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SteelSeries Arctis 3 Bluetooth 2019 Edition Gaming-Headset im Test

Das „Arctis 3 Bluetooth“ soll ein echtes Multitalent sein. Als Gaming-Headset ist es angeblich dezent genug, um auch in der Öffentlichkeit getragen zu werden. Es verbindet laut Hersteller Gamingtauglichkeit mit Alltagsfähigkeit. Nun wurde das Gerät von SteelSeries überarbeitet. Die 2019-Edition ist bereits im Handel erhältlich und stellt die aktuelle Version ebendieses Multitalents dar. Übrigens, die Non-Bluetooth-Version des Arctis 3 hatten wir bereits im Test und sie hat uns damals überzeugen können. Bei Interesse findet ihr den Arctis 3 Test der ersten Generation hier.

Was verbessert wurde, ob das Headset tatsächlich alltagstauglich ist und ob es allen weiteren Ansprüchen genügt, wollten wir herausfinden und haben es deshalb einem Test unterzogen. Dieser deckt unter anderem auf, warum das Design passend gewählt und das Headset in der neuesten Version noch ein wenig besser ist. Die ausführliche Version findet sich nachfolgend.

SteelSeries Arctis 3 Bluetooth 2019 Edition mit allen Kabeln
SteelSeries Arctis 3 Bluetooth 2019 Edition mit allen Kabeln

Technische Daten

Treiber 40 mm Neodynium
Frequenzgang der Kopfhörer 20 – 22.000 Hz
Kopfhörerempfindlichkeit 98 dB
Impedanz des Kopfhörers 32 Ohm
Gesamte harmonische Verzerrung der Kopfhörer < 3%
Frequenzgang des Mikrofons 100 – 10.000 Hz
Mikrofonart Zweigerichtet
Empfindlichkeit des Mikrofons -38 dB
Impedanz des Mikrofons 2.200 Ohm
Kabel 3,5 mm, 4-poliges Kabel (1,2 Meter); 3,5 mm Doppelklinke Verlängerungskabel (3 Meter)
Bluetooth Version 4.1
Bluetooth-Profile A2DP, HFP, HSP
Akkulaufzeit Aktive Hördauer: 28 Stunden
Kompatibilität PC, Nintendo Switch, PlayStation, Xbox, VR, Smartphone
Preis € 79,99 *

Design und Verarbeitung

Bezüglich des Designs hat sich wenig geändert. Kleine Detailänderungen wurden jedoch vorgenommen und fallen im direkten Vergleich auf. So erscheint das Kopfband nicht mehr so ausgefallen und ist deutlich zurückhaltender. SteelSeries will kein auffälliges Headset schaffen, sondern ein zumindest optisch ganz gewöhnliches Modell. Der Markenname ist deshalb nun dunkler gehalten. Ansonsten bleibt die Farbgebung gleich – dunkel, elegant und unauffällig.

Von anderen Gaming-Headsets unterscheidet das „Arctis 3 Bluetooth“ sich auch durch seine schmale Statur. Es ist nicht dick oder gar klobig, sondern in jeder Hinsicht zurückhaltend. Diese Eigenschaft weist das Headset bereits vor der 2019-Edition auf. SteelSeries beweist also, die eigenen Stärken zu kennen und konsequent beizubehalten. RGB-Beleuchtung ist nicht vorhanden, was den schlichten Stil unterstreicht.

Insgesamt ist das Design schlicht und zeitgemäß. Hier finden wir keine Kritikpunkte. Aufgesetzt wirkt das Headset weder zu klein noch zu groß. Es passt optisch gut und wirkt keineswegs störend. Im Gegensatz zu anderen Gaming-Headsets zieht es nicht sofort alle Blicke auf sich, was es zumindest auf den ersten Blick tatsächlich alltagstauglich wirken lässt.

Bedienelemente finden sich sowohl auf der rechten als auch linken Ohrmuschel. Während auf der linken Seiten neben allen Anschlüssen (PC, Klinke, USB) auch noch ein Lautstärkerad und ein Mute-Button fürs Mikrofon zu finden sind, findet sich an der rechten Ohrmuschel nur der Button für die Bluetooth-Verbindung.

Verarbeitet ist das Headset allem Anschein nach ebenfalls sehr gut. Der Korpus des Headsets ist größtenteils aus hartem Kunststoff gefertigt und wirkt robust, was natürlich einen Vorteil darstellt. Der Kopfriemen ist beweglich, die Ohrmuscheln wirken gut gepolstert. Auf ihnen sind mehrere Knöpfe angebracht, mit denen das Headset bedient werden kann. Verarbeitungsbezogene Schwächen können wir nicht feststellen.

Tragekomfort

Der Kopfriemen ist im Skibrillen-Stil gehalten. Er wirkt verhältnismäßig groß, was ihn bei näherer Betrachtung schwer wirken lässt. Dieser Eindruck trügt jedoch – er ist ebenso wie der gesamte Kopfhörer überraschend leicht und schmiegt sich recht sanft an den Kopf des Trägers an. Während des Tragens wird der Kopfriemen kaum gespürt.

Auch die Ohrmuscheln sind leicht und drücken nicht. Anders als bei anderen Gaming-Headsets muss also nicht mit einer längeren Eingewöhnungszeit gerechnet werden. Die Ohrmuscheln werden zwar gespürt, sie fallen jedoch zu keinem Zeitpunkt negativ auf. An den Ohrpolstern fällt ein weiterer Unterschied auf: Sie sind nun stärker gepolstert, da sich einige Kunden bei der ersten Version des Arctis 3 beschwert haben, dass ihre Ohren die Innenseite berühren konnten. Da uns das bereits früher nicht gestört hat, können wir hierzu keine Einschätzung geben.

Austauschbare Ohrpolster
Austauschbare Ohrpolster

Außerdem bleiben die Ohren unter den Muscheln erstaunlich kühl und trocken. Mit der beinahe schon zur Normalität gewordenen Überwärmung und dem unangenehmen Schwitzen während längerer Tragephasen muss hier also nicht gerechnet werden. SteelSeries setzt auf einen AirWave-Performance-Stoff, der laut eigenen Angaben Sportmaterialien für Athleten nachempfunden ist. Tatsächlich müssen wir feststellen, dass das Tragegefühl durch diesen besonderen Stoff verbessert wird. Auch längere Spielsessions sind ohne schweißnasse, vollkommen überhitzte Ohren möglich. Auch der Stoff bleibt angenehm trocken.

Audioqualität

Hinsichtlich des Sounds lässt sich zunächst festhalten, dass das „Arctis 3 Bluetooth“ zwar ein Stereo-Headset ist, 7.1-Surround-Sound aber durch Windows Sonic möglich ist. Hierdurch soll dem Träger ein besseres Raumgefühl mit zielgenauerer Verortung von Geräuschen ermöglicht werden. Beim Gaming stellt dieser Surround-Sound möglicherweise einen entscheidenden Vorteil dar. Bei der ersten Version musste hierfür noch die SteelSeries Engine 3 verwendet werden – das fällt nun weg.

40-mm-Neodynium-Treiber
40-mm-Neodynium-Treiber

Im Test kann das Headset vor allem durch klare Höhen und tiefe Bässe überzeugen. Die Mitten wirken manchmal weniger dynamisch, was bei Betrachtung der gesamten Audiobandbreite jedoch eher weniger ins Gewicht fällt.

Beim Spielen fällt der Klang sehr positiv auf. Er passt sich gut an die Gegebenheiten des jeweiligen Spiels an und ist insgesamt sehr zufriedenstellend. Wer die Kopfhörer jedoch auch einsetzen möchte, um Musik zu hören, wird je nach Vorliebe enttäuscht sein. Nicht jedes Genre kann authentisch wiedergegeben werden.

Insgesamt ist die Qualität des Klangs jedoch zufriedenstellend.

Mikrofon

Wesentlich besser schneidet das Mikrofon der 2019-Edition des „Arctis 3 Bluetooth“ ab. Dieses soll laut SteelSeries Studioqualität bieten. Tatsächlich überzeugt es in unserem Test durch klare Aufnahmen und echte Geräuschunterdrückung. Störende Hintergrundgeräusche werden vom Mikrofon einfach ausgeblendet, was dazu führt, dass der Sprechende immer sehr gut zu verstehen ist.

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Am Mikrofon haben wir nichts zu bemängeln. Es ist wirklich außergewöhnlich gut.

Akku, Anschlüsse und Übertragung

Das Headset kann sowohl über Bluetooth als auch per Kabel mit einem Ausgabegerät verbunden werden. In beiden Fällen funktioniert das Herstellen der Verbindung im Test problemlos. Im Bluetooth-Betrieb ist die Verbindung stabil. Ausfälle oder Hänger konnten wir im Test nicht feststellen. Die kabellose Reichweite liegt bei zehn Metern – im Alltag dürfte sie kaum überschritten werden. Ein 3,5-mm-Doppelklinkenverlängerungskabel sowie ein Hauptkabel und ein Adapter sind im Lieferumfang enthalten. Positiv herzuheben ist, dass das Headset sowohl per Bluetooth als auch per Kabel gleichzeitig verwendet werden kann. Man kann während des Zockens also einfach ein Telefonat annehmen.

Auch der Akku bietet mit einer aktiven Hördauer von bis zu 28 Stunden reichlich Spielraum. In unserem Test hielt eine Akkuladung komfortabel mehrere Tage lang. Das Headset leistet sich in diesem Bereich also keinerlei Schwächen.

Fazit zum SteelSeries Arctis 3 Bluetooth 2019 Edition Test

Insgesamt handelt es sich um ein sehr hochwertiges Bluetooth-Headset, das tatsächlich sowohl für den Einsatz im Gamingbereich als auch für den Alltagsgebrauch geeignet ist. Während es im Bereich des Gamings mit einem adaptiven, hochwertigen Klang überzeugt, schwächelt es bei einigen Musikgenres leider. Dafür kann es jedoch mit einem erstklassigen Mikrofon, tollem Tragekomfort und atmungsaktiven Ohrmuschelpolstern aufwarten.

Letztendlich können wir die 2019-Edition des „Arctis 3 Bluetooth“ weiterempfehlen, da sie trotz kleinerer Schwächen überzeugt. Mit einem Preis von € 79,99 * ist es jedoch vergleichsweise teuer.

SteelSeries Arctis 3 Bluetooth 2019 Edition

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Preis-Leistungs-Verhältnis

Ein empfehlenswertes Bluetooth-Headset mit vielen Stärken.

SteelSeries Arctis 3 Bluetooth im Preisvergleich



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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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Das „Arctis 3 Bluetooth“ soll ein echtes Multitalent sein. Als Gaming-Headset ist es angeblich dezent genug, um auch in der Öffentlichkeit getragen zu werden. Es verbindet laut Hersteller Gamingtauglichkeit mit Alltagsfähigkeit. Nun wurde das Gerät von SteelSeries überarbeitet. Die 2019-Edition ist bereits im Handel erhältlich und stellt die aktuelle Version ebendieses Multitalents dar. Übrigens, die Non-Bluetooth-Version des Arctis 3 hatten wir bereits im Test und sie hat uns damals überzeugen können. Bei Interesse findet ihr den Arctis 3 Test der ersten Generation hier.
Was verbessert wurde, ob das Headset tatsächlich alltagstauglich ist und ob es allen weiteren Ansprüchen genügt, wollten wir herausfinden und haben es deshalb einem Test unterzogen. Dieser deckt unter anderem auf, warum das Design passend gewählt und das Headset in der neuesten Version noch ein wenig besser ist. Die ausführliche Version findet sich...

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