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„Dragon Quest Heroes 2“ im Test – Die niedliche Monster-Klopperei geht in die nächste Runde

Mit Dragon Quest Heroes beschritt 2015 ein schnelles und buntes Hack’n’Slay-Game den Markt, in dem sich Zockerfreunde fröhlich-frechen Monstern stellen konnten. Nun legt Omega Force mit Dragon Quest Heroes 2 nach und schickt euch erneut auf eine verspielte Reise durch farbenfrohe Welten, in der ihr eure ganz eigenen Armeen formieren könnt. Ob das peppige Adventure frische Ideen in die Serie bringt und mit Erfolg an den Vorgänger anknüpft, erfahrt ihr in unserem Test.

Story: Ein tausendjähriger Frieden wird gebrochen

Im Zentrum des Geschehens steht das Zwillingspaar Teresa und Lazarel, das sein idyllisches Leben in der Stadt Harba genießt, in der die Einwohner seit nunmehr 1000 Jahren friedlich zusammenleben. Doch diesem Zustand wird ein jähes Ende gesetzt, als es zu einem plötzlichen Angriff kommt. Als wäre das noch nicht genug, kommt eine alte Prophezeiung ans Licht, die den Krieg zwischen den sieben Königreichen und damit das Ende der Welt ankündigt.

Weiterhin ist die Rede von einem Zwillingspaar, das den Thron besteigt und den Frieden wieder herstellt. Gut, dass die beiden Helden Teresa und Lazarel sich erfolgreich durch die Militärakademie geschlagen haben und unerwartet Hilfe von der tapferen Kriegerin Desdemona erhalten. Gemeinsam setzen sie alles daran, den Angriff abzuwehren und damit die Welt wieder in Einklang zu bringen. Auf eurem Abenteuer kämpft ihr euch durch Horden gigantischer Monster, rekrutiert mutige Mitstreiter und sucht nach den machthungrigen Drahtziehern, die hinter dem Krieg stecken.

Gameplay: Knallbunte Action mit einer Prise Magie

Dragon Quest Heroes 2 kommt mit der richtigen Prise klassischer Rollenspielelemente daher und versprüht dank seiner offenen Welt ein wunderbar leichtes Adventurefeeling. Im Laufe des Spiels schaltet ihr immer neue Features frei, erkundet die Hub-Stadt samt ihren Läden und Crafting-Shops und stellt euch in abwechslungsreichen Quests furchteinflößenden Monstern.

Spielerisch wartet Dragon Quest Heroes 2 mit einem gewohnten Gameplay auf und setzt auf ein gängiges und effizientes Kampfsystem. Während es zeitweise ausreicht, in simpler Kloppmist-Manier auf die Feinde einzudreschen, müsst ihr andere Schlachten wiederum mit viel Geschick angehen, um auch siegreich aus dem Ring zu treten. Neben galanten Kreis- und Dreieck-Kombos könnt ihre gegnerische Attacken in Echtzeitmoves blocken und ausweichen. So zerstückelt ihr Feinde mit eurem Schwert, verwandelt diese mit einem Fingerschnipp in Eisblöcke oder lasst mit magischen Zaubersprüchen einen tosenden Donner auf sie herabregnen. Während einige eurer Kämpfer insbesondere im Nahkampf sehr bewandert sind, machen sich andere wiederum im Fernkampf sehr gut. Zudem verfügt jeder Charakter über seine ganz eigenen Spezialattacken sowie über spektakuläre Angriffe, die je nach Klasse ganz unterschiedlich ausfallen. Tretet ihr mit Hoheit aus einer Schlacht heraus, könnt ihr eure Helden Stück für Stück aufleveln und heimst wertvolle Skillpunkte ein, mit denen ihr ganz neue Fähigkeiten aktiviert.

Gameplay II: Wer wollt ihr sein?

Sollte es euch mal langweilig sein, könnt ihr die Berufung eures Helden jederzeit ändern und demnach das Gameplay samt Spezialattacken maßgeblich anpassen. So könnt ihr eure Partie entweder als Krieger, Kampfkünstler, Magier oder Dieb bestreiten und gänzlich neue Kampfstile erlernen. Haltet auf eurem Abenteuer stets die Augen offen, um versteckte Kostbarkeiten, Schätze und Materialien ausfindig zu machen. Jedes Monster trägt eine ganz besondere Medaille, welche automatisch fallengelassen wird, sobald ihr es in einem Kampf bezwingt. Durch das Einsammeln erhalten sämtliche Kämpfe eine ganz neue und individuelle Note, da ihr mit der Nutzung der Medaillen ganz spezielle Effekte auslöst. So seid ihr in der Lage, riesige Monster zu beschwören, die euch im Kampf zur Seite stehen oder nehmt selbst die Gestalt eines Monstrums an samt seiner individuellen Fähigkeiten.

Die Hauptstadt Accordia fungiert in Dragon Quest Heroes als Hub-Welt, von der ihr die verschiedenen Regionen besucht und zahlreiche Nebenquests bestreitet. So geht ihr auf Schatzjagd, helft Reisenden in Not, kundet versteckte Räume aus oder jagt Monster, auf die ein lukratives Kopfgeld ausgesetzt ist. Die Kulisse verströmt an allen Ecken ein fröhliches Dragon-Quest-Flair und es bereitet wahre Freude, die verschiedenen Städte, Waldgebiete und Wüsten zu erkunden.

Ein willkommenes Feature, das euch in Dragon Quest Heroes 2 erwartet, ist der Mehrspieler-Modus in welchem ihr euch mit bis zu vier Spielern austoben könnt. So lassen sich auch extra-schwere Missionen und epische Gegnermassen bezwingen, während ihr euch gegenseitig im Storymodus unterstützt.

Obwohl Dragon Quest Heroes 2 spielerisch eine nette Dauerunterhaltung bietet, merkt man doch, dass das Spiel eher auf jüngere Games-Enthusiasten zugeschnitten ist. So ist die Story alles andere als episch und verliert sich nur allzu gerne in den genretypischen Rollenspielklischees. Auch den Charakteren mangelt es an wirklicher Tiefe und die Nebenmissionen wissen aufgrund ihres immergleichen Musters nicht wirklich zu fesseln.

Balance: Mit Feinden wird hier nicht gegeizt

Doch gerade die Allgegenwärtigkeit knackiger Kämpfe bringt Neulinge der Serie gerne mal ins Schwitzen. So habt ihr zeitweise das Gefühl, als würden in manchen Gebieten ganze Schwärme an Gegnern losgelassen, die euch in den Gefechten zum Teil das letzte Können abverlangen.

Steuerung: Intuitiv und flüssig

In Sachen Spielkomfort punktet Dragon Quest Heroes 2 auf ganzer Linie, was wohl insbesondere in den intuitiven Menüs begründet liegt. Auch die Kampfmechaniken bleiben zu jedem Zeitpunkt überschaubar, sodass auch Anfänger der Serie nicht zu Fingerakrobaten anmuten müssen.

Grafik und Sound: Nicht perfekt – dennoch detailreich und lebendig

Hinsichtlich der Präsentation glänzt das Game mit einem wunderschönen Grafikstil, der den Grundton des Games in jeder Faser vermittelt. Auch die Figurenmodelle versprühen einen niedlichen und lebendigen Charme, sodass sich auch über so manche Kanten und schwammige Texturen hinwegsehen lässt. Die Animationen laufen durchweg reibungslos und das gekonnte Spiel aus Licht und Schatten sorgt für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Die Soundeffekte bieten drachenstarke Kost und untermalen vor allem actionreiche Sequenzen zu jedem Zeitpunkt mit den richtigen Akzenten. In Sachen Vertonung könnt ihr zwischen einer japanischen und englischen Variante wählen, während sämtliche Dialoge mit deutschen Untertiteln versehen werden können.

Fazit: Ein gelungenes Rollenspiel, das trotz seichter Story zu unterhalten weiß

Dragon Quest Heroes 2 hat aus den Fehlern des Vorgängers gelernt und verleiht der Reihe einen wunderbar frischen Wind. Die quietschbunte Open-World samt komplexem Fähigkeitenbaum lässt an jeder Stelle in spannendes Abenteuerfeeling aufkommen und macht das Game zu einem gelungenen Gesamtwerk. Neben gut funktionierenden Rollenspiel-Elementen sorgen vor allem spannende Features im Kampfsystem für abwechslungsreiche und epische Schlachten und bereiten wahre Freude während man Massen von Monstern erledigt. Fans des Genres erhalten in dem Game ist ein wunderhübsches Spiel, das in feinster Happy’n’Slay-Manier überzeugt.

Pro
Contra
Story
75%
+ verspielte Grundstimmung – klischeebeladene, wenig innovative Story
Gameplay
85%
+ abwechslungsreiche Charaktere
+ ausgefeiltes Kampfsystem
+ nutzbare Medaillen verleihen Kämpfen eine interessante Note
+ interessante Charakteranpassungen
+ Kämpfe lassen sich mit bis zu vier Personen bestreiten
– teils einfallslose Missionen
Balance
75%
+ teils erbarmungslose Gegnermassen
Steuerung
85%
+ intuitive Steuerung
+ überschaubare Menüs
Grafik & Sound
75%
+ niedliche und fröhliche Präsentation
+ flüssige Animation
+ stimmungsvolle Beleuchtung
+ englische und japanische Vertonung
– teils schwammige Konturen
– keine deutsche Vertonung

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