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Dance of Death: Du Lac & Fey – Vorschau auf die Jagd nach Jack the Ripper

Update vom 7. Mai 2019: Mittlerweile hat das Spiel einige weitere Updates erhalten. Unter „Fazit“ könnt ihr nachlesen, welchen Eindruck Dance of Death in der Version 1.1 macht.

Update vom 7. April 2019: Dieser Testbericht bezieht sich auf eine Vorabversion des Spiels. Leider enthält das Spiel auch nach Release noch viele Bugs und technische Probleme. Der Entwickler arbeitet daran und es gab bereits einen ersten Patch. Wir werden diesen Testbericht später aktualisieren, sobald einige weitere Probleme behoben sind. Falls ihr grade selbst Dance of Death spielt und dabei auf Probleme stoßt, findet ihr in den Steam-Foren des Spiels weitere Infos und könnt gegebenenfalls selbst Bugs melden.

London, Whitechapel, 1888 – eine Reihe grausamer Morde erschüttert die Stadt. In dem Point-and-Click-Adventure Dance of Death: Du Lac & Fey von Salix Games begeben sich drei Helden auf die Spur eines der berüchtigtsten Serienmörder der Geschichte. Wir haben die ersten Kapitel anspielen dürfen und wollen euch unsere Eindrücke nicht vorenthalten. Hinweis: Wir haben eine Vorab-Version getestet. Es handelt sich dabei um eine noch unfertige Version des Spiels, daher verzichten wir hier auf eine abschließende Bewertung.

Die Geschichte beginnt im kalten und wunderschönen Norwegen

Das Abenteuer beginnt in Norwegen. Der unsterbliche Ritter Sir Lancelot Du Lac und die verfluchte Zauberin Morgana Le Fey bekämpfen Dämonen, welche die Menschen bedrohen.  Als Du Lac nach einer Begegnung mit einem dieser Monster eine Vision hat, reist das ungleiche Duo nach London. In der Stadt angekommen, erfahren sie bald von grausamen Morden, die die Bevölkerung in Atem halten und treffen auf Mary Jane Kelly, die ebenfalls auf der Suche nach dem Mörder ist.

Persönlichkeiten bekannt aus Sagen und Historie

Die drei Protagonisten setzen sich aus Sagengestalten und historischen Persönlichkeiten zusammen. Du Lac war einst ein ehrbarer Ritter, der das Königreich und seinen König mit aller Kraft verteidigte. Mittlerweile zieht er mit Fey durch die Lande und erschlägt Dämonen und Monster. Er bewahrt dabei weiterhin seine ritterlichen Tugenden, so tritt er stets höflich auf und ist allzeit bereit jemandem in Nöten zu helfen. Fey ist die Schwester des Königs und war mal eine mächtige Zauberin, bis ein Fluch sie zwang die Gestalt eines Hundes anzunehmen. An der Seite von Du Lac bekämpft sie Ungetüme, die Unschuldige bedrohen und ist auf der Suche nach dem Verantwortlichen für den Fluch.

Sir Lancelot Du Lac und Lady Morgana Le Fey

Mary Jane Kelly, eine junge Frau mit einer besonderen Gabe, arbeitet als Tagelöhnerin und Prostituierte in London. Sie ist entsetzt über die schrecklichen Morde und entschlossen den Täter aufzuhalten, bevor noch mehr Leid geschieht.

Mary Jane Kelly

London im Herbst des Schreckens

Der Ort des Geschehens ist das viktorianische London Ende des 19. Jahrhunderts. Viele Sachverhalte, wie beteiligte Personen, Daten und Ereignisse zu Zeiten Jack the Rippers wurden im Spiel eingesetzt. So basiert Mary Jane Kellys Figur auf der historischen Mary Jane Kelly, die als das letzte Opfer von Jack the Ripper gilt. Inspektor Abberline, der im Spiel die Morde untersucht, ist dem gleichnamigen Inspektor nachempfunden, der bei den Ermittlungen zu Jack the Ripper mitwirkte. Die Presse spielt ebenfalls eine Rolle. In der Zeitung findet Du Lac Informationen zu den Morden.

Die Zeitung berichtet über die Morde

Trotzdem haben die Entwickler Platz für eine eigene Geschichte und Themen gelassen. Übernatürliches und Fantasy-Elemente sind präsent. Es gibt Trolle, Dämonen und Magie. Du Lac und Fey entstammen der Sage um König Artus und Mary Kelly hat eine besondere Gabe. Dadurch entsteht eine spannende Mischung auf deren Entwicklung man sehr gespannt sein darf.

London am Abend

Grafisch setzt Dance of Death auf einen eigenen Stil und eine Mischung von 2D- und 3D-Elementen, die ein stimmiges Bild ergibt. Die Schauplätze sind detailreich und sehr gelungen gestaltet und wirken authentisch. Eine kleine Schwäche offenbart sich hier allerdings: Einige Orte, besonders die Läden in London, sind zwar sehr interessant und detailreich, aber es gibt meistens nur wenige Interaktionspunkte. Es wäre schön gewesen, wenn man öfter die Möglichkeit hätte, etwas anzugucken und einen Kommentar von den Protagonisten zu hören. Das Spiel ist nämlich komplett vertont und großartig synchronisiert. Besonders, wenn Du Lac wieder mal den noblen Ritter gibt und Fey das etwas bissig kommentiert, kommen die Charaktere klasse rüber.

Gameplay

Dance of Death ist ein Point-and-Click-Adventure. Ihr übernehmt abwechselnd Kontrolle über einen der Protagonisten. Ihr erkundet, untersucht, redet mit anderen Charakteren und sammelt Informationen. Schwierige Rätsel gibt es bisher nicht, zwar muss Mary Kelly an einer Stelle eine bestimmte Tinktur zusammenmischen, wirklich Kopfzerbrechen bereitet dies einem aber nicht. In einigen Situationen müsst ihr außerdem zwischen den Protagonisten wechseln, da die Helden unterschiedliche Fähigkeiten besitzen, beispielsweise kann Fey mit Tieren sprechen, Du Lac nicht.

Fey kann Dackel „Sausage“ ansprechen

Das aktuelle Ziel könnt ihr im Tagebuch finden, wo auch wichtige Informationen und Gegenstände eingesehen werden können. Bewegen könnt ihr euren ausgewählten Helden mit der Maus, was leider nicht immer einfach ist. In weiträumigeren Arealen funktionierten die Bewegung und Wegfindung der Figuren meistens, in engeren oder verschachtelten Räumen hingegen ist es nervig, den gewünschten Charakter an die gewünschte Stelle zu bewegen. Da es sich aber um eine Vorab-Version handelt, ist anzunehmen, dass hier noch nachgebessert wird. Befindet sich der Charakter nahe genug an einem interessanten Objekt oder einer Person, kann er interagieren. Gegenstände können zwar untersucht, aber nicht direkt verwendet oder kombiniert werden. Hauptsächlich dienen sie der Sammlung von Informationen. In Dialogen stehen gelegentlich verschiedenen Optionen zur Verfügung und je nachdem was man sagt, reagieren die Gesprächspartner unterschiedlich.

Ihr könnt entscheidet, wie Du Lac antwortet

Da sich aber einige Situationen nicht ausdiskutieren lassen, auch wenn Du Lac es bei einem Dämon erfolglos versucht, bleiben kämpferische Auseinandersetzungen nicht aus. In dem Fall erscheint eine Anzeige, auf der sich eine Markierung hin und her bewegt, befindet sich die Markierung im goldenen Bereich, müsst ihr klicken und der Schlag gelingt. Dies müsst ihr mehrfach wiederholen und der Sieg ist euer. Das ist zwar wenig spektakulär, ist aber für ein Point-and-Click-Adventure völlig ausreichend.

Das Kampfsystem

Fazit

Die ersten Kapitel von Dance of Death: Du Lac & Fey machen einen sehr guten und vielversprechenden Eindruck. Dance of Death ist zwar nicht das erste Spiel, welches von Jack the Ripper handelt, die Geschichte ist aber durch die verschiedenen Elemente aus Sagen und Historie interessant. Trotz der teilweisen recht düsteren Thematik gibt es immer wieder lustige Momente. Die drei Hauptcharaktere sind sympathisch, haben ihre Eigenarten und durch die hochwertige Synchronisation macht es richtig Spaß den Charakteren zuzuhören. Der Entwickler verspricht zudem, dass die eigenen Entscheidungen sich noch im Laufe des Abenteuers auswirken sollen. Wie es weitergeht, wird sich bei Release zeigen. Dance of Death Du Lac & Fey erscheint am 5. April 2019 für PC.

Im April geht das Abenteuer weiter

Fazit nach Release

Dance of Death hatte leider mit einem etwas holprigen Release zu kämpfen und der Entwickler Salix Games arbeitet weiterhin daran, das Spiel zu verbessern. Unabhängig von den technischen Aspekten ist Dance of Death: Du Lac & Fey ein gelungenes Adventure. Die Charaktere, die Dialoge und die Handlung sind definitiv die Stärken des Spiels. Neben der Jagd nach einem Serienkiller, spielen auch die Beziehungen der Charaktere zueinander und ihre Vergangenheit eine Rolle. Die drei Helden haben alle ihre eigenen Beweggründe und Geschichten, welche nach und nach erzählt wird. Im Laufe der Story trefft ihr außerdem auf verschiedene Nebencharaktere. In den Gesprächen mit den Charakteren könnt ihr ihnen oftmals bei Problemen helfen und einen Rat erteilen. Diese Entscheidungen haben tatsächlich Auswirkungen, denn am Ende erfahrt ihr, wie es ihnen mit eurem Rat ergangen ist.

Auf komplexe Rätsel oder Puzzles wurde weitestgehend verzichtet. Hauptsächlich seid ihr damit beschäftigt die Schauplätze zu erkunden, Dialoge zu führe und Informationen zu sammeln. Während ihr bei den Charakteren und Dialogen viele optionale Möglichkeiten habt, um beispielsweise mehr über eine Person zu erfahren, beschränkt sich das Erkunden und Untersuchen auf die wenigen Dinge, die für die Haupthandlung relevant sind. Das ist ein bisschen schade, da es durchaus Spaß macht, die Welt zu erkunden und man gerne mehr zu entdecken hätten. Technisch läuft das Spiel durch einige Updates besser. Die Steuerung ist anfangs immer noch etwas nervig, funktioniert aber in den meisten Szenen. Es gibt immer noch einige Bugs und gelegentliche grafische Fehler. Gegen Ende des Spiels passierte es in der aktuellen Version zweimal, dass ein Ereignis nicht richtig getriggert wurde, erst nach erneutem Laden des Spiels, aber insgesamt ist Dance of Death mittlerweile spielbar. Auch der Grafikstil und der Sound sind positiv zu erwähnen. Beides schafft eine stimmige Atmosphäre für ein Abenteuer im düsteren London. Ein Pluspunkt ist hier weiterhin die Synchronisation, besonders die Hauptcharaktere sind großartig vertont.

Dance of Death: Du Lac & Fey ist eine Empfehlung für jeden, der sich auf ein story-getriebenes Spielerlebnis einlassen möchte. Die Charaktere sind fantastisch und die Geschichte eine gelungene Mischung aus Historie und Fantasy-Elementen. Das Spiel bietet ca. 10 Stunden Spielzeit. Dance of Death: Du Lac & Fey ist seit dem 5. April 2019 auf Steam für 28,99€ erhältlich.

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