PC- & Konsolen-Peripherie

Loupedeck Live im Test – Live-Streaming leicht gemacht?

Das Stream Deck von Elgato ist einigen Streamern/-inen ein Begriff in der Szene. Ein kleines Gadget, welches anhand von Makros das Livestreaming erleichtert. Nun gibt es seit einiger Zeit einen weiteren Konkurrenten im Ring: Das Loupedeck Live. Funktionsseitig bietet das Loupedeck Live viele Knöpfe sowie Räder zum Bedienen an und erweitert damit das Kreativitätsspektrum. Nun bleibt die Frage: Lohnen sich diese vielen Köpfe und kann es den bereits von uns getesteten Konkurrenten, das Elgato Stream Deck,  in den Schatten stellen? Dieser Frage werden wir im folgendem Testbericht auf den Grund gehen!

Spezifikationen

Abmessungen (ohne Halterung, HxBxT) 150 x 110 x 30 mm
Gewicht 230 g
Anschluss USB Typ C
Unterstützte Betriebssystem – macOS X 10.14 (und höher)
– Windows 10 (und höher)
Enthaltene native Plugins – Streamlabs OBS (Win)
– OBS Studio
– Twitch
– Spotify Premium
– Philips Hue Bridge
– Adobe Lightroom Classic
– Adobe Photoshop with Camera Raw
– Adobe Premiere Pro
– Adobe After Effects
– Adobe Illustrator
– Adobe Audition
– Final Cut Pro X (v. 10.0) (MacOS)
– Ableton® Live™ (v.10.0)
– Capture One Pro (MacOS)
Preis € 249,00*

Lieferumfang

Geliefert wird das kleine Gadget in einer schwarzen unauffälligen Verpackung mit elegantem Schriftzug des Firmennamens auf der Vorderseite. Öffnet man die Schachtel, bekommt man zunächst das Quick-Guide des Loupedeck Live zu sehen. Darunter befinden sich dann das Loupedeck, ein angewinkeltes USB-C-Kabel, ein USB-C-auf-USB-A-Adapter und eine kleine Stütze aus Plastik zum aufrecht Stellen des Loupedecks. Einfach, schlicht und elegant!

Design & Verarbeitung

Nun fokussieren wir unsere Aufmerksamkeit auf das Loupedeck Live und schauen zunächst auf das Design und beurteilen dabei die Verarbeitungsqualität. Aufgebaut ist das Loupedeck wie folgt: In der Mitte, unterhalb des weißen Schriftzugs, befinden sich insgesamt 12 quadratisch durchsichtige Tasten, unter denen sich ein Display befindet. Am linken und rechten Rand zäunen dann längliche Rechtecke das Display ein. Vergleicht man dies zum Beispiel mit dem Stream Deck von Elgato, sind die Tasten hier nahezu identisch.

Darüber hinaus sind am restlichen Rand des Gehäuses weitere Knöpfe und Räder. Links und Rechts sind pro Seite drei große Räder, welche eine angenehme Haptik beim Bedienen aufweisen. Ein einzelnes Rad dreht sich geschmeidig leicht, trotzdem erkennt man deutlich die Einrastpunkte. Unterhalb des Displays befinden sich acht Buttons, wobei der ganz links ein Home-Button ist. Diese dienen später zum Wechseln der einzelnen Presets der Makros. Weiter oben am Rand befindet sich dann ein USB-C-Anschluss, den man später für die Verbindung des PCs benötigt. Zuletzt befinden sich dann noch zwei kleine Löcher an der Unterseite des Gehäuses, in die die eher schlanke Stütze gesetzt und dann am oberen Rand zusätzlich geklammert wird. Abschließend kann man sich nicht über die generelle Qualität des Loupedecks beschweren, diese ist auf einem ausgezeichneten Niveau.

Software & Praxis

Wir sind bei dem Abschnitt angekommen, in dem sich nun die eigentliche Magie des Gadgets entfalten kann: Die Software mit den unzählbaren Konfigurationsmöglichkeiten wird nun von uns genauer beleuchtet. Dazu muss man zunächst auf die Website von Loupedeck und dort die Loupedeck Software herunterladen. Nach der Installation muss man ein paar schnell beantwortbare Fragen, zum Beispiel über den eigenen Verwendungszweck des Loupedecks Live beantworten. Diese dienen zur ersten Konfiguration und wählt eine passende Voreinstellung aus. Loupedeck versucht, mit seinem Gerät zwei Welten miteinander zu verbinden – genaueres dazu folgt sofort. Hat man dies erfolgreich erledigt, kann es direkt losgehen!

Im ersten Schritt wollen wir einen Blick auf die bereits vorhandenen Presets werfen. Hier spiegeln sich dann auch die zwei Welten wieder. In der einen Richtung versucht sich Loupedeck im Streaming-Bereich zu etablieren, dazu fließt noch die bestehende Erfahrung im Creator-Bereich ein. Beispielhaft gibt es somit direkt alle Adobe-Cloud-Produkte als Presets, welche sich sogar nach Starten einer Adobe-Software automatisch auswählen. Somit hat man grundlegend einem einfach Einstieg in die Konfiguration des Loupedeck Live. In Photoshop lassen sich dann alle bekannten Funktionen über das Loupedeck über Makros steuern. Das Ganze funktioniert mit den Presets auch einfach und effizient. Hat man jedoch einen bestehenden Workflow mit Tastenkürzeln in den Programmen, muss man seinen Kopf umtrainieren. Hat man dies dann souverän geschafft, spart man sich einiges an Zeit in den jeweiligen Anwendungen.

Nur das ist natürlich noch nicht alles – Um die Presets zu bearbeiten, bietet die Software noch mehr vorbereitete Makros an, die man simple per Drag-and-Drop auf das virtuelle Loupedeck ziehen kann. Damit lassen sich dann eigene Presets erstellen, wenn man sich durch das gesamte Chaos an Makros gekämpft hat. Denn hier ist einiges geboten, was aber auch ein wenig der Übersichtlichkeit schadet. Um das Ganze noch zu toppen, kann man sich noch eigene Makros basteln.

Wie schon erwähnt, kann man mit den Makros nicht genug bekommen – so ist es auch mit dem Platz auf dem Loupedeck Live. Abgesehen von den unteren Knöpfen, mit denen man zwischen den Presets wechseln kann, kann man zudem auch in den Presets selbst blättern. Dies gelingt einem durch einfaches streichen auf dem Touch-Display. Jeder Eingabe, die man auf dem Loupedeck Live ausführt, ist mit einer Vibration verbunden. Dies untermauert durch das fehlende Klicken von Tasten den einzelnen Input. Auch hier ist die Vibrationsstärke und die Art der Vibration anpassbar.

Als Letztes haben wir noch den Streaming-Part vor uns. Intrigierte Apps sind dabei die üblichen bekannten. OBS, Streamlabs OBS, Twitch, Spotify und sogar Phillips Hue-Geräte lassen sich über das Loupedeck Live ansprechen. Kleinere Streaming-Aufgaben, wie einen Clip erstellen, den Chat umstellen, Szenen wechseln und weiteres lassen sich dann zentral über das Loupedeck steuern. Die Kommunikation zwischen dem Loupedeck und Twitch sowie OBS läuft dabei einwandfrei ohne merkbare Verzögerungen. Von dieser Seite steht einem nichts im Weg, ein erfolgreicher Streamer zu werden. Möchte man seine erfolgreiche Konfiguration mit einem Kollegen oder auf einem anderen Rechner teilen, lässt sich diese auch einfach über die Software herunterladen.

Fazit

Wie stark und aussagekräftig ist nun die Kampfansage des Loupedeck Live an das Stream Deck von Elgato? In unseren Augen sehr herausfordernd! Starten wir aber nochmal ganz am Anfang. Das Loupedeck Live ist ein kleines und einfaches Gadget für den Creative-Bereich. Verarbeitung und Qualität sind solide, besonders gut hat uns die vordere Aluminiumplatte in mattschwarz gefallen. Die einzelnen Knöpfe sind alle groß und in der Bedienung sehr angenehm. Das einzige wo es aktuell noch Luft nach oben gibt, ist die Software. Hier sind schon einige Makros implementiert, trotzdem kann man nie genug von bereits vorgefertigten Makros haben. Außerdem ist es manchmal an der einen oder anderen Stelle etwas unzugänglich in der Handhabung.

Insgesamt können wir nach unserem Test nur positiv über das Loupedeck Live berichten. Alle mitgebrachten Features funktionieren und damit eingehend gerät die Streaming-Deck-Konkurrenz richtig unter Druck. Die mitgebrachten Erfahrungen aus dem Content-Creator-Bereich haben den sehr guten Eindruck nur verstärken können.

Loupedeck Live

Verarbeitung
Funktionen
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

95/100

Das Loupedeck Live bietet einen sehr breit gefecherten Anwendungsbereich mit unzähliger Vielfalt, egal ob zum Streamen oder bearbeiten von Content!

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Tobias Lidzba

Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Beruflich bedingt bin ich somit immer auf den neusten Stand bei IT-Themen. Gaming ist außerdem ein großer Bestandteil in meinen Leben.

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