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Razer Electra V2: Günstiges Gaming-Headset im Test

Das Headset „Electra V2“ aus dem Hause Razer ist seit einigen Monaten auf dem Markt. Es ist in einer Version mit einem 3,5-mm-Klinkenanschluss sowie in einer Version mit USB-Anschluss erhältlich. Der derzeitige Marktpreis bewegt sich zwischen 59,99 Euro und 69,99 Euro. In unserem umfangreichen Test des Headsets mit Klinkenanschluss haben wir das Design, die Klangqualität, die Qualität des Mikrofons sowie den Tragekomfort einschließlich Isolation unter die Lupe genommen.

Design und Verarbeitung

Das Headset ist razertypisch gestaltet. Es fällt optisch nicht zu sehr auf, ist jedoch nicht langweilig gestaltet. Beinahe alle Komponenten sind in schwarz gehalten. Lediglich an den Ohrmuscheln finden sich neongrüne Akzente und die Kabel sind neogrün gestaltet worden. Optisch wirkt das Electra V2 sehr hochwertig und beinahe edel. Es bewegt sich wie beinahe alle Headsets aus dem Hause Razer zwischen „normalem“ und „gamertypischem“ Design, sodass es die meisten Interessenten optisch ansprechen dürfte.

Das die beiden Ohrmuscheln verbindende Kopfband ist aus Aluminium gefertigt, was es sehr robust erscheinen lässt. Es lässt sich dennoch leicht verbiegen bzw. anpassen. An diesem Punkt ist Razer definitiv ein Kompliment auszusprechen – sowohl mit der Wahl des Materials als auch mit der Verarbeitung und der Gestaltung wurde eine ideale Mischung aus ansprechendem Design und Funktionalität erreicht.

Der einzige Kritikpunkt findet sich beim Berühren der Ohrmuscheln. Diese sind aus Plastik gefertigt und wirken dementsprechend billig. Dies bricht den Gesamteindruck ein wenig und fällt störend auf. Da diese Komponenten des Headsets im alltäglichen Gebrauch nur selten berührt werden müssen, dürfte die Fertigung aus Plastik bei normalem Gebrauch jedoch nicht weiter auffallen.

Das Mikrofon des Razer Electra V2 kann abgenommen werden, wodurch das Headset auch alltagstauglich ist. Dies fällt positiv auf.

Klangqualität

Razer verspricht für das Electra V2 eine ausbalancierte Sounderfahrung. Im Test erscheint der produzierte Klang dann tatsächlich ausbalanciert – leider etwas zu stark ausbalanciert. Echte Kritikpunkte lassen sich zwar nicht finden, da der produzierte Klang grundsolide ist. Mehr ist er jedoch in keinem Falle. Echte Höhepunkte präsentiert das Electra V2 jedoch zu keinem Zeitpunkt. So erscheinen Bässe ebenso blass und fast schon langweilig wie Höhen. Die Mitten werden sehr klar wiedergegeben – der Klang pendelt sich in einer Art Mittelmaß ohne sonderliche Abweichungen ein. Dies kann negativ als absolut langweilig, oder positiv als solide und frei von Aussetzern gedeutet werden.

Wer bereits Erfahrung mit anderen Produkten von Razer hat, wird jedoch mehr oder minder stark enttäuscht werden. Nach dem Kauf eines Headsets verspricht der durchschnittliche Nutzer sich meist starke Bässe, klare, aufregende Höhen und eine noch nie dagewesene Sounderfahrung. All dies bietet das Electra V2 nicht. Der Klang ist viel mehr gewöhnlich. Ein durchschnittlicher Kopfhörer, der meist bereits für ein Bruchteil des Headsetpreises erhältlich ist, kann in den meisten Fällen auch einen soliden Klang ohne Besonderheiten bieten. Wesentlich mehr schafft das Electra V2 im Test leider auch nicht.

Andere Headsets dieser Preisklasse bieten aufregendere Klänge, die wirklich neue Erlebnisse darstellen können. Das Electra V2 hingegen scheint vor allem darauf bedacht zu sein, bloß keinerlei „Fehler“ zu machen – damit beraubt es sich leider der Chance, tiefe, klare Bässe und aufregende Höhen wiederzugegeben. Der Klang ist zwar keineswegs schlecht, klingt jedoch immer gleich und verkommt gewissermaßen zu einem vor sich hinplätschernden Einheitsbrei.

Negativ fallen auch hier die Plastikkörper der Ohrmuscheln auf, die einen guten Resonanzkörper darstellen. Berührungen der Ohrmuscheln, aber auch Bewegungen am Kabel, hört man teilweise.

Wer einzig einen soliden Klang erwartet, wird nicht enttäuscht werden. Wer jedoch mehr will, sollte zu einem anderen Headset greifen.

Mikrofon

Nachdem der enttäuschend durchschnittliche Klang die allgemeinen Erwartungen an die Leistungsfähigkeit des Electra V2 abgesenkt hat, sorgt das Mikrofon für eine positive Überraschung. Der aufgenommene Klang ist überraschend klar und insgesamt gut. Mehr kann von einem Headsetmikrofon dieser Preisklasse nicht erwartet werden. Es kann sich insgesamt durchaus sehen lassen und muss den Vergleich mit den Mikrofonen ähnlich teurer Konkurrenzprodukte keineswegs scheuen.

Die hohe Positionierungssensibilität des Mikrofons stellt den einzigen Kritikpunkt dar, der jedoch zu vernachlässigen ist. Es sollte selbstverständlich sein, dass das Mikrofon möglichst in der Nähe des Mundes platziert werden sollte, wenn Töne, die aus eben diesem stammen, aufgenommen werden sollen. Im Test wirken sich bereits kleinere Verstellungen des Mikrofons auf die Qualität der Aufnahme aus. Da die richtige Einstellung jedoch mehr oder minder intuitiv zu finden ist, kann dieser Punkt den Gesamteindruck des Mikrofons nicht wirklich verschlechtern.

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Tragekomfort

Hinsichtlich des Komforts ist zunächst zu erwähnen, dass Razer beim Electra V2 nicht auf Memory-Schaum setzt, der mittlerweile beinahe schon zum Standard geworden zu sein scheint. Obwohl dies in der Theorie also einen Nachteil darstellen sollte, fällt der Komfort nicht merklich negativ auf. Der verwendete Standardschaum im Inneren der Ohrmuscheln ist angenehm und insgesamt überzeugend.

Das Razer Electra V2
Das Razer Electra V2

Die in den Ohrmuscheln platzierten Treiber schmälern den bis dato sehr positiven Eindruck jedoch, indem sie auf eine seltsame Art hervorstehen und das Ohr trotz des angebrachten Schaumes berühren. Dies muss nicht zwingend negativ sein, ist für Personen, die bereits andere Headsets besessen haben, jedoch ungewöhnlich.

Das bereits erwähnte, aus Aluminium gefertigte Band, welches die beiden Ohrmuscheln zusammenhält, ist – wie ebenfalls bereits erwähnt wurde – hervorragend. Es bietet höchste Qualität, wurde sehr gut verarbeitet und ermöglicht ein bequemes Anpassen des gesamten Headsets. Durch seinen Lederüberzug erhöht es den Komfort zusätzlich.

Nachdem so viel über die Ohrmuscheln hergezogen wurde, müssen sie an dieser Stelle auch mal gelobt werden, denn sie überraschen durch ihre erstaunliche Anpassungsfähigkeit. Sie sind für Plastikohrmuscheln extrem beweglich, was selbstverständlich einen klaren Pluspunkt darstellt.

Fazit zum Razer Electra V2

Ein Fazit zu treffen, fällt bei diesem Headset enorm schwer. Während das Mikrofon eine dem Preis entsprechende Qualität bietet, enttäuscht der Klang. Design, Verarbeitung und Komfort sind absolut zufriedenstellend, obwohl auch hier kleinere Kritikpunkte zu finden sind. Insgesamt kann der Preis von € 32,69 * für die 3,5-mm-Klinkenversion und Preis nicht verfügbar * für die USB-Version als angemessen betrachtet werden. Das Headset überzeugt insgesamt zwar nicht vollkommen und ist einigen Konkurrenten der gleichen Preisklasse im Gesamteindruck unterlegen, kann jedoch nicht als überteuert bezeichnet werden. Nichtsdestotrotz würde ich eher zum SteelSeries Arctis 3 greifen.

Razer Electra V2

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung

Durchschnittlich

Enttäuschender, da nicht mehr als solider Klang, gutes Mikrofon, gute Verarbeitung und angenehmes Tragegefühl – im Gesamteindruck durchschnittlich.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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Das Headset „Electra V2“ aus dem Hause Razer ist seit einigen Monaten auf dem Markt. Es ist in einer Version mit einem 3,5-mm-Klinkenanschluss sowie in einer Version mit USB-Anschluss erhältlich. Der derzeitige Marktpreis bewegt sich zwischen 59,99 Euro und 69,99 Euro. In unserem umfangreichen Test des Headsets mit Klinkenanschluss haben wir das Design, die Klangqualität, die Qualität des Mikrofons sowie den Tragekomfort einschließlich Isolation unter die Lupe genommen.
Design und Verarbeitung
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