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Corsair T3 Rush: Gaming Chair mit Stoffbezug im Test

2017 veröffentlichte Corsair mit dem T1 Rush den ersten eigenen Gaming-Chair. 2018 folgte dann der T2 Rush, und auch 2019 gibt es in Form des T3 Rush ein weiteres Mal ein neues Modell aus dem Hause Corsair.

Im Gegensatz zu den beiden bisherigen Gaming-Chairs von Corsair setzt der T3 Rush auf einen Stoffbezug anstelle von Kunstleder. Passend dazu wirbt das Unternehmen mit einer besonders geringen Wärmeentwicklung: Diese soll beim T3 Rush kein Problem darstellen. Eine weitere Besonderheit sollen die hochwertigen Fußrollen sein – abseits davon bietet Corsair das übliche Gesamtpaket aus zahlreichen Anpassungsoptionen und 4D-Armlehnen.

Der T3 Rush kostet zum Start 280 Euro und ist damit der aktuell günstigste Gaming-Chair aus dem Hause Corsair: Der T1 kostet laut 300 Euro, der T2 340 Euro. Die realen Preise bewegen sich dabei inzwischen meistens etwas unter der Empfehlung von Corsair.

Beim T2 Rush hat man dabei die Wahl zwischen den Farbvarianten Charcoal, Charcoal/Gray und Gray/White. Im Moment ist der für € 289,99 *, € 266,66 * bzw. € 266,66 * im Handel erhältlich. Wie sich der Gaming-Chair dafür in der Praxis schlägt, wird der folgende Test zeigen.

Spezifikationen

Rahmenkonstruktion: Metall, Fußkreuz: Kunststoff mit Metalleinsatz
Material des Bezugs: Stoff
Armlehnen:  4D (Oben/Unten: 8 cm, Links/Rechts: 1cm, Vorne/Hinten: 5 cm)
Ergonomie Rückenlehne neigbar, Höhenverstellbar
Gasdruckfeder: Klasse 4
Maximalbelastung 120 kg
Preis:

Lieferumfang und Aufbau

Wie andere Gaming-Chairs wird auch der T3 Rush in Einzelteilen geliefert. In dem Pappkarton befinden sich das Sitz- und Rückenpolster sowie alle weiteren benötigten Zubehörteile wie das Fußkreuz, die benötigten Schrauben und ein Innensechskant-Schlüssel. Als zusätzliche Extras liefert Corsair ein Nacken- und ein Lordosenkissen sowie Abdeckungen für die seitlichen Scharniere mit.

Der Aufbau des T3 Rush gestaltet sich denkbar einfach: Die Armlehnen sind bereits ab Werk am Sitzpolster festgeschraubt und müssen dementsprechend nicht mehr selbst angebracht werden. Zur Montage muss die Wippmechanik an der Unterseite des Sitzpolsters festgeschraubt und dann Rückenlehne befestigt werden. Anschließend setzt man den Sitz auf das Bodenkreuz, das mit den Rollen und der Gasdruckfeder versehen ist.

Der Aufbau des Gaming-Chair geht schnell von der Hand und dürfte in rund einer halben Stunde erledigt sein. Ist man zu zweit oder kennt man sich bereits mit der Montage aus, dann geht es noch schneller.

Design und Verarbeitung

Ein Novum des T3 Rush ist der Stoffbezug: Bei den beiden Vorgängermodellen setzte Corsair noch auf Kunstleder. Der Bezug des Gaming-Chairs liegt überall straff an, hat eine durchaus angenehme Haptik und ist sauber vernäht. Abstehende Fäden oder nennenswert variierende Randabstände sind nicht anzutreffen.

Die Polster beeinflussen natürlich maßgeblich die Optik des Stuhls. Anstatt eines auf modern getrimmten Bezugs mit 3D-Effekt oder dem oft verwendeten Kunstleder setzt Corsair beim T3 Rush auf einen normalen Stoffbezug, der eine weiche und durchaus angenehme Haptik hat.

Die Grundkonstruktion des Stuhls macht einen durchaus stabilen Eindruck, auch wenn ein Fußkreuz aus Metall schöner gewesen wäre. Stattdessen verfügt der T3 Rush über ein Fußkreuz aus dickem Kunststoff, das über einen Metalleinsatz für die Gasdruckfeder verfügt. Immerhin: Durch den Kunststoff wird eine etwas extravagantere Optik ermöglicht.

Wiederum recht stabil präsentieren sich die 4D-Armlehnen, die Corsair gut gelungen sind: Sie haben zwar Spiel, aber im Vergleich zu anderen Modellen in recht geringem Maße. Außerdem bietet die Winkelverstellung genügend Gegendruck, um sich nicht unbeabsichtigt zu verstellen. Die Auflagefläche der Armlehnen ist glatt und gemustert, was diese sehr angenehm macht.

Die Verarbeitungsqualität des T3 Rush ist durchweg auf einem guten Niveau: Der Stuhl ist stabil gebaut und steht sicher, die Bezüge sind sauber vernäht und die Metalloberflächen sind durchgehend beschichtet. Es gibt zwar einige Einschlüsse und ein paar Kunststoffteile könnten theoretisch noch besser gearbeitet sein, doch im Vergleich zur Konkurrenz braucht sich Corsair hier keinesfalls zu verstecken.

Praxiseinsatz und Ergonomie

In der Praxis zeigt sich der T3 Rush als recht zielstrebig konzipierter Gaming-Chair: Aufgrund der seitlichen Verschalung ist er nicht für jeden Nutzer perfekt geeignet, dafür aber umso angenehmer, wenn man zur Zielgruppe gehört: Wer nicht gerade über 1,90 m groß ist und nicht allzu breite Schultern hat, der wird von dem Stuhl sehr gut „aufgenommen“ und sitzt ausgesprochen bequem.

Während der Bezug des T3 Rush recht weich ist, ist die darunter befindliche Polsterung fest: Wer Sessel-Feeling sucht ist hier falsch, der Stuhl ist bequem aber eher fürs aufrechte Sitzen konstruiert. Die Sitzfläche des T3 Rush – zwischen den Erhöhungen – ist 37 cm und an der Rückenlehne 28 cm breit, diese misst im Bereich des unteren Rückens 25 cm (Innen) bis 35 cm (äußerster Punkt der Seiten).

Insbesondere die seitlichen Ausbuchtungen der Rückenlehne bestimmen das Sitzgefühl auf dem Stuhl: Bei den als Vorbild genommenen Rennsitzen sind diese dazu da, den Fahrer in der Kurve seitlich zu stabilisieren. Bei einem Gaming-Chair ist dieses Szenario natürlich unrealistisch – ob man die seitliche Stütze bevorzugt oder nicht, ist schlicht Geschmackssache.

An Einstellungsoptionen bietet Corsair das übliche Standardpaket der Preisklasse: Die Rückenlehne, die Sitzhöhe und die Armlehnen können angepasst werden. Die einstellbare Sitzhöhe bietet einen Einstellungsspielraum von rund 9 cm. Die Rückenlehne kann hingegen stufenweise verstellt werden, die jeweils maximalen Einstellungsstufen sind auf den Bildern zu sehen

Zusätzlich gibt es auch die gewohnte Wippfunktion, mit der der gesamte Sitz nach hinten gekippt werden kann – der Widerstand wird, wie üblich, durch ein Drehrad unten an der Sitzmechanik eingestellt. Glücklicherweise steht der T3 Rush recht stabil, sodass man selbst bei maximal flacher Position oder beim starken Wippen keine Angst haben muss umzukippen – sehr gut.

Die verbauten 4D-Armlehnen bieten die üblichen Optionen: Sie können in jede Richtung verstellt und zudem in drei Stufen gedreht werden, die von uns gemessenen Einstellungsspielräume sind in der Spezifikationstabelle auf der ersten Seite zu finden. Die Umsetzung der 4D-Armlehnen ist Corsair dabei gut gelungen: Zwar wackelt auch diese Umsetzung – wie alle anderen 4D-Armlehnen leider auch – doch zumindest sind die Armlehnen ohne Macken zu verstellen und bieten genügend Gegendruck, um nicht unabsichtlich verstellt zu werden. Zudem passt auch die Höhe der Armlehnen immerhin einigermaßen: Der Höhenunterschied beträgt bei unserem Sample nur rund einen Millimeter.

Bei der Lordosenstütze setzt Corsair auf ein verhältnismäßig hohes Kissen, das einfach in die Rückenlehne gelegt wird. Dort kann es nach oben geschoben werden und wird von der Rückenlehne in Position gehalten – steht man allerdings auf, rutscht das Kissen wieder herunter. Somit bietet Corsair zwar eine überdurchschnittlich bequeme Lordosenstütze an, diese muss aber bei jedem Hinsetzen neu eingesetzt werden, um sie an die richtige Position zu bringen.

Das Nackenkissen wiederum setzt auf einen üblichen Gurt. Laut Hersteller sollte das Nackenkissen eigentlich an den Ausbuchtungen in der Rückenlehne befestigt werden, alternativ kann man es um das obere Ende des Stuhls schnallen – dann eignet sie sich auch für große Menschen.

Als letztes Ausstattungsmerkmal bewirbt Corsair die Bodenrollen, die den Stuhl leicht über den Boden gleiten lassen sollen. In der Tat können wir das bestätigen: Der T3 Rush bewegt sich im Vergleich sehr leichtgängig über Oberflächen – aber auch nicht zu leicht. Im Vergleich zu vielen anderen Gaming-Chairs lässt sich der Stuhl somit deutlich leichter von der Stelle bewegen, wobei wir diesen Vorteil eher als nettes Extra erachten: Wer es hat, der freut sich – und wer die schwergängigeren Rollen vieler anderer Stühle gewohnt ist, der wird mit diesen auch weiterhin klar kommen.

Fazit

Zum Start soll Corsairs T3 Rush 280 Euro kosten, im Moment wird der Stuhl für € 289,99 * (Charcoal), € 266,66 * (Gray / Charcoal) bzw. € 266,66 * (Gray / White) verkauft. Für den Startpreis ist das aktuell günstigste Modell des Unternehmens dabei eine gute Wahl, die sich kaum Schwächen erlaubt: Der T3 Rush macht vieles richtig, die Kritikpunkte sind klein.

Zugute halten muss man dem Gaming-Chair den angenehmen, weichen Bezug in Kombination mit der darunter befindlichen, recht harten Polsterung. Die Optik ist dabei natürlich Geschmackssache, doch der Einsatz von Stoff anstelle von Kunstleder hat einen praktischen Vorteil: Stoff ist kühler und neigt im Sommer nicht zum „kleben“.

Die Ergonomie-Funktionen des T3 Rush sind durchweg gut umgesetzt, auch ist der Stuhl stabil genug um selbst in flacher Position sicher zu stehen. Ein Fußkreuz aus Metall wäre allerdings dennoch die schönere Wahl gewesen.

Leichte Kritik gibt es zudem für die fehlende Befestigungsmöglichkeit der Lordosenstütze: Diese muss immer von Hand eingelegt werden, wenn man sie etwas höher haben möchte. Im Gegenzug ist sie dafür, ebenso wie das Nackenkissen, sehr bequem.

Ob der Corsair T3 Rush für einen selbst der richtige Stuhl ist, kann wohl nur ein Probesitzen entscheiden: Ob einem die recht harte Polsterung und die seitlichen Polster der Rückenlehne zusagen, ist schlicht Geschmackssache. Ist das allerdings der Fall, so erhält man einen guten Gaming-Chair ohne große Kritikpunkte – insbesondere dann, wenn er unter der UVP von 280 Euro zu haben ist.

Corsair T3 Rush

Sitzkomfort
Stabilität & Verarbeitung
Design
Preis-Leistungs-Verhältnis

Sofern man nicht zu breit gebaut ist, erhält man mit dem T3 Rush einen sehr bequemen und gut umgesetzten Stuhl.

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Valentin

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fubi210

Mitglied

88 Beiträge 2 Likes

Mit Stoffbezug sehen die Gaming-Chair besser aus finde ich.

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H
Highjack

Neues Mitglied

1 Beiträge 0 Likes

Mit Stoffbezug sehen die Gaming-Chair besser aus finde ich.

Hat beides seine vor und nachteile, ich finde Kunstleder ist leichter zu reinigen, Stoff ist robuster, mein Fazit ist das sie wenn man viel Zeit am Rechner also ca 6 H Pro Tag drauf sitzt in Etwa 3/4 Jahre halten bis sie fertig aussehen oder beschädigungen am stoff oder Leder haben.

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C
ChristophNBG

Mitglied

65 Beiträge 3 Likes

Ja kann ich mich nur anschließen, sie sehen mit Stoff edler aus

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Simon

Administrator

5,692 Beiträge 4,013 Likes

Hat beides seine vor und nachteile, ich finde Kunstleder ist leichter zu reinigen, Stoff ist robuster, mein Fazit ist das sie wenn man viel Zeit am Rechner also ca 6 H Pro Tag drauf sitzt in Etwa 3/4 Jahre halten bis sie fertig aussehen oder beschädigungen am stoff oder Leder haben.

Das hängt aber auch stark von der Qualität des Stuhls ab. Bei einem <200€ Modell durchaus, darüber eher nicht. Mein noblechairs wird seit 3 Jahren täglich gequält und sieht noch wie am ersten Tag aus.

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C
ChristophNBG

Mitglied

65 Beiträge 3 Likes

Das hängt aber auch stark von der Qualität des Stuhls ab. Bei einem <200€ Modell durchaus, darüber eher nicht. Mein noblechairs wird seit 3 Jahren täglich gequält und sieht noch wie am ersten Tag aus.

OK. Klingt ja super. Was hast du damals gezahlt?

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