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Beats Powerbeats – (fast) kabellose Sport-Kopfhörer im Test

Im Frühjahr vergangenen Jahres veröffentlichte die Apple-Tochter Beats die aktuell erhältliche Version ihrer Powerbeats-Kopfhörer. Die In-Ear Kopfhörer setzen auf eine Bluetooth-Verbindung und eignen sich dank ihrer Ohrhaken und dem IPX4-Schutz perfekt für Sportler und Läufer. Auf eine Nummer hinter dem Namen verzichtet man, es handelt sich aber um die bereits vierte Generation. Die In-Ear-Kopfhörer sind in den Farben Rot, Weiß und Schwarz erhältlich.

Wir haben die roten Beats Powerbeats in den letzten Wochen ausführlich daheim, unterwegs in der Straßenbahn, aber natürlich auch bei Workouts oder Läufen, getestet. Ob die Sport-Kopfhörer uns überzeugen konnten, erfahrt ihr im folgenden Test.

Technische Daten

Bauart In-Ear Kopfhörer
Bauform mit Ohrhaken und Nackenband
Verbindungen Bluetooth 5.0
Besonderheiten IPX4-Schutz vor Wasser und Schweiß, Integrierte On-Ear Steuerung, Sprachassistent (Apple Siri)
Ladeanschluss Lightning Connector
Schnellladefunktion Fast Fuel (5 Minuten Aufladen für 1 Stunde Wiedergabe)
Akkulaufzeit bis zu 15 Stunden
Größe 38 x 59 x 24 mm (H x B x T)
Gewicht 27 g
Farben Rot, Weiß, Schwarz
Lieferumfang Powerbeats Wireless High Performance In-Ear Kopfhörer, Ohreinsätze in vier Größen, Tragetasche, Lightning auf USB-A Ladekabel, Kurzanleitung
Preis € 91,08*

Die Beats Powerbeats werden in einem schwarzen Pappkarton ausgeliefert. Dieser ist schlicht designt, die In-Ear-Kopfhörer sind gut sichtbar auf der Vorderseite abgebildet. Nach dem Öffnen blickt man direkt auf die, in unserem Fall knallig roten, Kopfhörer, darunter ist das weitere Zubehör verstaut. Zu diesem zählen neben drei weiteren Paaren Ohreinsätzen eine schwarze Tasche, ein kurzes Lightning auf USB-A-Ladekabel sowie eine Anleitung.

Design und Verarbeitung

Bei den Powerbeats handelt es sich um In-Ear-Kopfhörer, bei denen beide Seiten mit einem relativ dicken und stabilen Nackenband verbunden sind. Die Verbindung zum Smartphone oder auch anderen Geräten erfolgt dagegen kabellos, mit Bluetooth. Zudem setzt man auf Ohrhaken, um einen perfekten Halt, bei jeder Art von Bewegung, zu garantieren. Die Ohrhaken sind flexibel und passen sich damit den Ohren gut an.

Auf der linken Seite befindet sich der Ein-/Ausschalter, im eingeschaltetem Zustand leuchtet dort dauerhaft eine weiße LED. Alles weitere findet man auf der rechten Seite. An Stelle des Ein- und Ausschalters findet man dort eine breite Lautstärkewippe und den Lightning-Anschluss, zum Laden, auf der Unterseite. Das Beats-Logo auf der rechten Seite ist eine weitere Taste. Wenn man hierauf drückt wird Musik abgespielt/pausiert oder man wechselt den Song. Später, im Praxistest, gehen wir genauer auf die Bedienung ein. Für die Sprachsteuerung und weitere Funktionen sind zudem zwei Mikrofone verbaut.

Materialqualität und Verarbeitung der Powerbeats können uns rundum überzeugen. Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an, an den Ecken, Kanten und Übergängen gibt es nichts auszusetzen. Die Ohrhaken sind sehr flexibel und, wie auch das Nackenband, sehr stabil. Die Powerbeats hinterlassen einen robusten Eindruck.

Praxistest und Klangqualität

Auch bei den Powerbeats setzt Beats auf einen Apple-Chip, in diesem Fall den H1. Dieser sorgt für eine schnelle und stabile Bluetooth-Verbindung, ermöglicht viele Funktionen im Zusammenspiel mit dem Sprachassistenten Siri und vereinfacht das Pairing mit Apple-Geräten.

Wir nutzen die Powerbeats dagegen mit einem Android-Smartphone und unserem Laptop und verbinden diese ganz klassisch und ebenfalls unproblematisch, über die Einstellungen, mit unseren Geräten. Für weitere Infos, Optionen, Einstellungen oder auch eine kurze Einführung zum Produkt, steht die Beats-App im Google Play Store zum Download bereit.

Die Bedienung der Powerbeats erfolgt mit Hilfe von drei Tasten. Auf der linken Seite schaltet man die In-Ear-Kopfhörer ein oder aus, auf der rechten Seite befinden sich die beiden anderen Bedienelemente. Auf der Oberseite des rechten Gehäuses befindet sich die Lautstärkewippe, alles andere steuert man mit einem Druck auf das Beats-Logo. Je nach Aktion muss man unterschiedlich oft darauf drücken. Mit einmal Drücken pausiert man die Wiedergabe oder spielt die Musik wieder ab, mit zweimal Drücken springt man zum nächsten Song und mit dreimal Drücken startet der aktuelle Song neu bzw. man springt zurück zum vorherigen Song. Zum Aufrufen des Sprachassistenten muss die Taste länger gedrückt gehalten werden (bei Apple ist Alternativ das Kommando „Hey Siri“ möglich). Anrufe nimmt man ebenfalls mit einem einfachen Druck auf die Taste an.

Die Bedienung der Kopfhörer funktionierte im Alltag meistens gut und zuverlässig. Manchmal wurde beim öfter Drücken nicht richtig erkannt, was wir wollten. Wollen wir mehrere Songs überspringen oder zurück, müssen wir zudem sehr oft auf die Taste drücken. Hier wäre wohl eine weitere Taste, z. B. beim linken Logo, vielleicht vorteilhaft gewesen.

Der Klang der Powerbeats sagte uns im Test zu. Ob bei Podcasts, ruhigen Songs, Pop oder Indie, die Kopfhörer gaben jederzeit ein gutes Bild ab. Der Klang ist ausgewogen, der Bass ausreichend vorhanden, aber nicht zu dominant. Für audiophile Nutzer wird dies nicht reichen, für die Mehrheit sollten die Powerbeats aber ein guter Allrounder sein. Die Umgebungsgeräusche wurden nur wenig unterdrückt, das Fehlen von ANC macht sich hier stark bemerkbar. Vorbeifahrende Autos oder lautere Geräusche waren, wenn auch recht leise, klar hörbar.

Bei Telefonaten empfanden wir die Stimme unseres Gesprächspartners als klar und gut verständlich. Unsere eigene Stimme ist, aufgrund der Mikrofonqualität, deutlich schlechter zu hören. Für kurze Gespräche zwischendurch sind die Powerbeats ausreichend, für längere Gespräche sollte man wohl aber eher zu einem geeigneten Headset wechseln.

Tragekomfort

Ob im Alltag oder beim Sport, die flexiblen Ohrhaken verhinderten jederzeit ein Verrutschen und garantierten uns den perfekten Halt. Die Bügel erfordern etwas Eingewöhnungszeit, anfangs war der bauartbedingte leichte Druck etwas ungewohnt. Mit der Zeit empfanden wir die Powerbeats dann auch über mehrere Stunden hinweg als bequem. Das Nackenband wackelte beim schnelleren Joggen öfter ein wenig hin und her, die Auswirkungen auf den Klang waren aber nur gering und wir empfanden dies allgemein als nur wenig störend. Das Nackenband erweist sich in manchen Situationen gegenüber TWS-Kopfhörern sogar als vorteilhaft, so kann man die Kopfhörer zwischendurch auch mal umhängen oder einen aus dem Ohr nehmen, ohne sich Gedanken über die Aufbewahrung zu machen. Die Ohreinsätze saßen gut, zudem sollten vier Größen ausreichend sein, damit jeder die passenden findet.

Akkulaufzeit

Die versprochenen 15 Stunden Wiedergabe konnten wir im Test nicht ganz erreichen. Im Durchschnitt kamen wir bei mittlerer Lautstärke auf eine Wiedergabezeit von etwas über 13 Stunden. Mittels Schnellladen wurde der Akku, über das Lightning-zu-USB-A-Kabel, innerhalb von fünf Minuten um sieben Prozent geladen, womit wir, ausgehend von unseren 13 Stunden, bzw. genauer gesagt 13,13, auf eine Wiedergabezeit von 55 Minuten nach fünf Minuten Laden kommen.

Fazit

Die vierte Generation der Powerbeats hinterließ im Test einen guten Eindruck, unser Gold-Award wurde nur knapp verfehlt. Die In-Ear-Kopfhörer überzeugen im Test vor allem mit hoher Materialqualität, guter Verarbeitung und sehr hohem Tragekomfort, egal ob daheim, unterwegs oder auch beim Sport. Der Klang der Kopfhörer ist gut und ausgeglichen, sticht aber nicht unbedingt aus der Masse an In-Ear-Kopfhörern hervor. Die Akkulaufzeit von 13 Stunden empfanden wir als ausreichend, zudem sind die Powerbeats Dank Fast Fuel schon nach wenigen Minuten, für das nächste Workout oder den nächsten Lauf, einsatzbereit.

Wer auf der Suche nach klanglich ausgewogenen In-Ear-Kopfhörern ist, die sich vor allem für Sport jeglicher Art eignen, der sollte einen Blick auf Beats Powerbeats-Kopfhörer der vierten Generation werfen.

Beats Powerbeats

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

89/100

Gute und ausgewogene In-Ear-Kopfhörer, die ihre Stärken vor allem beim Sport ausspielen können.

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Philipp Schneider

Ich bin Philipp, interessiere mich schon immer sehr für Technik, bastele gerne an PCs herum und mag es einfach neues zu testen. Aktuell beschäftigen mich neben PCs und Hardware vor allem Themen wie Smart Home und Smartphones, aber auch Heimkino, Konsolen und Gaming. Neben Technik interessiere ich mich vor allem fürs Reisen und Sport.

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