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Princess Peach: Showtime! Test: Charmantes und abwechslungsreiches Abenteuer

Super Mario hat zig davon. Luigi gruselt sich durch Geisterabenteuer, Pilzkopf Toad geht auf Schatzsuche und selbst Yoshi oder Wario feierten bereits Solo-Auftritte. Die Herrscherin über das Pilzkönigreich, Prinzessin Peach, ging bisher aber meist leer aus. Das ändert sich nun aber endlich. Im Princess Peach: Showtime! Test fühlen wir dem abwechslungsreichen Theater-Abenteuer für Nintendo Switch auf den Zahn.

Princess Peach: Showtime! Test: Die Fakten im Überblick

Titel Princess Peach: Showtime! (offizielle Website)
Genre Action / Jump ’n‘ Run
Entwickler Nintendo
Publisher Nintendo
Release 22. März 2024
Plattformen Nintendo Switch
Spielerzahl 1
Preis € 52,97 *

Princess Peach: Showtime! Test: Prinzessin wird Broadway-Star

Dass Prinzessin Peach ein echter Tausendsassa ist, hat die Regentin etliche Male unter Beweis gestellt. Egal ob im Kart, beim Tennis oder Hüpfen mit Mario, Luigi und Co. Selbst im Super Mario Bros.-Film stahl der Blondschopf dem Klempner-Duo stellenweise die Show.

Show ist auch schon ein gutes Stichwort, denn in ihrem zweiten spielerischen Solo-Auftritt verschlägt es die Prinzessin auf die große Show-Bühne. Dreh- und Angelpunkt in Princess Peach: Showtime! ist das Funkeltheater, das von einer mysteriösen maskierten Schurkin übernommen wurde.

Princess Peach: Showtime! Test
Das Funkeltheater braucht unsere Hilfe. (Bild: Nintendo)

Im Verlauf des Spiels liegt es also an euch, die Bühne wieder unter eure Kontrolle zu bringen und der fiesen Hexe Grape Paroli zu bieten. Leider bleibt die Story dabei, Nintendo-typisch, eher blass. Als netter Aufhänger für ein abwechslungsreiches Abenteuer reicht diese aber allemal, zumal sie durch ansehnliche Render-Zwischensequenzen gut inszeniert vorangetrieben wird.

The Show must go on

Da die Hexe gemeinsam mit ihrem Gefolge sämtliche Aufführungen des Theaters übernommen hat, wird spielerische Abwechslung beim Gameplay von Princess Peach: Showtime! großgeschrieben. Zu Beginn finden wir uns in der Haupthalle des sechsstöckigen Theaters wieder. Stets an unserer Seite ist eine charmante Fee namens Stella, die Peach durch ihre magische Schleife besondere Funkelkräfte verleiht.

Und die sorgen für jede Menge spielerischer Abwechslung: Insgesamt 30 Level stehen uns im Spiel zur Wahl, die in zehn Kategorien unterteilt sind. Jede dieser Kategorien wartet mit einem ganz eigenen Gameplay samt einem dazu passenden Outfit und Bühnenbild auf. Hinzu kommen eine Handvoll Bosskämpfe, während wir am Ende gegen die Hexe selbst antreten.

Als Fechterin setzen wir Grapes Schergen mit eleganten Schwerthieben zu, als Ninja versuchen wir möglichst unbemerkt durch das Level zu schleichen und als Patissière verzieren wir Kekse oder Torten mit dem richtigen Timing und der passenden Deko.

Zumal das Spiel diese unterschiedlichen Ideen auch äußerst charmant in Szene setzt und die Theater-Inszenierung stimmig aufgreift. Als Ninja nutzen wir beispielsweise Büsche aus Holz, um uns zu verstecken – das sorgt unweigerlich für ein Schmunzeln auf unserem Gesicht.

Das alles klingt nicht nur sehr abwechslungsreich, es spielt sich auch so. Zumal die einzelnen Level allesamt mit ihren eigenen Spielideen aufwarten, die immer wieder durch gelungene Spielideen aufgelockert werden.

Ganz zu Ende gedacht wirkt dieses Konzept allerdings leider nicht. Denn einige Verkleidungen entpuppen sich als eher anspruchs- und ideenlos: Das Tortenbacken könnte auch glatt als Mini-Spiel in der Mario-Party-Reihe durchgehen, während es den Abschnitten als Superheldin etwas an Abwechslung mangelt.

Princess Peach: Showtime! Gameplay: Simpel, aber spaßig

Eines haben aber alle Verkleidungen und Aufgaben gemeinsam: Sie sind äußerst simpel gestrickt. Wer spielerische Herausforderungen oder anspruchsvolle Hüpfeinlagen sucht, ist hier zweifelsohne fehl am Platz.

Damit schlägt Princess Peach: Showtime! in eine ähnliche Kerbe wie zuletzt Kirby und das vergessene Land oder Yoshi’s Crafted World und richtet sich zweifelsohne an ein jüngeres Publikum.

Und das schafft es dank eingängiger Steuerung auch problemlos durch die 30 Spielabschnitte. Mein sechsjähriger Sohn hatte jedenfalls auch großen Spaß mit dem Spiel und zeigte sich nicht nur sehr angetan von der spielerischen Abwechslung, sondern auch von der starken Titelheldin, die die Hauptrolle gibt.

Showtime ist ein entspanntes und charmantes Spiel für zwischendurch. Perfekt geeignet, um sich nach Feierabend auf das Sofa zu fläzen und runterzukommen. Wer eine Herausforderung sucht, ist hier aber falsch.

Princess Peach: Showtime!
Nicht alle Verkleidungen/Level weisen eine ähnlich hohe Qualität auf. (Bild: Nintendo)

Zumal der Umfang äußerst überschaubar ausfällt. In rund 5-8 Stunden ist das Abenteuer dann auch schon erledigt. Sonderlich viel Wiederspielwert bietet Princess Peach: Showtime! leider ebenfalls nicht. Denn abseits einiger freischaltbarer Kleid-Designs und Farbgebungen für Stella gibt es kaum Anreize, die einzelnen Level erneut zu besuchen.

Pluspunkte sammelt der Titel jedoch für die Bosskämpfe, die abwechslungsreich und kreativ daherkommen. Allerdings hätten dem Abenteuer hier ein paar weitere Duelle gut zu Gesicht gestanden. Auch einen Couch-Koop-Modus lässt das Peach-Abenteuer schmerzlich vermissen.

Die Technik von Princess Peach: Showtime!

Aus technischer Sicht ist Princess Peach: Showtime! Ein zweischneidiges Schwert. Auf der Haben-Seite verbucht das Abenteuer seinen absolut stimmigen und kunterbunten Theater-Look, der bis ins letzte Detail gekonnt umgesetzt ist und mit schicken Kulissen punktet.

Andererseits hat der Titel mit Performance-Problemen zu kämpfen. Die zeigen sich erfreulicherweise aber fast nur in den Ladebildschirmen, die mit 1-2 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm flackern, sowie in den mitunter etwas ruckeligen Zwischensequenzen. Im Spiel selbst sieht es deutlich besser aus.

Princess Peach: Showtime!
Hinter diesen Holzbüschen sind wir praktisch unsichtbar. Oder? ODER? (Bild: Nintendo)

Ob da die zum Einsatz kommende Unreal Engine einfach zu viel für die betagte Hardware der Nintendo Switch war? Nichts auszusetzen gibt es aber bei der Vertonung, die mit stimmungsvoller Musik und guten Soundeffekten punktet.

Princess Peach: Showtime! Test: Fazit

Die Qualität der Super Mario-Spiele kann Princess Peach: Showtime! zwar leider nicht erreichen, dennoch entpuppt sich das Abenteuer der Prinzessin als erstaunlich kurzweiliger, angenehm abwechslungsreicher und entspannter Genre-Mix mit einer starken Heldin.

Wer spielerischen Anspruch sucht, wird hier leider nicht fündig und auch der Umfang von 5-8 Stunden fällt für ein Vollpreisspiel leider viel zu überschaubar aus. Die technischen Ungereimtheiten stoßen ebenfalls sauer auf, haben erfreulicherweise aber keine Auswirkungen auf das Gameplay.

Diese Makel macht Princess Peach: Showtime! aber durch das größtenteils gelungene Spielgefühl und die charmanten Bühnenbilder wieder wett. Bleibt zu hoffen, dass Nintendo der Regentin eine eigene Spin-off-Reihe spendiert, denn das Potenzial ist allemal vorhanden.

Princess Peach: Showtime! Test: Silver Award

Pro
Contra
Story
70%
+ Peach als starke Hauptfigur
+ stimmungsvolle Inszenierung
– Story ohne Tiefgang
– Charaktere bleiben zu blass
Gameplay
85%
+ gelungene spielerische Abwechslung
+ Hüpfen, kämpfen, schleichen und mehr
+ abwechslungsreiche Bosskämpfe
– einige Abschnitte sehr kurz
– nicht alle Outfits gleich gut
– sehr simpel gehalten
Balance
93%
+ leichtgängige Steuerung
+ optionaler Schwierigkeitsgrad für ganz junge Spieler
– für viele zu seicht
Umfang
70%
+ 30 Level auf 6 Etagen
+ sammelbare Funkelsterne
– enttäuschende Spielzeit von < 8h
– kein Koop oder Multiplayer
– kaum Widerspielwert
Grafik & Sound
82%
+ stimmungsvolle, charmante Umgebungen
+ schicke Zwischensequenzen
+ gelungener Soundtrack
– Performance-Probleme
– teils hakelige Animationen

Princess Peach: Showtime!

Story
Gameplay
Balance
Umfang
Grafik & Sound

80/100

Princess Peach: Showtime! entpuppt sich als abwechslungsreicher und charmanter Genre-Mix für eine jüngere Zielgruppe, dem es aber an Anspruch und Umfang fehlt.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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