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Speedlink Vivas LED im Test: In-Ear-Kopfhörer für mobiles Gaming?

Speedlink ist eine deutsche Marke, die seit 1998 Peripherie für PCs, Konsolen und mobile Geräte fertigt. Mit einem recht soliden Preis-Leistungs-Verhältnis durch die Produktion in Asien werden viele spezialisierte Produkte hergestellt. Für Office, Gaming und Konsolen wird somit ein breites Portfolio angeboten. In diesem Fall haben wir kabellose In-Ear-Kopfhörer für mobiles Gaming zum Test hier: Die Speedlink Vivas LED.

Spezifikationen

Sound Stereo
Bluetooth 5.0
Kontrolle Touch
Treiber 12 mm
Frequenzganz 20 Hz – 20 kHz
Impedanz Kopfhörer 32 Ohm
Ladekabel USB-C, 25 cm
Batterie Ladecase 500 mAh, Kopfhörer 50 mAh
Maße Ladecase 74 x 62 x 35 mm
Gesamtgewicht 65 g
Wetter- / Staubschutz IP54
Preis € 49,99 *

Verpackung und Lieferumfang

  • Stabile Verpackung
  • Erwarteter Lieferumfang

Die Speedlink Vivas LED Gaming-Kopfhörer werden in einer robusten, kompakten Pappverpackung geliefert. In dieser befinden sich die Kopfhörer-Ladebox mit den darin platzierten Kopfhörern, Austausch-Ohrpolster für größere und kleinere Ohren und ein USB-C-Ladekabel. Außerdem natürlich die Anleitung. Wie bei vielen neueren Geräten wird auf die Lieferung eines Netzteils verzichtet. Es ist eh davon auszugehen, dass die meisten Leute heutzutage ausreichende USB-Netzteile zur Verfügung haben. Denn diese wurden seit Jahren mit vielen Handys und sonstigen Geräten geliefert. Ausgepackt kann der Speedlink Vivas LED Test starten.

Optik und Verarbeitungsqualität

  • Ordentliche Verarbeitung
  • Einzigartige Optik durch die Beleuchtung

Die Ladebox der Speedlink Vivas LED ist ordentlich verarbeitet und wirkt wie ein guter Schutz für die Kopfhörer, ist aber größer als die der Version ohne LEDs. Die Oberseite sieht im Metallic-Blau gut aus, ist aber so glatt, dass man Fingerabdrücke darauf kaum vermeiden kann. Das Öffnen der Box ist ein wenig schwierig, da die Hand keinen festen Haltepunkt am Deckel findet und die Einbuchtung darunter ist sehr klein. Öffnet man den Deckel, muss man zugeben: Das ist ein Erlebnis! Die Innenseite der Box fängt an, blau zu leuchten. An den Kopfhörern muss nun ein kleiner Schutzstreifen entfernt werden, der die Ladekontakte schützt. Steckt man nun die Kopfhörer zurück in die Box – sie klicken magnetisch sicher in Position – fangen auch diese an zu leuchten, während sie laden. Das schaut schon cool aus, aber man muss dabei etwas bedenken. Sobald man die Kopfhörer trägt, sieht man sie selbst nicht mehr, womit die Beleuchtung insbesondere die Personen um einen herum anspricht. Das fällt etwas auf und passt nicht für jede Gelegenheit. Die Verarbeitung der Kopfhörer wirkt solide.

Einrichtung und Inbetriebnahme

  • Simple Einrichtung
  • Wechselbare Ohrpassstücke

Vor dem Test haben wir die Speedlink Vivas LED zunächst eine Weile geladen. Auch das Ladecase haben wir mit dem USB-Kabel zum Laden angeschlossen. Denn diese Box besitzt einen integrierten Akku, der die Kopfhörer mehrfach aufladen kann, wenn diese zwischen den Einsätzen darin gelagert werden. Sind sie geladen, kann man ausprobieren, welche Ohrpassstücke einem am besten passen. Werksseitig montiert sind die mittelgroßen, die durchschnittlich bei den meisten Leuten passen sollten, aber es gibt auch ein kleineres und ein größeres Paar. Beim Probieren ist zu beachten, dass die Kopfhörer mit L und R für Links und Rechts gekennzeichnet sind. Ist man bereit, verbindet man die Kopfhörer via Bluetooth. Primär ist das natürlich für den mobilen Betrieb geeignet ohne die Kabel und durch die allgemeine Bluetooth-Fähigkeit aktueller Smartphones. Es ist allerdings auch möglich, die Speedlink Vivas LED am Computer einzusetzen, sofern dieser Bluetooth unterstützt.

Zum Wechseln der Ohrpassstücke klappt man diese am besten nach vorne, dann kann mal sie mit einem guten Grip herunterziehen und bekommt die anderen besser drauf. Insgesamt ist der Sitz sehr gut, was im Alltag vor Verlusten schützt, aber den Wechsel etwas erschwert.

Im Betrieb

  • Einfache Steuerung
  • Viele Kontrollmöglichkeiten

Die Kontrolle der Speedlink Vivas LED läuft über eine Touchfunktion. Je nachdem, auf welcher Seite man tippt und wie oft man tippt, kann man die Lautstärke verändern, mit Doppeltipps den Player pausieren und fortsetzen oder auch Telefonate annehmen. Mikrofone sind natürlich direkt mit integriert. Dreifaches Tippen spult auf den nächsten Titel weiter oder auf den letzten zurück. Drei Sekunden langes halten des rechten Kopfhörers aktiviert die Beleuchtung („Gaming-Modus“). Fünf Sekunden drücken schaltet den jeweiligen Kopfhörer aus, auch wenn er nicht im Ladecae sitzt. Insgesamt funktioniert das ganz gut, aber es kommt natürlich auch auf die gekoppelten Geräte an.

speedlink Vivas LED In-Ears
Die Verarbeitung ist ordentlich und beim Tippen hat man ein sicheres Gefühl.

Der Sound

  • Mittiger, bassarmer Sound
  • Gute Sprachverständigung

Gut, in der Preisklasse, in der die Speedlink Vivas LED mitspielen, erwartet man keine Klangqualität der Oberklasse, zumal man natürlich auch die Beleuchtungsfunktion mitfinanziert. Doch selbst die reduzierten Erwartungen werden nicht wirklich erfüllt. Insgesamt kommt der Bass nicht so voll an, wie man ihn sich erhoffen würde. Immerhin ist der Klang bei der Sprachwiedergabe. Hörbüchern, Podcasts, Telefonaten und der Synchronisation in Spielen klar verständlich. Das weist auf eine Betonung der oberen Mittenfrequenzen hin bei einer gleichzeitigen Bassreduzierung. Damit ist der Sound gut für Sprache geeignet. Weniger gut für die Musikwiedergabe oder Games mit einem starken Fokus auf der Musik, wie sie insbesondere bei Rollen- oder Rennspielen zu finden ist. Insgesamt ist die Klangqualität nicht wirklich überzeugend. Etwas blechern, mittig hohl bis schrill. Schade.

Gaming?

  • Abgesehen von der Beleuchtung keine herausstechenden Features
  • Sound ist die einzige wirkliche Schwachstelle

Joa, die Speedlink Vivas LED leuchten. Klar sind sie fürs Gaming optimiert. Scherz beiseite: Man muss realistisch sagen, dass es einfach beleuchtete In-Ear-Kopfhörer sind. Der Gaming-Modus mit der Beleuchtung reduziert zwar die Laufzeit ein wenig, aber insgesamt halten die Akkus der Kopfhörer schon 2-3 Stunden und laden natürlich im Ladecase zwischen jedem Einsatz wieder nach. Klanglich hatte ich jedoch nicht das Gefühl, dass mir diese In-Ears sonderlich viel Spaß bereitet haben beim Gaming. Mit Bluetooth 5.0 ist die Latenz immerhin gering und die Reichweite ist ebenfalls gut. In der Wohnung konnte ich mich ohne Abbrüche der Verbindung frei bewegen und mobil entfernt man sich auch selten vom Handy. Der IP54-Wetterschutz ist nett für den Alltag und er schützt die Kopfhörer auch, wenn man mal in einen Regenguss gerät.

Fazit

Die Speedlink Vivas LED In-Ear-Kopfhörer sind nach unserem Test ehrlich gesagt nicht wirklich überzeugend. Der Klang ist bassarm, die Beleuchtung nett anzusehen, aber natürlich ohne praktischen Nutzen. Die Verarbeitung und das Trage- und Anfassgefühl sind zwar gut, aber das gleicht die Schwächen im Sound nicht aus.

Speedlink Vivas LED

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Preis-Leistungs-Verhältnis

69/100

Die Speedlink Vivas LED sehen gut aus und sind ordentlich verarbeitet, leider überzeugt der Sound nicht.

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Simon Deobald

Schon zu Kindertagen, noch bevor ich wirklich lesen konnte, wusste ich unter DOS, was einzutippen ist, um "Die Siedler" zu starten. Wenige Jahrzehnte später beschäftige ich mich auch weit intensiver mit PCs und entsprechender Hardware, bin ansonsten als Feuerwehrmann, (Produkt-)Fotograf und Redakteur tätig, wie auch ein Gitarren-Nerd.

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