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Escape from Tarkov im Test – Hardcore-Shooter mit RPG-Elementen

Escape from Tarkov ist ein Hardcore-First-Person-Shooter mit RPG-Elementen, in dem du alleine oder mit Freunden dein Können unter Beweis stellen musst. Durch einen Konflikt mit der russischen Regierung ist das Gebiet rund um die fiktive Stadt Tarkov zum Kriegsgebiet erklärt worden. Ich habe mir den Hardcore-First-Person-Shooter näher angeschaut und mich in viele Runden alleine oder mit Freunden begeben. Wie sich Escape from Tarkov im Vergleich zu anderen First-Person-Shootern macht, erfährst du in diesem Testbericht.

Story

Escape from Tarkov spielt, wie der Name bereits verraten lässt, in der fiktiven Stadt Tarkov. Diese befindet sich in einer Region im Nordwesten von Russland. Durch einen Konflikt eines Konzerns mit der russischen Regierung wurde diese zu einem Kriegsgebiet erklärt. Hier könnt ihr euch einen von zwei privaten Sicherheits- und Militärunternehmen, der United Security (USEC) oder dem Battle Encounter Assault Regiment (BEAR) anschließen.

Die weitere Geschichte wird über die verfügbaren Quests im Spiel erzählt.

Womit, wie und mit was fange ich bloß an?!

Leider gibt es in dem First-Person-Shooter bisher kein richtiges Tutorial, welches einem die Grundlagen des Spiels beibringt. So wird man ins kalte Wasser geworfen, und weiß nicht wirklich wo man anfangen soll. Dank zwei Freunden wurde mir der Einstieg deutlich erleichtert.

Deshalb kann ich jedem Neuanfänger empfehlen, sich ein paar Youtube-Videos anzuschauen oder Freunde, die bereits spielen, zu fragen, ob sie helfen können.

Eine Vielzahl an Waffen & Ausrüstung

In Escape from Tarkov stehen dir eine Vielzahl an Ausrüstungen und Waffen zur Verfügung, die du mit in einen Raid nehmen kannst. Neben Helmen, Schutzwesten und Westen, die dich besser gegen Schüsse schützen, kannst du noch einen Rucksack für mehr Platz mitnehmen. Zusätzlich kannst du dir noch Kopfhörer kaufen. So hörst du Schritte deutlicher und Außengeräusche wie Regen werden gedämpft.

Dabei müssen Helme und Rüstungen des Öfteren repariert oder je nachdem komplett ausgetauscht werden, wenn du angeschossen wurdest, da diese nur eine gewisse Haltbarkeit haben. Außerdem gibt es eine riesen Anzahl an unterschiedlicher Munition, die sich voneinander unterscheidet. Beispielsweise gibt es für Waffen Munition mit wenig Rüstungsdurchdringung und welche mit deutlich mehr. Das Gleiche gilt für Rüstungen und Helme. Dort gibt es verschiedene Rüstungsklassen. Je höher die Rüstungsklasse ist, desto besser ist sie.

Raids/Scav-Runden

In Escape from Tarkov kannst du mit deinem Hauptcharakter auf den unterschiedlichen Karten in Raids gehen. Insgesamt stehen dir zum aktuellen Zeitpunkt sieben Karten zur Verfügung. Dabei ist die Karte „The Labs“ nur mit einer Keycard zugänglich, die du auf den anderen Karten finden kannst. Nachdem du dich ausgerüstet hast und dich für eine Karte entschieden hast, kann es schon losgehen. In den Raids spielst du nicht nur gegen echte Spieler, sondern auch gegen Bots, welche als Scav bezeichnet werden. Auf allen Karten gibt es bestimmte Ausgangspunkte, für einige benötigt man entweder ein bestimmtes Item, Geld oder es müssen andere Voraussetzungen erfüllt werden. Natürlich gibt es auf jeder Karte auch ein bis zwei Ausgangspunkte, für die man keine Voraussetzung erfüllen muss.

Auf vier von den sieben Karten können dich auch ab und zu Boss-Gegner erwarten. Diese tauchen nicht in jeder Runde auf und können wertvolle Beute mit sich tragen. Jedoch solltest du vorsichtig vorgehen, die Bosse sind meistens nicht alleine unterwegs.

Zusätzlich hast du auch die Möglichkeit als Scav zu spielen. Je nachdem wie weit du dein Versteck ausgebaut hast, kannst du alle 10 bis 20 Minuten als Scav in einen Raid gehen. Dabei spawnst du immer mit zufälliger Ausrüstung. Als Scav kannst du jedoch keine Skill-Punkte für deinen Hauptcharakter sammeln.

Das Skill-System

Außerdem bietet der Hardcore-First-Person-Shooter noch ein Skill-System. Durch verschiedene Aktionen kannst du deine Intelligenz, Ausdauer, Stärke und Stressresistenz erhöhen. Neben den bereits Genannten bietet das Spiel noch weitere Skills. Durch das Reparieren von Waffen, Schlösser knacken und Erkunden kannst du deine Intelligenz erhöhen.

Der Flohmarkt

Sobald du den Flohmarkt auf Level 5 freigeschaltet hast, solltest du dort dein Hab und Gut verhökern. Denn anders als bei den herkömmlichen Händlern, zahlen Spieler viel Geld für Waffen, Nahrungsmittel, Quest-Items und Ausrüstung. Natürlich kannst du auch hier von anderen Spielern Waffen, Westen, Rüstung, Headsets und vieles mehr kaufen.

Versteck

In deinem Versteck kannst du verschiedene Sachen ausbauen, welche unterschiedliche Vorteile mit sich bringen. Beispielsweise kannst du eine Medikamenten-Station bauen, mit der du dir aus Items Medikamente herstellen kannst. Im späteren Spielverlauf, wenn dein Versteck weiter ausgebaut ist, kannst du eine Bitcoin-Farm bauen. Auf den verschiedenen Karten lassen sich Grafikkarten in Computern finden, die du für deine Bitcoin-Farm benutzen kannst. Dafür brauchst du noch zusätzlich Benzin, um deinen Generator in Betrieb nehmen zu können.

Performance

Leider ist die Performance nicht sehr gut und mein stärkster Kritikpunkt. Zwar haben die Updates der letzten Monate schon deutliche Verbesserungen gebracht, jedoch ruckelt das Spiel auf bestimmten Karten sehr oft und auf der neuen Karte „Reserve“ gibt es zusätzlich des öfteren Standbilder. Ansonsten hat man durchschnittlich 45 bis 60 FPS, mit denen ich zufrieden bin. Ab und zu stürzt das Spiel auch gerne einfach mal ab, wenn man einer neuen Runde beitreten möchte.

Grafik & Sound

Das Spiel setzt auf ein sehr realistisches Setting und verwendet die Unity-Engine. Die Grafik ist sehr realistisch und detailreich dargestellt. Die verschiedenen Raids bieten unterschiedliche Atmosphären. Beispielsweise auf der Karte „Factory“ bringt Escape from Tarkov die Atmosphäre sehr gut herüber. Denn hier befindet man sich, wie der Name vermuten lässt, in einem Fabrikgelände und um jeder Ecke kann ein Gegner auf dich warten.

Zudem kommt noch der einzigartige Sound, den der Hardcore Shooter mit sich bringt. Am wichtigsten hierbei finde ich die unterschiedlichen Sounds der Schritte, je nachdem, auf welchem Untergrund man sich bewegt. Wenn ihr mit eurem Charakter auf Glasscherben herumlaufen solltet, hört man dies sehr laut und deutlich.

Fazit

Escape from Tarkov ist ein sehr gut gelungener First-Person-Shooter. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es kein vergleichbares Spiel und man merkt, dass die Entwickler sich viel Mühe geben. Leider leidet die Performance aktuell noch darunter, jedoch befindet sich das Spiel auch noch in einer Beta. Dennoch sollte das Entwicklerteam mehr auf die Performance und Stabilität achten, da Ruckler, Standbilder und Abstürze an der Tagesordnung liegen. Vor allem auf größeren Karten wie Reserve oder Interchange machen sich die Ruckler deutlich bemerkbar.

Das Spiel will so realistisch wie möglich sein und das schafft es auch. Mir gefallen die unterschiedlichen Karten sehr gut und da man auch alle 15 Minuten als Scav spielen kann, bringt es etwas Abwechslung herein.

Meiner Meinung nach hätte man die Story vielleicht etwas anders erzählen sollen, anstatt diese einfach in Quest-Texte zu stopfen. Trotz der negativen Aspekte kann ich Escape from Tarkov mit einem guten Gewissen weiterempfehlen. Wer auf Herausforderungen und Shooter steht, für den könnte Escape from Tarkov etwas sein.

Pro
Contra
Story
50%
– Story wird nur durch Quests erzählt
– Keine Cutscenes
Gameplay
90%
+ zwei Spielmodi
+ Viele Waffen und Ausrüstungen
+ Sieben unterschiedliche Karten
– kleiner Frustfaktor, wenn man seine Ausrüstung verliert
Performance
40%
+ Durchschnittlich 40 – 50 FPS – Ruckler, Standbilder und Abstürze treten bei größeren Karten des öfteren auf
Steuerung
80%
+ Einfache & verständliche Basis-Steuerung eines Shooters
+ Anpassungsmöglichkeiten der Steuerung in den Einstellungen
Grafik & Sound
100%
+ Einzigartiges Sound-Erlebnis in einem Shooter
+ Realistische Grafik mit vielen Details

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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