSD zur freien Verfügung.

Grafikleistung: 3DMark und Gaming-Tests

Die Grafik- und Gaming-Leistung messen wir mithilfe des 3DMark-Benchmarks. Hierbei werden 3D-Grafiken mit einem sehr hohen Detailgrad gerendert. Hierfür nutzen wir die beiden Tests, die in der Demoversion zur Verfügung stehen: Fire Strike und Time Spy, die beide auf DirectX 11 setzen. Im Gegensatz zu Fire Strike zielt Time Spy eher auf PC-Systeme der Mittelklasse ab. Vor allem Notebooks mit integrierter Grafikeinheit in der CPU können hier ihre Leistung unter Beweis stellen. Fire Strike verlangt hingegen selbst High-End-PCs alles ab.

Im normalen Betrieb nutzt das Gigabyte Aorus 17 XE4 dabei den verbauten Intel Iris Xe-Chip, dank Nvidia Optimus wird nur dann die leistungsstarke dedizierte Grafikkarte hinzugeschaltet, wenn du sie auch benötigst.

Mit 10.687 Punkten im Time Spy-Test (Graphics Score: 10.497 Pkt.) und einem Fire Strike-Score von 23.723 (Graphics-Score: 27.319 Pkt.) kann das Gaming-Notebook auch im Gaming-Bereich überzeugen.

Positioniert sich dabei allerdings im reinen Grafikwert minimal unter dem AORUS 15P YD aus dem vergangenen Jahr, das auf eine Nvidia GeForce RTX 3080 mit ebenfalls 8 GB GDDR6-VRAM setzte. Kommen allerdings die Physikberechnungen hinzu, zieht das Aorus 17 XE4 locker an seinem Quasi-Vorgänger vorbei. Hier zeigt sich also vor allem der Zugewinn durch die 12. Intel Core Generation.

AORUS 17 XE4 (RTX 3070 Ti) AORUS 15P YD (RTX 3080) 
Fire Strike Gesamt 23.723 Pkt. 21.290 Pkt.
Fire Strike Graphics 27.319 Pkt. 28.104 Pkt.
Fire Strike Physics 28.305 Pkt. 23.309 Pkt.
Time Spy Gesamt 10.687 Pkt. 10.421 Pkt.
Time Spy Graphics 10.497 Pkt. 10.626 Pkt.
Time Spy CPU 11.911 Pkt. 9.396 Pkt.

Wie bereits angesprochen kann das Notebook im Akkubetrieb aber nicht mithalten – und das deutlich. Hier habe ich lediglich den Time Spy-Benchmark laufen lassen. Das Ergebnis ist ernüchternd: 4.596 Gesamtpunkte, ein Grafik Score von 4.745 Punkten und ein CPU Score von 3.902 Punkten springen am Ende heraus – weniger als halb so viel und bei der CPU sogar nur ein Drittel des Wertes mit angeschlossenem Netzteil.

Im realen Gaming-Test leistet sich das aktuelle Gaming-Notebook keine Aussetzer und stellt selbst die aufwändigsten Games in maximalen Details absolut flüssig dar. Als Beispiel soll uns einmal mehr die Rennsimulation F1 22 dienen, die in ultrahohen Einstellungen und mit maximalen Raytracing-Einstellungen durchschnittlich 60 FPS hält.

Gigabyte Aorus 17 XE4 F1 22 Benchmark

Akkulaufzeit

  • Durchschnittliche Akkulaufzeit (8 Std. und 29 Minuten)
  • Unter Dauerlast ist der Akku ziemlich schnell leer

Das Gigabyte Aorus 17 XE4 ist mit einem 99,9 Wattstunden starken Akku ausgestattet, der über ein 240 Watt starkes Netzteil mit Energie versorgt wird. In unserem Akkutest kommen wir (ohne WLAN-Nutzung und mit minimaler Helligkeit) im Idle-Betrieb auf maximal 8 Stunden und 29 Minuten.

Immerhin knapp eine Stunde mehr als das 15-Zoll-Modell aus dem Vorjahr und doch deutlich weniger als vergleichbare Notebooks. Unter dauerhafter Maximallast und mit höchstmöglicher Helligkeit geht dem Notebook nach knapp anderthalb Stunden die Puste aus. Das kann sich dann wiederum sehen lassen.

Gigabyte Aorus 17 XE4 Test: Fazit

Das Gigabyte Aorus 17 XE4 liefert ab. Die Kombination aus schneller CPU und GPU und nicht minder performanter SSD sorgt bei aktuellen Games oder aufwändigen Anwendungen für eine hervorragende Performance. Auch das rasante 360-Hz-Display weiß durchaus zu gefallen, wenngleich die Full-HD-Auflösung bei einer Größe von 17,3 Zoll doch etwas knapp bemessen ist. Zudem dürfte das Display gerne noch etwas heller ausfallen.

Sehr gut gefällt mir zum das Control Center, über das ich umfangreichen Einfluss auf Performance, Beleuchtung und vieles mehr nehmen kann. Die Akkulaufzeit rangiert hingegen nur auf durchschnittlichem Niveau und unter Dauerlast wird das Notebook schon extrem laut und warm – aber das ist bei nahezu allen Gaming-Notebooks der Fall.

Schade ist zudem, dass kein USB PowerDelivery geboten wird. Auch der DDR4-Arbeitsspeicher dürfte gerne eine höhere Taktrate aufweisen, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Die extreme Drosselung im Akkubetrieb ist zudem ärgerlich, aber verschmerzbar.

Alles in allem ist das Gigabyte Aorus 17 XE4 ein überzeugendes Gaming-Notebook, das mit seiner Ausstattung und den Erweiterungsmöglichkeiten aktuellen und künftigen Anforderungen sehr gut gewachsen ist.

Gigabyte Aorus 17 XE4 Test: Silver Award

Gigabyte Aorus 17 XE4

Design & Verarbeitung
Display
Ausstattung
Leistung
Akku
Preis-Leistungs-Verhältnis

88/100

Leistungsstarkes Gaming-Notebook, das alle aktuellen Spiele problemlos in maximalen Details stemmt und mit einem schnellen Display punktet. Die Akkulaufzeit und Displayhelligkeit enttäuschen jedoch.

Gigabyte AORUS 17 XE4-73DE514SH im Preisvergleich



€ 1.898,99
Zu Amazon

€ 1.799,00
Zu Alternate

€ 1.799,00
Zu otto.de

Mit dem Kauf über die Links aus unserem Preisvergleich unterstützt du unsere redaktionelle Arbeit, ohne dass du dadurch Mehrkosten hast. Wir danken dir für deine Unterstützung.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

Ähnliche Artikel

Neue Antworten laden...

Avantgarde1

Neues Mitglied

15 Beiträge 0 Likes

Gigabyte ist sowieso ein Cooler Hersteller und dieses Modell hat alles dabei

Antworten Like

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"