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Creative Sound Blaster Katana V2X Test: Kompakte Gaming-Soundbar

Mit der V2X bringt Creative eine neue Gaming-Soundbar an den Start, die weitestgehend der Katana V2 gleicht, aber mit einem kompakteren Subwoofer aufwartet. Und die hatte uns im Test aus dem Februar 2022 ja bereits sehr gut gefallen. Was das Gaming-Langschwert auf dem Kasten hat, klärt unser Creative Sound Blaster Katana V2X Test.

Technische Daten

Geräte-Typ Soundbar, 2.1-System
Frequenzbereich 50 Hz – 20.000 Hz
Treiber 2x Mittelton-Treiber (63 mm), 2x Hochfrequenz-Treiber (19 mm), 1x Subwoofer-Treiber (133 mm)
Anschlüsse Netzanschluss, Subwoofer-Chinch, USB-C, SXFi-Ausgang, AUX-Input, Optischer Input, HDMI Input (ARC), 3,5-mm-Klinkenkabel
Bluetooth BT 5.0
Maße Soundbar: 600 mm x 95 mm x 62 mm, Subwoofer: 116 mm x 250 mm x 423 mm
Gewicht Soundbar: 1,52 kg
Subwoofer: 3,3 kg
Leistung Bis zu 90 W RMS (180 W Spitzenleistung)
Bluetooth-Codec SBC
Besonderheiten Sound Blaster Acoustic Engine, Super X-Fi, CrystalVoice, Clear Dialog, SXFI Battle Mode, Scout Mode, RGB-Beleuchtung
Preis 309,99 Euro

Creative Sound Blaster Katana V2X Test: Der Lieferumfang

Wer über den Kauf der Creative Sound Blaster Katana V2X Gaming-Soundbar nachdenkt, darf sich über einen prall gefüllten, schwarz-orangefarbenen Karton freuen. Denn im Lieferumfang ist eine ganze Menge enthalten.

Neben der Soundbar und dem Subwoofer legt der Hersteller dem Paket nicht nur ein Netzteil samt dreier verschiedener Stromkabel für Großbritannien, die USA und Europa, sondern sogar eine Fernbedienung, ein optisches Toslink-Kabel, ein USB-C- auf USB-A-Kabel, zwei Bügel für die Wandmontage und natürlich die obligatorischen Anleitungen und Hinweise bei.

Creative Sound Blaster Katana V2X
Am Lieferumfang hat Creative wahrlich nicht gespart. Nur Batterien für die Fernbedienung fehlen.

Design und Verarbeitung

  • Kompakte Abmessungen
  • Schickes, hochwertiges Design
  • Anpassbare RGB-Beleuchtung

Um es gleich einmal vorwegzunehmen: Die Creative Sound Blaster Katana V2X gleicht der V2-Soundbar des Herstellers wie ein Ei dem anderen. Das ist allerdings nicht negativ zu verstehen, konnte uns die Soundbar zu Jahresbeginn fast vollumfänglich überzeugen.

Einmal mehr darfst du dich also über eine sehr edle Soundbar freuen, die mit ihren kompakten Abmessungen von 600 mm x 95 mm x 62 mm (Länge x Höhe x Tiefe) problemlos auf Schreibtisch oder TV-Board Platz findet.

Creative Sound Blaster Katana V2X Design

Mit ihrem dunkelgrauen, eloxierten Finish macht die Soundbar jedenfalls optisch einiges her. Die Bedienelemente findest du mittig auf der Oberseite, eingerahmt durch die beiden Hochtöner, die mit einem feinen Gitter versehen in das Gehäuse eingelassen sind.

Ein ähnliches Gitter zieht sich über die Front bis auf die Seiten der V2X, hinter dem die beiden jeweils 63 mm großen Mittelton-Treiber ihre Arbeit verrichten. An der Vorderseite verbaut Creative zudem ein Display samt 3,5-mm-Klinkenanschluss am linken Rand. Es informiert beispielsweise über die Lautstärke, die Audioquelle oder den Soundmodus, doch dazu später mehr.

An der Unterseite findest du einen LED-Leuchtstreifen, der für die Gaming-typische RGB-Beleuchtung zuständig ist. Außerdem sitzen hier zwei gummierte Standfüße, die für einen sicheren Halt sorgen – hier kannst du zudem die Wandhalterungen anbringen, die Schrauben sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

Auf der Rückseite der Creative Sound Blaster Katana V2X findest du die Anschlüsse, die ebenfalls denen der V2 gleichen: die rechten beiden dienen der Stromversorgung und der Verbindung des Subwoofers. Hinzu kommen HDMI-Out (Arc), USB-C (In), AUX (In) und Optical (In), sowie Creatives SXFi-Ausgang.

Creative Sound Blaster Katana V2X Anschlüsse
Die Anschlussvielfalt kann sich mehr als sehen lassen.

Der einzige optische Unterschied zum Geschwistermodell ist im Subwoofer beziehungsweise dessen Größe zu finden. Dieser ist nämlich in der Höhe auf 423 mm angewachsen, fällt aber mit einer Breite von 116 mm und einer Tiefe von 250 mm ansonsten deutlich kompakter aus als das Pendant der Katana V2 mit 367 mm x 150 mm x 367 mm.

Verarbeitung der Creative Sound Blaster Katana V2X

  • Hochwertige, robuste Verarbeitung
  • Display recht kratzeranfällig

Hinsichtlich der Verarbeitungsqualität gibt es nahezu nichts zu beanstanden. Soundbar und Subwoofer weisen eine sehr hohe Qualität aus, fühlen sich hochwertig und robust an. Besonders die robusten Mesh-Gitter und die haptisch überzeugenden, geriffelten Bedienelemente wissen zu gefallen.

Lediglich das Display hätte etwas mehr Feinschliff vertragen können. Es zieht Staub magisch an und weist bereits nach dem Auspacken einige kleinere Schmisse auf.

Creative Sound Blaster Katana V2X Verarbeitung

Inbetriebnahme und Einrichtung

  • Schnell und einfach eingerichtet
  • Zuverlässige Bluetooth-Verbindung

Die Creative Sound Blaster Katana V2X zum Laufen zu bekommen, ist denkbar simpel und selbst für Laien ohne Zuhilfenahme der Anleitung zu erreichen. Zunächst gilt es, die Soundbar über das fest montierte Chinch-Kabel mit dem Subwoofer zu verbinden und das Duo mit Strom zu versorgen.

Ist dies erfolgt, nimmt die Soundbar auch schon ihren Betrieb auf. Via USB- oder AUX-Kabel erfolgt die Verbindung mit PC und Notebook, während du sie auch mit dem TV-Gerät über den HDMI-Anschluss mit Audio Return Channel (ARC) oder sämtlichen aktuellen Konsolen verbinden kannst.

Besonders praktisch im PC ist zudem die Möglichkeit, ein Headset mit 3,5-mm-Klinkenanschluss an der Frontpartie der Soundbar zu verbinden, ohne den Umweg über Tower oder Notebook gehen zu müssen.

Creative Sound Blaster Katana V2X
Anschließen, anschalten, loslegen. Einfacher geht es nicht.

Alternativ funktioniert die Kopplung via Bluetooth (Version 5.0) ebenfalls schnell und einfach. Mit Gedrückt halten der Power-Taste wechselt die Katana V2X in den Pairing-Modus und wird sofort von Smartphone und anderen Geräten erkannt und eingerichtet.

Bedienung und App-Anbindung der Katana V2X

  • Bedienung per Tasten, Fernbedienung und App möglich
  • Smartphone- oder Windows-App mit überzeugendem Umfang

Ähnlich variantenreich zeigt sich die Creative Sound Blaster Katana V2X hinsichtlich ihrer Bedienung. Denn steuern kannst du die Soundbar wahlweise über die Tasten an der Oberseite, mithilfe der beiliegenden Fernbedienung (für die du allerdings selbst zwei AAA-Batterien bereitstellen musst) oder über die Creative-App für Smartphones bzw. den PC.

An der Soundbar selbst kannst du die Lautstärke erhöhen oder verringern, die Audioquelle auswählen, sowie einen von vier Modi samt entsprechendem Soundprofil für Musik, Gaming, Effekte und Filme auswählen und Creatives SXFi-Technologie für verbundene Kopfhörer oder Headsets hinzuschalten.

Der Super X-Fi UltraDSP-Chip simuliert dabei einen Surround-Klang, durch den Spiele, Filme und Musik an zusätzlicher Räumlichkeit gewinnen. Dazu ist aber das Setup über die entsprechende SXFI-App notwendig, bei dem du ein eigenes Profil mittels Kopf- und Ohr-Mapping erstellen musst.

Die Bedienung mithilfe der Fernbedienung ist selbsterklärend. Alternativ kannst du die Soundbar über die Creative-Smartphone- oder -Desktop-App steuern und hier noch zusätzliche Einstellungen vornehmen.

Creative App

In der klar strukturierten App wählst du beispielsweise die Audioquelle und kannst über die Acoustic Engine verschiedene Soundeinstellungen vornehmen und das sogar für Soundbar und Kopfhörer getrennt voneinander. Intensität des Surround-Klangs und Crystalizer (spannend für Musik) können ebenso eingestellt werden, wie eine smarte Lautstärkeanpassung und die Dialog+ Option, die Stimmen verstärkt und klarer darstellt.

Außerdem kannst du zwischen etlichen Equalizer-Presets wählen – darunter verschiedene Musik-Genres, Film, Gaming und sogar Profile für unterschiedliche Games wie Apex Legends, DOTA 2 oder Fortnite.

Zudem kannst du in der App verschiedene Beleuchtungseffekte einstellen oder diese vollständig deaktivieren und den Bass des Subwoofers hoch- oder runterregeln. Sehr viele praktische Optionen also, die die Nutzung der App empfehlenswert machen.

Klang der Creative Sound Blaster Katana V2X

  • Klang benötigt ab Werk etwas Feintuning
  • Danach überzeugender Stereo- und (virtueller) Surround-Sound
  • Sehr hohe Maximallautstärke

Für unseren Klangtest musste sich die Soundbar in verschiedenen Disziplinen und mit verschiedenen Audioquellen unter Beweis stellen. Vom PC- und Konsolengaming, über Musikwiedergabe per Kabel und via Bluetooth, bis hin zu Serienmarathons und Filmen.

Klanglich deckt die Creative Sound Blaster Katana V2X einen Frequenzgang von 50 Hz bis 20.000 Hz ab. Durch den kompakteren Subwoofer im Vergleich zur V2 findet hier allerdings nur ein 133 mm großer Tieftöner (gegenüber 165 mm) Platz.

Damit einhergehend sinkt die maximale Leistung auf 180 Watt gegenüber 252 Watt. In der Praxis dürftest du davon aber nicht viel merken, denn das 2.1-Soundsystem wird verdammt laut und das erfreulicherweise sogar, ohne dabei zu verzerren.

Nicht vollständig überzeugen konnte mich dabei die Soundabmischung ab Werk, die den Bass relativ stark in den Vordergrund rückte. Die gute Nachricht: Dem kannst du allerdings mithilfe des Equalizers und der Crystalizer-Einstellung innerhalb der Acoustic Engine wunderbar entgegenwirken und einen wirklich sehr guten Klang erreichen.

Dann ergibt sich ein schöner, raumfüllender Klang mit einem (auf Wunsch) satten Bass, der die Inneneinrichtung zum Tanzen bringt. Mehr als 40-50 Prozent Lautstärke habe ich im Rahmen des Creative Sound Blaster Katana V2X Tests nie benötigt, um mein Wohnzimmer zu beschallen. Reserven sind also noch mehr als genug vorhanden.

Lediglich bei der Musikwiedergabe schwächelt die Soundbar, wie auch schon die V2, ein wenig in den oberen Mitten. Der integrierte Dolby Audio Decoder schafft dann aber wiederum einen wirklich gelungenen, virtuellen 5.1-Surround-Klang, mit dem Filme, Serien und auch Spiele spürbar profitieren.

In Verbindung mit einem angeschlossenen Kopfhörer profitierst du im Gaming-Betrieb auf Wunsch zudem durch SXFi samt Battle- und Scout-Modus, die die Räumlichkeit des Klangs verbessern und vor allem in Shootern eine bessere Ortung akustischer Details wie Schritte oder ähnlichem ermöglichen.

Per Scan deines Gesichts und deiner Ohren ermittelt die SXFi-App den optimalen Sound. (Bild: Apple App Store)

Praktisch zudem: Creative integriert zwei Beamforming-Mikrofone, die einen ordentlichen Klang abliefern und es dir ermöglichen, Telefonate direkt über direkt über die Soundbar zu tätigen.

Creative Sound Blaster Katana V2X Test: Fazit

Mit der Creative Sound Blaster Katana V2X hat der Hersteller eine starke, kompakte und klanglich überzeugende Soundbar mit vielen Anschlussmöglichkeiten geschaffen. Dank ihrer geringen Abmessungen und dem kompakten Subwoofer findet sie problemlos auf dem Schreibtisch oder unter dem Fernseher Platz.

Obwohl die Gesamtleistung und die Dimensionen des Woofers im Vergleich zur V2 gesunken sind, hat das 2.1-Soundsystem mehr als genug Wumms, um deinen nächsten Filmabend und ausgedehnte Gaming-Sessions zu befeuern und gibt auch beim Musikhören eine gute Figur ab.

Lediglich die Mitten stehen ein wenig im Hintergrund, während du beim Klangbild zunächst etwas Feintuning betreiben solltest. Hinzu kommen kluge Features wie der SXFi-Support für angeschlossene Kopfhörer oder Headsets, virtueller Surround-Sound und eine anpassbare RGB-Beleuchtung.

Mittlerweile ist die Konkurrenz im Bereich der Gaming-Soundbars aber größer geworden. Trotzdem positioniert sich die Katana V2X auch hier dank ihrer vielen Anschlüsse, klar aufgebauten App samt vieler Einstellung und der hochwertigen Verarbeitung ganz weit vorne. Den kabellosen Subwoofer vermissen wir allerdings noch immer.

Creative Sound Blaster Katana V2X Test: Silver Award

Creative Sound Blaster Katana V2X

Verarbeitung
Soundqualität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

88/100

Hochwertige und klanglich überzeugende Gaming-Soundbar, die beim Zocken, Musikhören und bei Filmen und Serien gleichermaßen punktet.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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