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AENO Smart Heater GH1S Test: Schicke und stromsparende Heizung

Energiesparend zu leben, war bislang vor allem Menschen ein Anliegen, die der Umwelt zuliebe Ressourcen einsparen wollten. In Zeiten explodierender Preise für Gas und andere fossile Energieträger ist das Interesse allerdings auch bei denjenigen gestiegen, die einfach nur ihren Geldbeutel schonen wollen. Der kalte Winter erschwert dieses Vorhaben allerdings bei Vielen. Da verwundert es auch nicht, dass sich viele Menschen nach alternativen Heizmöglichkeiten umsehen. Insbesondere die Nachfrage nach elektrischen Lösungen in Form von klassischen Heizstrahlern, die kurzerhand per Steckdose betrieben werden, ist in den letzten Monaten immens gewachsen. Allerdings erinnern die meisten Geräte eher an herbstlichen Campingurlaub oder die Baustelle. Einen anderen Weg geht AENO. Das Unternehmen stellt in Polen ein Infrarot-Heizgerät her, das nicht nur stylisch aussieht. Obendrein soll es bis zu 50 Prozent effizienter arbeiten als konventionelle Heizgeräte. Was hinter der vielversprechenden Heizlösung steckt, wollen wir im AENO Smart Heater GH1S Test einmal unter die Lupe nehmen.

Technische Daten

Heizmethode Infrarot + Konvektion
Material Gehärtetes Glas
Maximale Leistungsaufnahme 700W+
Spannung 220-240V, 50 Hz
Einstellbare Plattenheiztemperatur 60°C – 120°C
Features Überfall-/Neigungssensor, App-Unterstützung, Montage hängend oder stehend möglich
Heizraumabdeckung bis zu 30 m²
AENO App Verbindung über Wi-Fi 2,4 GHz
Gewicht 8,9 kg
Sicherheit CE, RED, RoHs, REACH, WEEE,TUV (CE)
Preis € 266,03 *

Lieferumfang

AENO Smart Heater Test

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Heizgerät selbst 2x Beine, 4x Schrauben, 1x Montagesatz für Befestigung an der Wand inkl. Lochbohrschablone, eine Schnellstartanleitung sowie eine Garantiekarte.

AENO Smart Heater GH1S Test: Design und Verarbeitung

AENO selbst beschreibt die Optik seines Heizstrahlers als „unsichtbares Design“. Passender könnte die Beschreibung wohl kaum sein. Schließlich fügt sich der Heizstrahler in so ziemlich jedes Setting ein. Das liegt nicht nur daran, dass die Heizfläche mit 11 mm extrem dünn und mit 365 mm Höhe erfreulich niedrig ist. Obendrein sorgt die Farbgebung dafür, dass er in vielen Räumen quasi mit der Wand verschmilzt.

AENO Smart Heater Test

Befestigt man die weiße Version an einer weißen Wand, fällt diese kaum noch auf. Wer das schade findet und das Design des Strahlers ins Rampenlicht rücken möchte, kann dies durch den Kauf der schwarzen Version tun.  Diese bildet bei einer weißen Wand dann einen schicken Kontrast. Bei der Montage gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen lässt sich der Heizstrahler an der Wand anbringen.

Aeno smart heater test

Dabei steht es dem Nutzer offen, ob er die AENO horizontal oder vertikal ausrichten möchte. Das passende Montageset befindet sich zum Glück bereits im Lieferumfang. Hängt die Heizung an der Wand fällt sie dank des schlanken Designs kaum auf. Alternativ ist auch die Montage der beiden Standfüße möglich. Dann wirkt der Heizstrahler ein wenig wie ein ultraflacher Fernseher.

Aeno smart heater
Der AENO Smart Heater GH1S lässt sich auch wie ein ultraflacher Heizkörper an der Wand befestigen. (Bild: AENO)

Die Heizung macht einen sehr edlen Eindruck und glänzt mit einer tollen Verarbeitung und hochwertigen Materialien. So kommt bei der Heizfläche gehärtetes Glas zum Einsatz. Doch nicht nur der dünne Glaskörper überzeugt. Wer sich für die Installation mithilfe der beiliegenden Standfüße entscheidet, wird sich auch über deren Qualität freuen. AENO setzt hier auf hochwertiges gebürstetes Aluminium, das mit dem Sandstrahler bearbeitet wurde.

AENO Smart Heater GH1S Test: Entwicklung und Herstellung in Polen

Das Timing von AENO könnte wohl kaum besser sein. Schließlich bestimmen die explodierenden Energiekosten derzeit die Leben vieler Menschen. Mit der schicken Infrarotheizung dürften diese womöglich etwas kostengünstiger durch den Winter kommen. Da Experten zufolge ein Ende der hohen Gaspreise erstmal nicht in Sicht ist, wird man davon wohl auch noch im nächsten Winter profitieren können. Seine energiesparende Infrarotheizung hat AENO nicht nur in Polen entwickeln lassen. Obendrein wird das Produkt in unserem Nachbarland auch produziert.

AENO Smart Heater Test
Die Infrarottechnik soll für effizientes Heizen sorgen.

Mit der smarten Heizung soll man dann Räume mit einer Größe von bis zu 30 m² heizen können. Dabei nennt man sie nicht ohne Grund smart. Schließlich sorgt eine dazugehörige App für mehr Übersicht und einen hohen Bedienkomfort. Eine Leistung von 700 Watt sorgt dann dafür, dass sich der Raum schnell aufheizen lässt. Dabei wird die Heizung selbst bis zu 120 Grad heiß. Ein eingebauter Thermostat soll verhindern, dass der Raum zu warm wird und beugt Stromvergeudung vor. Laut AENO soll man im Vergleich zu anderen Heizformen bis zu 50 Prozent Energiekosten einsparen können. Dafür soll der geringe Energieverlust sorgen.

AENO Smart Heater GH1S Test: Dank App immer alles im Blick

AENO setzt bei seiner smarten Heizung auf einen hohen Nutzerkomfort. Das wird bereits bei der unkomplizierten Installation deutlich. Man kann die Infrarotheizung wahlweise hängend oder aber stehend platzieren. Für die Montage an der Wand legt der Hersteller die passenden, Schrauben, Dübel und sogar eine praktische Lochbohrschablone bei. Noch einfacher ist die Einrichtung als stehende Heizung. Hier benötigst du nicht einmal Werkzeug.

Die beiden Standfüße lassen sich bequem mit der Hand festdrehen und bieten im Anschluss eine tolle Stabilität. Steht oder hängt die Heizung dann einmal, kann man das Netzkabel in der Steckdose platzieren. Anschließend beginnt die schnelle und einfache Einrichtung. Zunächst musst du dir hierfür die AENO App herunterladen. Eine Steuerung am Gerät selbst ist nämlich nicht möglich. Eine Account-Erstellung später hältst du dich einfach an die Anweisungen der Smartphone-Anwendung. Im Test benötigte ich summa summarum eine knappe Viertelstunde, um das Geräte aufzustellen und einzurichten.

AENO Smart Heater Test
Die Schrauben für die Standfüße lassen sich per Hand festdrehen.

Wirft man einen Blick in die App wird klar, warum AENO hier von einem „Smart Heater“ spricht. Schließlich lässt sich die Heizung mittels App nicht nur einfach an und aus schalten. Stattdessen fungiert dein Smartphone als detailverliebte Steuereinheit. So kannst du beispielsweise die Temperatur festlegen, welche sich im Raum befinden soll. Sobald diese erreicht ist, hält der Heizstrahler selbige.

Die Temperaturmessung erfolgt über ein Thermostat, welches im Netzkabel sitzt. Da die Heizung wirklich heiß werden kann, solltest du bei der Installation darauf achten, dass die Messeinheit weit genug vom Strahler selbst entfernt ist. Ansonsten drohen Fehlmessungen. Weiterhin lässt sich ein Heizplan erstellen. Hier kannst du festlegen, zu welcher Uhrzeit welche Temperatur herrschen soll.

Der Thermostat befindet sich im Netzkabel.

So vermeidet man beispielsweise, dass der Smart Heater unnötig heizt, wenn du dich auf Arbeit befindest oder nachts schläfst. Es lassen sich auch mehrere Heizgeräte im Verbund betreiben. Hier kannst du festlegen, welche Geräte wann und wie stark ihren entsprechenden Raum heizen sollen. In Zeiten hoher Energiepreise ist auch die Kontrolle über den Verbrauch der Heizung interessant. Auch das ist über die App möglich.

Ebenso kannst du Google Assistant und Amazon Alexa verbinden und die Heizung dann per Sprachsteuerung bedienen.

AENO Smart Heater GH1S Test: Installation und Sicherheit

Die Heizung kann mächtig heiß werden. Genauer gesagt beträgt die Temperatur der Glasplatte zwischen 60 Grad und 120 Grad. Natürlich bestehen hier Verletzungsgefahren vor allem auch für Kinder. AENO stattet den Heizstrahler deswegen mit einer Kindersicherung aus, die verhindert, dass der Nachwuchs die Heizung ohne weiteres per Knopfdruck aktivieren kann. Das An- und Ausschalten ist dann nur per App möglich. Natürlich stellt man sich auch die Frage, was passiert, wenn die Heizung mit maximaler Temperatur unvermittelt von der Wand fällt oder umkippt.

Über die App kann man die Kindersicherung einstellen. Dann lässt sich die Heizung über den Knopf am Gerät nicht mehr bedienen.

Insbesondere bei Teppichböden könnten aufgrund der Hitze große Risiken bestehen. Doch auch daran hat AENO gedacht. Schließlich verfügt der Heizstrahler über eine Absturzsicherung. Sollte es zum Unfall gekommen sein, registriert das Gerät dies. Im Anschluss daran schaltet es sich sofort automatisch ab. Über die App erhältst du obendrein eine Push-Nachricht. Dennoch solltest du angesichts der hohen Wärmeentwicklung darauf achten, nichts vor das Gerät zu stellen. Insbesondere Dinge, die schnell schmelzen könnten, haben hier nichts verloren.

AENO Smart Heater GH1S Test: Praxistest

Für den Testzeitraum hat der Wettergott es dem AENO Smart Heater nicht leicht gemacht. So herrschten kurz nach dem Aufbau und der Inbetriebnahme in meiner Region für eine knappe Woche Minusgrade. Vor allem am ersten Tag war meine ohnehin eher schwächelnde Fußbodenheizung mit der Wettersituation überfordert. Da kam mir der smarte Heizstrahler gerade recht. Nach der Inbetriebnahme stellte ich die gewünschte Raumtemperatur auf 21 °C ein.

In der App kann man nicht nur dies einstellen, sondern obendrein nachverfolgen, wie sich die Temperatur entwickelt. Und das ging wirklich erstaunlich schnell. Um den Raum schnellstmöglich auf die Zieltemperatur zu bringen, stellte ich die maximale Hitze von 120 Grad auf der Glasfläche ein. Dass diese sich erwärmt spürt man bereits Sekunden nach dem Befehl in der App. Kurze Zeit später kann man die Hand nicht mehr auf der Fläche auflegen.

Leuchtet der Schalter grün, ist die Heizung eingeschaltet.

So viel Power bietet die Heizung. Man spürt, dass die Kombination aus Infrarot- und Konvektionsheizung hier ein perfektes Paar darstellt. Mein Wohnzimmer, in dem ich die Heizung testete ist knapp 20 m² groß. Hiermit kam der Heizstrahler bestens klar. AENO spricht nicht ohne Grund davon, dass auch Räume mit bis zu 30 m² mit nur einer Heizung beheizt werden können sollen. Bei größeren Räumen kann ich mir gut eine Kombination aus mehreren Smart Heatern vorstellen.

Auch die Heizplanung über die App empfand ich als überaus praktisch. Schließlich ließ sich auf diesem Wege die Heizung konstant betreiben, schaltete sich nachts ab und morgens wieder an. Das empfand ich als geniales Feature, da es AENO dadurch gelingt aus dem smarten Heizstrahler eine Dauerlösung zu machen. Das ist meines Erachtens nach auch der größte Unterschied zu üblichen Heizstrahlern für den Stromanschluss.

Fazit

Mit dem AENO Smart Heater GH1S holt man sich nicht nur ein schickes Stück Technik ins Haus. Auch die Hardware überzeugt. Von der angegebenen vergleichsweise geringen Leistung von 700 Watt sollte man sich dabei keinesfalls täuschen lassen. Schließlich arbeitet der Heizstrahler mit seiner Kombination aus Infrarottechnik und Konvektionsheizung äußerst effizient. Die edle Glasoberfläche sieht dabei nicht nur gut aus, sondern sorgt auch dafür, dass die Wärme bestens an den Raum abgegeben wird. Mithilfe der App-Steuerung ist die Bedienung smart, komfortabel und idiotensicher. Besonders praktisch sind hier die detaillierten Einstellungsmöglichkeiten. Wer stromsparend durch diesen und kommende Winter kommen möchte, findet mit dem AENO Smart Heater GH1S die optimale Lösung.

AENO SMART HEATER GH1S

Verarbeitung
Hardware
Leistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Der AENO Smart Heater GH1S ist eine schicke, effiziente und kostensparende Möglichkeit, deine eigenen vier Wände zu heizen.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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