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Lexar SL500 im Test: Schnell, klein und portabel!

Mit der SL500 aus dem Hause Lexar kommt eine neue externe SSD-Festplatte auf den Markt, die sich gezielt an Anwender richtet, welche großen Wert auf Portabilität, hohe Datensicherheit und schnelle Geschwindigkeiten legen. Nach Angaben des Herstellers liegt die sequenzielle Lesegeschwindigkeit bei ca. 2.000 MB/s, während sich die Schreibgeschwindigkeit bei 1.800 MB/s einpendelt. Was die Kompatibilität betrifft, so kann die externe SSD mit einer Vielzahl von Geräten verwendet werden, die vom heimischen PC, Mac, Android-Geräten, iPhone 15 Series, Spielkonsolen bis hin zu Kameras variieren. Darüber hinaus ist die Lexar SL500 in vier Speichergrößen erhältlich. So kann man zwischen 512 GB, 1 TB, 2 TB und 4 TB wählen.

Für diesen Test liegt uns die Lexar SL500 in der 1 TB Variante vor, welche wir daher in den folgenden Abschnitten genauer unter die Lupe nehmen werden.

Technische Daten

Modell SL500
Kapazität 1 TB / u.a. 512GB/2TB/4TB
Schnittstelle USB 3.2 Gen2x2
Max. Lese-/Schreibgeschwindigkeit (MB/s) 2.000/1.800
Betriebstemperatur 0 °C – 50 °C
Lagertemperatur -40 °C – 85 °C
Abmessungen (L x B x H) 85 x 54 x 7,8 mm
Gewicht 43 g
Unterstütze OS
  • Mac® OSX 10.6+
  • Windows® 11/10/7/8
  • Android 4.4+
  • Harmony OS
Garantie 5 Jahre
Preis
€ 110,62 *

Lieferumfang

  • unauffällig, schlichte Verpackung
  • kurzes USB-Kabel im Lieferumfang enthalten

Die Lexar SL500 1 TB wird in einer unauffälligen schwarz-weißen Kartonverpackung geliefert. Auf der Verpackung finden sich bereits einige grundlegende Merkmale der Lexar SL500, während die rechte Seite die Abmessungen der kleinen externen SSD visuell darstellt. Die linke Seitenansicht stellt die Systemvoraussetzungen für den Betrieb der SL500 dar und beschreibt außerdem in kurzen Stichpunkten den Lieferumfang. Dieser fällt, wie beim Kauf einer SSD üblich, recht überschaubar aus. Neben der Lexar SL500 befindet sich noch ein 30 cm langes USB-C-auf-USB-C-Kabel in der Verpackung. Eine kleine Kurzanleitung mit Garantiehinweis rundet den Lieferumfang ab.

Die verbaute Technik im Überblick

  • Kompaktes Design mit Aluminium-Gehäuse
  • Keine IP-Schutzklasse vorhanden
  • Kompatibel mit iPhone 15 Pro und Pro Max für 4K-60FPS-ProRes-Videoaufzeichnung

Die tragbare SSD von Lexar ist rechteckig und hat fast die gleichen Abmessungen wie eine normale Kreditkarte. Mit gerade einmal 43 Gramm ist die Lexar SL500 ein wirklich schlankes und leichtes Gerät, das definitiv in jede Hosen- oder Jackentasche passt. Was das Design angeht, so ist dies schlicht und einfach gehalten. Bei der Materialwahl fällt auf, dass das gesamte Gehäuse aus Aluminium besteht und solide verarbeitet ist. Über eine IP-Schutzklasse verfügt die portable SSD indes nicht. Betrachtet man die kurzen Seiten der SL500, so ist auf der oberen Kante die Modellbezeichnung aufgedruckt, auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich eine blaue LED und der USB-C-Anschluss. Als Speicherlösung kommt ein 128-Layer 3D TLC NAND Flash von YMTC/Longsys zum Einsatz, während der integrierte Controller ein SM2320 aus dem Hause Silicon Motion ist.

Lexar richtet sich mit der SL500 vor allem an Nutzerinnen und Nutzer von iPhone 15 Pro und Pro Max, da für die 4K-60FPS-ProRes-Videoaufzeichnung ein externes Laufwerk benötigt wird. Diese Lücke kann logischerweise mit der portablen SSD geschlossen werden, wobei zu beachten wäre, dass diese nicht Magsafe-fähig ist. Da es sich bei der Lexar SL500 zudem um eine der dünnsten und leichtesten Festplatten auf dem Markt handelt, ist dies gerade für Videoeditoren und Fotografen ein enormer Vorteil.

Software: Lexar DataShield

  • Erstellung eines privaten Safes möglich
  • automatische Verschlüsselung der Dateien nach 256-Bit AES
  • lediglich in Englisch verfügbar mit deutscher Anleitung als PDF

Die SL500 ist mit der hauseigenen Software Lexar Datashield ausgestattet, um kritische oder sensible Dateien auf dem Speichermedium vor fremden Blicken zu schützen. Mit dieser Software lässt sich in wenigen Schritten ein privater Tresor einrichten und wertvolle Dateien per Drag & Drop in den gesicherten Bereich verschieben. Der Zugang zum Safe ist durch ein persönliches Passwort geschützt, das beim ersten Start von Lexar DataShield festgelegt werden muss. Zusätzlich werden alle Dateien automatisch nach AES 256-Bit verschlüsselt. Selbst wenn also im schlimmsten Fall das Laufwerk verloren geht, kann man sicher sein, dass die eigenen Dateien im Safe geschützt sind.

Die Software ist mit Mac OS ab V10.12 sowie Windows 7 oder höher kompatibel. Etwas schade ist allerdings, dass die Anwendung bislang nur in englischer Sprache zur Verfügung steht. Eine deutsche Anleitung ist hingegen in der beiliegenden PDF-Datei enthalten.

Testsystem

Unser Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:

Alle folgenden Leistungstests wurden mit diesem Testsystem durchgeführt. Für den Zugriff auf die volle Datengeschwindigkeit der SSD-Festplatte wurde die Lexar SL500 über den USB 3.2 Gen 2×2 Port Typ C mit dem im Lieferumfang enthaltenen USB-C-Kabel angeschlossen. Würde man die SL500 bspw. an einen USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) Anschluss anschließen und testen, würde sich die Übertragungsgeschwindigkeit halbieren bzw. auf ca. 1.000 MB/s beschränken.

Performancetest

Um die Leistung der Lexar SL500 messbar darzustellen und auch mit den Herstellerangaben zu vergleichen, greifen wir auf mehrere bewährte Tools aus dem Bereich Benchmarking zurück. Für diesen Test haben wir die folgenden Anwendungen verwendet:

  • CrystalDiskMark
  • ATTO Disk Benchmark
  • AS SSD Benchmark

Ergebnisse des Performancetests

  • Starke Performance-Werte, welche Herstellerangaben sogar übertreffen
  • … jedoch Abstriche im 4K-Test ersichtlich

CrystalDiskInfo & ATTO Disk Benchmark

Um uns einen ersten detaillierten Eindruck von der Lexar SL500 zu verschaffen, nutzen wir das Tool CrystalDiskInfo:

CrystalDiskMark & AS SSD Benchmark

Absolut sehenswert sind die Testergebnisse mit dem CrystalDiskMark-Tool. Hier kommt die Lexar SL500 voll auf ihre Kosten und kann die Herstellerangaben in beiden Fällen leistungsmäßig sogar übertreffen. Konkret erreichen wir sowohl beim sequenziellen Lesen als auch beim Schreiben knapp 100 MByte mehr, was in der Summe rund 2100 MByte/s beim Lesen und 1880 MByte/s beim Schreiben ergibt. Etwas Federn lassen muss die Lexar SL500 allerdings im 4K-Test, den sowohl CrystalDiskMark als auch AS SSD Benchmark mit den Testwerten untermauert. Mit knapp 23 MByte/s beim Lesen sowie rund 60 MByte/s im 4K-Test kann die Lexar SL500 an dieser Stelle eher der Mittelklasse zugeordnet werden. Interessant ist zudem, dass die Zugriffszeit beim Lesen mit 0,063 ms konstant niedrig ausfällt, beim Schreiben aber tatsächlich knapp 200 ms länger dauert.

Ungeachtet dessen leistet sich die Lexar SL500 im AS SSD Kopier-Benchmark keine Ausrutscher und punktet mit einer recht flotten Datenübertragung, egal ob es sich um ISOs, Programme oder Spieledateien handelt. Weiterhin bleibt die Datenrate auch bei größeren Dateien konstant, starke Einbrüche konnten wir während der gesamten Laufzeit nicht verzeichnen. Allerdings zeigt der Kompressions-Benchmark, dass der Schreibprozess im Detail gerne etwas schwankt, was sich über mehrere Durchläufe erstreckte. Beim üblichen Kopieren von Dateien im Windows Explorer konnte dieses Verhalten nicht beobachtet werden. Außerdem wurde die 50°C-Marke im Test bei der Lexar SL500 nicht überschritten. Somit kann bestätigt werden, dass die externe SSD zu keinem Zeitpunkt eine übermäßige Hitzeentwicklung aufwies und kontinuierlich angefasst werden konnte.

Hohe Leistung trotz portabler Bauweise?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Lexar SL500 im Leistungstest zwar gute Ergebnisse erzielt und sich in verschiedenen Benchmarks auf dem Niveau der namhaften Hersteller bewegt, im Test mit 4K-Dateien aber tatsächlich etwas mehr Bedenkzeit bei der Datenübertragung benötigt. Nichtsdestotrotz liegen die von uns ermittelten Testwerte sogar über den Herstellerangaben, was sich wirklich sehen lassen kann! Somit stimmt neben dem portablen Design der externen SSD auch der Leistungsaspekt.

Lexar SL500 Test: Fazit

Die Lexar SL500 ist eine zuverlässige und leistungsstarke externe SSD mit einer großzügigen Kapazität von bis zu 4 TB. Besonders beeindruckend ist die Größe der Lexar SL500, die der einer herkömmlichen Kreditkarte entspricht und somit in jede Hosen- oder Jackentasche passt. Gleichzeitig ist das Gehäuse robust sowie widerstandsfähig gebaut und liegt mit nur 43 Gramm leicht in der Hand. Zu beachten ist allerdings, dass die SSD trotz des robusten Gehäuses keinen IP-Schutz aufweist. In Bezug auf die Datenrate bietet die SL500 hohe Geschwindigkeiten und ist eine ideale Lösung für kreative Köpfe. Auch die Verwendung als Speichermedium für das iPhone zum Filmen in Apple ProRes ist definitiv ein spannendes Feature! Obwohl sich die Lexar SL500 also für viele Zwecke eignet, wird sie wohl am ehesten bei Fotografen und Videofilmern Anklang finden.

Alles in allem kann man sagen: Wer auf der Suche nach einer schnellen und sicheren Speicherlösung ist und vor allem Wert auf ein schlankes Design legt, für den ist die Lexar SL500 definitiv eine Überlegung wert. Um die Geschwindigkeiten voll ausnutzen zu können, ist allerdings ein USB 3.2 Gen2x2 am Endgerät definitiv Voraussetzung.

Lexar SL500 1 TB

Zugriffszeiten
Transferrate (Lesen)
Transferrate (Schreiben)
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Starke Leistung im handlichen Kreditkarten-Format zeichnet die Lexar SL500 aus. Damit ist die portable SSD der ideale Reisebegleiter und bietet dank 256-Bit-AES-Verschlüsselung einen privaten Safe für sensible Dateien.

Niklas

Als versierter Softwareentwickler kann ich mich für sämtliche Themen rund um den PC vollstens begeistern. Diese Leidenschaft begann schon zu meinen Kindheitstagen und war wegweisend für meine persönliche Laufbahn. In meiner Freizeit bin ich auch dem Gaming nicht abgeneigt und stelle gerne meine Skills in kompetitiven Matches mit Freunden auf die Probe.

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