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Lydsto R1: Saugroboter für unter 400 Euro im Test

Mit dem Lydsto R1 präsentiert sich ein weiterer Saugroboter aus dem Hause Xiaomi. Der R1 wurde Anfang 2021 präsentiert und ist seither auf dem deutschen Markt erhältlich. Der Saug- und Wischroboter spielt in der Preisklasse unter 400 Euro (€ 418,00*). Die äußere Erscheinung des Roboters erinnert stark an einen Roidmi Eve, der ebenfalls aus dem Xiaomi-Universum stammt. Wie der neue Saugroboter mit Absaugstation in unserem Praxistest abschneidet, haben wir im folgenden Testbericht festgehalten.

Technische Daten

Bauart Saugroboter und Moppreiniger mit Absaugstation
Navigationsmodus Laser-Raumvermessung (LDS)
Saugkraft 2700 Pascal
Fassung Staubbehälter / Wassertank
(Saugroboter)
0,2 Liter / 0,25 Liter
Fassung Staubbehälter (Absaugstation) 3 Liter
Akkukapazität 5200 mAh
Ladezeit 4-5 Stunden
Leistung (Saugroboter) 50 Watt
Leistung (Absaugstation) 1000 Watt
Maximale Flächenabdeckung 150 m2 (Wischen) / 200 m2 (Saugen)
Hindernisse Bis zu 2 cm
Abmessung (Saugroboter) 34,9 x 10 x 35,3 cm
Abmessung (Absaugstation) 25,5 x 21,8 x 34,3 cm
Gewicht (Gesamt) 8,3 kg
App-Steuerung
Lydsto App
Farbe Schwarz oder Weiß
Preis € 418,00*

Lieferumfang

Neben dem Saugroboter und der Absaugstation selbst wird dem Käufer ebenfalls eine Grundausstattung an Zubehör mitgegeben. Das Zubehör umfasst:

  • 1x Wischmopp aus Stoff
  • 1x Halterung für den Wischmopp zur Montage am Roboter
  • 30x Wischmopp Einweg
  • 7x Staubbeutel (davon einer vorinstalliert in der Absaugstation)
  • 1x Cleaning Knife mit Bürste
  • Bedienungsanleitung

Design und Material

Der Lydsto R1 ist in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich. Wie man bereits sehen konnte, handelt es sich bei unserem Testobjekt um die weiße Variante. Das Farbthema zieht sich durch das gesamte Design, dabei wechselt sich das strahlende Weiß mit einem hellen Grau ab. Grau sind dabei die Funktionstasten auf der Oberseite, sowie die Gummi-Umrandung an der Frontseite. Unter dem kleinen Turm auf der Oberseite befindet sich ein Teil der Sensoren, die für die Raumerkennung zuständig sind. Zusätzlich befinden sich hinter dem beweglichen Frontteil weitere Sensoren, die Hindernisse erkennen.

Auch die Absaugstation ist größtenteils in weiß gehalten. Eine Ausnahme bildet die Dockingstation an der Frontseite. Diese ist schwarz und beinhaltet zwei Kontaktflächen, über die der Akku geladen wird. Ebenfalls findet man hier den Absaugungsschacht wieder.  An der Rückseite führt das Stromkabel heraus. Hier wurde mitgedacht und eine Befestigungsmöglichkeit verbaut, an der überschüssiges Kabel einfach umwickelt werden kann.

Saugen und Wischen

Das Staubsaugen wird durch eine Bürste, die sich im Betrieb dreht, unterstützt. Dabei wechseln sich Borsten mit einer Gummi-Lippe ab. So wird garantiert, dass große sowie kleine Stücke mit angesaugt werden und im Auffangbehälter landen. Für die Wischfunktion lässt sich die Wischmopphalterung ganz bequem unter dem herausnehmbaren Behälter einschieben. Erst dann tritt auch Wasser aus, da die Öffnungen durch Druckpunkte freigegeben werden. Negativ ist aufgefallen, dass wenn man die Halterung entfernt teilweise immer noch Wasser nach läuft. Hilfreich ist also, das komplette Wasser aus dem Behälter abzulassen, sollte dieses nicht weiter benötigt werden und der Wischmopp entfernt sein. Denn gerade ältere Holzböden verzeihen keinerlei Wasser.

Auch für Teppichböden ist der Lydsto R1 gewappnet, diese soll er automatisch erkennen und die Saugkraft entsprechend anpassen. In der Realität war diese Funktion für uns aber eher ernüchternd, da die automatische Erkennung nur bei zwei von vier Teppichen funktioniert hat. Hier musste dann in der App nachgeholfen werden.

Auf der Rückseite des Roboters befindet sich der herausnehmbare Behälter, der eine Kombination aus Wassertank und Staubbehälter bildet. Dabei hat der Staubbehälter ein Fassungsvermögen von 200 ml, sollte dieser voll sein, fährt der R1 automatisch zurück zur Station und saugt den Schmutz heraus. Für das Wischen bietet der Wassertank Platz für 250 ml Wasser. Diese Menge reicht bei der kleinsten Wischstufe für maximal 150 m² Fläche, die mit einer Tankladung gewischt werden kann.

Auf der Oberseite des Behälters befindet sich neben der Öffnung, die zum Nachfüllen des Wassers dient, auch der Hepa-Filter der die Abluft filtert. Dieser ist herausnehmbar und kann nach Bedarf ausgetauscht werden.

Hindernisse überwinden

Hindernisse mit einer Höhe von bis zu 2 cm sind für den Lydsto R1 kein Problem. Dabei ist es egal, ob es sich um Türschwellen oder Gegenstände handelt. Überschreiten die Hindernisse die magische 2 cm Grenze, wird das Ganze schon zu einem Problem, da dann der Bumper in der Front gegen die Erhöhung stößt und die Bodenfreiheit dann schlichtweg nicht mehr ausreicht. Auch bei Treppenstufen muss man sich keine Sorgen machen, dass der Saugroboter herunterfällt. Denn diese erkennt er aufgrund der Sensoren zuverlässig.

Absaugstation

Die Station wird ganz normal mit Strom über die Steckdose versorgt und erfüllt im Großen und Ganzen die Funktion als Dockingstation. Hat sich der Roboter an die Station gekoppelt, wird er nicht nur geladen, sondern auch der Schmutz wird aus ihm herausgesaugt. In der Regel wird der Behälter rückstandslos geleert, hin und wieder kommt es aber vor, dass einzelne Wollmäuse zurückbleiben und dass trotz des kurzen Ansaugweges von 430 mm.

Die Geräuschkulisse beim Absaugen gleicht einem älteren 2000 Watt Staubsauger. Der Lärm ist aber nach einigen wenigen Sekunden wieder vorbei und der Saugroboter ist wieder bereit für die Arbeit. Im Inneren der Station ist Platz für einen Staubbeutel mit einer Fassung von 3 Litern.

Akku

Für die Stromversorgung des Saugroboters ist ein 5200 mAh großer Lithium-Ion-Akku zuständig. Die Akkuladung reicht in der Regel für eine Fläche von maximal 200 m² (ausgegangen von reiner Saugleistung). Von 0 auf 100 schafft der Akku innerhalb von 4 bis 5 Stunden. Nach dieser Zeit ist er wieder voll geladen und bereit für den Einsatz. Zwischen den Reinigungen findet er seinen Weg zurück zur Station und wird über die Kontaktflächen mit Strom versorgt. So bleibt der Lydsto R1 immer einsatzbereit.

App

Die hauseigene Lydsto App bietet eine Vielzahl von nützlichen Funktionen und Einstellungen. Bereits auf der Startseite lässt sich der R1 bequem, auch von unterwegs, starten. Außerdem befindet sich hier unter „Bodenplanbearbeitung“ ein weiteres Menü, in dem das Verhalten des Saugroboters angepasst werden kann. Angefangen mit der Einstellung von verbotenen Zonen. Hier lassen sich sogenannte No-Go-Zonen erstellen, in denen nicht gesaugt werden darf. Auch lässt sich für die jeweiligen Zonen einstellen, ob das Wischen in der vorgegebenen Zone untersagt ist. Die Zonen lassen sich auf der Karte leider nur als Rechtecke bis zu einer bestimmten Größe erstellen, sodass verwinkelte Stellen nur mit mehreren Zonen unterschiedlicher Größe abgedeckt werden können. Außerdem lassen sich über die restlichen Reiter des Menüs, Räume trennen und die Saug- und Wischintensivität in den unterschiedlichen Räumen anpassen.

Auch in den generellen Einstellungen finden sich viele nützliche Funktionen und Anpassungen wieder. Die Einstellung einer Reinigungsroutine stellte sich als sehr hilfreich heraus. So wird das Reinigen größtenteils automatisiert und es muss sich nur noch Gedanken über das Leeren des Beutels gemacht werden. Auch die Fernsteuerung stellte sich als sehr nützlich heraus, gerade wenn ein Bereich nicht gänzlich erkannt wird. Dann kann der Roboter einfach zum richtigen Ort gefahren und ab hier eine Reinigung gestartet werden. So wird der Rest des Raumes mit erfasst und in die Reinigungsroutine mit eingebunden. Dieses Vorgehen war in unserem Test leider zweimal nötig. Ebenfalls lässt sich die Häufigkeit der Absaugungen an der Station einstellen.

Fazit

Insgesamt hinterließ der Lydsto R1 bei uns einen guten Eindruck. Hier und da schwächelte er etwas. Negativ ist uns teilweise die Lautstärke aufgefallen. Den Saugroboter selbst haben wir aber nicht als störend empfunden. Klar bildet er eine gewisse Geräuschkulisse, aber die erwartet man bei einem Staubsauger auch. Einzig die Absaugstation haben wir als laut empfunden. Hier wird nach erfolgter Reinigung der Schmutz aus dem Sammelbehälter des Roboters heraus gesaugt. Dabei kam es vor, dass schonmal größere Staubfetzen zurück blieben und von Hand nachgebessert werden musste. Bei der Raumerkennung musste teilweise auch nachjustiert werden. In unserem Test kam es vor, dass die Hälfte eines Raumes einfach nicht erkannt und gereinigt wurde. Nachbessern ließ sich das aber ganz schnell und einfach anhand der Fernsteuerung. Bei der Raumerkennung kommt es auf die Beschaffenheit der jeweiligen Räume an, es muss also nicht sein, dass diese Probleme immer auftreten.

Auch die App zeigte kleine Schwächen, so lassen sich die No-Go-Zonen nur in Rechtecken und auch nur bis zu einer bestimmten Größe darstellen. Dies führte gerade bei verwinkelten Ecken zu Problemen. Dennoch hat die App alles zu bieten was man braucht, auch die Darstellung ist sehr übersichtlich und die Funktionen insgesamt selbsterklärend.

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Lydsto R1

Verarbeitung
Lieferumfang
Bedienung
Saugkraft
Lautstärke
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Ein durchaus solider Saugroboter mit Wischfunktion im Preisbereich unter 400 Euro.

Lydsto R1 im Preisvergleich



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Alexander Wulke

Als Technikbegeisteter verfasse ich Testberichte für allerlei technische Geräte. Speziell die Themen PC-Hardware und Gaming haben es mir aber am meisten angetan. In meinen Tests gebe ich gerne Tipps und verschaffe euch einen unabhängigen und ehrlichen Eindruck zu dem jeweiligen Produkt.

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