PC- & Konsolen-Peripherie

Razer BlackWidow V3 Pro – Wireless in einer Gaming-Tastatur?

Im September 2020 stellte Razer die BlackWidow V3 Pro uns vor. Sie wirkt dabei sehr vielversprechend dadurch, dass sie die erste Razer Tastatur ist mit der eigenen neuen Razer HyperSpeed Wireless-Technologie ist. Mithilfe dieser Neuerung soll die Tastatur für ein noch genaueren und schnelleren Input beim Zocken mit einer Wireless-Tastatur sorgen. Dabei ist dies nur eine der neusten Anpassungen. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 200 Stunden, verbesserten Razer Mechanical Switches und Doubleshot ABS Keycaps wurde einiges deutlich verbessert.

Für euch haben wir die neue Razer BlackWidow V3 Pro getestet. Wie gut schlägt sie sich in unserem Praxistest? Wie lange strahlt uns die Tastatur mit ihren RGB-Farben an und begleitet uns somit durch unsere Gaming-Session? Mehr erfahrt ihr jetzt!

Technische Daten

Abmessungen 451 x 249 x 43 mm
Gewicht 1424 g
Gehäuse Aluminium-Gehäuse
Anschluss Wireless, Bluetooth und Kabel gebunden
Konnektivität  2,4-GHz-USB-Empfänger, Bluetooth
Switches Razer Green, Razer Yellow
Key Rollover NKRO
Multimediatasten Separate Multimediatasten
Beleuchtung eine RGB-LED pro Taste, steuerbar über Razer Synaps
Extras mit Handballenablage, Tasten frei programmierbar
Lebensdauer 80 Millionen Tastenanschläge

Verpackung & Lieferumfang

Die Razer BlackWidow V3 Pro wird in einer Razer-typisch aussehenden Verpackung geliefert. Dabei sehen wir vorne das optisch ansprechend abgebildete Produkt, mit dem wir einen ersten Eindruck von der RGB-Beleuchtung der Tastatur bekommen. Oben links finden wir die verbauten Switches wieder und darunter noch die wichtigsten Eigenschaften der Tastatur. Bei den Switches handelt es sich um die Razer-eigenen Green-Switches, die ein taktiles Klicken von sich geben. Diese sind ungefähr mit Cherry MX Blue-Switches zu vergleichen. Die Tastatur ist außerdem noch mit den Razer Yellow-Switches zu erhalten. Die Yellow-Switches sind im Gegenzug dazu nahezu lautlos.

Beim Öffnen der Verpackung sehen wir unten einmal die Tastatur verpackt und darüber in einem kleinen Fach die Beilagen montiert. Die Tastatur wurde mit zwei härteren Schaumstoffstücken an den Seiten und mit einer Plastikhaube geschützt geliefert. Unter der Tastatur befinden sich die Handballenablage, eingehüllt in einer schwarzen Plastikfolie, und ein USB-Kabel. Insgesamt befinden sich in der Verpackung die Tastatur, eine Handballenablage, ein USB-Typ-C-Kabel, die Gebrauchsanleitung und Sticker von Razer.

Bei dem USB-Kabel handelt es sich um ein spezielles Razer-USB-Typ-C-Kabel. Besonders auffallend sind sie, da die grüne Farbe der Stecker nicht üblich, ist aber gut zu Razer passt. Der ganze Inhalt der Verpackung lässt durch die gute Verpackung keine Schäden zu. Wenn wir schon mal bei Schäden sind – Beim Kauf der Razer BlackWidow V3 Pro erhält man eine zwei Jahre lange Garantie und Zugang zum technischen Support von Razer. Abschließend kann man noch anmerken, dass man auf die schwarze Plastikfolie verzichten hätte können, der Umwelt zuliebe, da die Handballenablage unter der Tastatur und auch der Plastikhaube sicher ist.

Design & Verarbeitung

Die Razer BlackWidow V3 Pro hat das Design des Vorgängers, der BlackWidow V3, übernommen und ergänzt. Razer hat sich bei der neuen Pro-Variante nicht nur für eine zusätzliche Wireless-Technologie entschieden, sondern zudem noch einiges an dem Layout der Tastatur angepasst. Genauer gesagt sind dies vier Medientasten, wobei eine gleichzeitig ein Lautstärkeregler ist. Mit diesen lassen sich zum Beispiel standartmäßig Musikstücke am PC steuern. Außerdem lässt sich über die Tasten auch die Helligkeit der RGB-Beleuchtung steuern. Die angesprochenen Tasten sind sehr gut verarbeitet worden und lassen sich deswegen gut bedienen. Der Lautstärkeregler müsste zwar nicht so groß sein und über die Seite hinaus ragen, ist aber Geschmackssache.

Wie auch bei der BlackWidow V3 ist das Gehäuse der BlackWidow V3 Pro aus einer Aluminium-Konstruktion hergestellt worden. Besonders schön ist die kleine Absenkung der Tastatur vorne, da diese mit einem beleuchteten Razer-Logo bestückt ist. Beim Benutzen der Handballenablage ist diese leider dann zwar nicht zu sehen, trotzdem ist das RGB-Logo nennenswert und wertet die Tastatur etwas auf. Die Tastenkappen der Tastatur können natürlich auch in allen Farben leuchten.

Also machen wir bei denen auch weiter – die Tastenkappen wurden aus einem sehr soliden Doubleshot-Gussverfahren hergestellt. Dadurch lässt sich die Beschriftung so gut wie gar nicht abnutzen. Außerdem sind die Tastenkappen an den Seiten etwas dicker als übliche Tastenkappen und bringen dadurch einen noch bessere Stabilität mit sich. Durch die Razer Green-Switches und deren Design hat Razer also insgesamt für eine gute Qualität gesorgt. Erwähnenswert ist zudem die einfache weiße Beschriftung der Multifunktionstasten. So muss man sich also keine Gedanken machen, ob man diese auch mit der RGB-Beleuchtung noch sehen kann.

Auf der rechten Seite des Gehäuses sehen wir einmal, dass dort das Lautstärkerad ein bisschen nach außen hin absteht. Auf der linken Seite hingegen finden wir die Einstellungsmöglichkeiten der Wireless-Funktionen wieder. Mit einem kleinen Regler lässt sich hier einstellen, ob man die Tastatur mit Bluetooth nutzen möchte (nach unten), oder ob man sie mit dem 2,4-GHz-USB-Empfänger (nach oben) benutzen möchte. Ist der Regler in der Mitte, ist die Tastatur aus. Mit einer weißen LED rechts daneben sehen wir auch ob die Tastatur an oder aus ist. Der kleine Regler lässt sich hier auch gänzlich einfach bedienen und ist gut verarbeitet. Zuletzt sehen wir oben einen USB-C-Port mit der man die Tastatur am PC anschließen bzw. laden kann. Das zugehörige USB-Kabel ist natürlich auch sehr gut verarbeitet worden und wirkt edel.

Die Unterseite besteht aus schwarzem Kunststoff, wobei an den Eckpunkten des Gehäuses ausreichend große Anti-Rutsch-Pads angebracht sind. In der Mitte finden wir den üblichen Produkt-Sticker wieder. Schaut man von dem ein kleines Stück höher, sieht man ein kleines verstecktes Fach. In diesem Fach, welches sich ehrlich gesagt etwas schwerer öffnen lässt, befindet sich der 2,4-GHz-USB-Empfänger. Außerdem gibt es noch die Standfüße auf der Rückseite. Es gibt zwei verschieden einstellbare Höhen – sehr schön! Die Standfüße sind zudem auch gut verarbeitet und halten ordentlich viel Druck stand.

Weiter geht es mit der vorhin schon angesprochenen Handballenablage. Das Gehäuse der Handballenablage besteht aus einfachem Kunststoff und ist oben mit einem Kunstleder-Polster bestückt. Auf der Unterseite sind sechs Anti-Rutsch-Pads befestigt. An den Seiten sind dies kleine Quadrate und in der Mitte sind es deutlich größere Rechtecke. Sobald die Handballen auf der Handballenablage darauf sind, bewegt sich die Handballenablage keinen Zentimeter. Die Handballenablage ist zudem noch mit Magneten ausgestattet und hält somit am Gehäuse der Tastatur gut fest. Dadurch, dass Razer auf ein Klipp-Verfahren verzichtet hat, ist es auch gut möglich die Handballenablage so zu verschieben, wie es am gemütlichsten für einen selbst und seinen Handballen ist. Das Kunstleder-Polster ist sehr angenehm an den Handballen und wirkt sehr edel durch die Gravur des Razer-Logos in der Mitte.

Software & RGB-Beleuchtung

Wie auch viele andere Razer-Produkte, kann man die RGB-Beleuchtung der Tastatur mithilfe von Razer Synapse steuern. Die Razer BlackWidow V3 Pro profitiert somit von der mehrjährigen Erfahrung des Herstellers. Diese Erfahrung finden wir auch in der vielseitigen Software wieder. Beim Einstecken des USB-Adapters, öffnet sich Razer Synapse sofort auf dem PC. Damit muss man sich keine Gedanken machen, wo man die Software zum Download findet und erspart sich damit auch Arbeit – schön! Wenn man noch keine Erfahrungen mit Synapse gesammelt hat, kann es möglich sein, dass man eine kleine Eingewöhnungsphase benötigt. Es gibt viel zu entdecken und deswegen könnte es auf den ersten Blick viel werden.

In Razer Synapse können wir die RGB-Beleuchtung steuern. Man kann sich entscheiden, ob man die Beleuchtung individuell anpassen will oder eines der schon angefertigten Modi zur Hilfe nimmt. Dabei haben wir die Wahl aus 16,8 Millionen anpassbaren Farboptionen. Für die, die nach Individualität suchen – jede LED ist einzeln ansprechbar und somit kann man sich ausgiebig austoben. Außerdem stehen uns dafür bis zu fünf Profile zur Verfügung, welche sich mit der Tastenkombination FN-Taste + STRG durchwechseln lassen.

Praxis

Die Ergonomie der Razer BlackWidow V3 Pro lässt sich ganz einfach beschreiben: sie ist sehr ordentlich und solide umgesetzt worden! Dabei haben wir die Tastatur nicht nur beim Zocken getestet, sondern auch noch beim Schreiben dieses Textes zur Hilfe genommen. Dabei ist uns natürlich erst mal die Lautstärke der Tastatur aufgefallen. Die Razer Green-Switches sind laut beim Tippen, wie es von dieser Switch-Art auch zu erwarten ist. Hört und fühlt man etwas genauer, spürt man einen deutlichen Druckpunkt bevor der Switch einen Klick von sich gibt. Schreibt man mit der Tastatur also etwas schneller, bekommt man immer ein gutes Feedback, ob man die Taste auch getroffen hat. Außerdem hört man beim schnelleren Schreiben auch ein etwas metallisches Geräusch.

Leider ist das Klicken bei der Nummer 8 an der Tastatur nicht zu hören gewesen. Bei unserem Testexemplar hat sich hier also ein kleiner Verarbeitungsfehler eingeschlichen. Abgesehen davon gibt es nichts zu bemängeln. Bei Wireless-Tastaturen versucht man immer die Input-Verzögerung so klein wie möglich zu halten. Mit der Razer HyperSpeed Wireless-Technologie und dem 2,4-GHz-USB-Empfänger ist das auf jeden Fall gelungen. Einen spürbaren Unterschied gibt es nicht. Es ist zwar eine Verzögerung vorhanden, aber für Casual-Gamer ist die nicht der Rede wert. Die Bluetooth-Verbindung funktioniert dementsprechend auch so wie sie es sollte. Wer die Tastatur ohne (Placebo-)Wireless-Verzögerung benutzen möchte, kann aber auch jederzeit ein Kabel anschließen.

Zuletzt ist auch die Akkulaufzeit sehr überzeugend. Die angesprochenen 200 Stunden Akkulaufzeit sind natürlich nur ohne der RGB-Beleuchtung zu erreichen. Trotzdem mussten wir die Tastatur in unseren zweiwöchigen Testzeitraum nur einmal laden.

Fazit

Mit der Razer BlackWidow V3 Pro hat Razer ihr Re­per­toire an Gaming-Tastaturen sinnvoll erweitert. Mit einigen Verbesserungen im Vergleich zur Razer BlackWidow V3 und einer sinnvollen Wireless-Funktion gibt es bei der Tastatur nichts mehr zu bemängeln. Ein großer Pluspunkt ist auch die sehr gute Handballenablage. Die Razer Green-Switches mit den verbesserten Tastenkappen sind sehr angenehm beim Tippen und Zocken. Auch die RGB-Beleuchtung nimmt keinen Blatt vor dem Mund und überzeugt uns gänzlich. Alles, was die Razer BlackWidow V3 Pro zu bieten hat wurde solide umgesetzt.

Das einzige was ein bisschen heraussticht ist der Peis der Razer BlackWidow V3 Pro. Sie kostet etwa 250 Euro. Auch wenn die Tastatur kabellos ist, hätte der Preis gerne ein wenig niedriger sein können. Nach Betrachten aller angesprochenen Punkte gibt es von uns also einen Gold-Award für die Razer BlackWidow V3 Pro – Glückwunsch!

Razer BlackWidow V3 Pro

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Die Razer BlackWidow V3 Pro ist eine sehr solide Wireless-Tastatur die vor allem mit ihren guten Design sowie langer Akkulaufzeit überzeugt.

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Tobias Lidzba

Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Beruflich bedingt bin ich somit immer auf den neusten Stand bei IT-Themen. Gaming ist außerdem ein großer Bestandteil in meinen Leben.

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Unknown_Tbi

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Im September 2020 stellte Razer die BlackWidow V3 Pro uns vor. Sie wirkt dabei sehr vielversprechend dadurch, dass sie die erste Razer Tastatur ist mit der eigenen neuen Razer HyperSpeed Wireless-Technologie ist. Mithilfe dieser Neuerung soll die Tastatur für ein noch genaueren und schnelleren Input beim Zocken mit einer Wireless-Tastatur sorgen. Dabei ist dies nur eine der neusten Anpassungen. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 200 Stunden, verbesserten Razer Mechanical Switches und Doubleshot ABS Keycaps wurde einiges deutlich verbessert.
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