PC- & Konsolen-Peripherie

Corsair USB100 – 7-Port USB-Hub im Test

Von den vier USB-Hubs, die Corsair zum Testzeitpunkt anbietet, ist das USB100 das günstigste Modell. Für diesen Preis bietet es insgesamt sieben USB-Ports mit einer schnellen Übertragungsrate von 5 Gigabit pro Sekunde und teilweise erhöhter Leistung von bis zu 15 Watt zum schnellen Laden angeschlossener Geräte. Es kommt außerdem mit eigener Stromversorgung und ist kompatibel mit Mac- und Windows-Systemen.

Für unseren Test haben wir den USB100 an einen Windows-10-Desktop-PC angeschlossen und unter anderem die Dateiübertragung und das Laden mobiler Geräte daran ausprobiert.

Technische Details des USB100

Produkttyp USB-Hub
Garantie 2 Jahre
Betriebssysteme Mac OS 10.1 oder neuer
Windows 10 oder neuer
Energieversorgung bis zu 15W für vordere USB-C Ports
bis zu 7,5W für vordere USB-A Ports
USB-Ports USB-A SuperSpeed 5Gbps (4),
USB-C SuperSpeed 5Gbps (3)
Preis € 10,33 *

Verpackung und Lieferumfang des USB100

  • 1x USB-C Hub
  • 1x 1m USB-C zu USB-C Kabel
  • 1x 65W Netzteil
  • 1x Netzkabel

Design und Verarbeitung des USB100

Insgesamt besitzt das Gehäuse des USB100 von Corsair neun Anschlüsse, zu denen wir auch den Stromanschluss und den USB-C-Port für die Verbindung mit dem Hauptgerät (Mac, PC, Laptop) zählen.
Die sieben USB-Ports des USB100 sind auf die Vorder- und Rückseite des Gehäuses verteilt. Drei der Ports sind vom Typ C, vier vom Typ A. Zwei der vorderseitigen Ports vom Typ A und C dienen neben der Datenübertragung auch zum schnelleren Laden angeschlossener Geräte, wozu sie mit mehr Leistung ausgestattet sind als die übrigen Ports, nämlich 7,5 (Typ A) und 15 Watt (Typ C).

Dem Hub liegt zum Anschluss an einen Mac oder ein Windows-System ein USB-C Verbindungs-Kabel bei (Typ C auf C Stecker). Je nach Einsatzszenario kann das Kabel allerdings mit nur einem Meter Länge schnell zu kurz ausfallen, hier wäre wenigstens ein weiterer halber Meter wünschenswert gewesen. Fehlt am PC- oder Mac-System eine Buchse vom Typ USB-C, wäre ein geeigneter USB-Adapter (Typ C Buchse auf Typ A Stecker) für den Anschluss nötig. Hierbei muss auf eine hohe Geschwindigkeit geachtet werden, damit der Adapter nicht zum Flaschenhals wird.

Das schlanke und relativ leichte Hub-Gehäuse besteht aus rauem Kunststoff in Graphit-Optik. Unser Testmodell war qualitativ einwandfrei verarbeitet. Alle USB-Ports saßen gut und hatten minimales Spiel, während des Betriebs offenbarten sich keine Wackelkontakte. Zwei längliche Gummisohlen auf der Gehäuseunterseite sorgen für Rutschfestigkeit.

Das 65W-Netzteil ist im Vergleich zum filigranen Hub selbst größer und schwerer. Das gleiche gilt auch für das beiliegende Netzkabel, welches mit etwa 1,70 Meter großzügig bemessen ist und im Notfall problemlos auch für PC oder Monitor genutzt werden könnte. Die Stromversorgung des Hubs ist dementsprechend solide ausgestattet und lässt nichts zu wünschen übrig.

Betrieb des Corsair USB100

Dateien zwischen Geräten übertragen

Mit bis zu 5 Gigabit pro Sekunde (625 MB/s) können Daten an die angeschlossenen Geräte theoretisch übertragen werden, vorausgesetzt es befinden sich keine Flaschenhälse im System. Im Wirrwarr des USB-Dschungels ist nicht immer ganz klar, welche Stecker und Adapter welche Anforderungen erfüllen. Blau gefärbte Stecker oder Buchsen signalisieren normalerweise USB-3-Technologie und genau diese ist nötig, um den USB100 voll auszureizen.

Leider ist aber auch beim neuen Typ-C-Anschluss nicht gesagt, dass sich dahinter eine hohe Übertragungsrate verbirgt und auf genau dieses Problem stießen wir anfänglich während unseres Tests. In Ermangelung einer funktionierenden USB-C-Buchse an unserem Test-PC nutzten wir einen einfachen Typ-C-auf-Typ-A-USB-Adapter, welcher aber leider nur niedrige Transferraten lieferte. Erst nachdem wir uns einen passenden internen Adapter für unser Mainboard besorgt hatten, konnten wir den USB100 an die USB-C Buchse des Frontpanels unseres PC-Gehäuses anschließen und höhere Geschwindigkeiten erreichen.

Für unseren Test nutzten wir keine Highend-Geräte, sondern zwei USB-3.0-Sticks und zwei portable USB-3.0-Festplatten. Um den USB100 hiermit zumindest ansatzweise auszureizen, schlossen wir unsere vier Datenträger daran an und ließen über die Software HD Tune Pro auf allen gleichzeitig einen Datei-Benchmark laufen. Alle vier Geräte erreichten hierbei die Werte aus ihren Einzeltests, die zwischen 100 und 123 MB/s lagen. Kombiniert konnten wir auf diese Weise etwa 450 Megabyte pro Sekunde zwischen PC und Datenträgern übertragen. Ausreizen ließe sich das Hub also wohl nur mit mehreren Highend-Datenträgern, die gleichzeitig mit mehreren Hundert MB pro Sekunde gelesen oder beschrieben werden.

Auch bei längeren Übertragungsvorgängen wurden einzelne Bereiche des Gehäuses nicht mehr als lauwarm.

Tragbare Geräte aufladen

Als Testgerät für das Laden tragbarer Geräte wählten wir ein Samsung-Smartphone mit Micro-USB-Buchse. Zum Vergleich nutzten wir sowohl dessen normalen, als auch den Schnell-Lademodus und verschiedene Kabel- und Port-Arten am Hub bzw. das Original-Ladegerät. Als Ausgangspunkt für einen Ladevorgang veranschlagten wir etwa 10 bis 15% Akkukapazität. Die unten aufgeführte Ladedauer wurde dann nach einigen Sekunden durch das Smartphone geschätzt und fiel real geringer aus. Die unten aufgeführten Zeiten sind die Schätzungen.

War das Smartphone über einen normalen USB-Port (Typ A) per Ladekabel angeschlossen, wurde der Ladevorgang alle paar Sekunden unterbrochen, solange der Bildschirm aus oder der Sperrbildschirm aktiv war. Das ließ sich durch das Entsperren des Smartphones beheben, dafür musste aber der Bildschirm aktiv bleiben.

Testgerät: Samsung Smartphone

Gerät Lademodus Ladedauer
[Ladekabel]
Ladedauer
[Datenkabel]
Original-Ladegerät Normal 1:30 Std.
USB100 Typ-A (Rückseite) Normal 1:30 Std. 5:50 Std.
USB100 Typ-A (Vorderseite, 7,5 Watt) Normal 1:30 Std. 3:10 Std.
Original-Ladegerät Schnell 1:30 Std.
USB100 Typ-A (Rückseite) Schnell 1:30 Std. 5:50 Std.
USB100 Typ-A (Vorderseite, 7,5 Watt) Schnell 1:30 Std. 3:10 Std.

Die Ladezeit mit dem USB100 war unter Verwendung eines USB-Ladekabels äußerst kurz und mit dem Original-Ladegerät des Herstellers gleichauf. Der verwendete Port-Typ (Vorder-/Rückseite) spielte hier scheinbar keine Rolle, zumindest nicht bei unserem Testgerät. Bei Verwendung eines USB-Datenkabels war der Zeit-Unterschied zwischen den Ports auf Vorder- und Rückseite dagegen deutlich vorhanden. Normal- und Schnell-Lademodus des Smartphones hatten in beiden Fällen keinen Einfluss auf die geschätzte Ladezeit, die realen Zeiten wären aber womöglich etwas unterschiedlich ausgefallen.

Fazit

Die Verarbeitung des USB100 war rundum zufriedenstellend, so wie auch die Stromversorgung durch das Netzteil und einem ausreichend langen Netzkabel. Das enthaltene USB-C-Kabel hätte jedoch gerne länger sein können, hier sind die Einsatzmöglichkeiten unter Umständen begrenzt.

Hohe Datentransferraten, zumindest bei Verwendung adäquater Hardware und genügend Ladestrom für das schnelle Aufladen mobiler Geräte, beides können wir dem USB100 von Corsair bescheinigen. Wer das Hub voll ausreizen möchte, sollte an so vielen Stellen wie möglich schnelle Datenträger (zum Beispiel SSD) und aktuelle USB-3-Schnittstellen einsetzen. Auch sollte eine entsprechend schnelle USB-C-Buchse am genutzten Mac oder Windows-System vorhanden sein, bzw. ein geeigneter USB-C-auf-USB-A Adapter, wenn ein solcher Anschluss fehlt.

Selbstverständlich kann der USB100 auch wunderbar für das Verbinden anderer Peripherie eingesetzt werden, die weniger leistungshungrig ist. Hierfür gibt es allerdings auch wesentlich günstigere Hubs zu kaufen, vor allem, wenn man noch auf USB-C verzichten kann. Für Nutzer und Nutzerinnen, die dagegen oft große Datenmengen schaufeln wollen oder müssen und keine quälend langen Wartezeiten erdulden möchten, eignet sich der Corsair USB100 hervorragend, um das bestehende System optisch ansprechend mit sieben leistungsstarken USB-Ports zu erweitern.

Corsair USB100

Verarbeitung
Hardware
Leistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

93/100

Schlanker Hub mit sieben Ports, solider Stromversorgung und sehr guter Verarbeitung. Ermöglicht bei entsprechender Hardware hohe Transferraten und schnelles Laden mobiler Geräte. Das Anschlusskabel hätte gerne länger ausfallen können.

Sascha

Seit über 20 Jahren leidenschaftlich am PC unterwegs und seitdem viel Erfahrung mit Hard- und Software gesammelt. Immer auch an Fotografie, Gaming und Unterhaltungs-Elektronik interessiert.

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