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TP-Link Tapo C425 Test: Der Marathonläufer unter den Kameras

Die Tapo-Serie von TP-Link bietet diverse Smart-Home-Gadgets, die dein Zuhause sicherer und smarter machen sollen. Vielversprechend klingen vor allem die verschiedenen Überwachungskameras, die der Hersteller hier bereithält. Im TP-Link Tapo C425 Test wollen wir heute einmal eine kabellose Kamera unter die Lupe nehmen, die auf dem Papier hervorragend klingt. So bietet sie mit 2K-Auflösung nicht nur eine herausragende Kameraperformance. Obendrein will sie mit 300 Tagen Akkulaufzeit, Nutzerkomfort, smarten KI-Features und hoher Anpassungsfähigkeit punkten.

Technische Daten

Kamera – 1/3″ Progressive Scan CMOS Starlight Sensor
– 2K QHD 4MP (2560 × 1440 px)
– Blickfeld: 150°
Zwei-Wege-Audio Mikrofon und Lautsprecher (bis zu 94dB)
Videospeicher Lokal (bis zu 512GB micoSD) oder in der Cloud
Bewegungserkennung Personenerkennung, Tiererkennung, Fahrzeugerkennung
Akku 10.000 mAh großer Akku mit bis zu 300 Tagen Laufzeit
Sprachassistenten Amazon Alexa, Google Assistant
Schutz vor Staub und Wasser Schutz nach IP66-Standard
Maße 116.2 × 64.8 × 64.8mm
Betriebstemperatur -20°C bis 45°C
App-Steuerung Ja, Tapo App
Preis € 129,00 *

TP-Link Tapo C425 Test: Lieferumfang

TP-Link Tapo C425 Test

Neben der Kamera selbst gehören zum Lieferumfang 1x Micro-USB-Kabel (inkl. Netzstecker), Kamerahalterung, Montage-Platte, Installationsmaterial (Schrauben, Dübel, Klebepad) und ein Quick-Start-Guide. Für den Test sendete uns TP-Link außerdem noch ein passendes Solarpanel mit 4,5 Watt Leistung.

TP-Link Tapo C425 Test: Design und Verarbeitung

Wirklich aufregend ist das Design der Tapo C425 nicht. Doch wer will auch eine Überwachungskamera haben, die sofort ins Auge fällt? Mit ihrer klassischen Farbkombination aus Schwarz und Weiß und den kompakten Maßen von 116,2 × 64,8 × 64,8 mm ist sie erfreulich unauffällig. Insbesondere an meiner weißen Hauswand fügt sich die Kamera optimal ins Gesamtbild ein und fällt keineswegs unauffällig auf.

TP-Link Tapo C425 Test

An der Front der röhrenförmigen Kamera befindet sich die Sensoreinheit und Kameratechnik. Herzstück bildet ein 4-Megapixel-Sensor, welcher mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln punktet. Damit dieser auch bei schlechten Lichtbedingungen schöne Bilder zaubert, sorgen insgesamt vier LEDs unter der Kameraeinheit für eine gute Beleuchtung. Weiterhin sitzen hier ein Mikrofon, eine Status-LED und ein Infrarotsensor. An der Rückseite ist das Bild weniger aufregend.

TP-Link Tapo C425 Test

Hier befindet sich nur das Gewinde für ein optionales Stativ. An der Unterseite sitzen wiederum On/Off-Button, Reset-Knopf, MicroSD-Slot sowie Micro-USB-Port. Warum TP-Link hier nicht auf USB-C setzt, kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen. Abseits davon hinterlässt die Kamera aber einen hervorragenden Eindruck. Das unterstreicht auch ein Schutz vor Staub und Wasser nach IP66-Standard. Gumdmiabdeckungen an den wichtigsten Stellen machen es möglich.

TP-Link Tapo C425 Test: Installation

Der Nutzerkomfort von Smart-Home-Gadgets beginnt bereits bei der Inbetriebnahme. Und hier punktet die Tapo C425 als kabellose Kamera zweifelsohne. Da sie über einen Akku verfügt, sparst du dir hier nämlich nicht nur die mitunter aufwendige Verdrahtung am Stromanschluss. Obendrein kannst du ganz flexibel den Einsatzort bestimmen, da du eben auf keine externe Stromversorgung angewiesen bist.

TP-Link Tapo C425 Test
Gummiabdeckungen sorgen für Schutz vor Staub und Wasser.

Für die Befestigung an deiner Wand steht dir eine runde Magnetscheibe zur Verfügung, die du wahlweise mit den beiliegenden Schrauben und Dübeln oder aber runden Klebepad an deiner Wand befestigst. Wer den Bohrer zur Hand nehmen muss, freut sich über die praktische Bohrschablone. Die Einrichtung der Überwachungskamera erfolgt dann über die Tapo-App. Die Software von TP-Link punktete bereits in vergangenen Tests mit einer guten Übersicht. Und das ist auch hier der Fall.

Alternativ steht dir auch ein Gewinde zur Montage an einem Stativ zur Verfügung.

Dem Nutzer wird nicht nur Schritt für Schritt erklärt, wie er die Kamera ins Heimnetzwerk überführt. Im Anschluss werden auch erste rudimentäre Einstellungen inklusive nachvollziehbaren Erklärungen vorgenommen. Auch bei der Befestigung an der Hand unterstützt die App. Das ist insbesondere für Neulinge positiv hervorzuheben. Wurde die Kamera dann erfolgreich mit dem Netzwerk verbunden, eingerichtet und an der Wand angebracht ist sie einsatzbereit.

TP-Link Tapo C425 Test: Kameraqualität

Im Fokus einer jeden Überwachungskamera steht natürlich die Qualität der aufgenommenen Bewegtbilder. Auch die Tapo C425 will in dieser Disziplin punkten. Und das nicht nur bei Tageslicht. Mithilfe der insgesamt vier LEDs bietet sie auch bei Nacht Aufnahmen in Farbe. Wer nicht möchte, dass bei Nacht die LEDs angehen, der kann sich auf den IR-Sensor verlassen.

TP-Link Tapo C425 Test

Dieser sorgt alternativ für eine klassische Nachtsicht in Schwarz-Weiß. Dabei bietet der IR-Sensor eine wirklich beeindruckende Reichweite von 15 Metern. Punkten will die Kamera nicht nur mit einer farbigen Nachtsicht und 2K-Auflösung, sondern auch mit einem großen Sichtfeld von 150°.

TP-Link Tapo C425 Test

Den Blickwinkel der Kamera kannst du nicht über die App anpassen. Stattdessen setzt TP-Link hier auf eine Magnethalterung. In Kombination zur abgerundeten Rückseite der Kamera lässt sich die Position der Kamera nach Vorbild eines Kugelgelenks dann ganz einfach anpassen.

In der Praxis überzeugte mich die Kamera mit einer tollen Bildqualität. Das gilt nicht nur für die Aufnahmen bei Tage, die lebendig und gestochen scharf daherkommen. Im Dunkeln zahlen sich die LEDs aus und sorgen für eine farbige Nachtsicht, die sich wirklich sehen lassen kann.

Auch die Schwarz-Weiß-Sicht mittels IR-Sensor ist ansehnlich. Die Ergebnisse haben in Puncto Bildschärfe dann auch deutlich die Nase vor den Nachtaufnahmen bei Farbe. Zu jeder Tageszeit macht sich das große Blickfeld bemerkbar. Wenn du die Tapo C425 am richtigen Ort deiner Hauswand installierst, entgeht dir fast nichts.

TP-Link Tapo C425 Test: Smart-Home-Features

Die Hardware stimmt also schon einmal. Aber wie sieht es mit der Software aus? Eines kann ich vorweg nehmen: Die Bewegungserkennung funktioniert richtig gut. So erlaubte sich die Kamera im Test keine Schnitzer, wenn es um die Unterscheidung zwischen Mensch und Tier ging. Als ich testweise mit meinem Auto in die Einfahrt fuhr, wurde klar, dass auch die Fahrzeugerkennung hervorragend funktioniert.

Was passiert, wenn es zur Registrierung von Bewegung kommt, legst du in der App fest. Als Standardeinstellung bekommst du eine Push-Benachrichtigung auf dein Smartphone gesendet. Das kannst du natürlich ausschalten. Du kannst das Ganze aber auch deutlich verschärfen. So lässt sich alternativ auch festlegen, dass die integrierte Sirene los schnellt. Diese macht mit 94 dB ordentlich Lärm und dürfte ungebetene Gäste schnell vertreiben. Da sich neben dem lauten Lautsprecher auch ein Mikrofon an Bord der Kamera befindet, lässt sie sich auch als Gegensprechanlage nutzen.

  • Alternative gesucht? Vielleicht ist die Eufy SoloCam S220 (Test) was für dich.

So kannst du bequem mit deinem Besuch kommunizieren. Auch, wenn du gar nicht Zuhause bist. Dein Smartphone dient dann als praktisches Mikrofon. Was man ebenfalls nicht außer Acht lassen sollte, ist die Kompatibilität zu Google Assistant und Amazon Alexa. Mit der passenden Hardware kannst du die Kamera dann auch bequem mit deiner Sprache steuern. Leider werden darüber hinaus keine weiteren Assistenten oder Systeme wie ONVIF unterstützt. Schade.

TP-Link Tapo C425 Test: App-Benutzung

Als Schaltzentrale für deine Kamera hält die übersichtliche Tapo-App von TP-Link her. Diese punktet im Test mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten. Manch einer mag davon vielleicht überfordert sein, doch wir können dich beruhigen. Die Kamera funktioniert auch dann tadellos, wenn du nicht jeden einzelnen Einstellungswinkel in der App findest. Den Livefeed auf der Startseite finde ich besonders toll. Hier kannst du die wichtigsten Funktionen auf Anhieb auswählen.

So lassen sich blitzschnell Dinge wie Livebild oder aber vorangegangene Aufnahmen ansehen. Wer tiefer in die Materie vordringen möchte, geht in die Einstellungen hinein. Dort kannst du so ziemlich jeden Parameter deinen Wünschen entsprechend anpassen. Besonders wichtig ist dabei das Thema Datenschutz. Damit du keinen Ärger mit deinen Nachbarn bekommst, solltest du rechtzeitig Zonen regulieren, die von der Kamera nicht erfasst werden.

Sollte dir eine Bewegungserkennung einmal entgangen sein, ist das kein Problem. Du kannst das Ganze nämlich einfach nachholen. Die App nimmt die Clips mit einer Dauer von 6 Sekunden auf. Diese kannst du dir dann einfach im Nachgang ansehen. Sollten dich die Push-Benachrichtigungen nerven, kannst du die Bewegungserkennung auch ganz einfach filtern.

tp-link tapo c425 test

So ist es beispielsweise möglich, lediglich bei einer Personenerkennung eine Mitteilung zu erhalten. Was für mich persönlich eine Neuerung ist, ist die Zonenzuweisung bei der Bewegungserkennung. So kannst du beispielsweise festlegen, dass in deinem Vorgarten lediglich Personenerkennung und um hinteren Garten Tiererkennung stattfinden soll.

TP-Link Tapo C425 Test: Akkulaufzeit

Stolze 300 Tage Akkulaufzeit? Das verspricht die Tapo C425. Ob daran etwas dran ist, konnte ich in meinem zeitlich limitierten Test natürlich nicht überprüfen. Allerdings dürfte die Kamera bei entsprechender Nutzung durchaus den Wert erreichen. TP-Link selbst spricht davon, dass die 300 Tage bei zwischen 3 und 4 Minuten Kameranutzung am Tag möglich sein sollen. Bei Otto-Normal-Verbrauchern dürfte das nicht allzu weit vom realistischen Wert entfernt sein.

Das passende Solarpanel von Tapo sorgt bei sonnigem Wetter für einen dauerhaften Betrieb.

Möglich wird dies nicht nur durch energieeffizientes Arbeiten, sondern auch einen gigantischen 10.000 mAh Akku. Das Maximum an Ausdauer lässt sich mit passenden Energiesparmodi in der App herausholen. Um den Akku wirst du dir wohl kaum noch Gedanken machen müssen, wenn du das passende Solarpanel anschließt. Bei entsprechendem Sonnenschein wird die Kamera dann stets mit der notwendigen Energie versorgt.

TP-Link Tapo C425 Test: Videospeicher

Für viele spielt natürlich auch die Speichermöglichkeit eine große Rolle. Die beste Nachricht gleich zu Beginn: Du hast die Wahl zwischen lokalem Speichern und Speichern in der Cloud von TP-Link. Für das Speichern auf der Kamera selbst kannst du eine bis zu 512 GB große MicroSD im entsprechenden Slot einschieben.

tp-link tapo c425 test
Die Tapo Care Cloud gibt es in verschiedenen Abomodellen. (Bild: TP-Link)

Leider legt TP-Link dem Lieferumfang noch keine Speicherkarte bei. Bei der Cloud bietet TP-Link seine hauseigene Tapo Care Cloud an, die im Rahmen eines Abomodells monatliche Kosten mit sich bringt. Cool wären natürlich auch heimische Netzwerklösungen gewesen, bei denen Aufnahmen auf dem hauseigenen NAS landen.

Fazit

Zeit für ein paar abschließende Worte zur TP-Link Tapo C425. Im Test hat die Überwachungskamera in Form einer Patronenhülse durchaus einen positiven Eindruck hinterlassen. Dabei muss ich vor allem die gute Kameraperformance und die App-Bedienung lobend erwähnen. So zaubert die Kamera bei Tageslicht wirklich ansehnliche Aufnahmen auf den Smartphone-Bildschirm. Auch nachts kann sich das Ganze sehen lassen. Natürlich bieten hier andere Modelle mehr Auflösung, doch 2K reichen bei einer Überwachungskamera meines Erachtens nach aus.

TP-Link Tapo C425 Test

Während die Schwarz-Weiß-Aufnahmen mittels IR-Sensor ebenfalls recht scharf sind, wirken die Farbaufnahmen bei Dunkelheit mitunter etwas pixelig. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Schließlich ist die Nachtsicht in Farbe bei dieser Größenordnung keineswegs Standard. Toll ist auch die Bewegungserkennung, die im Test hervorragend funktionierte. Dank 10.000 mAh großem Akku ist die Kamera dabei auch noch überall anbringbar und überaus ausdauernd.

Kleine Kritikpunkte gibt es aber auch. So finde ich einen Micro-USB-Port im Jahr 2024 alles andere als zeitgemäß. Das passt einfach nicht zur ansonsten so hochwertigen Verarbeitungsqualität der Kamera. Weiterhin bekommst du keinen Support von ONVIF und anderen lokalen Möglichkeiten zum Speichern der Überwachungsvideos geboten. Du bist auf die Nutzung der MicroSD angewiesen oder nutzt die kostenpflichtige Cloud von TP-Link. Hier darf der Hersteller gerne noch nachbessern, um die C425 noch ein Stückchen besser zu machen.

TP-Link Tapo C425

Desgn und Verarbeitung
Kameraqualität
Bedienkomfort
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Die Tapo C425 punktet mit einer guten Kameraqualität, extrem langer Akkulaufzeit und einer übersichtlichen App.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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